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Die Stadt des Amun (Gelesen: 596979 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #690 - 11/27/06 um 21:02:08
 
Dem König stand heute jedoch nicht der Sinn nach Nachhilfeunterricht, da er morgen früh bei den diplomatischen Verhandlungen frisch und ausgeruht sein musste.
Stattdessen zog er sich bald in seine Gemächer zurück...
Dort war es angenehm warm und ruhig, von dem Festlärm und der Musik war hier nichts zu hören...Iryiry hatte die Stehlampen entzündet und frisches Wasser bereit gestellt.
Er half seinem Herrn noch beim Ablegen des Schmuckes und des Staatsgewandes, dann verabschiedete er sich und wünschte ihm eine gute Nacht...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #691 - 11/27/06 um 22:39:13
 
Nachdem Isisnofret in ihrem betrunkenen Herzen auf ihrem Bett lümmelnd -weil sie hier endlich lümmeln konnte- herumgewühlt und tatsächlich wieder und wieder zu Tabetjets Idee zurückgekehrt war, überkam sie allmählich die Gewissheit, daß sie, wenn sie besser verstehen wollte, was nur so toll für einen Mann an dieser Verlockung war, gar keine andere Wahl haben würde, als herauszufinden, was Chentit-ka und andere "alteingessene" Kurtisanen des Hofes für herausragende und ausgefeilte Techniken an die Jugend weitergaben, um das Zielobjekt, dem dies zu Gute kommen sollte, den König, zu umgarnen und zu betören.
Aber war das nicht ein lächerlicher Versuch? Kratzte das nicht an ihrer Würde, ihrem Stand? Sie war eine Königin und sollte sich von einer Konkubine "beraten" lassen? Sie war unsicher, wie so oft! Sie nahm auch Tanzunterricht und die Lehrerinnen  befanden sich weit entfernt von ihrem Stand... Aber das war eben nicht das selbe!
Sie fühlte sich von dem bloßen Gedanken, An Chentit-ka heranzutreten im Augenblick gedehmütigt und vor allem so seltsam "ungebildet", wenn man das so nennen konnte! Als wäre ihr all die Jahre etwas wesentliches und wichtiges entgangen, das man ihr vorenthielt... und so war es ja auch! Diese Frauen waren in diesem Gebiet geschult, ihr war das als junge Frau nicht zuteil geworden!
 
Liebe.  
Das war etwas ganz großes und wunderbares und sie besaß es (behaupten wir! *kicher*), was keine der Konkubinen für sich beanspruchen konnten!  
Aber Moment... konnte sie da so sicher sein? Vielleicht empfand Ramses für die ein oder andere der Frauen mehr, als sie wußte! Sie konnte einfach nicht wissen, WAS er denen erzählte, versprach, zuflüsterte, wie er sich fühlte, wenn er mit ihnen zusammen war. Sie zweifelte zwar nicht an seiner Aufrichtigkeit -ganz und gar nicht, er war eher ZU ehrlich und offen- aber es war ja auch keine Lüge, einfach zu unterschlagen, was die anderen von ihm hörten!  
Sie konnte es drehen, wie sie wollte, an Tabetjets Vorschlag war etwas dran! Aber er war unmöglich in die Tat umzusetzen, sie würde sich lieber die Zunge abbeißen, als Chentit-ka nach ihrem Geheimnis zu fragen, das Ramses vor vielen Jahren schon einmal für eine gewisse Zeit gefesselt hatte und heute schien ihr das auf Anhieb wieder gelungen zu sein, dabei hatte er sie ewig nicht gesehen! Auch Neferheres kam ihr in den Sinn, die einen ungebrochenen Zeitraum von mehreren Jahren für sich einnahm, Ramses Favouritin gewesen zu sein. Sie hatte den Hof sogar bei den Umzügen nach Pi-Ramesse und zurück nach Theben begleitet... und Neferheres war eine "Schülerin" Chenti-kas gewesen...
 
