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Die Stadt des Amun (Gelesen: 567977 mal)
Meritenramses
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Hm.t kA n pA kA aA n
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #900 - 12/05/06 um 22:14:44
 
"Nichts besonderes," schwindelte Ramses, setzte sich auf die Bettkante und strich Isisnofret über die Stirn. "Der übliche Bürokram...ein Tag wie jeder andere auch."
Er lehnte sich ein wenig zur Seite, um einen Blick auf ihr Buch zu erhaschen.
Dann nahm er den aromatischen Duft wahr, der von der Salbe bzw. von der Medizin ausging.
"Das riecht lecker," meinte er und schnupperte an dem Krug. "Und mir gibt Ramessu-nacht immer so ein ekliges Zeug!"
Da gähnte er und schüttelte grinsend den Kopf, hielt sich aber die Hand vor den Mund.
"Meine Güte, bin ich müde..." Die Honigmilch tat urplötzlich ihre Wirkung.
Er gab lachend zu, davon getrunken zu haben und meinte, daß ihm ganz duselig wurde, als ob er dem Wein zu sehr zugesprochen hätte...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #901 - 12/05/06 um 23:42:31
 
Isisnofrets Herz wurde weich, wie sie den müden Riesen gähnen sah und sein "Geständnis" vernahm. Sie gähnte, angesteckt von ihm, ebenfalls und lächelte müde zu ihm auf. Zwar war sie krank und hätte heute gar nichts zustande bringen können, aber sie hatte eben den ganzen Tag im Bett gelegen und nichts getan, wohingegen ihr armer Mann sich bestimmt wieder mit Akten und den Libyern herumgeschlagen hatte. Wie recht sie mit der Vermutung hatte, ahnte sie nicht und auch nicht, daß zwei ihrer Kinder dieses mal involviert waren! Und wüßte sie vom drohenden Krieg, würde sie sich gleich wieder schrecklich sorgen!
"Honigmilch, soso... hm?..." Sie schmunzelte und strich sanft über Ramses' Handrücken, griff dann nach seiner Hand, das tat sie gern, und liebkoste sie mit ihren beiden Händen, spielte mit den Fingern und küßte schließlich auf seinen Handrücken.
"Wenn du dich vor dem Erkältungsdämon, der hier herumsaust, nicht fürchtest, dann komm doch her, mit der Honigmilch im Bauch kann dir eigentlich gar nichts passieren. Höchstens, daß du auf dem Weg zurück in deine Gemächer noch stolperst und umfällst vor plötzlicher Schlappheit und das wollen wir doch nicht!"
 
Ihr Ehemann war sicher genau der gleichen Meinung, denn kaum hatte sie das ausgesprochen, hatte der sich schon aus seinem weiten Irgendwas gehechtet und steckte unter ihrer kuscheligen, warmen Decke, in der sie den ganzen Tag gebrütet hatte.
"Das hier mußt du auch mal lesen, das ist gut," empfahl sie ihm ihre Lektüre, die sie kurz nach oben hielt und dann einfach zur Seite wischte. "Es geht um Soldaten und die Syrer..." erklärte sie dann noch besonders unterstreichend, um zu erklären, daß das kein seichter Liebesroman war... nun, das war die Geschichte zusätzlich noch, aber das würde er dann schon herausfinden...
"Sesu...?" Hörte er sie noch oder war er schon eingeschlummert?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #902 - 12/06/06 um 06:35:14
 
"Jaja...Syrer," gab der langsam und undeutlich zur Antwort. "Klingt spannend..."
Er nestelte seinen Kopf an Isisnofrets Hals zurecht, so daß sie ihr Kinn darauf ablegen konnte, und umschlang sie, schwer durchatmend...
"Ich hör' dir noch zu," bekräftigte er noch einmal mit schon schläfriger Stimme, aber seine gleichmäßigen Atemzüge straften ihn Lügen und verrieten Isisnofret bald, daß er schon schlummerte...
 
