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07/17/18 um 19:18:09 News: Visit YaBB today Zwinkernd
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Die Stadt des Amun (Gelesen: 624361 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #750 - 11/30/06 um 21:48:47
 
"Nein, keine Ahnung, wovon du sprichst, mein Lieber," erwiderte Ramses. "Es scheint eher so, als müsste ich MEINEM thebanischen Hausapep mal wieder zeigen, wo's langgeht!"
Dann winkte er aber doch ab -manchmal war er sich nicht sicher, ob das überhaupt noch einen Sinn machte- und blinzelte Ameni erstaunt an. "Eine Versuchung...soso..."
Amuneminet schien es heute zu lieben, sich in irgendwelchen Floskeln und Andeutungen zu ergehen, musste eine Nachwirkung der diplomatischen Gespräche sein...
 
*******
 
Chentit-ka machte derweil ein paar Aufwärmübungen, wiegte sich im Takt der Musik und benahm sich so ungezwungen, als wäre Isisnofret nicht anwesend.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #751 - 11/30/06 um 22:05:48
 
Amuneminet trank den letzten Schluck Bier und nickte dabei, als wäre es ein riesiges, Spionagegeheimnis, was er da mit sich herumschleppte.
"Ach was, was heißt Versuchung? Nette Abwechslung würde ich es nennen! Du wißt schon, wenn der Hausapep mal wieder Feuer speiht und einen angefackelt hat, ist es Zeit sich nach den geeigneten Löschmöglichkeiten umzusehen. Und das können nicht nur Wasserträgerinnen!"  
Er lachte auf und ruckte sich seinen Schritt zurecht. "Wenn mir schon kein Sproß gegeben sein soll, dann wenigstens etwas Spaß, siehst du auch so, oder?"
 
**************
 
Isisnofret wurde rot und weiß und wieder rot auf ihrem Plätzchen am Boden, nur durch die Anwesenheit Chentit-kas. War das furchtbar, sie hätte sich nie so hinreißen lassen, nie so gehen lassen dürfen, in Ramses' Gemächer einzudringen, wenn der nicht alleine war! Sie würde die Zeit SO gern zurückdrehen, aber das war unmöglich! Daß auch sie ihren Spaß gehabt hatte, hatte sie vollkkommen verdrängt und vergessen, nur noch die Scham prankte über ihrem Haupt!
"Ich... will nicht weiter stören," sagte sie dann plötzlich so würdevoll, wie es ihr nur irgendwie gelang und erhob sich auch ebenso anmutig, um sich dem Ausgang zuzuwenden.
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« Zuletzt geändert: 12/01/06 um 01:27:04 von Seleuce »  

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #752 - 11/30/06 um 22:22:28
 
"Das eine zieht aber manchmal das andere nach sich," gab Ramses zu bedenken und stupste Amuneminet mit dem Fuß an. "Außerdem...was soll das heißen: wenn mir schon kein Sproß gegeben sein soll? du tust ja gerade so, als wärst du uralt und hättest deine Pfeile schon alle verschossen!"
 
********
 
Chentit-ka unterbrach ihre Gymnastik und verneigte sich wieder.
"Es tut mir leid, Herrin, wenn ihr euch durch meine Gegenwart gestört fühlt," entschuldigte sie sich und lächelte die verwirrt dreinblickende Isisnofret freundlich an. "Wenn ihr wünscht, werde ich gehen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #753 - 11/30/06 um 23:12:04
 
Amuneminet war nicht sicher, ob es klug wäre, seinem Freund von Nedjet zu erzählen, er war nicht sicher, wie Ramses das aufnhemen würde.  
Eigentlich war es ja nichts verwerfliches, sie war seine Schwägerin und theoretisch ledig, wenn auch hier und da dauernd liiert. Ameni kümmerte das wenig, solange sie ihn nicht mit irgend etwas ansteckte. Doch sie selbst schien sehr sorgsam mit ihrer Gesundheit und Reinlichkeit umzugehen, sonst hätte er sich ihr wohl auch nie genähert!
Großartige Gefühle brachte er Isisnofrets Halbschwester noch immer nicht entgegen, aber sie ihm ja auch nicht, das war eine gute Basis für die entspannenden Stunden, die sie miteinander zu verbringen pflegten, seit sie in Theben aufgekreuzt war.
 