Ein Spruch ihrer Mutter fiel ihr ein... "Hoffnung, Kind, ist nicht die Gewissheit, daß etwas gut ausgehen wird. Hoffnung ist der Glaube daran, daß etwas Sinn haben wird, egal, wie es endet..." sagte sie einmal, weil Isisnofret zu irgend einer Gelegenheit befunden hatte, daß sich ihre Hoffnungen nicht erfüllt hätten.  
Hätte es Sinn, durch tiefere Erkenntnisse in Sachen körperliche Liebe das Tun ihres Mannes besser zu verstehen? Vielleicht...
...mache sie zu deiner Verbündeten hatte Tabetjet gesagt... das schien Isisnofret so fremd und utopisch! Es war immer so gewesen, sie hier, die anderen dort, da gab es kein Band, keine Freundschaft gar. Wieder paßte das Beispiel der Katzen: Auch wenn sie zur gleichen Art gehörten, am Futternapf war jede sich selbst die beste Freundin...
 
Noch immer trotzig ließ sich Isisnofret jetzt doch noch mehr Wein von Panewi bringen, um etwaiige Geräusche von nebenan im Rausch des Bas der Hathor abzumildern und versank in ihrem Selbstmitleid. Ihr wollte kein Weg einfallen, wie sie sich irgendwie überwinden könnte, Chentit-ka zu befragen! Die Frau, so über den Dingen schwebend und gelassen, wie sie stets wirkte, würde sie sicher auslachen und sich amüsieren, vielleicht sogar ganz unverholen und erkennen, daß Isisnofret in solch einem wichtigen Punkt ihrer Ehe gerade hilflos war... Isisnofret würde sich in Grund und Boden schämen! Es gab einfach keine Lösung für dieses Problem, sie würde es nie erfahren, weil die elende Würde, die man wiederum IHR schon in jungen Jahren eingetrichtert hatte, um sie zu einer Edeldame zu erziehen, sie dabei behinderte, sich selbst zu helfen ihren Horizont zu erweitern... ach jaaaa...
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« Zuletzt geändert: 11/28/06 um 00:49:33 von Seleuce »  

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #692 - 11/28/06 um 07:41:57
 
Ramses war einigermaßen zufrieden mit dem Verlauf des heutigen Tages, d.h. dem Ablauf des offiziellen Programmes: alles hatte geklappt wie am Schnürchen und die Libyer hatten sich -trotz ihres seltsamen Äußeren- auch nicht wie wildgewordene Barbaren aufgeführt.
Ganz in Gedanken zog er sich ein langärmeliges Wickelhemd über, weil ihn plötzlich fröstelte, und ebenso automatisch schlang er die Zipfel um sich, um das Hemd zu schließen, und verknotete sie.
Er war noch zu wach, um sich schlafen zu legen und allein mochte er sowieso nicht gerne zu Bett gehen...
Seine Ehefrauen brauchte er wohl heute nicht zu behelligen: er bezweifelte, daß Nefertari, die sich eben noch angeregt mit irgendeiner thebanischen Dame unterhalten hatte, ihn jemals wieder an sich heranlassen würde. Sicher, er könnte auf seinen Rechten bestehen, aber dazu bedeutete sie ihm einfach zuviel...immer noch...er wollte, daß sie ihn auch wollte, aber das, naja, hatte sich wohl erledigt und es war besser, eine verlorengegangene Geschichte ganz aufzugeben als ihr nachzutrauern.
 
Und Isis? Was sie wollte, verstand er gerade überhaupt nicht!
Hatte sie ihm nicht deutlich erklärt, daß sie mehr Zeit für sich haben wollte, mehr Abstand, um einmal ihre eigenen Marotten ausleben zu können?
Sicher, dafür hatte er vollstes Verständnis: er versuchte ja auch, so oft es ihm möglich war, seinen Leidenschaften zu fröhnen: ausreiten, bogenschießen, fechten und...ein wenig Zeit im Harem zu vertändeln...ärgerte sie das?
Wieso eigentlich? Er trieb doch gerade seinen Ausgleichssport dort, damit sie ihre Ruhe vor ihm hatte und weil, soweit er das verstanden hatte, sie nicht gleich wieder schwanger werden wollte...und eben daß er ihren Wünschen nachkam, schien nun ihre Mißstimmung hervorgerufen zu haben.
Einerseits hatte sie sich schon darüber beklagt, daß er sie und ihre Bedürfnisse nicht respektierte, tat er es, war es auch nicht richtig!  
 