********
 
Am Morgen war sie es, die immer noch schlief, als Iryiry ihren Mann abholte...
Der hielt schon früh eine außerordentliche Sitzung mit dem Wesir, Amuneminet, der ebenfalls zeitig vom Westufer übergesetzt war, um im Palast zu erscheinen, nachdem ihn der Bote Wesirs dessen Botschaft ausgerichtet hatte, Amunherchepeschef und seinen anderen Beratern.
Alles hing nun davon ab, wie die Libyer heute morgen reagieren wollten...
Würden sie nachgeben und sich versöhnlich zeigen oder unverrichteter Dinge von dannen ziehen? Das bedeutete dann tatsächlich, daß man das Problem militärisch lösen musste...
 
Aber genau DAS war ja der Sinn: der König sollte abgelenkt werden, damit die Thebaner leichtes Spiel hatten...auch ein Usermaatre und seine unbesiegbaren Truppen würden von einem Zweifrontenkrieg zerrieben werden!
Ohne es zu wollen, hatten die Königskinder den Verrätern in die Hände gespielt und die hatten am Abend, als die Nachricht verlautbar wurde, noch ordentlich ihren Erfolg begossen und gefeiert...
Und was Amuneminet bislang nur vermutete, entsprach tatsächlich der Realität!
 
Ob Nefertari Amuneminets Verdacht bestätigen würde, daß die Libyer mit den Thebanern unter einer Decke steckten?
Ob sie irgendetwas hatte läuten hören auf den Zusammenkünften der Separatisten?
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Tawabet
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #903 - 12/06/06 um 06:52:17
 
O ja, das hatte Nefertari! Sie hatte sich umgehört und herausgefunden, wie tiefgreifend die Bedrohung tatsächlich war!
Es brodelte unter der Decke, aber lange würde sich diese überkochende Masse nicht mehr unter der Decke halten lassen! Es war an der Zeit zu handeln...  
Sie hielt sich jedoch bewußt etwas vom König fern, denn sie hatte den Eindruck, dass es sogar in ihrer eigenen Entourage Leute gab, die ihr Übles wollten... die ihr misstrauten, zu recht misstrauten... schließlich war sie in den Augen der Rebellen eine Verräterin... jemand, der nicht zurückschreckte, seine eigene Blutsverwandtschaft zu verraten!
Diese Tatsache bereitete Neferatri ziemliche Kopfschmerzen! Aber sie konnte auf keine Gnade hoffen für ihre Mutter und ihren Cousin, der ebenfalls in die Verschwörung verwickelt war...
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #904 - 12/06/06 um 11:55:51
 
Als Isisnofret erwachte, war es schon spät am Vormittag. Vorsichtig blinzelte sie in den Raum hinein, stellte fest, daß ihr Mann schon wieder fleißig zu sein schien und gähnte herzlich.
Die heilsamen Dämpfe des Umschlages, den Panewi ihr gestern regelmäßig erneuert hatte und die viele Ruhe hatte bewirkt, daß sich ihre körperliche Erschlagenheit völlig aufgelöst hatte. Heute war nur ihre Nase verstopft, aber die Halsschmerzen hatten sich fast verflüchtigt und ebenso die Kopf- und Gliederschmerzen.
Somit fiel es ihr nicht mehr all zu schwer, sich zu erheben und ihrer Zofe ins Badezimmer zu folgen, um ein weiteres Heilbad zu nehmen.
Das tat sie mit Ta-ini gemeinsam, der das Bad sicher auch nicht schaden konnte.
Der heiße Dampf sorgte dafür, daß sich ihre zue Nase ebenfalls allmählich öffnete und so plantschte sie mit ihrem Töchterchen eine ganze Weile vergnügt im Wasserbecken herum, lachte viel und vergaß die Zeit...
Erst als Panewi wieder hereinkam und sie darauf aufmerksam machte, daß es vielleicht nicht angebrächt wäre, so lange im abkühlenden Badewasser zu bleiben, fiel ihr auf, daß jenes gar nicht mehr so heiß war. Ta-ini machte es solchen Spaß, zu plantschen und auf den Händen ihrer Mama über die Oberfläche zu "schweben", daß deren Mutter ganz versunken in das glückliche Baby war.
"Da ist eine schriftliche Anfrage der Erzieher seiner Hoheit, Prinz Merenptah und ihrer Hoheit, Prinzessin Isisnofret-ta-scheri eingegangen, wie mit den königlichen Kindern zusätzlich zur Stafe, die sie gestern von ihrem Vater, seiner Majestät, dem König, er lebe, sei heil und gesund, erhalten haben, verfahren werden soll, Herrin," erzählte Isisnofrets Zofe etwas betreten und auch verwundert. Sie wußte ja ebenfalls nicht, was vorgefallen war... "Sie fragen nach, ob die Kinder nun nach der Schule hinausdürfen oder Stubenarrest erhalten sollen..."
Isisnofret runzelte die Stirn. Was? Sie verstand kein Wort, was war denn da vorgefallen? ...zusätzlich zur Stafe, die sie gestern von ihrem Vater... Ramses hatte ihr gar nichts gesagt gestern abend!
 
