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Die Stadt des Amun (Gelesen: 624223 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #825 - 12/03/06 um 18:24:44
 
Paraherwenemef saß wie erstarrt da und starrte ins Leere.
Er rührte sich nicht, er sagte auch nichts, er blickte nur mit ausdruckslosen Augen vor sich, bis die Wachen ihn mitnahmen und ihn mit Hilfe seines Leibdieners in ein Zimmer im Gästetrakt brachten.
 
"Ja, ja, Mama!" erwiderte Chaemwaset und sah seinem älteren Bruder besorgt nach.
Was ging hier vor? Und warum wurde Wenemi von diesem Wasserdämon gequält?
"Mutter," begann er dann und zog Isisnofret aus dem Zimmer...das Wasser war bis in den Korridor hinausgelaufen, der Boden vollkommen aufgeweicht...
Er erklärte Isisnofret, daß man dringend einen Zauberer zur Rate ziehen müsste, um Paraherwenemef helfen zu können.
"Und du musst Vater bescheid sagen," bestimmte er. "Sein Heka ist mächtiger als alles andere, er muß einen Schutzdekret für Wenemi verfassen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #826 - 12/03/06 um 18:34:32
 
Isisnofret nickte zitternd, sie gehörchte den Worten ihres schlauen Jungen im Moment wie denen eines weisen alten Priesters.
Ihr Zähne schlugen, weil sie ja auch noch nass bis zu den Hüften war, wieder klappernd aufeinander und sie ließ sich von dem gerade 12 jährigen Chaj zu ihren Gemächern bringen, wo sie als erstes nach Tai-ini und Meri-su-anch sah. Beide schlummerten aber friedlich in ihren Bettchen. Hier schien sich nichts außergwöhnliches getan zu haben. Panewi aber war erschüttert vom Anblick ihrer Herrin. War die um diese Stunde und in der Kälte in den See gestiegen? Eilig brachte sie ein trockenes Kleid, das Meseshemd des Könisg, das Isisnofret so liebte und eine dicke Decke herbei und als ihre Herrin sich umgezogen hatte, veranlaßte sie ein heißes Bad. Isisnofret verkündete indessen, daß sie Ramses nun doch wecken mußte, obwohl sie das hatte vermeiden wollen. Was eben geschehen war, könnte nochmal vorkommen, ihr Mann mußte unterrichtet werden!
 
Aufgelöst und fröstelnd stand sie wenig später am Bett ihres schlummernden Gemahls und stich ihm unwillig, weil er so fest zu schlafen schien, lange über das Haar und sprach ihn schließlich immer wieder an.
"Sesu, bitte wach auf, Liebling. Sesuuu," wiederholte sie seinen Namen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #827 - 12/03/06 um 18:37:29
 
"Is' noch dunkel," knarzte Ramses und drehte sich auf die Seite. "Muß noch nicht aufstehen..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #828 - 12/03/06 um 18:54:14
 
Isisnofret seufzte und zog sich die Decke fester um die Schultern. Es tat ihr so leid, ihn wecken zu müssen...
"Sesu, so höre doch bitte! Es ist etwas unglaubliches passiert, bitte wach auf!" Sie lehnte sich zu ihm herunter und über ihn hinweg und küßte ihm mit ihren kalten, bibbernden Lippen auf die Stirn.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #829 - 12/03/06 um 19:00:19
 
Ramses zuckte zusammen.
"Bissu aber kalt..." Er drehte sich um und blinzelte mißvergnügt in den hellen Schein des Öllichtes, das Isisnofret auf das Tischchen gestellt hatte.  
"Was ist denn?" grummelte er. "Haben die Thebaner den Palast angesteckt?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #830 - 12/03/06 um 19:05:30
 
Isisnofret schüttelte den Kopf. Sie sah immer noch ziemlich aufgelöst aus und erzählte aufgeregt und weiter bebend, was vorgefallen war, beschrieb die Kälte und die Erscheinung und Wenemis Verhalten.
"Etwas furchtbar Böses, Sesu, Chaj meint, du mußt sofort etwas unternehmen. Wenemi ist nicht mehr er selbst und mich hat das Ding auch fast gepackt! Du wirst es sehen, der Gang und sein Zimmer standen völlig unter Wasser, jetzt ist alles ruiniert!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #831 - 12/03/06 um 19:28:03
 
