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Die Stadt des Amun (Gelesen: 613076 mal)
Seleuce
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #540 - 11/19/06 um 14:02:24
 
"Wenn du eine Frage hast, stell sie ruhig," sagte Isisnofret warm und herzlich und lächelte.  
Es sah so aus, als ob Meri-su-anch sie gut annehmen würde, aber sicher war er immer noch nicht ganz genesen von seinen Strapazen, dazu kam sein Sonnenbrand, er suchte nach Geborgenheit!
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Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #541 - 11/19/06 um 14:17:46
 
Ramses schickte die Wedelträger weg, ging noch eine Runde durch den Garten, weil die frische Luft ihm gut tat und das unterschwellige Kopfweh, das ihn immer noch piesackte, verschwinden ließ und kehrte, als es allmählich kühler wurde, in seine Gemächer zurück.
 
Ramses hatte sich von Iryiry baden und salben lassen, ein langes und weites Meseshemd mit einem bestickten, spitzen Ausschnitt und warme Socken übergezogen. So hatte er es sich in seinem Wohnzimmer, wo einige große Feuerschalen brannten, gemütlich gemacht, las eben angekommene Post durch, die Tjay noch gebracht hatte und schlürfte an einem Krug Bier herum.
 
Er wusste einfach nicht, was er mit Nefertari anstellen sollte.
Für einen kurzen Moment war es ihm in den Sinn gekommen, sie einfach und sofort auf den Teppich in seinem Arbeitszimmer zu zerren, aber...so schön sie auch war und so sehr er sie auch immer noch begehrte (diese Erkenntnis erstaunte ihn selbst), ihr stets vollkommenes und tadelloses Verhalten lähmte ihn...
Hatte diese Frau denn überhaupt keine Gefühle?
 
Ach, dieser Brief aus Merwer...Ramses runzelte die Stirn: Nuskue'as Sohn war gestorben, aber dafür war sie wieder schwanger...diese Nachricht berührte ihn nicht sehr, stattdessen nahm er sich den nächsten Bericht vor...
 
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"Herrin, ich frage mich," begann Iynofret. "Ob ich heute abend wieder zu meinen anderen Kindern darf. Man hat mir nicht gesagt, wie lange ich hierbleiben soll!"
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #542 - 11/19/06 um 14:28:50
 
"Hm, nun ja, Iynofret," begann Isisnofret und nahm einen leicht enttäuschten Tonfall an.
"Natürlich darfst du, ich zwinge dich doch nicht, dich um den Kleinen zu kümmern. Aber er ist vorgestern erst geboren und braucht auch über Nacht noch Versorgung, weißt du? Das heißt, ihn wickeln und baden, all die Dinge kann auch eine der Kinderfrauen erledigen, aber er benötigt eben seine Milch, er hat einiges durch, so jung wie er ist..." deutete sie lediglich an, mehr von ihm wollte sie ihr nicht erzählen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #543 - 11/19/06 um 14:37:07
 
Nefertari war ebenso ratlos, wie sie Ramses begegnen sollte, wie er ihr gegenüber. Denn egal, was sie tat, er interpretierte es als negativ. Also nahm sie zusammen mit ihren Kindern - zu Meri-atum und Nubherhesbed hatten sich heute sogar Nebettaui und Meritamun gesellt - das Abendessen ein.
Danach würde sie sich aufwendig herausputzen lassen, um dann wieder die Königin der Rebellen zu spielen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #544 - 11/19/06 um 14:44:14
 
"Verzeiht, Herrin," erwiderte Iynofret demütig. Ihr war schon klar, daß der Junge auch nachts noch gefüttert werden musste, deshalb fragte sie ja.
Aber wer würde sich dann um ihre kleinen Kinder und ihren Haushalt kümmern?
Ihre Eltern waren schon tot und ihre Schwiegermutter, die sie in den letzten Jahren mitversorgt hatte, war gebrechlich und pflegebedürftig.
"Vielleicht könnte ich ja abends ausreichend Milch hier lassen," schlug sie schüchtern vor.  
Baret flüsterte Isisnofret zu, daß man in der Küche des Hauses einige unbenutzte Muttermilchkrüge gefunden hätte und man die doch verwenden könnte.
 