Als sie Panewi dazu genauer befragte, mußte die bedauern, daß sie keine Kenntnisse über die Vorfälle hätte, aber gern nachfragen würde. Isisnofret lehnte ab. Es ging ihr wieder so gut, daß sie dies selbst tun konnte und das würde sie auch, sobald ihr Mann Zeit hätte. Wenn er sie bestraft hatte, müßte er es ja genau wissen!
 
Grübelnd, was es damit auf sich haben könnte, ließ sie sich von ihrer Zofe weiter umsorgen und empfing Ramessu-nacht, der sie aufsuchte, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen.
Nachdem der Heiler erleichtert festgestellt hatte, daß zumindest die zweite GKG an keinen schwerwiegenden Folgen der Heimsuchung des bösartigen Geistes litt und ihr den Umschlag um den Hals nochmals erneuert hatte, ließ sie sich in ein warmes, dickes Wickelkleid trappieren, das eng anlag, so daß sie zusätzlich noch ein Meseshemd darüber ziehen konnte, das Panewi dann, damit das ganze nicht zu unförmig wurde, an der Taile formschön gürtelte. Ein Überwurf über das ganze vollendete die dick eingepackte Bekleidung Isisnofrets und dann -es war inzwischen schon Mittag- begab sie sich auf den Weg zu Ramses' Arbeitszimmer, sie wollte schnellst möglich erfahren, was ihre Kinder angestellt hatten...
 
*************
 
"Er hat sich über mich beschwert, der falsche Deben, der," empörte sich Amuneminet nun, als er mit dem König in dessen Regierungsbüro saß und über den Auftritt der Libyer von gestern Nachmittag debattierte. "Ich kann dir sagen, ich hab ihn nicht einmal direkt beleidigt... " er griente schief und gestand, angereichert mit sarkastischen Lauten und Mienen, ein, daß er nichts dafür könnte, wenn der gewiefte Läusehüter sich angegriffen gefühlt hat.
"Tja, nun sieht es also nach Krieg aus... hast du schon eine Strategie...?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #905 - 12/06/06 um 12:18:00
 
"Ich denke, ich werde den Libyern Amuni mit der Division des Amun nachschicken," erwiderte Ramses und legte die Fingerspitzen aneinander. "Und auch noch Nebre verständigen...wenn Amuni von Süden kommen und Nebre von Norden, können sie die Libyer in die Zange nehmen."
 
Da trat Tjay ein und meldete, daß die GKG Isisnofret ihren Gemahl zu sprechen wünschte.
Ramses nickte nur und wedelte mit der Hand.
"Die Division des Ptah lagert glücklicherweise in der Nähe," erklärte er Ameni weiter. "Falls die Thebaner wirklich auf dumme Ideen kommen, dann habe ich wenigstens die und die Garde, um Theben halten zu können..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #906 - 12/06/06 um 12:28:49
 
Amuneminet nickte gerade ernst und voll bei der Sache, als Isisnofret hereintrat und die beiden begrüßte. Irrigerweise wünschte sie einen guten Morgen und korregierte sich dann leicht verlegen... die beiden waren ja sicher schon seit Sonnenaufgang auf den Beinen und nun stand Ra im Zenit!
"Ich störe auch nicht," fragte sie nach, als sie die planerisch-ernsthaften Gesichter ihres Mannes und dessen Freundes sah. Die Ausdrücke ihrer problemwälzenden Mienen gefiel ihr nicht sonderlich!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #907 - 12/06/06 um 12:32:28
 