Ramses rieb sich die schlafmüden Augen und legte die Stirn in Falten.
Er kroch jedoch aus seinem gemütlich-warmen Bett und nahm bibbernd das Meseshemd entgegen, das Iryiry ihm schnell gebracht hatte.
Wenemi war hier? Davon hatte er ja noch gar nichts mitbekommen!
"Mit dir ist aber alles in Ordung?" fragte er und strich Isisnofret über die Arme, hieß sie, sich unter seine Decke zu kuscheln und eilte dann schnell mit Iryiry im Schlepptau davon, um sich voller Erstaunen Paraherwenemef Zimmer anzusehen und sich von den Wachen berichten zu lassen...
Er sah auch noch nach seinem Sohn, der erschöpft und Unverständliches vor sich hinbrabbelnd auf einer Liege in einem der Gästezimmer lag und schlief.
Chaj hatte Paraherwenemef ein paar Amulette umgelegt, bat aber seinen Vater dringend, eines für Wenemi anzufertigen...
 
Er ließ sich von Iryiry sogleich Schreibzeug und Papyrus bringen und verfasste ein langes Schutzdekret:
 
Königsdekret des Osiris, des Ersten der Westlichen, von großer Verborgenheit im Schatzhaus, der Verhüllung gewährt in Rasetau....Niederhalten von Wiedergänger und Wiedergängerins, nämlich eines Wiedergängers, dessen Name "Verhüller des Gesichtes" ist, eines jeglichen Gottes, der dämonischen Einwirkung eines Gottes, der dämonischen Einwirkung einer Göttin, nämlich eines Wiedergängers, einer Wiedergängerin, sei es der Tod seines Kopfes, sei es der Tod seiner Augen, sei es der Tod seines Leibes, sei es der Tod seines Rückgrates, durch einen achu-Dämon, durch eine achu-Dämonin....Sollte die Beseitigung des Feindes von Jenem, eines Wiedergängers, einer Wiedergängerin verzögert werden, dann wird der Feind des Himmes ihn spalten, dann wird der Feind der Erde sie gewaltsam umwenden, dann wird Apep in der Barke der Millionen sein....Sollte er, der Dämon, aber beseitigt und entfernt werden aus sämtlichen Gliedern des Berges, geboren vom Himmel, dann wird der Himmel fest auf seinen Stützen bleiben und diese Erde fest bleiben und standhalten....
 
Es war ein sehr langes Dekret, den er niederschrieb und siegelte...auch die Kartuschen des Königs waren ein wirksames Schutzamulett...Er gab den Papyrus Chaj, der ihn wiederum Paraherwenemef, der mittlerweile erwacht war, in die Hand drückte.
Ängstlich griff der danach, hielt die Rolle festumklammert und presste sie an sich.
Besorgt strich Ramses seinem Sohn die verschwitzten Haare aus der Stirn: Wenemi fieberte.
"Geh schlafen, Chaj," sagte er und befahl Iryiry, nach Ramessu-nacht zu schicken.
Erst, als er sicher war, daß man sich ausreichend um Wenemi kümmerte, ging er auch wieder in seine Gemächer zurück....
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #832 - 12/03/06 um 19:36:35
 
Isisnofret war es unter der warmen Decke, die Ramses' Körper auch schon "vorgeheizt" hatte, schon wieder etwas augetaut, aber noch immer klapperte sie, was auch mit ihrem verwirrten Zustand zu tun hatte.
Recht ängstlich lugte sie jetzt aus dem Ende der Decke hervor, daß sie sich bis eben über den Kopf gezogen hatte und stellte erleichtert fest, daß es ihr Mann war, der eben herein kam.
"Ich hab ihn schreien hören, ich hab gedacht er ist überfallen worden! Und dann kam dieses Ding..." stammelte sie herum.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #833 - 12/03/06 um 19:48:38
 
Ramses feuerte sein Hemd auf den nächstbesten Sessel und schlüpfte zu Isisnofret unter die Decke.
"Schschsch," machte er und schloß sie in die Arme. "Hierher kommt dieser Wasserdämon bestimmt nicht..."
Er küsste sie beruhigend auf die Nasenspitze.
"Morgen werden wir weitersehen..." meinte er und streichelte ihr über den Rücken. "Und weitere Riten abhalten, falls der Dämon wiederkehren sollte...am besten erneuern wir gleich den ganzen Schutz sämtlicher Räumlichkeiten dieses Flügels..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #834 - 12/03/06 um 20:06:27
 
