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Die Stadt des Amun (Gelesen: 598530 mal)
Seleuce
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #630 - 11/24/06 um 15:15:46
 
Isisnofret nickte und sprang auf. Baret brachte die lauthals krakehlende Ta-ini herbei -die momentan wohl ihre Stimme nach allen Regeln der Kunst ausprobierte- und deren Mama nahm sie jetzt an sich, schäkerte und lachte mit ihr herum und begab sich nachd raußen, wo eine Sänfte schon bereit stand, sie wieder zurück zu IHRER Familie zu bringen.
Die Wachsoldaten, die schon instruktionen erhalten hatten, die Königin und ihr Gefolge unbehelligt passieren zu lassen, scharrten die Träger zusammen, die die Utensilien wieder einsammelten und Isisnofret stieg mit Panewi und Baret, die den kleinen Jungen auf dem Arm trug -ihm hatte die Hebamme ein Tuch so großzügig um den Kopf gewickelt, daß weder die Sonne, noch böse Blicke ihm etwas anhaben konnten- in die große Sänfte ein.
 
Der Weg zur Residenz war nicht lang und schon bald erstrahlte Isisnofrets Gesicht in seinem ewig mädchenhaften Glanz, der stets dann hervortrat, wenn sie sich freute...
Hinter den Mauern waren Sesu und ihre Kinder...
 
Schnell übergab sie Panewi ihre kleine Tochter, die durch das Schuckeln der Sänfte schläfrig geworden war, stürmte, sobald sie herausgestiegen war, die Treppen zu Ramses' Amtszimmern hinauf und traf dort auf Tjay.
"Ist er zu sprechen," fragte sie den Sekretär ungeduldig. Ramses hatte ihr geschrieben, es würde große Isfet ausbrechen und er zugrunde gehen, wenn sie nicht zurück käme... SO würde sie sich jetzt auch verhalten. Schrecklich besorgt... hofentlich begann sie nicht mittendrin zu lachen!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #631 - 11/24/06 um 15:23:00
 
"Äh, ja...," antwortete der so überrumpelte Tjay und bevor er noch ein Wort sagen konnte, war die Königin schon an ihm vorbei gehuscht...
 
"Bei Thot und Seschat," fluchte Ramses, als die Tür aufflog, weil ihn der Knall so erschreckt hatte, daß er das Tintennäpfchen umgestoßen hatte, in das er gerade seine Binse eintauchen wollte.
Nun floß die schwarze Brühe über das Dokument, das er gerade hatte unterzeichnen wollen...
Er sah jedoch nicht auf, sondern beschimpfte Tjay -der ja eigentlich gar nichts dafür konnte-, er solle hier nicht so hereinpoltern, und versuchte hektisch, die Tinte davon abzuhalten, auf seine schneeweißen Gewänder zu tropfen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #632 - 11/24/06 um 15:29:04
 
"Bei Seth und allen Himmeln es geht schon los, TJAY, bring schnell Lappen und neue Papyri, die Isfet bricht eben aus!" Isisnofret stürmte auf ihren Mann zu und zog ein Schnupftuch heraus, das sie sogleich mit der Tinte ruinierte, die sie notdürftig aufzutunken versuchte.  
Mit der anderen Hand umfaßte sie den Kopf ihres aaaarmen Mannes von hinten und befühlt seine Stirn.
"Da bin ich ja gerade noch rechtzeitig gekommen, was nur passiert wäre, wenn ich mich verspätet hätte... oh, mein armer Liebling, geht es dir sehr schlecht?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #633 - 11/24/06 um 15:35:19
 
Ramses drehte sich mit einem Ruck herum und riß Isisnofret das Tuch aus der Hand, um es auf den Tisch zu feuern.
"So, Isfet weg!" rief er, lachte und strahlte sie an und gerade als Tjay hereinkam, um das Malheur zu beseitigen, sah er, wie der König überschwenglich seine Frau küsste.
Wenn Ramses und Isisnofret auf ihn geachtet hätten, hätten sie bestimmt gestaunt, wie schnell der Sekretär wieder verschwand.
So aber verpassten sie Tjays Rekord im Rückwärtslaufen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #634 - 11/24/06 um 15:52:26
 
