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Beziehungen zwischen Ägypten und Hatti (Gelesen: 2578 mal)
Tawabet
YaBB Administrator
Horusgeleit
*****


Wer lesen kann, ist
klar im Vorteil.

Beiträge: 5394
Beziehungen zwischen Ägypten und Hatti
04/19/08 um 20:21:38
 
Ägypter und Hethiter
 
Schon im Sinuhe wird es genannt
Adanija im Kilkilierland,
Kawizza, so heißt es dort,
sei Pharao ein treuer Ort.
 
Doch bis zur zweiten Zwischenzeit,
sind Quellen nicht sehr breit gestreut,
ein winzig kleiner Scherben dann
trägt die Kartusche des Chijan.
 
Mellink macht Kontakte draus
zu Hattusas Königshaus,
Doktor Klengel aber spricht's:
Ein Scherben bitte sagt noch nichts!
 
Als Auaris erobert war,
Ahmose und seine Ägypterschar
zog bis Shabtuna im heilgen Land
und brachten es in seine Hand.
 
Von Hattussa aus der Mursilis,
der zieht über'n Taurus bis
Babylon, das er niederbrennt,
bevor er wieder heimwärts rennt.
 
Doch Hantusili bringt ihn um,
das war um 1530 rum,
in Hatti stritt man um die Macht,
worüber ganz Mitanni lacht!
 
Was kümmert's das Ägypterreich?
Nach Karkemisch zieht man sogleich,
Thutmosis 1 läßt ne Stele bau'n:
"Die Mittannis habe ich verhaun!"
 
In Hattussa sagt Telebin:
"Wo führt uns dieser Streit noch hin?"
Er macht 'ne Verfassung für sein Reich,
dem Panku-Rat gefällt das gleich.
 
Kizzuwadna gefällt ihm sehr,
das Land liegt doch am Mittelmeer,
ganz modern wird es verbunden,
mit drei Verträgen angebunden!
 
In Syrien scheint Ruh zu sein,
bis Thutmosis III herrscht allein,
doch kaum erlangte er die Macht,
kommt's bei Megiddo zur großen Schlacht.
 
Thutmosis siegt 17 Mal,
für Mitanni eine echte Qual,  
doch Hatti hat sich dran erquickt,
und Thut Geschenke hergeschickt.
 
Und man schloss, wie Davies sagt,
den Kurustama-Vertrag,
dadurch, so denkt sie, siedelt man
Kaskäer in Ägypten an.
 
Doch Klengel sagt, dass trotz allem,
Mitanni herrscht in Syrien,
ob's Qatna, Tunip, Aleppo sei,
die treten nicht Ägypten bei.
 
Nur Kadesh und Amurru,
die gehörten wohl Ägypten zu,
Ugarit, die Küstenstadt,
weiterhin die Freiheit hat.
 
In der nächsten Folgezeit,
macht Tudchaldija sich breit.
Er schloss Kizzuwadna an,  
heuert Alleppo und Tunip dann.
 
Thutmosis 4 und Aschartama
schließen Frieden und siehe da,
in der Region ist endlich Ruh,
die Wirtschaft blüht gleich auf dazu.
 
Diplomatische Heirat ist jetzt angesagt,
darum gibt es so machen Vertrag
zwischen Mitanni, Ägypten und Babylon,
wen kümmert da die Liebe schon?
 
Doch der Frieden herrscht nicht lang,
in Upe, Amurru und Kanaan!
Denn dort intrigiert man einfach so,
in der Post an Pharao.
 
Abdi-Asirtu heißt der Mann,
den Rib-Adda nicht leiden kann,
Amurru ist ein Pulverfass,
doch Amenophis III. versteht keinen Spaß!
 
Die goldenen Zeiten zogen davon,  
in Ägypten herrschte Echnaton,
Suppiluliuma dringt nach Süden vor,
setzt sich Ägpterland vors Tor.
 