Ta-ini fand unterdessen, daß, wenn der fremde Zwerg schon trank, sie auch dringend etwas bekommen müsste.
Hungrig brummelnd zupfte und wühlte sie an Isisnofrets Kleid herum und dutzte mit ihrem Köpfchen und aufgerissenem Schnäbelchen immer wieder gegen ihre Brust...
Bemerkte die Mama sie jetzt gefälligst mal?
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« Zuletzt geändert: 11/19/06 um 19:43:28 von Meritenramses »  


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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #545 - 11/19/06 um 14:55:31
 
Isisnofret sah abgelenkt auf ihr Töchterchen und machte leise lächelnd "Schschsch... ich gehorche ja schon!", öffnete einen der Knoten an ihrem Kleid und hob Ta-ini hoch in die Luft, um sie richtig zu positionieren.
"Da, bitte sehr," präsentierte sie ihr darauf ihre Brustwarze.
Dann nickte sie Baret zu. Es wäre ja eigentlich wunderbar, für den Kleinen eine Familie zu finden, aber diese Lösung hatte Isisnofretschon seit der hysterischen Reaktionen, die der Junge ausgelöst hatte, verworfen. Wer würde ihn schon annehmen und ihn auch so lieben, wie er es nach ihrer Meinung verdiente?
"So könnte man es natürlich auch machen! Bist du denn auch wirklich bereit, die Aufgabe anzunehmen? Ich möchte, daß der Kleine liebevollen Umgang erfährt, er braucht ihn so dringend!" Sie sprach sanft und sah von ihrer Ta-ini nun wieder zu dem neugeborenen Stöpsel, dessen weise Kringellckchen so sehr von seiner sonnenverbrannten Haut abstachen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #546 - 11/19/06 um 15:02:26
 
Ta-ini saugte, nun glückliche und zufriedene Brummellaute, in einem kräftigen Rhythmus an der Brust ihrer Mutter und griff sich dabei selbst in die Härchen, um an ihren Löckchen herumzudrehen.
Ab und an ließ sie los, guckte zu Isisnofret hoch und strahlte sie an, gurgelte fröhlich und Milch sabbernd und schnappte gleich wieder zu.
 
"Sicher!" Iynofret nickte und strich dem kleinen Jungen liebevoll über den Kopf und das Ärmchen, als sie ihn aufnahm, um ihn aufstoßen zu lassen und dann an die andere Seite zu legen. "Ist er verletzt?" fragte sie erschrocken, als sie die rauhe Haut des Babies befühlte..
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #547 - 11/19/06 um 15:15:20
 
"Er hat Sonnenbrand," erklärte Isisnofret. "Seine Mutter hat ihn allein zur Welt gebracht, die Umstände waren etwas verworren..." umging sie die richtige Erklärung. "Seine Haut ist sehr hell und er hat eine Weile ungeschützt in der Sonne gelegen und du weißt bestimmt auch, daß das für ein Neugeborenes gar nicht gut ist! Aber wir haben eine gute Salbe, meine Hebamme hat sie stets bereit und damit wird das sicher schnell heilen!"
Die hellhäutigen Menschn waren hinreichend dafür bekannt, daß sie die Sonne oft nicht so gut vertrugen, das mußten auch Thebaner wissen und daran war an und für sich nichts außergewöhnliches! Und irgendetwas mußte Isisnofret der Frau ja erzählen, eigentlich verabscheute sie es, jemanden zu belügen und auszutrixen!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #548 - 11/19/06 um 16:36:45
 
Iynofret nickte verständnisvoll und strich dem immer noch trinkenden Baby tröstend weiter über das Köpfchen und wiegte ihn, als sie merkte, daß er dabei war, einzuschlafen.
Sie dankte den Göttern in Gedanken, daß sie ihr dieses kleine Wesen geschickt hatten.
Ein paar Tränen fielen aus ihren fast blinden Augen auf Meri-su-anch herab, als sie an ihr eigenes Kind dachte. Vielleicht würde der Junge hier ihr helfen, schneller darüber hinwegzukommen.
 
