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Die Stadt des Amun (Gelesen: 568230 mal)
Seleuce
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #840 - 12/03/06 um 21:18:52
 
"Hast du überhaupt schon etwas gegessen? Ich vermute nicht, oder? Panewi hat mir eben aufgetragen, komm doch mit rüber," schlug Isisnofret vor und strich Ramses sanft über Wange und Kopf, wofür sie den Arm immer ziemlich weit nach oben strecken mußte.
"Ich muß dir auch dringend etwas erzählen. Ich weiß es schon lange, aber ich... naja, ich werde es dir gleich erklären," gestand Isisnofret.
"Ach und... willst du dir nicht noch etwas drüber ziehen..." fragte sie dann noch und gab ihm einen kleinen Klaps auf den Knackhintern.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #841 - 12/03/06 um 21:28:03
 
Just in diesem Moment kam Iryiry angelaufen und brachte dem König eine warme Wintertunika mit einem eingewebten Rhombenmuster in naturfarben, blau und und rotbraun und einem Fransensaum.
Ramses drückte Isis das Baby in den Arm und schlüpfte in das weiche Gewand, dann nahm er Ta-ini, die die Ärmchen nach ihm ausstreckte -schließlich musste sie noch sein anderes Ohr begutachten-, wieder an sich.
 
Er folgte Isisnofret in deren Gemächer, ließ sich dort auf einen der Sessel der Sitzgruppe fallen, die bei der Terrassentür stand, griff gleich zu dem Krug mit dem verdünnten Dattelsaft und schenkte sich selbst ein.
Sein Hals war ganz kratzig und seine Stimme klang ein wenig rauh.
Es war zwar nicht einfach zu trinken, während Ta-ini ihm die Ohren langzog, aber er hatte einen solchen Durst, daß Panewi den Krug bald noch einmal füllen lassen musste.
 
"Was gibt es denn?" fragte er Isisnofret und teilte sich mit Ta-ini ein Stück Brot. "Was du schon so lange weißt und es mir jetzt erzählen musst?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #842 - 12/03/06 um 21:38:11
 
"Es hat mit Wenemi zu tun..." fuhr Isisnofret da fort und nahm sich zuerst vom Salat, der köstlich arrangiert und mit einer Kräuter-Zwiebelsoße übergossen war.
"Vor ein paar Dekaden -das war noch in Pi-Ramesse- kam er eines Nachmittags zu mir. Das muß zwei drei Tage vor seiner letzten Abreise nach Sile gewesen sein..." sie stockt, denn sie fühlte sich nicht sehr gut dabei, Ramses das so lange verheimlicht zu haben.
"Er... er erzählte mir von einer jungen Prostituierten, die er geschwängert hätte und..." da stockte sie wieder, holte Luft und faßte sich dann vollständig. Ob sie stammelte oder frei heraus sprach, er mußte und würde es ohnehin jetzt erfahren.
"Also, er hat mich doch wirklich gefragt, ob ich jemanden kennen würde, der ihm das Problem mit einer Abtreibung vom Halse schaffen könnte!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #843 - 12/03/06 um 21:43:17
 
Ramses ließ die Hand mit dem Brot sinken, in die er gerade beißen wollte.
Fassungslos sah er Isisnofret an und schüttelte leicht den Kopf.
"Er hat...WAS?" fragte er dann nach und das Grün seiner Augen, die eben noch hell aufgeleuchtet hatten, als sein Blick auf Ta-ini ruhte, nahm schlagartig einen dunkleren Ton an.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #844 - 12/03/06 um 21:51:53
 
Isisnofret nickte ernst, um zu bekräftigen, was sie geasgt hatte.
"Ich war genauso entsetzt wie du jetzt! Natürlich habe ich ihm nicht in seinem Vorhaben geholfen," fuhr sie weiter fort.  
"Selbst wenn ich ihm hätte helfen wollen, hätte ich niemanden gekannt, der befähigt und gewillt wäre, so etwas Furchtbares zu tun. Stattdessen habe ich ihm damals 10 Tage Zeit gegeben, dir die Sache zu gestehen, bevor ICH es dir erzähle. Zwei Tage später ist er dann abgereist und ich muß gestehen, daß ich es, als er nicht mehr vor Ort war, einfach vergessen haben, dir zu berichten! Gestern ist es mir wieder eingefallen!"
Leicht geknickt davon blickte sie Ramses an, als hätte sie selbst etwas ausgefressen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #845 - 12/03/06 um 21:59:44
 