Grummelig knurrte er vor sich hin und schließlich rief er nach Iryiry, damit der ihm Chentit-ka holte.
Diese ganze Nachdenkerei über die Befindlichkeiten seiner widerspenstigen Ehefrauen führte nur dazu, daß er wieder Kopfweh bekam...er brauchte dringend Entspannung...und auf seine Gemahlinnen war er nun -Hathor sei Dank- nicht angewiesen, die konnten ihm auch andere verschaffen!
 
Chentit-ka stellte keine Fragen, sondern verneigte sich wortlos vor dem König, nachdem Iryiry die Tür hinter ihr geschlossen hatte.
Ihr schelmisch-wissendes Lächeln, ihr gleichzeitig demütiger und doch auffordernder Blick, den sie ihm von unten her zuwarf, verhieß...ja, was? Den reizvollen Gegensatz, daß sie sein Eigentum war und ihm diente und gleichzeitig doch frei in ihrem Tun und Handeln war und ihre Dienste darin bestanden, ihn dazu zu bringen, ihn zu lehren, auf der anderen Seite wieder ihr gefällig zu sein, so daß sie beide einander -wenigstens auf dieser einen Ebene- gleichberechtigt gegenüberstanden...in der Liebe gab es keinen Herrn und keine Leibeigene...vor vielen, vielen Jahren hatte sie ihn das gelehrt, als er noch ein junger, unbedarfter Bursche war und nun war sie neugierig, ob er das, was sie ihm beigebracht hatte, noch perfektioniert hatte...es war lange her, daß er sie hatte zu sich rufen lassen und sie hatte nicht zu hoffen gewagt, daß das je wieder geschehen würde...
Fast zärtlich küsste sie ihn auf den Mund und fasste nach seinen Händen...
 
An Geduld und Ausdauer hatte Ramses mit den Jahren erheblich dazu gewonnen, stellte Chentit-ka fest, als sich seine Finger mit ihren verschlangen...er unterwarf sich jedoch gerne ihrer Führung, griff die Signale auf, die sie ihm übermittelte, obwohl er dieser Anleitung eigentlich gar nicht bedürfte: er wusste ganz genau, wie er eine Frau zu behandeln hatte...welch ein Unterschied zu dem Knaben, den sie in diese Künste eingeführt hatte!
Begierig, noch mehr davon zu erleben, zog sie ihm das Hemd aus und strich über seine Schultern und seine Brust, glitten ihre Finger über seinen Bauch und lösten die Bänder, die seinen Schurz zusammenhielten...entzückt keuchte sie auf und versenkte ihren Kopf in seinem Schoß...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #693 - 11/28/06 um 09:23:13
 
Isisnofrets Kopf schnellte aus der Kopfstütze, wo sie ihn gerade bequem gebettet hatte. Der Wein in ihren Adern genügte scheinbar nicht ihre sensible Ohren zu trügen und von den Geräuschen der wirklich hellhörigen Mauern des alten Gebäudes abzulenken und erneut stieg Zorn in ihr auf, wo vorhin Resignation und Ratlosigkeit vorgeherrscht hatten. Zorn darüber, daß es eine Zumutung war, daß sie mit derlei Aktivitäten ihres Mannes belästigt wurde, ER mußte sich sowas nicht anhören, ohne die jeweilige Täterin bestrafen zu dürfen! Und das hatte nichts damit zu tun, daß er der höchste Mann des Reiches war, das war ja überall so!
All die Ungerechtigkeiten, die in Sachen Mann und Frau existierten kamen ihr auf einen Schlag in den Sinn. Nur weil Frauen den Vorteil genossen, IMMER zu wissen, daß ihr Kind IHR Kind war und Männern diese absolute Gewissheit, daß sie aufziehen, was sie zeugen, verwehrt blieb, gab es diese Regelung, da war sie vollkommen sicher! Diesen einen Vorteil, den Frauen Männern gegenüber hatten, mußten diese also auch noch ins Gegenteil verkehren, den Frauen zum Nachteil machen und ein Unding wie das Wort 'Ehebruch' erfinden, das selbstverständlich nur bei Frauen wirklich zur Anwendung kam... wie kleingeistig und egoistisch war das männliche Geschlecht!!!
 