********
 
Merit-Amun aß wenig und sah verträumt in ihren Becher.
Heute abend würde sie sich wieder mit Nianchmin treffen...
Das Geplapper ihrer Geschwister bekam sie nur am Rande mit...
Mit einem seligen Grinsen sah sie umher und biß gedankenverloren in ihr Brot...ach...Nianch...
So fragte sie ihre Mutter, ob sie sich heute früher zurückziehen dürfe, sie wolle noch ein wenig im Garten spazieren gehen.
 
Nefertari wurde aber gerade von Meri-Atum abgelenkt, der von seiner Mutter wissen wollte, warum denn der Papa nicht mit ihnen zusammen essen würde.
Nebettaui nickte bekräftigend dazu.
Jetzt waren sie endlich wieder alle zusammen und dann doch nicht!
 
*********
 
Ramses wusste an diesem ersten freien Abend, den er seit langem hatte, nichts mit sich anzufangen.
Hatte er es früher genossen, ab und an seine Freizeit zurückgezogen in der Einsamkeit seiner Gemächer zu verbringen, so hatte er sich nun daran gewöhnt, mit seiner Familie zusammen zu sein und in Isisnofrets Armen einzuschlafen...er liebte und brauchte diese verläßliche Ruhe und Geborgenheit, die er dabei erfuhr...
 
Unschlüssig, was er nun tun sollte, wanderte er durch seine Wohnung.
Der jüngere Sesu hätte jetzt wahrscheinlich den Palast verlassen, irgendwelchen Unsinn angestellt und den armen Amuneminet mit seiner Abenteuerlust in die Verzweiflung getrieben, aber der Ramses heute verspürte wenig Lust auf noch mehr Aufregung: die hatte er zur Zeit mehr als genug.
Er öffnete die Tür zum Garten und starrte hinaus: die ersten Sterne erschienen bereits am Firmament...
Nein, er konnte heute nicht allein bleiben...sollte er zu Nefertari gehen?
Ach was, das war ihm durch ihr unterkühltes Verhalten verleidet worden...er sollte sich endlich damit abfinden, daß sie ihn nicht liebte und brauchte.
Er würde ihr Verhältnis auf eine rein berufliche Basis stellen, das war es wohl, was sie sich wünschte!
Und außerdem hatte sie ja heute sowieso keine Zeit, weil sie ja auf diese Feier musste...
 
Er verwarf den Gedanken.
Heute hatte er sich, so fand er, nach diesem harten Arbeitstag dringend etwas Zerstreuung und Vergnügen verdient und weil er ihm nichts anderes einfiel, beschloss er den Harem aufzusuchen, wo man seines Erscheinens schon geharrt hatte.
Freudig und mit großem Tamtam wurde der Herrscher begrüßt und man beeilte sich, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen noch bevor er ihn überhaupt geäußert hatte.
Die Mädchen des xnr des Horus, des Herrn des Palastes, sangen, musizierten und tanzten für ihren Gebieter; Wein wurde ausgeschenkt, ein üppiges Abendessen serviert...
An diesem Abend vergaß der König die drohende Gefahr der Isfet, die über ihm schwebte, gab sich ganz der Entspannung hin und feierte einen schönen Tag.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #549 - 11/19/06 um 20:12:25
 