Aber Ramses winkte ab.
Er war wütend, erschüttert, enttäuscht von Paraherwenemef, in den er so große Hoffungen gesetzt hatte.
Der Junge war so intelligent und hatte eine vielversprechende Karriere im Militär vor sich; stattdessen machte er solche Dummheiten!
Aber gleichzeitig machte er sich auch Sorgen um seinen Sohn, der offensichtlich schon seit längerer Zeit krank war, so schlecht, wie es ihm ging.
Wenn es Wenemi besser gehen würde, dann würde er sich ihn wegen dieser Geschichte vorknöpfen, aber jetzt wog die Angst um sein Kind schwerer...
 
"Du hast keine Ahnung, wie die Geschichte verlaufen ist?" fragte er nochmals nach.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #846 - 12/03/06 um 22:08:51
 
Isisnofret hob die Schultern unwissend an und schüttelte den Kopf.
"Er war ziemlich herablassend an jenem Tag, ich habe nicht den Eindruck gehabt, daß er meinen Apell an ihn, dir die Wahrheit zu sagen und eine Lösung für die Frau und das Kind zu finden, wirklich hätte beherzen wollen. Er hatte auch erzählt, daß er nicht sicher gewesen ist, ob das Kind überhaupt von ihm wäre. Aber es ist möglich gewesen, sonst hätte er nicht soetwas begonnen! Es kann schon sein, daß er trotzdem sein Vorhaben durchgeführt hat... vielleicht sogar selbst, ich weiß es nicht, Sesu!"
Gleich blickte sie auf Ta-ini und krabbelte das Baby unter dem Kinn und dann an der Seite, was die Kleine herzlich gackern ließ. Wie konnte man nur ein Kind absichtlich abtreiben? So viele Kinder verloren das Leben durch Krankheit, das hatte sie selbst schon erfahren!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #847 - 12/03/06 um 22:21:32
 
Ramses sah auf Ta-ini und dann Isisnofret an und es war offensichtlich, daß er dasselbe dachte wie sie.
"Wenn Wenemi wieder ansprechbar ist, werde ich ihn danach fragen," erklärte er dann ernst. "Es ist jetzt allerdings wichtiger, daß er wieder gesund wird."
 
Immer noch kopfschüttelnd biß er nun endlich in sein Brot, nahm etwas von dem Salat und aß schweigend...
"Ich versteh' den Jungen nicht," bemerkte er geistesabwesend. "Warum macht er sich selbst das Leben so schwer?"
Ach ja, warum? Den Querkopf musste Paraherwenemef wohl von ihm haben, aber das Intrigante, Unehrliche, das widerstrebte Ramses' geradlinigem Charakter allerdings.
 
Ta-inis Gequengel holte ihn in die Wirklichkeit zurück. Sie wollte so gerne noch etwas lustig sein und wachbleiben, aber die ollen Guckerchen fielen ihr immer wieder zu. Eine Unverschämtheit war das und ihren Unmut darüber tat sie nun lautstark kund!
Allerdings war es auch ganz gemütlich, in Papas Armen zu liegen und von ihm ein bißchen geschuckelt zu werden....sie gähnte und steckte sich die Fingerchen in den Mund...
 