"Ach, Sesu, Tawabet hat schon viele Kinder bekommen und ich weiß nicht..." er wollte SIE eben nicht mehr mit einem Baby konfrontieren. Nein, sie hatte das alles schon hinter sich, Mutter sein war anstrengend, das hatte er miterlebt, sie verdiente endlich ihre Ruhe!  
"Irgend eine zu schwängern wäre sicher kein Problem, aber es ist nicht ganz das, was ich mir wünsche und vorstelle, weißt du," sagte er und jedes Wort wurde dabei etwas nachdenklicher.  
"Ist schon komisch, die Frauen, die mir in meinem Leben etwas bedeutet haben, haben wohl nicht die Mütter meiner Kinder werden sollen und... naja, in ein junges Häschen kann ich mich nur schwerlich vergucken, die sind noch so unreif! Wer weiß, wozu es gut ist, vielleicht habe ich ja noch eine ganz wichtige Aufgabe zu erfüllen und muß dafür kinderlos bleiben, wer weiß das schon?"
Er winkte ab, lachte und schürzte die Lippen, bestimmt mußte das so sein.
 
******************
 
Gestört war nicht der richtige Ausdruck. Verstörend traf es eher!  
Isisnofret lächelte nervös und schüttelte den Kopf, ohne Chentit-ka anzusehen, war aber stehengeblieben.
Sie brachte nur seltsamerweise kein weiteres Wort mehr heraus, knibbelte unruhig an ihren Fingernägeln herum und sah an den Wandbehang vor sich.
Schließlich vollführte sie eine Reihe von verlegenen Gesten und drehte sich dort nahe der Wand, wo sie jetzt stand wieder zu dem Lautenisten um, der gerade das nächste, lebendigere Lied anstimmte - solange noch jemand anwesend war und ihm niemand Einhalt gebot, spielte dieser weiter.
 
Sollte sie doch versuchen... ? Sie holte Luft und öffnete den Mund, aber sagte dann nichts.
 
NEIN!  
NEIIIN, sie würde untergehen vor Scham, das Erdreich würde sie verschlucken. Damals, als sie mit Ramses' Ärzten über die heikle Verletzung an seiner Männlichkeit gesprochen hatte und später dann über seine Probleme, sich Frauen wieder zu nähern, da hatte sie Angst um ihn gehabt und der Ausgangspunkt war somit ein ganz anderer gewesen.  
Hier aber spielten nur Triebe eine Rolle und Vergnügen und sie war irgendwie mißverständlich mit hineingeschliddert.
Ramses sollte es weiter so mit seinen Frauen halten, er nutzte die Einrichtung ohnehin mit oder ohne ihre Zustimmung! Also würde sie das alles weiterhin ignorieren, ab und an -wurde es ihr all zu deutlich präsentiert- ihre Klappe nicht halten können und etwas Spitzes bemerken und alles wäre beim Alten!
 
Das gefiel ihr nicht, aber Kawit hatte recht gehabt, bei ihrer Unterhaltung damals: Ihr blieb ohnehin nichts anders übrig!
Solange er sie liebte, konnte sie irgendwie hinnehmen, was er nebenbei unternahm, auch wenn es sie immer beschäftigten würde!
 