Sie war betrunken, daher kamen ihr so verquere Gedanken, sie sollte schlafen! Aber sie konnte es nicht, denn jedes Mal, wenn sie die Augen schloß, um Frieden im Schlummer zu finden, drangen Wonneseufzer an ihr Ohr, die ihren Herzschlag vor Wut gleich wieder beschleunigten und sie nicht zur Ruhe kommen ließen...
Als sie eine ganze Weile versucht hatte, ihre Aufgebrachtheit in den Griff zu bekommen, verlor sie plötzlich ihre eigentlich so typische Gelassenheit und Geduld.
Wutentbrannt schlug sie die Decke zur Seite, bekam von Hathors Ba einen kleinen Schlenker, als sie aus dem Bett sprang und lief auf die Terrasse, über die sie in wesentlich kürzerer Strecke als in Pi-Ramesse zu Ramses Gemächern und seinem Schlafzimmer gelangte. Sie hatte keine Ahnung, WAS sie tun wollte, sie wollte ihm nur irgendwie zeigen, daß nicht unbemerkt blieb, was er tat und daß es LÄSTIG war!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #694 - 11/28/06 um 09:30:24
 
Ramses tat allerdings gerade nicht viel...es war Chentit-ka, die gerade recht tatkräftig zur Sache ging.
Er saß nur auf der Bettkante, hatte sich auf seine Arme aufgestützt und sich zurückgelehnt und genoß die Aktivitäten seiner Konkubine in vollen Zügen...
 
Erst Augenblicke später, als ein kalter Windhauch ihn traf, fuhr er zusammen und öffnete seine halb geschlossenen Augen. Auch Chentit-ka ließ nun von ihm ab und wandte sich um.
"ISIS?" stieß er atemlos keuchend hervor und sah seine Frau ungläubig an.
Was war denn in die gefahren?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #695 - 11/28/06 um 10:02:23
 
Isisnofret hatte den Kopf halb gesenkt, funkelte zornig und übersensibelisiert durch ihre Wimpern hindurch, ihre Augenbrauen verdeckten den größten Teil ihrer Lider und so starrte sie auf die Szene, die sich nun aufgelöst hatte, die sie aber einen Lidschlag lang noch in ihrer ganzen Pracht hatte erleben können.
Sie verschränkte die Arme vor der Brust, stand so steif und unbeweglich da, daß man meinen könnte, sie wäre zu Granit geworden.
Ihr Kreislauf hatte sich ziemlich stabilisiert durch den Zorn, betrunken war sie freilich noch immer, aber klar denken konnte sie wieder!
 
Nur langsam löste sich ihre Starre, ihre Brust hob und senkte sich aufgebracht und sie verschränkte die Arme provokant vor der Brust, ignorierte Chentit-ka dabei vollkommen, konzentrierte sich nur auf ihren Gemahl. Der Wein und Ramses' ihr unverständliches Verhalten hatte ihr all ihre übliche Zurückhaltung und ihren Fluchtinstinkt genommen. Sie war NICHT bereit, wieder langsam aus seinem Leben zu gleiten wie damals, als Shejerade aufgekreuzt war! NICHT ohne ihm klar zu machen, daß es ER war, der von ihr abließ, nicht sie von ihm! Oh, SIE würde ihr Versprechen, ihn nicht zu verlassen, NICHT brechen, NIEMALS!
 