Am liebsten würde Isisnofret jetzt Arme UND Beine gleichzeitig um ihren Mann schlingen, aber mit dem engen Kleid, das Panewi ihr heute ausgewählt hatte, ging das nicht... das hieß, nur ihre Arme rankten sich jetzt fest über Ramses' Schultern hinweg zu seinem starken Nacken.
"Oh, ich sehe schon, du siehst entsetzlich mitgenommen aus, du hast ja schon ganz schwarze Ringe unter den Augen!" Eigentlich hatte er sich gerade einen solchen mit einem Finger erschafft, an dem er einen Tropfen Tinte gehabt haben mußte. Davon abgesehen sah er nämlich ziemlich gut aus!
"Ich glaube, du mußt dich dringend etwas mehr schonen," erklärte sie. "Bestimmt hast du in letzter Zeit nicht genug geschlafen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #635 - 11/24/06 um 15:54:39
 
Ramses lachte.
"Ja, besonders letzte Nacht," erwiderte er mit einem treuherzigen Augenaufschlag. "Da habe ich wenig geschlafen..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #636 - 11/24/06 um 16:00:30
 
Isisnofret sah sich erst bewußt um und tat, als könnte man sie überall hören.
"Wenig geschlafen? Ach Schatz, das ist ja furchtbar," wahrte sie die Form und ließ sich im Gesicht nicht das geringste anmerken.  
"Vielleicht liegt das an einem bestimmten Dämon in dir, diesem rothaarigen Grünäuglein? Was machen wir nur gegen den?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #637 - 11/24/06 um 16:12:59
 
"Pssssst," machte Ramses und sah sich ebenfalls um, als ob jemand sie belauschen würde und ihn Isisnofrets verschwörerische Blicke erst daran erinnert hätten. "Nicht so laut...wenn das jemand hört, ganz besonders die Priester aus Ipet-sut, die hier tagein, tagaus herumspringen..."
Er zwinkerte Isisnofret zu und schenkte ihr sein unwiderstehliches Grinsen.
"Ich befürchte, meine Schöne, daß nicht mich dieser Dämon, den du gerade erwähntest, heimgesucht hat," flüsterte er an ihrem Mund und schnappte mit seinen nach ihren Lippen. "Du musst achtgeben, daß er nicht wieder in dich fährt..."
Er lachte leise und dunkel auf und das Blitzen in seinen Augen ließ keinen Zweifel daran, daß selbst die stärksten Zaubersprüche diesen Dämon nicht davon abhalten konnten, Isisnofret immer wieder zu überfallen...
 
*******
 
Das Schiff, das die Schwester des Königs Tia und den drittältesten Königssohn Paraherwenemef nach Theben brachte, lief etwa zur selben Zeit im Hafen der Residenz ein.
Der Reisegesellschaft hatten sich Nedjetempet und Tabetjet angeschlossen und während die drei Damen, die erstaunlicherweise sehr gut miteinander auskamen, sich die Bootsfahrt mit allerlei Tratsch vergnügt hatten und nun recht erholt in Theben ankamen, war Paraherwenemef blaß und abgemagert.
Sein kommandierender Offizier hatte ihm unbefristeten Urlaub gegeben, denn der Prinz war, seiner Meinung nach, in keinster Weise mehr diensttauglich.
Er fing an zu schreien, wenn er Vögel sah und redete mit Brunnen, indem er sich über das Wasser beugte und seltsam verzweifelte Grimassen dabei schnitt.
Unter welchen Dämonen er auch immer litt, Paraherwenemef brauchte dringend ein Heilmittel...
 