So straffte sie sich jetzt wieder, zwang sich mit reichlich viel Kraft zu einem kurzen, netten Lächeln, das Chentit-ka anzeigte, daß diese weiter machen konnte und setzte sich am Rand des Saales auf ein Sitzkissen, die dort zu ettlichen herumlagen, um dem Sänger weiter zu lauschen. Der war eine hervorragende Ablenkung von ihrer Nervosität!
Hin und wieder betrachtete sie dabei Chentit-kas weiche Bewegungen. Die Frau hatte zweifellos eine überaus sinnliche Austrahlung, sprühte vor Weiblichkeit und Charme, offener Natürlichkeit und war rundum ein aufreizendes und bewundernswertes Wesen. Das strahlende Lächeln war herzlich, die Augen bildschön und voller Tiefe. Dazu war sie die Ruhe in Person und erschien dezent trotz der ganz besonders speziellen Aufgaben, die sie bei Hofe inne hatte. Und sie war klug.  
Isisnofret ertappte sich dabei, sich zu wünschen, sie wäre ein wenig mehr wie Chentit-ka und sie erinnerte sich daran, schon früher einmal so empfunden zu haben! Aussprechen würde sie es selbstverständlich nie!
Solche Frauen waren den meisten anderen Geschlechtsgenossinnen verhaßt und die Männerwelt lag ihnen zu Füßen, was der Grund dafür war. Doch ohne, daß das ihren Glanz trüben würde, denn sie standen über jenen Kämpfen der Geschlechter.
Die wunderbare Chentit-ka, von der man zumeist kaum etwas hörte, weil sie sich so diskret zu verhalten wußte und die doch jeder hier kannte... ja, sie hob sich deutlich von den Mädchen ab, die sie heute unterrichtete und schon als jüngere Frau hatte man sie dort nicht einordnen können. Isisnofret konnte nicht mal schätzen, wie alt sie jetzt wohl sein mochte, das war einfach nicht zu sagen!
 
Als sie den Blick eben jener nun auffing, wandt sie ihren sofort wieder ab und sah zum Lautenisten hin, der gerade sein Instrument abgesetzt hatte, um sich einen Becher Wasser reichen zu lassen. Während dessen spielten nun zwei Musikantinnen mit einer Lang- und einer Doppelflöte auf, dazu schlug eine weitere einen langsamen, wiegenden Takt, der an den trägen Gang eines durstigen Tieres in der Wüste erinnerte.
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« Zuletzt geändert: 12/01/06 um 01:43:26 von Seleuce »  

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #754 - 12/01/06 um 06:32:53
 
"Und wer soll dann deinen Platz einnehmen, wenn du alt geworden bist und deine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kannst?" fragte Ramses mit hochgezogenen Augenbrauen. "Wem willst du deine Ämter überlassen?"
Sagte der weise Ani nicht, ein Mann solle sich eine Frau nehmen, damit sie ihm einen Sohn gebäre und er diesen lehren sollte, ein Mann zu werden? Wurde ein Mann nicht aufgrund seiner Kinderschar geachtet?
Wer würde den Totenkult für Amuneminet vollziehen, wenn nicht seine Nachkommen?
 
Achselzuckend fuhr Ramses fort: "Deine Entscheidung, mein Freund..." und trank sein Bier aus.
Begreifen konnte er Amuneminets Einstellung nicht: ein Mann in seiner Position, einer der höchsten Beamten des Reiches, könnte jede Frau haben; er könnte sich einen großen Harem leisten mit lauter jungen Frauen, die ihm mit Freuden die Nachkommen bescheren würden, die er sich -so machte es den Eindruck- wünschte.
 
*******
 
Chentit-ka neigte wieder leicht den Kopf, als sie den Blick der Königin auf sich ruhen fühlte und lächelte wieder.
Sie unterbrach ihren Tanz und ging mit nackten Füßen auf Isisnofret zu.
Ehrerbietig ließ sie sich neben ihr nieder: es gehörte sich nicht, in Gegenwart der Königin zu stehen und auf sie herabzusehen, wenn diese saß.
"Herrin," begann sie leise. "Verzeiht meine Dreistigkeit zu sprechen ohne selbst angesprochen worden zu sein...ich hatte eben den Eindruck, euch würde eine Frage auf dem Herzen brennen..."
Sie legte den Kopf schief und ihr Lächeln wurde freundlicher, gütiger.
"Was bedrückt euch, meine Gebieterin?" fragte sie warm. "Wenn ich euch helfen kann, lasst es mich wissen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #755 - 12/01/06 um 13:01:16
 