Isisnofret war leise aufgestanden, um Iynofret mit Meri-su-anch allein zu lassen, das Bild, das die beiden boten, war ein so friedliches, sie war sehr froh, daß sich jemand gefunden hatte, der bereit war, ihm etwas davon zu geben, das jedes Kind erfahren sollte: Zuneigung und Fürsorge!
SIe selbst drückte die auch schon schlummernde Ta-ini an sich, küßte sie zärtlich auf's Köpfchen und ging hinüber zu der schön überdachten Terrasse des Erdgeschosses. Wieder lag die Stadt so friedlich, ob die Mutter des Kleinen noch irgendwo dort draußen war? Ob sie ihn nicht doch vermißte? Nein, dann wäre er sicher nicht der prallen Sonne ausgesetzt gewesen und sie hätte wohl auch nicht riskiert, daß er in der kalten Nacht erfror! Wie man ein Kind, das man für fast ein ganzes Jahr ins sich hatte wachsen fühlen nur plötzlich so von sich stoßen konnte, blieb ihr wahrscheinlich für immer verschlossen. Sein sonderbares Aussehen hatte zwar auch sie anfänglich erschreckt, aber würde denn ein Dämon hilflos solche Verletzungen erleiden und ebenso schutzlos auskühlen, ohne sich selbst zu retten? Nein er würde entweder seine Kräfte nutzen, um sichere Gefilde zu erreichen oder seine düsteren Gefährten zu Hilfe rufen!
Das war schrecklich unlogisch und Isisnofrets Erklärung dafür, daß der Junge ein eigenwillig geratener Mensch war, nichts weiter!
 
Und was tat sie jetzt bloß hier? Wie lange würde der "Spuk", den eigentlich nur die anderen veranstalteten, denn dauern? Würden sie so weit gehen, sie GAR NICHT mehr zurück zu lassen? Sie erschrak, soweit hatte sie noch gar nicht gedacht!
Dabei vermißte sie Ramses jetzt schon wieder! Mit Schrecken erinnerte se sich an die Zeiten, wenn sie lange von ihm getrennt war. Wurden es Monate, hatte sie nicht einmal mehr Freude an eigentlich kurzweiligen Reisen. Und außerdem verband sie Theben nach wie vor mit vielen Erschütterungen ihrer Ehe: Hier hatte er Shejerade kennen und lieben gelernt, hier war Pianch geboren, hier war Nefertaris Reich... alles Einschnitte der Vergangenheit, die sich tief in sie gegraben hatten! Zur Not hatte ihr Mann ja noch andere Möglichkeiten, wenn er allein war, und was tat sie?  
Angestrengt überlegte sie aber ihr fiel nichts ein. Aber vielleicht käme ihr morgen ja eine Idee, sich von ihren unterschwelligen Ängsten, die sie gerade ganz unerwartet überfallen hatten, abzulenken, bis sie -hoffentlich- wieder zurückkehren durfte...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #550 - 11/19/06 um 20:23:52
 
Ramses hingegen versuchte, sich an diesem Abend die Einsamkeit von den Schönen des Palast vertreiben zu lassen...
 
Als er jedoch mitten in der Nacht in den Armen zweier thebanischer Kurtisanen erwachte, stellte er fest, daß zwar sein Leib ermattet war und Befriedigung gefunden hatte, sein rastloser Ka, der ihn immer wieder antrieb, jedoch keine Ruhe.
Er setzte sich auf und schob die Decke zurück.
Durch die plötzliche Kälte erwachte die eine und schmiegte sich von hinten an ihn.
"Mein Gebieter," raunte sie und begann, aufreizend über seine Schultern und seine Brust zu streichen. "Du schläfst ja gar nicht?"
Ramses wandte sich langsam um, versuchte die junge Frau im Halbdunkel erkennen zu können und drückte sie sanft in die Laken zurück.
Wenn sie schon wach war, dann könnte er sie auch nehmen...vielleicht fand er dann die Ruhe und Erquickung, die er so sehr begehrte...
Und während er leidenschaftlich über sie herfiel, wurde die zweite wach und forderte ihren Teil der Aufmerksamkeit von ihrem Herrn...
 
