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10/16/18 um 16:03:53 News: Visit YaBB today Zwinkernd
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Die Stadt des Amun (Gelesen: 657542 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #525 - 11/19/06 um 09:37:19
 
"Böses zum Bösen?"
Ramses gab Amuneminet die Scherbe zurück. Die Handschrift darauf war klar und deutlich, der Text fehlerlos, was darauf schließen ließ, daß das Kind zumindest nicht aus einer Bauernfamilie stammen konnte. Die Eltern des Kleinen mussten schreiben können oder zumindest einen Helfer gehabt haben, der dies beherrschte, was den Kreis der Täter eindeutig einschränkte...möglicherweise kam sogar einer der im Palast tätigen Beamten als Vater des neugeborenen Jungen in Frage...
Jedenfalls gab Böses zum Bösen eindeutig Auskunft darüber, welcher Gesinnung die Eltern des Babys waren...sie waren wohl im Kreise der Verschwörer zu suchen...
 
Ramses befahl Tjay, Nefertari dazuzuholen.
Sie würde ihm möglicherweise Auskunft darüber geben können...
 
********
 
Baret hatte die Wachen am Tor, die sie partout nicht mitgehen lassen wollten, nach einer langen Debatte schließlich losgeschickt, sich in den umliegenden Dörfern und Weilern nach einer jungen Frau umzusehen, die willens war gegen eine großzügige Entlohnung als Amme für den kleinen Meri-su-anch einzuspringen.
Glücklicherweise brauchten die Gardisten nicht lange zu suchen: sie fanden eine Frau, die ihr Kind erst vor kurzem verloren hatte -die Kindersterblichkeit gerade unter den Armen und einfachen Leuten war sehr hoch- und als junges Mädchen an einer Augenerkrankungen gelitten hatte, die sie fast blind gemacht hatte. Sie konnte nur noch hell von dunkel unterscheiden und Schemen erkennen...
Nach einer ausführlichen Unterredung mit deren Gatten, der erst ein wenig mißtrauisch war, aber sich dann, nachdem er von dem Lohn hörte, den seine Frau heimbringen würde, mehr als kooperativ zeigte, wusch sich Iynofret -so war ihr Name-, zog sich ein sauberes Hemd an und kam mit...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #526 - 11/19/06 um 10:11:54
 
Nefertari legte sich noch den Faltenwurf ihres Wickelkleides zurecht, bevor sie zu ihrem Mann eilte.
Natürlich hatte sie schon vom Hören-Sagen mitbekommen, was da im Garten gefunden worden war und dass Isisnofret sich des Dämonenkindes, des Wechselbalgs, wie ihn die Dienerschaft nannte, angenommen hatte.
Das sah dieser gefühlsbetonten Frau ähnlich! Die erste GKG schwankte noch, ob sie diese Gefühlsreaktion für gut oder schlecht befinden sollte, eilte aber schon in den Garten, um zu besehen und zu hören, was ihr Mann zu sagen hatte.
 
*******
 
Amuni hatte sich an seinen Schreibtisch gesetzt, verrichtete seine alltäglchen Aufgaben und wartete gespannt, ob Tabaketamun sich um die Stelle bemühen würde.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #527 - 11/19/06 um 10:19:28
 
Da kann Amuni lange warten...
 
Ramses bat Nefertari, sich zu setzen, nachdem Tjay die Königin hineingeführt hatte, und berichtete ihr in kurzen, knappen Worten, was vorgefallen war, gab Amuneminet einen Wink, ihr ebenfalls die Scherbe mit dem Bannspruch zu reichen und erklärte ihr dann, zu welchen Schlüssen er aufgrunddessen gelangt war.
"Weißt du vielleicht von irgendeiner Familie, die dieser Tage ein Kind erwartet hat?" fragte er sie. "Ich bin der festen Überzeugung, daß die Eltern des Jungen zum aufständischen Adel gehören."
 