Es war nicht so, daß Ameni über das Problem mit der Erbsache nicht schon nachgedacht hätte. Aber er kannte auch Männer, deren Frauen ihnen 10 Töchter beschert hatten... Dann könnte er zwar seinen Besitz vererben, aber seine Ämter, die würden die Familie dann trotzdem verlassen!
Er war einfach nicht mehr in dem Alter, wo ihm egal wäre, wer die Mütter seiner Kinder waren, diese Phase hatte er mit 20 gehabt, doch da hatte sich der Kindersegen nicht eingestellt!
Es waren ihm auch schon Befürchtungen gekommen, daß es an IHM liegen könnte, denn Tawabet war bis heute nicht schwanger geworden, noch Nedjet, noch diverse andere Frauen in den letzten 10 Jahren...
Ramses hatte seine geliebten Ehefrauen UND sie waren Mütter seiner Kinder, das Ideal, daß die meisten anstrebten. Und sowieso schien sein Kumpel eine überaus hohe Trefferquote zu haben, betrachtete man, wie schnell seine Frauen schwanger wurden!
 
Ob Ameni in seinem Alter noch die Geduld hätte, es seinem Freund nachzumachen, sich an eine, gar mehrere junge Frauen zu wagen, die er nicht kannte und dann daran zu arbeiten, daß sie ihm eines Tages wichtiger für ihn persönlich sein könnten als bloße Kindesmütter? Wenn sie ihm überhaupt Kinder einbrachten...
Er war nicht sicher...
 
Als Mann war er offensichtlich nicht mehr wert als ein dreibeiniger Esel, wesswegen sich auch nicht sonderlich viele Frauen für ihn interessierten, das war seine Kombination und Schlußfolgerung daraus! Seine Exfrau Nefertari war der beste Beweis: Sie hatte ihn genau aus diesem Grund ja verlassen...
Er hatte allerdings nun damit abgeschlossen und dreingegeben, man konnte nicht ewig mit seiner Bestimmung hadern!
 
"Wie sieht's aus, hast du Lust auf eine kleine Rangelei im Sand? Mir steht der Sinn danach nach den endlosen, unfruchtbaren Debatten mit den unverschämten Staubwedeln," brach er das Thema ab, ohne nochmals darauf einzugehen.
 
*************
 
Isisnofret schluckte schwer und starrte bewußt stur gerade aus zu den Musikern. Nun war sie gerade wieder ruhiger geworden, aber Chentit-ka brachte sie erneut vollkommen aus dem Konzept.  
Ihre Bewunderung, die sie ihr heimlich entgegenbrachte, war immer schon dagewesen und sie hatte alles hinter der zweiten Königin verborgen, ohne Ausnahme. SIE war hier die Königin verflixt nochmal, es mußte anders herum sein. Aber Isisnofret fühlte sich dieser Konkubine einfach nicht gewachsen und das wiederum tat ihrem Selbstbewußtsein gar nicht gut!  
Nach dem gestrigen Erlebnis nun war zu alle dem ihre Fassade aus Stolz, Würde und Königlichkeit zerbröckelt! Chentit-ka war in ihr Privatleben eingetreten und diese plötzliche Verwundbarkeit machte Isisnofret schwer zu schaffen!
"Was soll mich denn bedrücken," fragte sie mit erzwungener Gleichgültigkeit und Verwunderung, sah Chentit-ka aber nicht an dabei. Sie jagte sie aber auch nicht fort, sie fand die Kraft dazu nicht!
"Außerdem gibt es Dinge, die sich nun mal nicht ändern lassen... sicher kannst du mir nicht helfen, aber danke für die Aufmerksamkeit," erklärte sie sich selbst eigentlich widersprechend und beobachtete den Sänger nun ganz besonders aufmerksam, ohne ihn wirklich zu sehen. Nichts, GAR nichts hatten sie beide gemeinsam bis auf den Umstand, vom selben Mann empfangen zu haben! Ansonsten waren sie verschieden wie Nut und Ra!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #756 - 12/01/06 um 13:20:20
 
Ramses, der ohnehin immer noch Rückenschmerzen hatte, ging prompt auf Amuneminets Vorschlag ein.
"Wie wär's mit ein paar Runden Stockkampf?" fragte er und zog sich schon das lange Meseshemd aus, um in einen kurzen Schurz und ein kurzärmeliges Wickelhemd anzuziehen, während sich Ameni seines gebauschten Schurzes enledigte, unter dem er einen einfacheren trug.
 