*******
 
In derselben Nacht erlag Merit-Amun ihrem Geliebten...
Es passierte ganz wie von selbst, als wäre es das Einfachste auf der Welt und das, wovor sie eine solche Angst gehabt hatte, das vollzog sich wie von allein...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #551 - 11/19/06 um 21:04:32
 
Amuneminet war schon wieder zeitig am nächsten Morgen in seinem Büro und verschaffte sich einen Überblick über die angemeldeten Frauen, die schon gestern, sofern sie die Botschaft noch erhalten hatten, Boten an den Palast mit ihrer Ankündigung geschickt hatten.
Natürlich waren das alles adleige Damen, die sich die Boten auch leisten konnten, er erwartete über den heutigen Tag verteilt dann noch die weniger Betuchten. Etwaiige, kürzlich iedergekommene Dienerinnen der Adelsdamen würden diese ja sicher mitbringen. Ihm war klar, daß eine Mutter, die etwas zu verbergen hatte, sich auch ein anderen Neugeborenes "ausleihen" konnte und daher hatte er auch versucht, ALLE Mütter anzusprechen. Ihm war ebenfalls bewußt, daß wahrscheinlich die ein oder andere nicht kommen konnte, weil sie vielleicht krank war. Aber vielleicht boten die Damen, die kamen, ja einen Hinweis, hatten etwas zu sagen, oder wenigstens lockere Zungen, aus denen man außer belangloser Plauderei noch ein Geheomnis herauslocken konnte!
Eine Schale Tee schlürfend wälzte er die Papyri und legte sich schon ein paar Fragen zurecht, die er den Frauen stellen würde.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #552 - 11/19/06 um 21:11:36
 
Ramses war an jenem Morgen übermüdet aufgewacht.
Er hatte kaum, aber tief geschlafen, aber der Schlaf hatte ihm nicht die nötige Erholung gebracht.
Nun schlich er wie ein Ach durch die Gänge, mit verquollenen, kleinen Augen, die auch Iryirys kunstvolles Make-up nicht hatte größer zaubern können.
Die allmorgendliche Huldigung der Würdenträger im Thronsaal rauschte an ihm vorbei und als diese endlich beendet war, ließ er Ameni zu sich rufen, um zu erfahren, wie er bei der Suche nach der Mutter des Findelkindes vorgehen wollte...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #553 - 11/19/06 um 21:44:10
 
Amuneminet berichtete Ramses gleich von seinem Vorgehen am gestrigen Nachmittag und auch davon, daß er am heuten Nachmittag dann mit seinen Mitarbeitern beginnen würde, die Frauen zu verhören. So viele konnten es ja nun nicht sein, die innerhalb der letzten fünf Tage in Theben ein Kind zur Welt gebracht hatten oder als Hebammen dabei assistiert hatten und er hoffte, mit den Gesprächen -die sich vorgeblich um das Gesuch um neue Ammen und Hebammen drehen würden- am nächsten Tag fertig zu sein.
"Keine Ahnung, wie viele das sein werden, ich nehme an, nicht mehr als zwanzig sein, geht man von der Erfahrung aus und profesionelle Hebammen gibt es zirka 30. Ich hoffe, daß mir eine ungewollt einen Hinweis auf die Mutter geben kann, wenn die hier nicht auftaucht, was ich erwarte."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #554 - 11/19/06 um 21:50:44
 
Ramses gähnte.  
"Wenn die überhaupt alle persönlich kommen," gab er seinem Freund zu bedenken. Amuneminet hatte nämlich nicht bedacht, daß die frischgebackenen Mütter 14 Tage in der Geburtslaube blieben, aber woher sollte Ameni das auch wissen?
"Bei Bes, bin ich k.o.," stöhnte er. "Ich bin mal gespannt, welches Ergebnis du mir präsentieren wirst. Je eher wir einen Beweis dafür haben, daß das Kind wirklich menschlich ist, um so besser..."
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