Isisnofret nickte nur gehorsam, sie würde nicht widerspreche im Augenblick, weder ihrem Mann noch Chaj noch sonst wem, der sich dem Übersinnlichen entgegenstellen konnte! Im Nachhinein noch gruselte sie es schrecklich, aber allmählich formte sich auch eine Erkenntnis... oder besser eine Vermutung in ihr, da ihr Verstand allmählich zurückkehrte.
Das war etwas, daß Wenemi gezielt angegriffen hatte, hatte er irgend etwas angestellt, die Götter beleidigt, die Toten geschändet...?
So hitzig und überheblich, wie er war, traute sie ihm eine solch dumme Tat zu!
Nur war jetzt nicht mehr im Stande, darüber vollkommen klar nachzudenken, morgen würde ihr das sicher besser gelingen.
Die beruhigende Nähe ihres starken Mannes, sein warmer Körper und der Trost, den er ihr einfach durch seine Anwesenheit schon spendete, ließen sie sich allmählich beruhigen.
Die Prostituierte, mit der Wenemi zu tun gahebt hatte, hatte sie aber gerade völlig vergessen...
"Hoffen wir, er kommt GAR NICHT wieder," bangte sie nuschelnd und schläfrig, weil sie jetzt völlig erschöpft war und kuschelte sich so eng und schutzsuchend an Ramses, wie sie nur konnte.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #835 - 12/03/06 um 20:19:13
 
Es dauerte nicht lange, da schliefen beide auch schon wieder...
Auch Paraherwenemef war eine ungestörte Nacht gegönnt, aber am nächsten Morgen war er so krank, daß er nicht ansprechbar war.
Nur, als sein Diener ihm den Papyrus mit dem Schutzdekret, das sein Vater ihm ausgestellt hatte, wegnehmen wollte, gab er unverständliche, protestierende Laute von sich und hielt es krampfhaft fest.
 
Ramses hatte nach Bakenchons schicken lassen und sich nach einem langen, ausgiebigen Reinigungsritual mit dem Gottesvater und dessen Vater, Rama, dem zweiten Gottesdiener von Karnak, daran gemacht, den magischen Schutzwall, der den Palast und seine Bewohner umgab, zu erneuern.
Jedes einzelne Bauteil in jedem einzelnen Raum wurde benannt und mit einer Gottheit gleichgesetzt, mit Unmengen von Weihrauch und Natron reinigten der Pharao und die Priester die Gemächer der gesamten Königsfamilie, was unendlich lange dauerte: die Verhandlungen mit den Libyern führten Paser, der Kronprinz und Amuneminet fort und es war ein Glück, daß der König heute nicht daran teilnehmen konnte, weil er sich sonst wieder in Rage gebrüllte hätte...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #836 - 12/03/06 um 20:32:37
 
Isisnofret hatte sich heute kaum aus ihren Gemächern gewagt, nur, als die Priester mit dem König zusammen die rituellen Reinigungen vorgenommen hatten, hatte sie nach all ihren Kindern gesehen -wie schon am frühen Morgen- und sich von deren Unversehrtheit überzeugt. Am Nachmittag verspürte sie nach diesem furchtbaren Erlebnis von gestern nun endlich großen Hunger und trug ihrer Zofe auf, ihr etwas zu Essen zu organisieren.
Der Qualm des Weihrauches drang in jede Ritze das Palastes und hüllte alles in den Geruch des heiligen, reinigenden Rauches. Hoffentlich schmeckte das Essen nicht danach. Ihr armer Mann, der war bestimmt völlig eingeräuchert!
Jetzt, da sie wieder bei vollem Verstand war und die SOnne des Tages die Schatten der Nacht vertrieben hatte, war ihr auch Wenemis Geheimnsi wieder eingefallen und das würde sie nicht mehr verschweigen.
Sobald Sesu mit den Priestern fertig war, würde sie ihm davon berichten müssen!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #837 - 12/03/06 um 20:39:50
 
Ramessu-nacht machte sich große Sorgen um seinen Patienten.
Der Diener des drittältesten Königssohnes hatte ihn herbeigeholt, weil sein Herr so seltsame Symptome zeigte:
er lag da ohne Bewusstsein wie ein toter Mann, seine Füße und Hände zuckten, sein Kopf war unbeweglich und verkrampft, sein Gesicht dunkel und sein Mund verdreht.
Aus seinem Rachen kam ein Geruch von trockener Myrrhe und seine Augen waren geschlossen.
 