Mitanni ist schon furchtbar schwach,
das rüttelt die Assyrer wach  
als Tuschratta im Blute lag,
berichtet der Mattiuwazza-Vertrag!
 
Da wars Ammuru und Ugarit lieber,
sie laufen zu Hattusa über,
als ihrer Leute Leib und Leben
für Echnatons Wahn hinzugeben.
 
Suppiluliuma voller Drang
marschierte Richtung Upe lang,
doch Kadesch leistet Widerstand,
Sutartarra muss ins Hethiterland.
 
Nach dem Besuch in Hattusa,
übergab er sein Amt an Aitakama,
dem Sohn, der sich mit Hattiland
durch einen Treueschwur verband.
 
Kadesh hethitisch! Doch in Achetaton
nimmt Echi etwas zu viel Mohn
und siecht dahin, oh weh, oh Krauss!
In Amarna geh'n die Lichter aus!
 
"Keinen Diener nehme ich",  
so sagt die Königin zu sich,
ob's Nofi oder Merit wollte,
drüber streiten Krauss und Gabolde.
 
Während Amqas Überfall,
gibt es einen großen Knall,
in den Mannestaten steht's geschrieben:
"Ich will deinen Sohn wohl lieben!"
 
Suppiluliumas Zweifel waren groß,
er schickte Hattusa-Ziti los,
zu finden, ob das eine List
der feindlichen Ägypter ist.
 
Den Brief fand man in Hattusa,
und in den Pestgebeten steht es klar,
dass Zananza wurde ausgeschickt,
doch hat der junge Prinz kein Glück.
 
Supillu ärgert sich sehr,
marschiert nach Ägypten mit seinem Heer,
doch mit den Gefangenen schleppt man ein
eine Seuche, die Pest mag's gewesen sein!
 
Suppiluliuma und sein Sohn
Arnuwanda verlieren Leben und Thron,
20 Jahre tobt der Tod,
Mursili II. fleht die Götter an in der Not!
 
Doch der Frieden ist gebrochen,
Haremhab hat Lunte gerochen,
noch unter dem kleinen Tuttilein,
fällt er in Amurru ein.
 
So berichtets KUB 19.15,
wie man kann bei Miller sehn,
und obgleich Johnson sagt, das sei nicht wahr,
sind Darstellungen davon da.
 
Auch Sethos I. zieht los,
wagt nach Amurru einen Stoß,
Aziru gibt auf und auch Kadesh,
doch Mursili II. findet das nicht fesch!
 
Und wieder herrscht Krieg,
Sethos' hält den Sieg,
er macht Hatti alle,
verewigt in Karnaks Säulenhalle.
 
Amurru ägyptisch, doch Kadesh fällt um,
das wird Ramses II. schnell zu dumm.
er marschiert nach Kadesh, kommt grad noch nach Haus,
Krieg ist beschissen, das lernt er daraus!
 
Darum wird jetzt lang verhandelt
und schließlich richtig angebandelt,
als die Zwei sich zusammentun,
schaut nicht nur Adad-Nerari dumm.
 
Die ägyptisch-hethitische Freundschaft
entwickelt höchste Durchschlagkraft:
Zwei Königstöchter werden Sesus Frau  
und die Hethiter lernen den Schiffsbau.
 
Zeichen, dass die Feindschaft überwunden,
hat Pusch in Qantir gefunden:
Satteljochknäufe vom Typ 2,
Schildmodeln sind auch dabei.
 
Lanzenspitzen, vom Panzer Schuppen,
die gehörten der Garde von Sesus Puppen.
Und Briefe gingen hin und her,
in Qantir fände man gerne mehr!
 
Als Hattusili wurde krank,
schickt Sesu einen Arzt ins Hethiterland,
auch gegen Matanazis Unfruchtbarkeit
und für Kurunta war ein solcher bereit.
 
So hielt der schöne Frieden lang
auch unter Mere und Tudchilija an,
bis Hattusa zerstört,
und man nie mehr davon gehört.
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