Hektisch und nervös sah er sich um, als der Landungssteg ausgefahren wurde.
Dabei hielt er sich die ganze Zeit den Unterarm fest und rollte mit den Augen.
Er stieß sogar seine Tante beiseite, um schnell wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
"Heee, du bist genauso ein Rüpel wie dein Vater!" rief die erboste Tia ihrem Neffen nach. "Pass doch auf!"
Aber Wenemi lief davon, als wäre Apep selbst hinter ihm her...
Er stürmte durch den Palast, bemerkte nicht die erstaunten Grüße der Beamten, die ihm, dem Königssohn, galten, sondern verbarrikadierte sich gleich in seinem Zimmer, schloß dort alle Türen und stopfte die Fenstergitter mit Polstern und Decken zu, damit nur ja nichts hineinkommen konnte.
Dann erst entzündete er ein Öllicht und betrachtete seinen Arm...
Das blutunterlaufene Mal sah aus, als hätte er sich eine Verbrennung zugezogen, aber...es hatte die Form einer kleinen, zarten Hand...einer Frauenhand...
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« Zuletzt geändert: 11/24/06 um 18:40:06 von Meritenramses »  


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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #638 - 11/25/06 um 02:12:12
 
Isisnofret kicherte kokett, oh, was war sie froh, wieder da zu sein und mit ihrem Mann necken zu können!
Jetzt machte sie mit einem mal ein erschrockenes Gesicht, wich ein wenig von Ramses zurück, um ein Stück um ihn herumzugehen und sich dann ganz mißtrausich auf seinen Schoß zu setzen - eine Handlung, die sich ziemlich wiedersprach.
"Mit Dämonen habe ich mittlerweile einige Erfahrung," sagte sie skeptisch mit einer angehobenen Augenbraue und begann nun, Ramses genau zu mustern, zog ihm ein Augenunterlid herunter und betrachtete das Auge gewissenhaft, klappte eines seiner Ohren nach vorn, sah kurz dahinter und brummelte "Hmmm... hmhmhm... ich weiß, glaube ich, ganz gut, wo er stecken könnte und auch wie man ihn hervorlockt... aber mich gruselt ein wenig vor ihm," flüsterte sie ganz leise und mit deutlich geformten Lippenbewegungen. "Er hat ein paar ganz gemeine Tricks an sich, die ihn unwiderstehlich machen!"
 
****************
 
Während ihre Mutter gerade wieder richtig heimkehrte und sich nach wie vor des Hütens der Dämonen des Palastes annahm, regte sich Bint-Anat gerade schrecklich über ihren unmöglichen, flätigen Halbbruder auf, der auch sie im Gang fast über den Haufen gerannt hätte.
Wenemi wurde immer schlimmer, fand sie. SIe htten sich seit Ewigen Zeiten nicht gesehen und er beachtete sie nicht mehr als eine Dirne, der Rohling! Der war inzwischen zu einem von der schlimmsten Sorte Soldaten geworden, die nichts außer sich selbst und ihre militärischen Vorgesetzten akzeptierten. Noch immer ärgerlich sah sie in die Richtung, in der Paraherwenemef verschwunden war und vernahm vom anderen Ende des Ganges plötzlich vertraute Stimmen.
"Ach, Tante Tia... Tante Nedjet, was für eine Überraschung, was macht IHR denn hier? Ihr kommt genau richtig, vielleicht schafft ihr es ja, dem Dämonenspuk in diesen Mauern ein Ende zu machen..."
Sie rollte genervt mit den Augen und meinte natürlich nichts als das Theater, daß die Priester um das Findelkind und ihre Mutter machten!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #639 - 11/25/06 um 08:24:32
 
"Ist er denn so gefährlich?" fragte Ramses und umschlang Isisnofret so ungestüm, als würde er sich fürchten und müsste sich deshalb an ihr festklammern.  
"Aber....," wandte er dann mit seinem hinreißenden Lächeln ein und hielt ganz still, als sie ihm zärtlich die Tinte vom Gesicht rieb. "Du erinnerst dich doch bestimmt, daß wir ihm schon einmal beigekommen sind...du besitzt doch das Mittel, um ihn bezwingen zu können...du..."
Er fasste sie bei den Kanten des tiefen Ausschnittes ihres Kleides, seine kleinen Finger streichelten langsam über die samtige Haut ihres Dekolletés dabei und dann berührten seine Lippen ganz langsam und jeden Moment dieser zarten Liebkosung auskostend die ihren.
 
*******
 
"Wieso?" fragte Tia gleich frech und nicht ahnend, daß ein Teil der Thebaner genau dies plante: "Sollen wir deinen Vater 'rausschmeißen?"
 