"Ja, Isis, welch eine Überraschung, nicht wahr," stieß sie leise aus, aber im Ton abwärts steigend, nicht fragend, sondern sarkastisch betont feststellend.
"Wenn du wünscht, mir irgendetwas zu beweisen oder zu sagen, dann mach es JETZT, während ich HIER stehe, nicht mit deinen miesen kleinen Torturen, die du für deine Umwelt bereit hältst!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #696 - 11/28/06 um 10:16:53
 
Ramses schnappte nach Luft...vor Schreck, vor Empörung, vor Lust...all diese gegensätzlichen Empfindungen wirbelten in ihm herum und verschlugen ihm die Sprache...
Er schluckte hart und trocken, blickte hilflos auf Chentit-ka herab, die immer noch am Boden kauerte und um deren Mundwinkel es zuckte -sie schien keineswegs peinlich berührt oder verärgert zu sein!- und sah dann wieder zu seiner bebenden Frau, deren Wut und plötzliches Hereinplatzen ihn nun auch in Rage brachte.
"Du!" rief er zornentbrannt und schob Chentit-ka beiseite, als er aufsprang. "Du bist es doch, die damit angefangen hat..."
Wusste sie überhaupt, welche Überwindung es ihn gekostet hatte, neben ihr zu liegen und sie nicht so zu berühren, wie er es wünschte? Und das nur, weil er sie liebte und wollte, daß es ihr gut ging? Daß sie ihm nun zum Vorwurf machte, daß er sich das, was er aus Rücksichtnahme nicht von ihr bekommen konnte, woanders holte, war ja wohl der Gipfel!!!
 
Erregt, wie er war, war es mit seiner Selbstbeherrschung nicht weit her und so packte er Isisnofret einfach bei den Schultern, um ihr auf eine ziemlich grobe Art und Weise den Mund zu stopfen, aber bald schon wurden seine Lippen weicher und er begann, sie leidenschaftlich und fast schon hungrig zu küssen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #697 - 11/28/06 um 10:25:43
 
Isisnofret fühlte sich, als hätte der Blitz eben in sie eingeschlagen. Er wagte es wirklich VOR dem WEIBSBILD, Annäherungen zu machen???
Bevor sie denken oder sich bremsen konnte, tat ihre Hand jetzt genau das, was sie schon vorhin im Empfangssaal so gern gewollt hatte. Sie schnellte nach oben und knallte schallend auf Ramses Wange und nicht nur einmal sondern mehrfach hintereinander.
Sie machte sich völlig steif, widerstrebte, das KONNTE er nicht ernst meinen! Und irgendwie erinnerte sie die Situation an den Tag auf dem Schießplatz, als er sie erkannt und in das Zelt gezerrt hatte. Jedenfalls empfand sie gerade ebensoviel Zorn über seine männlichen Rechte wie damals und das äußerte sich in ihrer gesamten Körperhaltung. Allmählich prasselten immer mehr Ohrfeigen auf ihn nieder, mit beiden Händen nun und als sie ihre Mund endlich frei bekam, zischte sie: "Angefangen?? Ich will eben mal nicht mehr DAUERSCHWANGER sein, aber dein Sammlertrieb scheint das wohl nicht akzeptieren zu wollen! LASS - MICH - LOS!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #698 - 11/28/06 um 10:34:46
 
Atemringend löste sich Ramses von Isisnofret und fing ihre Hände ab.
Schweigend starrte er sie einen Moment lang mit funkelnden, dunklen Augen an, in denen unterdrückte Wut, aber auch wildes Begehren brannte.
"Wenn du dich nicht entscheiden kannst, was du willst, dann entscheide eben ICH!" knurrte er sie an und bog ihr die Arme nach hinten, um sie - sie weiterhin küssend- Richtung Bett zu schieben...ihr blieb gar nichts anderes übrig, als sich schließlich darauf niederzulassen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #699 - 11/28/06 um 11:36:45
 