Ramses hieß Iryiry, zwei Paar Fechtstäbe holen zu lassen und während der Diener unterwegs war, um dem Wunsch seines Herrn nachzukommen, gingen Ameni und Ramses nach draußen.
Atemlos und fast über die langen Stöcke stolpernd kam Iryiry endlich angehetzt und händigte erst seinem Herrn, dann dessen Freund die Waffen aus.
 
Um sich aufzuwärmen, ließ Ramses die Stäbe erst über seinem Kopf, dann neben sich herumwirbeln, ließ die Schultern kreisen.
"Wir könnten auch mal wieder rudern gehen," fiel ihm dabei plötzlich ein.
Der Matratzensport mit seinen Konkubinen war alles in allem zwar nett und entspannend, aber nach einem langen Bürotag im Bett herumzulungern tat seinem Rücken nicht besonders gut.
"Aber jetzt..." grinste er und ging in die Ausgangsstellung. "Stell dir vor, ich wäre ein Libyer..."
 
*******
 
Chentit-ka neigte schweigend den Kopf und zögerte einen Moment, da Isisnofret ihr nicht erlaubt hatte zu gehen.
"Dann werde ich jetzt gehen, wenn ihr gestattet, Herrin," bemerkte sie milde.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #757 - 12/01/06 um 13:38:07
 
Mit Freuden tat Ameni seinem Kumpel den Gefallen. Er brauchte ebenso körperliche Ertüchtigung wie Ramses, vor allem nach dem endlosen Diplomatengesabbel, der schweren Denkarbeit, das richtige zu sagen, das den eigenen Vorstellungen und Zielen gerecht wurde, aber in einer Art ausgedrückt, die dem Gegenüber nicht auf die Füße trat.
Außerdem mußte er sich mal wieder beweisen, daß er nicht in allen Lebenslagen als Mann ein Versager war...
Nachdem auch er sich aufgewärmt hatte, schwang er den Stab mit einem Kraftschrei in die Höhe und verharrte dort, Ramses angriffslustig angrienend.
"So, Federpuschel, wo hast du denn deine Fussel gelassen? Hat die schon das weite gesucht," provozierte er blödelnd herum. "Noch kannst du dich im Sand verkriechen..." Und dann schlug er ohne Vorbereitung zu.
 
*******************
 
Isisnofret sagte darauf nichts, sah weiter reglos gerade aus, gab dem Gesuch Chentit-kas, zu gehen, weder statt noch lehnte sie es ab, biß sich lediglich auf der Innenseite der Unterlippe herum und schwieg.
Als bis auf die Musik einen Moment völlige Ruhe eingekehrt war, fragte sie plötzlich kühl und leise:
"Warum gibt es Frauen wie dich?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #758 - 12/01/06 um 13:51:01
 
Ramses wäre beinahe der Stock entglitten, so kraftvoll hatte Ameni zugeschlagen, dann aber, nachdem er seinen festen Griff wiedergefunden hatte, parierte er mit einer Reihe schnell aufeinanderfolgenden Hieben...
Er lachte: "Und du, Ägypter? Hat's dir schon deine affige Perücke vom Kopf gefetzt?"
 
*******
 
Chentit-ka sah die Königin überrascht an.
"Das ist eine Frage, auf die ich keine Antwort weiß," gab sie zu und sprach dabei ebenso leise wie Isisnofret, dann senkte sie ihre geschwärzten Lider kurz.  
"Ich diene meinem Herrn," erklärte sie dann. "Ihn zufriedenzustellen und zu verehren ist mein ausschließlicher Lebenszweck. Es ist, wenn ihr so wollt, eine Art Gottesdienst, den Frauen wie ich verrichten!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #759 - 12/01/06 um 14:26:29
 
Amuneminet grinste schief, nach dem er ein paar Schritte hatte rückwärts gehen müssen nach Ramses' blitzschneller Gegenattacke und drehte sich vor seinem nächsten Schlag einmal um die Achse, um mehr Schwung zu bekommen, bevor er dann aus der anderen Richtung zuschlug, dieses Mal den Stock nur mit einem Arm weiter haltend, in einer Art Verlängerung seines Unterarms.
Mit der freien Hand zerrte er sich die Perücke vom Kopf.
"Oooh, irritiert sie dich, tut mir leid, aber da wir ja fair bleiben wollen..."  
Damit schlenkerte er Ramses seine Kopfbedeckung gegen das Gesicht und holte zugleich von oben aus, um nun seinerseits eine Folge von kurzen Schlägen auszuführen.
 