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #528 - 11/19/06 um 11:20:16
 
Aber Nefertari wußte leidr auch keinen Rat. "Nein", sagte sie kopfschüttelnd. "Nicht, dass ich wüßte. Aber vielleicht ist es ja auch gar nicht das Kind eines Adeligen, sondern gehört zur Dienerschaft und man hat es nur benutzt.
Ich weiß leider auch nicht weiter. Ach ja, heute abend treffe ich mich mit einigen unserer Freunde. Ich kann mich ja mal umhören!" bot sie an.
Vielleicht prahlte ja auch jemand damit, den Wechselbalg ausgesetzt zu haben?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #529 - 11/19/06 um 11:30:08
 
Ramses legte die Hand an die linke Schläfe und sah Nefertari ernst an.
"Ja," erwiderte er langgedehnt. "Tu das..."
Er gab Amuneminet einen Wink und der verstand und verschwand.
 
Als die Tür klappte, lehnte sich Ramses nach vorne, griff nach einer Binse, um damit herumzuspielen, und warf Nefertari einen durchdringenden Blick zu, bevor er auf Konfrontationskurs ging.
"Vielleicht wäre es sogar besser, glaubwürdiger, wenn wir nicht unter einem Dach wohnen würden," begann er ohne eine Miene zu verziehen. "Du bist doch schließlich nach Theben gefahren, um meine Gegenwart nicht mehr ertragen zu müssen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #530 - 11/19/06 um 12:15:35
 
"Wenn du das befiehlst, werde ich deinen Wunsch erfüllen", antwortete Nefertari und blickte zu Boden.
Er würde sowieso nicht verstehen, warum sie wirklich nach Theben gefahren war: Nicht, um ihn nicht immer vor ihren Augen zu haben, sondern um das Liebesglück, das Isisnofret mit ihm hatte, nicht immer hautnah miterleben zu müssen. Freilich hatte der Aufenthalt fern von ihm ihre Einstellung zu ihm auch verändert. Sie hatte sich damit abgefunden, dass ihr dieses Liebesglück, das Vertrauen in der Partnerschaft, versagt war und dass sie eben das Aushängeschild nach außen zu sein hatte: schön - auch wenn diese Schönheit langsam verschwand - wohlerzogen - was ihr auch nicht immer leicht fiel - und erhaben - aber eben nichts, mit dem der Mensch, der da vor ihr saß, und den sie auch kannte, etwas anfangen konnte. Vertrauen schenkte er ihr eben keins... ihre Beziehung war eine dienstliche Verpflichtung, und selbst wenn es manchmal anders erschienen war, hatte sich ihre Hoffnung immer wieder als trügerisch herausgestellt. Sie konnte das nicht ändern, sie  konnte ihn nicht ändern!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #531 - 11/19/06 um 12:20:27
 
Ramses stand auf und ging auf Nefertari zu, fasste sie beim Kinn, um sie dazu zu bringen, ihn anzusehen und schürzte die Lippen.
Ihre Ergebenheit machte ihn wütend, zumal er sowieso an diesem Tag in einer recht aggressiven Stimmung war: erst die leichte Migräne, dann diese Geschichte mit dem mysteriösen Kind, die offensichtliche Schlafmützigkeit der thebanischen Palastgarde, der Auszug Isisnofrets...ganz zu schweigen von dem drohenden Bürgerkrieg, den die Thebaner anzetteln wollten und dann DAS!
"Was wäre, wenn ich auf meinen Rechten bestehen würde?" fragte er und fuhr -er klang dabei fast, als würde er das Hofprotokoll rezitieren- mit neutralem Tonfall fort: "Siehe, hier bin ich, um mit dir das zu tun, was ein Ehemann mit seiner Ehefrau zu tun pflegt. Mach dich bereit und erfülle deine Pflicht! Was würdest du dann tun?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #532 - 11/19/06 um 12:47:08
 
"Dann müßte ich eben meine Pflicht erfüllen!" sprach sie im selben Tonfall. "Gibt es denn eine Ehefrau, die sich ihrem Mann widersetzt?"  
Er konnte sie nicht verstehen, weil er es schon gar nicht erst versuchte! Er hatte sie doch abgelehnt, als sie noch in Pi-Ramesse waren... er war doch sogar eingeklappt, als sie es das letzte Mal versucht hatten! Sie hatte damals versagt, weil sie ihm offenbar nicht das bieten konnte, was er wollte...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #533 - 11/19/06 um 12:54:25
 