Ramses schüttelte den Kopf.
"Nein, setz dich, Liebes, wir können sowieso eine Pause vertragen," sagte er seufzend. "Es ist eigentlich alles gesagt...jetzt müssen wir nur noch abwarten, was die Verhandlungen heute vormittag ergeben haben und..."
Dabei sah er Ameni an: "Du hast doch heute noch den Termin, oder?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #908 - 12/06/06 um 12:39:55
 
"Ja, hab ich! Hoffentlich platzt er nicht, gerade jetzt muß ich besonders dringend wissen, was sie herausgefunden hat! Unerläßlich, damit wir nicht auf die Nase fallen..."
Er hielt es auch für die beste Idee, daß Ramses persönlich vor Ort blieb, um seine abtrünnigen Untertanen gegebenenfalls in Schach halten zu können und sie wieder Loyalität und uneingeschränkten Respekt vor ihm zu lehren!
Er nickte Isisnofret freundlich zu und erhob sich.
"Wir sehen uns später!"
 
Isisnofret hingegen ging um den Tisch herum und grüßte Ameni zum Abschied, der eben das Zimmer verließ.
Dann wand sie sich Ramses zu, küßte ihn auf den Scheitel - sie wollte ihn nicht unnötig ihrer Erkältung ausliefern- zog sich einen Stuhl herum und nahm neben ihm platz.
"Was ist denn loß? Das klingt alles gar nicht so gut," bemerkte sie und schnäuzte sich die Nase, die zwar jetzt weider frei war, aber dauernd lief.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #909 - 12/06/06 um 12:42:51
 
"Die Situation mit den Libyern ist ein wenig....hmmm....außer Kontrolle geraten," gab Ramses zu. "Aber nichts, was dich beunruhigen müsste, das kriegen wir wieder hin...sag mir lieber, wie's dir geht, meine rotnasige Schöne! Besser? Man sieht es ja..."
Er lächelte Isisnofret zärtlich an und strich ihr über die Wange.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #910 - 12/06/06 um 13:24:59
 
Isisnofret nickte dankend und legte ihre Hand kurz über Ramses'.
"Hin und wieder kann dein Leibarzt ja doch kleine Wunder vollbringen!... rotznasige Schöne?? Na warte du..." drohte sie ihm dann, als ihr der Wortlaut aufging, wedelte mit dem erhobenen Zeigefinger und fletschte die Zähne kurz. "Wenn du mich so nennst, werde ich dir auch gleich eine Rotznase verpassen," drohte sie und machte einen gesüitzen Knutschemund als Bekräftigung.
Die Nachrichten über die Probleme mit den Libyern gefielen ihr hingegen gar nicht, hoffentlich würde Sesu nicht wieder in eine Schlacht ziehen!
 
"Hm... Keine guten Nachrichten... und was war mit den Kindern gestern, daß du sie hast bestrafen müssen? Ich habe eine seltsame Anfrage von ihren Erziehern bekommen, ich weiß ja von gar nichts!" Sie runzelte wieder die Stirn, ihre Nase juckte und ein Nieser kündigte sich an. Schnell zog sie ein frisches Schnäuztuch aus einer Kleidfalte und schaffte es gerade so, es beim niesen zu treffen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #911 - 12/06/06 um 14:53:00
 
"Ich sagte, ROTnasig, mein Herz," erwiderte Ramses belustigt (wie Rudolph, das rotnasige Rentier *kicher*) und machte gleich eine ernsthafte Miene, als Isisnofret die Kinder ansprach.
"Ja, die Kinder," fuhr er dann fort und kräuselte die Lippen. "Die haben mit ihren Streichen den Stein erst so richtig ins Rollen gebracht."
Er berichtete Isisnofret im typisch knapp-militärischen Berichtstil, was geschehen war und wie er die drei Kinder bestraft hatte.
"Ein Arrest dazu kann nicht schaden," bestimmte er. "Vielleicht regt sie die Einsamkeit ihrer Zimmer zum Nachdenken an!"
 
"Gesundheit," sagte er ein wenig geistesabwesend, als Isisnofret nochmals nieste, erhob sich, um sie dann zu der Sitzgruppe in der Ecke seines Dienstzimmers zu führen und rief nach Tjay, um ihm zu befehlen, Iriyiry auszurichten, das Mittagessen hier zu servieren.
Prompt erschien der Leibdiener des Königs auch mit einer heißen, wärmenden Kürbissuppe -gerade richtig für diese Jahreszeit-, frischem Brot und einer Schale Obst.
 