**************
 
Isisnofret schüttelte so langsam den Kopf, daß es zunächst gar nicht richtig erkennbar war, ob sie verneinte.
"Ich meinte nicht die herkömmlichen Freudenmädchen meines Gemahls, des Königs, er lebe, sei heil und gesund! Ich meinte Frauen wie DICH," verdeutlichte sie nun ihre Bemerkung, aber wohlmöglich hatte Chentit-ka DARAUF wirklich keine Antwort, weil sie -oh natürlich- gar nicht bemerkte, daß sie etwas besonderes war!
Sie schwieg wieder einen Augenblick und sah über ihre nun angezogenen Kniee hinweg auf ihre Füße, die unter dem Kleid hervorlugten.
"Gottestdienst..." wiederholte sie nach der Stille murmelnd. Ja, so wurde es unter anderem genannt, alles mußte einen legitimen und seriösen Namen haben! Chentit-ka konnte auch gar nichts für all dies, es waren ja die Männer, die solcherlei Pflichten und Dienste verlangten.
"Ja, seinem Gott muß man dienen, nicht wahr," seufzte sie mit sarkastischem Unterton. "Wie schwer die Pflicht doch lastet, ach..."  
Sie glaubte schließlich nicht daran, daß solche Pflichterfüllung jenen, mit denen Ramses Spaß hatte, nicht gefiel. Natürlich gab es auch Ausnahmen, wie die arme Nubierin damals, aber die meisten ergaben sich doch eher freiwillig in diesen ehrenvollen Dienst. Isisnofret wußte, was es für einfache oder auch adelige Familien schöner Töchter bedeutete, ihr Mädchen solch ein Previleg genießen zu sehen. Aus deren Standpunkt betrachtet war es eine wundervolle Sache. Aber die nüchterne Welt von "Kinderproduktion" und Vergnügen ohne einen tieferen Sinn war ihr so schrecklich fern und unbegreiflich, wieso verstand sie sie nur nicht?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #760 - 12/01/06 um 14:40:42
 
"Uah, bleib mir mit deinem verlausten Mopp vom Leib!"  
Ramses konnte im letzten Moment -von der ansegelnden Perücke abgelenkt- unter Amenis heransausenden Hieben wegtauchen, machte einen Satz rückwärts und ließ den Stock, den er in der Linken hielt, über seinem Kopf rotieren, während er den anderen wie ein Schwert vor sich hielt und mit der Spitze immer nach vorne stieß, als wollte er Ameni damit aufspießen...
 
*******
 
Um Chentit-kas Mundwinkel zuckte es.
"Nein, ganz im Gegenteil," erwiderte sie auf Isisnofrets letzte Bemerkung. "Ich habe meine Aufgaben immer gerne und mit ganzem Herzen erfüllt, seit ich dem Harem seiner Majestät, als er noch ein Knabe war, zugeteilt wurde. Tut das nicht jeder, der unserem geliebten Herrscher dient?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #761 - 12/01/06 um 15:17:37
 
Amuneminet brachte all seine etwas eingerostete Schnelligkeit auf, um den Stößen auszuweichen und konnte daher nicht sofort parrieren. Verdammt, die elende Schreibtischarbeit!
Er strauchelte kurz, weil nun ER rückwärts auswich.
"Hey, daß ist keine Stichwaffe, du heimtückischer Eidechsenfresser," nölte Ameni spaßend und schaffte es endlich, die Stockenden vor seinem Brustkorb wegzuschlagen, wo die ein paar mal schmerzhaft angetippt hatten, sprang seitlich an Ramses vorbei und schlug ihm nun mit seinen Stöcken gegen den Rücken, um sich Zeit zu verschaffen, wieder in Position zu gehen.
 