"Nefertari sollte davon besser nichts erfahren," sagte er leise, als das Baby eingeschlafen war. "Ich weiß nicht, wie sie reagieren würde!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #848 - 12/03/06 um 22:38:53
 
Isisnofret nickte zustimmend und sah Ramses nachdenklich kauend an, dann nochmals zu ihrem kleinen Mädchen, das kurz vor dem Einschlafen war und wieder hinauf in Ramses' Augen.
"Wenemi war schon immer ein schwieriger Junge, fand ich! Und nun... Ich glaube, die große Entfernung und der fehlende Einfluß von dir und Nefertari hat ihm nicht so gut getan, wie er es hätte sollen! Naja..." Wenemi war nicht ihr Sohn, aber sie hatte schließlich auch eine Meinung von den anderen Kindern ihres Mannes. Sie waren ja alle soetwas wie Nichten und Neffen für sie.
"Ich hoffe, daß die Sache mit diesem elenden Wasserdämon glimpflich für ihn ausgeht, hoffentlich wird er wieder gesund!"  
Auf Schwalben würde sie in nächster Zeit bestimmt noch empfindlich reagieren!  
Plötzlich kribbelte es sie in der Nase und sie nieste ein paar Mal hintereinander.
"Ich glaube, ich hab mich gestern erkältet..." befürchtete sie und wischte sich die Finger ab, um sich die Nase zu putzen. "Wollen wir schlafen gehen?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #849 - 12/03/06 um 22:54:32
 
Ramses nickte, warf Isisnofret einen liebevollen Blick zu und ließ es sich nicht nehmen, Ta-ini selbst ins Bettchen zu bringen.
Meri-su-anch war gerade von Baret gewickelt worden -Iynofret war eben erst verschwunden- und schaute auch schon ganz schläfrig drein. Hatte man sich erst einmal an sein seltames Äußeres gewöhnt, war eigentlich nichts außergewöhnlich an ihm...
 
Egal, was Wenemi auch angestellt hatte, dachte Ramses, als er seiner Tochter einen Gute-Nacht-Kuß gab, er war genauso sein Kind wie dieses kleine Wesen hier. Ach, was machte ihn der Anblick der schlafenden Nubemiunu so sentimental...sicher hatte Wenemi Strafe verdient und die würde er auch bekommen, wenn er wieder genesen wäre...hoffentlich würde er überhaupt wieder gesund...
 
Ramses schob energisch die schweren Gedanken beiseite, deckte Ta-ini zu und kehrte -nach einem kurzen Abstecher ins Bad- zu Isisnofret zurück, die schon unter der Bettdecke lag und ihn erwartungsvoll ansah.
Er streifte das warme Meseshemd ab und legte sich neben sie.
"Hmmm," brummelte er wohlig und küsste sie auf den Hals, angelte mit seinen Füßen nach ihren, schnaufte: "Du hast aber kalte Zehen!" und wickelte sich prompt mit Armen, Beinen, ja mit seinem ganzen Körper um sie, um sie zu wärmen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #850 - 12/04/06 um 00:36:48
 
"Mir ist auch ganz kalt," quengelte Isisnofret jetzt besonders wehleidig. Aber Sesu war so wunderbar kuschelig, daß das nicht lange anhielt!
Vor allem seine Lippen waren so warm und weich, daß ettwaiige Kälteschübe nicht mehr lange Bestand haben konnten...
 
Jedoch gingen ihr die Bilder um Paraherwenemef Auftreten damals, als er sie um diesen greulichen Rat gefragt hatte und die des jungen Mannes von gestern Nacht nicht mehr aus dem Sinn. Sein Anblick war für einen empfindsamen Menschen, wie sie nun mal einer war, fast unerträglich gewesen. Der AUsdruck in seinen Augen, die groteske Körperhaltung... Als wäre er schon gestorben und erlebte nun die Grauen der Dämonenwelten, ohne auf Rettung hoffen zu können!  
Weil es sie unter der Haut wieder fröstelte bei diesen Gedanken, wechselte sie jetzt, obwohl es gerade so gemütlich war, die Position, in der sie lag. Sie brachte Ramses dazu, sich in die exakt andere Richtung zu drehen, während sie über ihn hinwegstieg und nun die Wand im Rücken hatte und nicht mehr die Tür des Zimmers... Heute war sie einmal dankbar, daß ihr thebanisches Schlafzimmer nicht sehr groß war und das Bett mit dem klassischen Stoffbaldachin, getragen von vier verzierten, hölzernen Papyrussäulen, an der Wand und nicht im Raum stand, wie jenes in Pi-ramesse...
"Tschulligung..." brabbelte sie daher, als die beiden sich auf die gleiche Art wie eben, nur seitenverkehrt wieder aneinander schmiegten. "Mir iss immer noch oin büschen unheimlich... schlaf schön!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #851 - 12/04/06 um 06:26:51
 