Isisnofret sträubte sich mit aller Macht, die sie besaß, wandt sich, stieß weigernde Laute aus. Das einzige, was sie im Augenblick nicht empfand war Angst! Nein, Angst hatte sie vor ihm nicht mehr, das Urvertrauen, daß er ihr in letzter Konsequenz nie absichtlich schwer schaden würde, war seit geraumer Zeit wieder stark in ihr! Sie kannte ihn wieder, kannte seine vielen Gesichter, nicht nur den sanften Geliebten, auch vernichtenden Zorn in ihm hatte sie gesehen und kennengelernt, den Räuber und den Herrscher, den Unbarmherzigen, den Besorgten und nicht zuletzt das wilde, dunkle Raubtier, das in der Unendlichkeit seines Herzens wohnte...
 
Eigentlich, tief im Inneren, verlangte sie ja genau nach dem, was er gerade anstrebte. In gelegentlich minimal längerem Zögern bei ihrer Abwehr seiner Küsse machte sich das bemerkbar, bevor sie den Kopf wieder wegzudrehen versuchte und die Lippen erneut zusammenpreßte. Aber der Umstand und ihr Zorn auf seine allumfassenden Mächte, der Ärger über ihre deutliche körperliche und soziale Unterlegenheit und die Tatsache, daß sich diese Frau AUCH noch hier befand, ließen sie Widerstand leisten und sich dafür entscheiden, NICHT zu wollen, was er tat!  
Der klassische Fall einer Frau, die "Nein!" sagte und ohne es zugeben zu wollen "Ja!" meinte...  
 
Allein... Hathors Ba schien das leise Kribbeln in ihr, das Isisnofret beharrlich ignorierte und bekämpfte, zu mögen und es aufzugreifen. Sie war eine listige Göttin und ihr Ba ein schelmischer, den die Wünsche der Menschen nicht kümmerten. So trieb jener Ba nun ein übles Spiel mit Isisnofrets Herzen und nicht nur mit jenem, mit ihrem ganzen Körper!
Ihr eigener Ka trat, biß sogar, zuckte und wehrte sich und übertrug die Gegenwehr auf ihre Gliedmaßen, während der göttliche Ba, der sie durch den Wein befallen hatte, sie von innen her hinterhältig angriff und Gefühle hervorrief, die sie JETZT NICHT wollte!!!
 
"Geh weg," jammerte sie nun und war nicht ganz sicher, WEN sie damit meinte... wahrscheinlich alle, die ihre Würde bedrohten und das waren Hathor, Ramses und die Kurtisane! Das war nicht gerecht, sie war allein gegen drei!  
Immer wieder zog sie ihr Kleid nach unten, wenn es durch die Rangelei oder Ramses' Hände nach oben rutschte, dadurch konnte sie aber ihn nicht mehr abwehren, ihre Schenkel preßte sie zusammen, überkreuzte sie gar. Und wenn die morgen grün und blau wären, sie würde sie nicht öffnen, nein sie würde NICHT nachgeben!  
Hathor aber wollte und sie war ohne Zweifel die Mächtigste hier... Jene Göttin machte sich jetzt nicht nur den Umstand zu Nutze, daß schon ihr Ba in Isisnofret gefahren war, sondern noch etwas ganz anderes:
Das liebende Herz der Königin, die Spezialität der Gattin des Horus!
Oh wie gemein und hinterhältig waren die Waffen, die in dieser Schlacht der Gewalten gegen Isisnofret gerichtet waren!
 