***************
 
NUN drehte Isisnofret ihren Kopf doch zu Chentit-ka. Sie war heute so empfindlich und von innen nach außen gekehrt, daß sie in diese Bemerkung einen nicht vorhandenen Angriff auf sich selbst hineininterprätierte, bezogen auf ihre Gegenwehr gegen Ramses' Avancen gestern Nacht...
Dementsprechend schon fast beleidigt sah sie drein.
"Richtig," sagte sie aber zähneknirschend, denn dem war einfach nicht zu widersprechen.
"Unser geliebter Herrscher weiß auch sicher zu schätzen, was ihm solch fleißig Untergebene an Dienstbarkeit entgegenbringen..."
Und erneut schwieg sie und sah zu dem Objekt zurück, daß sie bisher über Wasser gehalten hatte, dem Sänger, der eben seine herrliche Stimme wieder erhob.
"Und du selbst," fragte sie dann, leiser und weniger förmlich, aber noch immer unnahbar. "Es gibt einen Unterschied zwischen Pflicht und Vergnügen. Der ausführenden Automatismus der Pflichtergebenheit und der persönliche, private Wille sind zwei verschiedene Dinge! Ach... ich verstehe euch alle nicht, ich bin einfach unfähig dazu, vergiß das alles," verwarf sie dann, was sie sagte, als Unsinn und ließ das Gesicht zwischen Kniee und Brustkorb sinken, um es zu verbergen. Ihre Scham stieg wieder an die Oberfläche, die Selbstverständlichkeit und Unanfechtbarkeit der Worte dieser Frau trieben sie in den Wahnsinn! Praktisch gab es kein Gegenargument, das Chentit-kas Dienste und die aller anderen angreifen könnte...
Was Isisnofret empfand war eigentlich so grundlegend belanglos im großen Betrieb des Hofes und des Reiches, daß sie sich auch dafür schämen sollte!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #762 - 12/01/06 um 15:51:25
 
Ramses verbiß sich nur mit Mühe, laut vor Schmerz aufzustöhnen: Ameni hatte ihn wirklich ziemlich heftig erwischt!
Er ließ jedoch die Stöcke sinken, weil ihn der Schlag bis in die Fingerspitzen fuhr und seine Hände anfingen zu kribbeln.
"Verdammter Hurensohn!" knurrte er und lehnte sich nach vorne, atmete schwer durch, aber als Ameni sich mit besorgter Miene seinem Freund näherte, hob Ramses die Fechtstäbe im selben Augenblick wieder und ein Hagel von Schlägen und wuchtigen Hieben prasselte auf Ameni herab, daß der gleich wieder entsetzt zurücksprang.
Durch den Schmerz wurde Ramses nun erst recht wild und wütend begann er, auf Ameni einzudreschen...
 
*******
 
"Herrin..." Chentit-ka sah Isisnofret von der Seite an und verzog keine Miene. "Auch Pflicht kann Vergnügen bedeuten und es ist ein Vergnügen, ja eine Ehre und Auszeichnung, für seine Majestät zu sorgen. Es ist nichts Anstößiges an unserer Arbeit," sagte sie eindringlich, weil sie das Gefühl hatte, daß Isisnofret so empfand und in einem mitfühlenden Tonfall fuhr sie fort: "Natürlich versteht ihr das als liebende Ehefrau nicht..."
Und wieder senkte sie ihren Blick: "Vermutet ihr, daß euch etwas weggenommen werden könnte?" fragte sie leise. "Ach, Gebieterin, es gibt nichts, was ihr mir oder einer anderen Kurtisane neiden müsstet...ganz im Gegenteil: ich beneide euch!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #763 - 12/01/06 um 16:28:13
 
HAHA, da war er ja endlich, der angriffslustige Sesu, mit dem der Kampfeskitzel immer ein wenig zwischen Übung und ernsthafter Auseinandersetzung hin und her schwankte.  
Genau das machte an den Kämpfen mit ihm auch den speziellen Reiz und die Effektivität aus!
Amuneminet mußte sich nun WIRKLICH verteidigen und es war nicht mehr klar erkennbar, ob sein Kumpel noch plänkelte oder Ameni jetzt als echten Gegner betrachtete...
Witzeleien ließ er nun aber lieber bleiben, er war nicht Schepsi, der Ramses bisher auch an Körperkraft problemlos hatte entgegentreten konnte. Ameni beging den Fehler, sich selbst zu überschätzen, schon lange nicht mehr. Das hatte in der Vergangenheit ein paar Mal ziemlich weh getan...
 