Ramses war so müde, daß er direkt einschlief, nachdem Isisnofret erst einmal zur Ruhe gekommen war.
Als er am Morgen aufwachte, lag sie halb auf ihm und hielt sie ihn so fest umklammert, daß er Mühe hatte, aus dem Bett zu kommen, als Iryiry ihn abholen wollte.
Sie fühlte sich tatsächlich wärmer an als gewöhnlich und ihr Atem klang rauh und raspelig.  
Waren das die Nachwirkungen der Begegnung mit dem Dämon?
Er befahl Panewi flüsternd und leise, ihre Herrin ausschlafen und Ramessu-nacht holen zu lassen, wenn Isisnofret aufwachte, und folgte Iryiry in seine Gemächer.
 
Der Tag nahm seinen Lauf wie eh und je...Ramses hatte sich als Erstes davon überzeugen können, daß die baulichen Schäden, die durch die Wassermassen in Paraherwenemefs Zimmer entstanden waren, wieder behoben wurden. Die Arbeiter, die sich eigentlich aufgrund der dämonischen Einwirkungen den Raum nicht hatten betreten wollen, aber durch das Erscheinen des guten Gottes besänftigt worden waren, glätteten gerade den aufgeweichten Lehmstampfboden und hatten auch das Mauerwerk der Wände reparieren müssen.
Stunden später, nachdem er die Huldigung der Würdenträger im Thronsaal entgegengenommen hatte, begab sich der König in sein Arbeitszimmer im Verwaltungstrakt.
Die diplomatischen Verhandlungen gingen zwar weiter, aber daran teilzunehmen hatte er keinen Nerv.
Paser, Amunherchepeschef und Amuneminet kannten seine Einstellung und würden ihn hoffentlich würdig vertreten.
Es reichte, wenn er sich die Protokolle durchlas, dann wurde ihm wenigstens ein Teil des süßlichen diplomatischen Geschwätz erspart, für das er ohnehin keinen Sinn hatte.
 
Er widmete sich stattdessen den Haufen Papyruskram vor, der gestern wieder aufgelaufen war.
Beim Lesen fiel ihm auf einmal auf, daß er schon lange nichts mehr von Nefertari und ihrer Separatistenbewegung gehört hatte...was war da los?
Diese zusätzliche Unsicherheit, was diesen Punkt anging, löste ein unangenehmes Kribbeln in ihm aus...wer konnte schon sagen, was die Thebaner im Verborgenen planten?
Nun...Nefertari konnte das, aber sie war entweder außer Haus oder -so erschien es ihm- ging ihm aus dem Weg...
Wusste sie überhaupt, was mit Paraherwenemef los war?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #852 - 12/04/06 um 12:44:43
 
Amuneminet hatte gestern nun endlich einen einschlagenden Beweis dafür gefunden, daß die hundsmieserablen libyschen Schweinebacken ein doppeltes Spiel spielten und sich etwas ausgekaspert zu haben schienen, Ramses eins Auszuwischen...
Er hatte gezielt seine Spitzel auf die einzelnen Mitglieder der Delegation angesetzt. Und ausgerechnet der ruhigste und zurückhaltenste der Wüstenmänner war dabei gesehen worden, wie er als Ägypter zurecht gemacht, um nicht aufzufallen, gemeinsam mit einem Landsmann, der aber schon jahre am Hof arbeitete und lebte, in einem Adelshaus der Stadt Einkehr gehalten hatte.  
Nun war es nicht gerade zu vermuten, daß ein libyscher Abgesandter aus dem weiten Nordwesten hier plötzlich in so kurzer Zeit gute Freunde unter dem unnahbaren, thebanischen Hochadel gemacht hatte. Zudem gehörten die Bewohner des Hauses zu der Liste der verdächtigen Aufständler, die Nefertari schon angegeben hatte...
Mit diesen dringenden Neuigkeiten hatte er sich gestern nur zurückgehalten, weil Paraherwenemef so krank darniederlag und Ramses fast den ganzen Tag damit zu tun gehabt hatte, seines Amtes als oberster Priester zu walten und den Palast vom Bösen zu befreien.
Heute aber mußte er unbedingt mit seinem Freund sprechen und ihm das Beobachtete berichten. Dazu ließ er sich nun beim Pharao anmelden...
 