Nedjet kicherte wie ein Schulmädchen, das einen Streich plante, und machte gleich wieder ein neutralen Gesicht: "Was ist denn los, Kleines?"  
Aber dann schüttelte sie den Kopf: Bint-Anat überragte sie um ca. eine Handbreite...sie war kein kleines Mädchen mehr, sondern eine junge Dame!
"Meine liebe Nichte," begann sie deshalb von Neuem und in einem sehr feierlichen Tonfall. "Was ist denn vorgefallen, daß du so aufgelöst bist? Komm, laß uns uns irgendwo hinsetzen, einen Tee trinken und dann erzählst du uns, was geschehen ist!"
Tia verdrehte die Augen.
Was sollte schon passiert sein?
Wahrscheinlich hatte ihr verdrehter Bruder sich wieder ein neues fremdländisches Liebchen angelacht oder hatte er etwa befohlen, daß alle Ägypter nur noch Seth anbeten müssten?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #640 - 11/25/06 um 11:27:12
 
Isisnofret schloß die Augen und gab sich völlig diesem wundervollen Kuß hin, wurde vom einen Moment zum anderen ganz willenlos und weich. Es begann aufreizend in ihr zu kribbeln und zu ziehen, so sehr, daß es ihr einen tiefen Seufzer entlockte und als Ramses seinen Atem in ihren Mund hauchte, stach es in ihrem Unterleib, ihre Brustwarzen zogen sich rasch zusammen und eine Gänsehaut schoß ihr vom Kopf bis zu den Füßen.
"Ob er so gefährlich ist? Du hast ja keine Ahnung, Sesu! Und WIE, er ergreift eben schon wieder von dir besitz und bezaubert mich ganz schrecklich mit seinen Lockungen! Ich kann einfach nichts gegen ihn tuuuun..." jammerte sie, sah aber auch nicht so aus, als WOLLT sie das überhaupt!  
 
***************  
 
Bint-Anat, die noch nicht wissen konnte, daß ihre Mutter heute wieder aus der Quarantäne zurückgekehrt war, lachte auf die Bemerkung Tias und begann schon im Gehen zu erzählen, was vorgefallen war. Sie war gegen alle Vernuft ganz begeistert davon, ihre beiden Tanten wiederzusehen, das verhieß Abwechslung, wenn sie auch ahnte, wie ihr Vater auf das Auftauchen von Tia und Nedjed reagieren würde.
"Stellt euch vor, jetzt Mama also schon seit ein einhalb Dekaden ausgesperrt und darf nicht aus dem Haus, umgekehrt darf auch niemand ZU ihr, es ist schrecklich!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #641 - 11/25/06 um 13:10:12
 
"Das ist ja furchtbar," gab Ramses in einem Ton wieder, der deutlich erkennen ließ, daß er eigentlich das Gegenteil meinte.
Wie wirklich furchtbar, daß der Zauber dieses Dämons so mächtig war und jegliche Magie, jede Zeremonie und jeden Spruch überwinden konnte, die zu seinem -d.h. des Königs- Schutz vollzogen und ausgesprochen  wurden.
"Wenn er nun auf uns beide übergreift, dieser schreckliche Dämon, dann werden sie uns beide einsperren," murmelte er und klang gar nicht so, als ob er dies sehr bedauern würde.
Stattdessen senkten sich seine Lippen wieder auf ihren weichen Mund -wie sehr hatte er DAS vermisst!-, der sich unter dem Druck seiner Küsse leicht öffnete...
 
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Tia zog ihre rechte Augenbraue so weit hoch, daß diese beinahe ihren Haaransatz berührte.
"Lächerlich," brummte sie. "Wer hat denn das ausgeheckt? Die gute Nefertari, um ihre Rivalin endgültig loszuwerden?"
Sie rempelte Bint-Anat freundschaftlich an.
"Der schlimmste Dämon, der hier herumläuft, mein liebes Kind, ist dein Vater, mein werter Bruder..."
Nedjet schüttelte lachend den Kopf...Isisnofret war nicht da?
Das war doch DIE Gelegenheit für sie, ihren armen, verlassenen Schwager zu trösten...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #642 - 11/25/06 um 19:22:34
 