Ramessu-nacht fand gleich den zu dem Krankheitsbild passenden Spruch in seinem goldenen Buch (*hömhöm*) und die entsprechende Behandlung:
Der Prinz litt unter dem Einfluß eines Totengeistes des Osiris!
Er fertigte also ein Idol des Osiris an, des Neumondes, eines daliegenden Hundes, das der Vorderseite einer Atefkrone, das des Kopflosen, sämtliche Schriften zur Vertreibung eines Wiedergängers.
Dann beräucherte er ihn mit trockener Myrrhe und mit menet, rieb ihn mit Fischfett, Honig und Öl einer kilikischen Tanne ein...
 
Er war gerade mit der Therapie fertig, als der König und die Priester den Raum betraten...
Nachdem sie auch dort die nötigen Riten vollzogen hatten, berichtete der swnw dem Herrscher von seiner Diagnose.
Ramses war verblüfft: warum suchte ein Totengeist seinen Sohn heim?
Sicher, ein Soldat tötete in der Schlacht...er schüttelte den Kopf: er konnte sich das nicht erklären, befahl Ramessu-nacht, weiterhin Wache bei Wenemi zu halten und dafür zu sorgen, daß immer jemand bei ihm wäre, dann kehrte er in seine eigene Wohnung zurück.
 
Das Erste, was er tat, war, sich das Gesicht mit kalten Wasser abzuwaschen und die brennenden Augen zu kühlen...
Überall an ihm hing der Weihrauchgeruch....
Selbst nach der Dusche und obwohl er sich gründlich abgeschrubbt hatte, hing der noch leicht in seinen Haaren, an seiner Haut...
Nur mit einem Lendentuch bekleidet (*huihuihui*) schritt er nach draußen auf die Terrasse und sog gierig die frische Luft ein...
 
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #838 - 12/03/06 um 20:54:56
 
Isisnofret hörte ihren Mann nebenan und erhob sich von ihrem Sessel. Er schien endlich fertig zu sein!
Ta-ini allerdings war schneller als ihre Mutter. Die krabbelte auf der Terrasse herum, die extra mit gespannten Tüchern für das Baby gesichert worden war und als sie ihren Vater da drüben entdeckte, krietschte sie gurgelnd auf und wackelte auf ihn zu.
Als sie ihn erreicht hatten, patschte sie mit den Händchen gegen sein Bein und sah mit leuchtenden Augen, die wieder ein wenig heller geworden waren, zu ihm hoch. Da erst trat auch ihre Mutter, die kurz das Badezimmer aufgesucht hatte, hinaus und ging zu den beiden hinüber.
"Oje, deine Augen sind ganz rot, Schatz," bemerkte sie gleich, auch wenn sie ihn nur von der Seite sah.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #839 - 12/03/06 um 21:06:37
 
Ramses beugte sich hinunter und klaubte Ta-ini vom Boden auf.
"Hei, meine Süße," strahlte er sein Töchterchen erfreut an. "Wie du das schon kannst..."
Er drückte das kleine Mädchen an sich und setzte sie sich auf den Arm...wie groß sie schon war!
 
"Ach ja," meinte er dann zu Isisnofret gewandt, während Ta-ini dringend sein rechtes Ohr erforschen musste und verdutzt feststellte, daß ihr Vater durchlöcherte Ohrläppchen hatte...
Er zog den Kopf weg, aber es gab kein Entkommen vor den kleinen Grabbelfingern...
"Wir haben bestimmt den Weihrauchvorrat verpulvert, der in Ipet-sut in einem Jahr verbrannt wird, daran wird's liegen!"
Außerdem hatte er schrecklichen Durst...die ganze Zeit über hatte er in dem Qualm diese Beschwörungen rezitiert, jetzt war er wie ausgetrocknet...
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