"Es scheint wirklich so," hub er zu einer erneuten Klärung der Lage an. "Daß sich ein Krieg oder zumindest ein Feldzug nicht vermeiden lässt..."
Nachdenklich blickte er in seine Schale mit der aromatisch duftenden und dampfenden Suppe, pustete und trank...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #912 - 12/06/06 um 18:05:30
 
Isisnofret preßte die Lippen aufeinander und sah in den Dampf, der von der Suppe aufstieg.
Krieg!
Wie sie das Wort allein schon fürchtete!
Sie hatte nie einenwirklichen Krieg miterlebt, stets hatten solche sich außerhalb ihres Lebensraumes abgespielt, auch wenn die Lage auch um sie herum ein paar mal bedrohlich gewesen war.
Und die WUnden, die der Krieg und der Kampf verursachte, die hatte sie schon gesehen, kannte Kriegswitwen und Halbwaisenhatten ebenfalls zu ihrer Nachbarschaft gehört. Nein, Krieg war eine schlimme Sache, die nur Leid brachte. Aber er mußte sein, weil immer einer wild entschlossen dazu war und anderen das Leben schwer machte! Die Menschen würden es nie lernen! Wieso mußte man denn tausende Unschuldige gefärden, wenn man einen Disput mit einem einzelnen hatte? Wäre ein Kampf Mann gegen Mann nicht ehrlicher und gerechter? Aber Feiglinge gab es eben auch immer...
Tampfer nickte sie und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, daß sie Angst hatte, Ramses würde wieder in die Schlacht ziehen. Die Gefahr, daß er eines Tages einmal nicht mehr zurück kam, war immer da...
"Ist es also nun... besiegelt," fragte sie vorsichtig. Und was ihre Kinder anging: Nun so verärgert wie eben war sie lange nicht mehr auf Issi und Mere gewesen. Sie hatten quasi zu verschulden, daß vielleicht wieder Männer sterben und andere Kinder und deren Mütter des Vaters und Ehemanns beraubt würden!
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« Zuletzt geändert: 12/06/06 um 19:08:41 von Seleuce »  

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #913 - 12/06/06 um 18:17:13
 
"Es sieht so aus..."
Ramses zuckte mit den Achseln und nahm wieder einen Schluck von der Suppe.
"Es hängt davon ab, wie die Verhandlungen heute verlaufen...Ich glaube jedoch nicht daran, daß sich das Libyerproblem dadurch noch lösen lässt. Die Libyer sind keinen Deut von ihren Forderungen abgewichen und ich bin nicht bereit, mich erpressen zu lassen."
Er setzte die Schale ab und nahm ein Stück Zwiebelbrot, brach es entzwei und tunkte ein Stück in den Brei.
Das schmeckte köstlich...
"Ich werde Amuni mit der Leitung des Feldzuges beauftragen. Er ist alt genug und hat genug Erfahrung gesammelt. Vielleicht kommt es ja auch gar nicht zu irgendwelchen Kampfhandlungen und allein die Präsenz des ägyptischen Heeres wird diese Barbaren davon abhalten, weiterhin irgendwelche Reisenden zu überfallen..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #914 - 12/07/06 um 01:11:49
 
"Das wäre zu wünschen," seufzte Isisnofret. Jetzt nahm auch sie einen ersten Schluck von der breiigen Kürbissuppe und kostete des Brot dazu. Ihr Geschmackssinn war noch schwach, bemerkte sie, als sie die Speise, die recht gern mochte, gar nicht so genießen konnte, wie üblich!
Aber vielleicht waren es auch die besorgten Gedanken, die sie vom Essen ablenkten.
Ach ja, viel lieber sollte ein Krieg aus Schaukämpfen besetehn, in denen niemand umkam, oder nur die, die es unbedingt darauf anlegten! Ein Wunschtraum...
Plötzlich sentimental geworden satnd sie auf und ging um Ramses herum. Hinter ihm blieb sie stehen und schlang in einem Anflug von Kuschelbedürfnis ihre Arme um ihn, verschänte sie auf seiner Brust und legte den Kopf auf seiner Schulter ab, ohne etwas zu sagen...
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