"Hundsgemeiner KERL," schleuderte sie in einem erneuten Anflug von Aufbegehren ihrem Mann entgegen. Für einen winzigen Moment war sie weich und geschmeidig geworden und da war Chentit-ka wieder in ihr Blickfeld geraten und zur erneut aufflammenden Wut gesellte sich jetzt Scham ob ihrer bloßgestellten Lage und das Gefühl, daß ihre Empfindungen vor dieser Frau nun nack dalagen, sie Emotionen sehen konnte, die Isisnofret vor den Frauen des Harems seit jeher ausnahmslos in sich eingesperrt hatte!  
So versuchte sie nun sich unter Ramses zur Seite zu drehen, um ihm endlich zu entkommen. Ihre Augen glüten vor Rage und Empörung dabei und ihr Mund formte Beleidigungen, die ihr noch nie zuvor über die Lippen gekommen waren! Und dann versuchte sie es mit einem Apell an die Vernunft, was ihrem plötzlich gewandelten Tonfall gut zu entnehmen war.
"Sesuuu... ich bitte dich, SIE ist hier!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #700 - 11/28/06 um 17:09:40
 
"Na und?" stieß Ramses heftig hervor.  
Die Gegenwarts Chentit-kas hatte sie bis eben auch nicht davon abgehalten, sich ihm zu widersetzen und ihn mit Schimpfwörtern zu überhäufen.
Und ein Appell an seine Vernunft war zu diesem Zeitpunkt ohnehin sinn- und zwecklos...
Als sie sich daraufhin wieder zur Wehr setzte, brachte sie damit seine ohnehin schon bis zum Äußersten gespannten Nerven zum reißen...er vergaß sich beinahe vor Wut über ihr so widersprüchliches, für ihn unverständliches Verhalten, ihre Auflehnung und ihre Weigerung, ihm zu Willen zu sein, daß er schon zum Schlag ausholte...
 
Chentit-ka wollte schon eingreifen, da ließ Ramses seine Hand sinken...
Er kauerte, rauh und abgehackt keuchend, auf Isisnofrets Oberschenkeln und starrte sie ärgerlich an: er war wütend auf sie, weil sie ihn fast soweit getrieben hatte, daß er sie geschlagen hätte...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #701 - 11/28/06 um 17:59:10
 
Isisnofret verharrte hingegen immer noch in der zusammengezuckten Stellung, die sie vor Schreck eingenommen hatte, als Ramses' Arm zum Schlag bereit nach oben geschnellt war. Ihre Augen waren in Erwartung des Schmerzes zusammengekniffen und jetzt öffnete sie sie langsam, als der jener Schmerz nicht einsetzte.
Sie hatte die Luft angehalten und jetzt hechelte sie richtiggehend, weil sie sich durch das Widersetzen so überanstrengt hatte. Ihr Haar war zerwühlt und inzwischen offen, lag halb über ihrem Gesicht, einzelnde Strähnen waren um ihren Hals gewickelt und der Rest war weit ausgebreitet auf dem Bett verteilt. Ihre Schenkel schmerzen von Ramses Gewicht, das darauf drückte doch sie sah ihn nun fast wie im Schock an, konnte für einen Moment gar nicht mehr denken.  
Und plötzlich bewegte sich Chentit-ka, was dazu führte, daß sich Isisnofrets Starre löste und sie den Blick zu ihr schweifen ließ. Die Konkubine lächelte vorsichtig und mild und strich der Königin sanft das wirre Haar aus dem Gesicht. Die war so verwirrt und verblüfft von dieser Szene, daß sie nicht wußte, wie sie darauf reagiern sollte. Chentit-ka sah nun auch zu Ramses auf, der noch immer bedrohlich groß und kraftvoll über seine Gattin hockte. Auch ihm lächelte sie jetzt zu, ganz kurz und gütig, dann beugte sie sich über Isisnofret und ließ ihre Lippen auf die der Königin sinken, so zart, als küßte sie einen Knaben, dem das zum ersten Mal wiederfuhr.
Wenig später schon richtete sie sich wieder auf und Isisnofrets Blick war lange auf das Gesicht Chentit-kas geheftet, dann hüpfte er zu Ramses und wieder zurück.  
Sie hatte ALLES erwartet, aber DAS??  
ER hatte sie NICHT geschlagen und diese Frau küßte sie plötzlich?
Jetzt war sie entwaffnet!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #702 - 11/28/06 um 18:14:07
 