Uuuuh, da waren plötzlich ein paar Dinge, die Isisnofret durch den Kopf schossen, die ihr in jüngeren Jahren wohl augenblicklich die Schamesrote auf die Wangen getrieben hätten. Auch jetzt noch räusperte sie sich verlegen, aber auch mit einem frechen Glitzern in ihren Augen.
Ihre Handflächen strichen jetzt, als wollten sie Ramses' Hemd ordnen, über seine Schultern und ihr Blick wanderte dort entlang...
Sein wundervoller Körperbau kam in diesem Hemd ganz besonders schön zum tragen, bemerkte sie und versank einen Moment im bloßen Anblick ihres Mannes.
"Sesu, wenn du je in die Hände deiner Feinde fallen solltest, habe ich eine Bitte... paß bitte auf, daß dein Grinsen und deine Schultern erhalten bleiben, wenn sie dich Stück für Stück auseinander nehmen sollten... und natürlich deine Finger, ja, die auf jeden Fall," bat sie liebenswürdig, in makaber lustigem Tonfall, der betonte, wie unwichtig der Rest wäre.
 
**************
 
Bint-Anat lachte leise auf und sah Tia kopfschüttelnd an, als sie die Terrasse des Speisesaales erreichten.
"Aber Tante Tia, Mensch, sowas kannst du doch in Theben nicht so laut sagen, wenn irgendwer hier sich auf den großen Zeh gerteten fühlt, das kann bis zum Prozess um Majestätsbeleidigung..." aber sie unterbrach sich selbst. Seit wann kümmerte das denn Tia?
"Ach, jedenfalls vermisse ich meine Mutter, das ist alles schrecklich! Dieses Kind soll das Böse selbt sein, ich weiß nicht, ich mache mir große Sorgen um Mama!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #643 - 11/25/06 um 19:32:22
 
"Du kannst ja den Utpriestern einen Sonderauftrag erteilen," erwiderte Ramses trocken und tat so unbeteiligt, als würde er davon sprechen, einen Rosinenkuchen zu zerteilen. "Das, was du willst, kannst du behalten und den Rest lässt du in eine Kiste werfen und drüben..." Er machte dabei eine kurze Bewegung mit dem Kopf Richtung Westen. "...bestatten!"
 
Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum Sesu ein gewisses Teil fehlt...  Lächelnd
 
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"Deine Mutter überlebt meinen Bruder seit einer halben Ewigkeit!" Tia verdrehte die Augen. "Ich weiß  zwar nicht, wie sie das macht, aber wenn sie das schafft, dann wird sie auch dieses seltsame Kind nicht kleinkriegen können!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #644 - 11/25/06 um 21:30:44
 
Nein, DAS hier ist der Grund, wieso es fehlt...  Grinsend
 
"Das werde ich tun," erklärte Isisnofret sich einverstanden... "Ach, eines hab ich ja ganz vergessen..."
Mit aufblitzenden Augen beugte sie sich wieder seinem Gesicht entgegen und zwinkerte ein paar Mal unschuldig mit den Augen.
"DAS da muß natürlich auch da bleiben... aber das nehme ich mir selber, wenn notwendig..."
Sie ließ ihre Hände langsam zu beiden Seiten von Ramses Hüfte hienab gleiten, führte sie dann irgendwann in der Mitte zusammen und verharrt dort auf seinem Schurz, bevor sie ihre Hände wieder nach oben zu Brust und Schultern wandern ließ.
"... ich will ja nicht, daß eine inadäquate Person Zugriff auf solch heilige Regionen wie diese bekommt, nicht? Und ich möchte ebensowenig, daß es uns beiden so ergeht wie dem armen Osiris und der bedauernswerten Isis!"
Schnurrend küßte sie Ramses zarte Serien von Küßchen auf die Lippen und blinzelte ihn in einer Mischung und, aus Bedauern über solch einen Verlust, entsetztem Gesicht!
 
**************
 
"Ich hoffe, du hast Recht , Tante Tia," flehte Bint-Anat nun und bemerkte erst danach, was Tia da überhaupt gesagt hatte.  
"Sprich doch nicht immer so ekelhaft über Papa, so schlimm, wie du ihn darstellst, ist er nun wirklich nicht," maulte sie dann über die gemeinen kleinen Bemerkungen der Schwester ihres Vaters.
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