Er fing eine ganze Weile die wütenden Schläge des zornigen Königs nur noch ab, ging in die Deffensive, es blieb ihm auch kaum etwas anders übrig. Erst, als einer der Stöcke ihn so schmerzhaft auf dem Handgelenk traf, daß er nun auch wütend durch die Zähne zu knurren begann, griff er wieder an und schlug so heftig zurück, wie er Schläge empfing.
Eine ganze Weile kippte das hin und her, Freund und Feind vermischten sich zu einem bedrohlichen Gegner und Amenis Augen glüten vor Konzentration und Anspannung, als sie beide einen kurzen Augenblick außer Atem den anderen fixierten... sein Handgelenk schmerzte zunehmend und ein schneller Blick darauf zeigte eine unschöne Schwellung und hellblaue Färbung...
 
*************
 
Oooh, es war fast unerträglich, daß sie jetzt auch noch SO etwas sagte! Chentit-ka war eine Frau, die in gewisser Hinsicht Isisnofrets Mutter unwahrscheinlich ähnelte, gegen die Wahrheiten, die sie äußerte, war Isisnofret machtlos, sie erkannte schon fast unterbewußt, daß es richtig sein würde, was die Konkubine ihr sagen wollte. Und doch...
Sie hob den Kopf und ihr Miene, ihre ganze Haltung wirkte aufgelöst und verletzlich.
"Nein, ich als liebende Frau verstehe weder euch, noch meinen Mann..." flüsterte sie lediglich, bezog ihn mit ein als den Gemahl, vom König Abstand nehmend.
"Siehe, ich sehe nichts Anstößiges an Lust und Verlangen... ich empfinde es selbst (das sprach sie sehr leise)... ich stoße mich vielmehr an meiner eigenen Unfähigkeit, Lust und Verlangen ohne die dazugehörige Involviertheit des Herzens zu verstehen... das ist etwas, worin mir niemand helfen kann!" Sie sah sinnierend in die Ferne an den Musikern vorbei.
"Du beneidest mich," fragte sie leise zurück. "Das solltest du nicht! Liebe kann furchtbar bitter sein und weh tun..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #764 - 12/01/06 um 16:47:39
 
Ramses warf seinen zweiten Stock fort und Ameni tat es ihm gleich.
So zerschlagen, wie die beiden im wahrsten Sinne des Wortes schon waren, kosteten ihnen die Hiebe mit nur einem Stab schon genug Kraft.
Der Kampf wogte noch eine Zeitlang hin und her, wobei sich der eine vom jeweils anderen noch Prügel einfing, aber das Duell hatte seinen Höhepunkt schon längst überschritten...
Fast synchron ließen die beiden nun die Waffen sinken und standen sich keuchend gegenüber.
"Bei Seth," stieß Ramses japsend hervor. "Das war gut..."
Er verdrehte die Augen und ließ sich einfach ins Gras fallen, stöhnte wegen des Stechens in seinem Rücken und streckte alles Viere von sich.
Jetzt ein Bad, eine Massage, etwas Gutes zu essen und Wein...in der Reihenfolge...dazu müsste er in seine Gemächer kommen, aber wie sollte er das anstellen?
 
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"Aber euch ist die Liebe immerhin geschenkt worden," lächelte Chentit-ka traurig. "Ihr dürft so empfinden und empfangt sie wieder...was das angeht, so ist das Leben einer Konkubine trist und leer. Niemals wird sie das Glück erfahren, nicht nur wegen ihres Leibes von einem Mann begehrt zu werden, sondern auch um ihrer selbst willen. Es ist nur ein Dienst, den wir natürlich mit liebendem Herzen unserem Herrn erwiesen, wie es die Weisen verlangen: Verehrt den König in eurem Inneren, betet zu ihm in euren Herzen. Aber unsere Liebe gilt dem König, dem guten Gott, dem Herrn des Lebensatems, Gebieterin, nicht eurem Ehemann!"
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http://www.ramses.info - nicht umzubringen...
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