Noch immer funkelten Ramses' Augen in kalter Wut, die aber allmählich abklang, was man daran erkennen konnte, daß seine Augen wieder heller wurden und als Chentit-ka ihre Hand auf seinen Unterarm legte, brachte ihn diese Berührung endgültig wieder in die Wirklichkeit zurück...
Immer noch verblüfft darüber, was er beinahe getan hätte, blickte er Isisnofret entschuldigend an und küsste sie nun ebenfalls zärtlich und hingebungsvoll, dann rutschte er von ihren Beinen hinunter und lächelte Chentit-ka zu...
Er strich ihr über die Wange; dankbar dafür, daß sie ihn durch ihr Eingreifen so ausgebremst hatte, küsste erst sie kurz auf den Mund, um gleich seine Lippen hungrig auf die Isisnofrets zu pressen, während er Chentit-ka weiter liebkoste....
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #703 - 11/28/06 um 18:36:26
 
Isisnofret war schrecklich verwirrt von der gesamten Situation. Nichts, was jetzt geschah, hatte sie kommen sehen, weder den Wandel in ihrem Mann, noch diese ganze unwirkliche Szenerie:  
Das große, breite Bett, das auf die majestätische Größe ihres Mannes angepaßt war, Ramses, der eben noch wutentbrannt, nun vor Leidenschaft glüte, Chentit-ka, die sich jetzt neben ihr auf dem Bett gelagert hatte und Ramses mit langen, weichen Bewegungen über Schulter und Seiten streichelte und sie völlig aufgelöst, vom Wein berauscht und unfähig, zu beurteilen, was sie von diesem Erlebnis hielt.
Sie fühlte nur noch... Sehnsucht nach Ramses stieg in ihr auf -wie Tabetjet ganz richtig vorhergesagt hatte-, als sie mehr und mehr spürte und erkannte, daß da keine Ablehnung in ihm war und dann gesellten sich zu seinen unwiderstehlichen Küssen Chentit-kas Lippen dazu, die ihren Hals, ihre Schultern, die zarten Zonen direkt unter ihrem Ohrläppchen zu erkunden begannen, während ihre Händ gleichzeitig zu Ramses Lenden glitt...
 
Sie keuchte mit einem Mal, das war so neu und anders, beängstigend, aber auf eine eigenwillige Art so anziehend, daß sie sich nicht mehr dagegen wehrte... nur kleine erstaunte Keucher stieß sie aus und allmählich schlang sich ein Arm um Ramses' Nacken...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #704 - 11/28/06 um 18:50:47
 
Der aber löste sich allmählich aus Isisnofrets Umarmung, seine Hand glitt unter den Saum ihres Gewandes und strich sanft an ihrem Bein hinauf, bis er sie dort, wo ihre Schenkel sich trafen, ganz zart berührte.
Er kniete sich zwischen ihre Beine und schob ihr das Hemd über den Bauch.  
Die kaum wahnehmbaren Laute -Protest oder Zustimmung?-, die sie von sich gab, überhörte er einfach, stattdessen küsste er zärtlich ihren Schoß und kostete von dessen Hitze, berührte ihren Nabel mit der Zunge und seufzte, als er mit beiden Händen ihre weichen Brüste umfasste, wo seine Finger auf die Chentit-kas trafen...
Sie drängte sich ihm entgegen, als er mit seiner Zungenspitze sacht über deren rosige Spitzen fuhr und schließlich eine davon zwischen seine Lippen nahm, während seine Finger die andere ein wenig fester zwirbelten, damit sie sich aufrichtete.
Erregt drückte er sich immer wieder gegen sie, während Chentit-ka langsam den letzten Knoten von Isisnofrets Gewand öffnete und schließlich, während Ramses noch seine Frau küsste, ihr das Kleid vom Körper zog...
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http://www.ramses.info - nicht umzubringen...
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