***************
 
Isisnofret hingegen kam heute kaum aus dem Bett. Sie hatte Halsweh und fühlte sich am ganzen Körper matt und schlapp. Als sie gegen Mittag noch immer nicht aus den Federn gekrochen war, schickte Panewi nach Ramsessu-nacht, damit er ihr etwas verabreichen konnte. Hohes Fieber hatte sie nicht, aber leicht erhöhte Temperatur und sie war wehleidig.
Der snw mischte für seine Patientin eine lindernde Salbe für den Hals zusammen und verordnete einen Heiltee aus Kamille und Minze für die entzündete Kehle der Königin. Zudem ordnete er für heute Bettruhe an, heiße Bäder und Schlaf, dann würde es Isisnofret sicher bald wieder besser gehen. Vorsorglich rezitierte er aber noch einen Schutzzauber gegen den bösen Einfluß des Wasserdämons, dem ja auch sie ausgeliefert gewesen war. Glücklicherweise zeigte sie nur die wenigsten Symtome des Prinzen Paraherwenemef, offenbar hatte die Erscheinung wirklich nur seiner Hoheit gegolten und ihre Majestät war unglücklich mit in diese Heimsuchung hineingeraten...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #853 - 12/04/06 um 13:02:22
 
Ramses kniff die Augen zusammen und legte sich die Zeigefinger an die Nasenwurzel.
Der Papyrus vor ihm rollt sich von selbst wieder zusammen und kullerte vom Tisch.
Tjay, der gerade Amuneminet anmelden wollte, sprang hurtig herein und hob das Dokument auf, verneigte sich, rasselte sämtliche Titel Amenis hinunter, wurde von seinem Herrn unterbrochen: "Sag doch gleich, daß Amuneminet gekommen ist!" und ließ diesen dann eintreten.
 
"Nun?" fragte Ramses und erlaubte Ameni, sich zu setzen. "Bist du geflüchtet und war der heutige Verhandlungstag so kurz?"
 
*********
 
Ramessu-nacht hatte Iuny, den Dämonenexperten, zu Hilfe gerufen.
Vielleicht hatte der Prinz ja Kontakt mit irgendwelchen Fremden in Sile gehabt und einen ausländischen Totengeist eingeschleppt.
Gemeinsam sahen sie nun regelmäßig und abwechselnd nach ihren Patienten.
Paraherwenemef war in eine Art Starre verfallen, die Königin litt jedoch "nur" nur unter den Einwirkungen eines Erkältungsdämons...hoffentlich...
Er machte sich daran, für Isisnofret ein wirksames Heilmittel zu finden...Honig, das war unumgänglich...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #854 - 12/04/06 um 13:21:11
 
"Neiiin," brummte Amuneminet genervt. "Die heimzückischen Sandflöhe stehen immer noch im Audienzsaal und treiben inzwischen sogar Pasers Blutdruck in ungeahnte Höhen... DAS will was heißen!" Wo der weise, alte Wesir so unendlich geduldig war und eigentlich durch nichts und niemanden aus der Fassung gebracht werden konnte!
"Aber bevor noch mehr Zeit ins Land streicht, muß ich dir von meinem Abendessen mit dem Botschafter und hochinteressanten Beobachtungen von gestern erzählen..."
Und dann begann er Ramses in allen Details zuerst von dem verbalen Hickhack mit dem libyschen Abgesandten zu berichten, von seinen Erkenntnissen aus dessen Verhalten. Danach erzählte er, was sein Spion gestern Abend beobachtet hatte.
"Leider haben wir natürlich noch niemanden in das Haus schleusen können, aber da bin ich gerade dran. Sie haben was mit den Thebanern zu schaffen, Sesu, darin besteht kein Zweifel!"
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