DAS war die Antwort, die Ramses erwartet, aber nicht hatte hören wollen.
"Typisch," sagte er gleichzeitig verächtlich und enttäuscht klingend. "Die Antwort passt zu dir, Nefertari! Du würdest einfach mit mir ins Bett gehen, weil ich es dir befehle und nicht, weil du willst. Da kann ich mir ja ebenso gut eine Hure von der Straße holen...der Unterschied wäre verschwindend gering!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #534 - 11/19/06 um 13:15:26
 
Wie sollte sie auf solche Vorwürfe reagieren? Er war es doch gewesen, der sich von ihr abgewandt hatte, der ihre Liebe nie erwidert hatte! Wie konnte er da erwarten, dass sie sich anders verhielt? Sollte sie sich ihm verweigern? Dazu hatte sie kein Recht, auch wenn sie es vielleicht gerne getan hätte! Sie war eben seine Gemahlin, wenn auch eine, die er nie freiwillig genommen hätte. Sie hatte jahrelang versucht, ihn von ihren positiven Seiten zu überzeugen, aber jetzt hatte sie eben aufgesteckt. Er sah in ihr eben nur die kalte Statue, die wie ein Uschebti ihre Pflicht erfüllte! Und wenn er das so sehen wollte, konnte er das auch haben!
 
"Wenn du es so betrachten willst, dann ist es eben kein großer Unterschied!" flüsterte sie und versuchte, ihren Kopf aus seinen Händen zu befreien.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #535 - 11/19/06 um 13:23:08
 
Auch wenn die meisten Helfer Amuneminets von dem Fund im Park nun erst Recht eingeschüchtert waren, so ließ sich der Freund des Königs davon wenig verunsichern... er hatte schon so einiges durch, das mit Übersinnlichen Dingen zu tun hatte, die merkwürdige Reise in die Unterwelt, die lange Pilgerfahrt durch Ägypten mit Ramses und Ani gemeinsam... da waren ihm schon ganz andere Dinge untergekommen und was hier geschah, fand er nun, seit der Entdeckung im Park nicht mehr unheimlich, für ihn war das das Handwerk von Menschen, nicht von dunklen Dämonen, die gäben andere Zeichen von sich!
Und das gab ihm auch genug grundlage nachzuforschen. Die Tapfersten der Männer, die ihm unterstellt worden waren und die sich von ihrem Aberglauben nicht in die Irre führen ließen, nahm er mit sich und ließ gesiegelte Ausrufe in mehrfacher Kopie anfertigen. Auf jenen wurden ganz offen, alle kürzlich Mutter gewordenen Frauen dazu aufgefordert, an einem Stichtag -der morgen war- im Palast vorstellig zu werden, auch jene, die bedauerlicherweise ihre Kinder bei der Geburt verloren hatten. Zwar war es dann immer noch schwierig, auszulesen, aber es war ein Anfang. Als Erklärung für die Verfügung führte er allerdings die Suche nach neuen, potentiellen Ammen für das Königshaus an, was durchaus eher schmeichelhaft verstanden werden könnte!
 
Mit jenen Wischen, die an die Türen der besseren Häuser der Stadt gesteckt werden würden, zog er mit seinen Mannen nun los...
 
*************
 
Als der Wachmann mit Iynofret erschien, jauchzte Isisnofret fast begeistert und strahlte, daß so schnell jemand gefunden worden war.
Lieb begrüßte sie die Frau und erklärte ihr das nötigste: Daß Meri-su-anch seine Mutter leider verloren hätte und dringend Hilfe brauchte. Auf die Tränendrüse mußt sie gar nicht drücken, denn es war immer schon traurig genug, wenn ein Mutter das Kind verlor oder ein ein Kind die Mutter und da Iynofret genau jenes erlebt hatte, waren sie doch ein wunderbares Paar.
"Er wird dich trösten und du ihn, ich glaube, ihr paßt gut zusammen," denn sie beide hatten auch Einschränkungen, die sie zum Teil aus der Gesellschaft ausschlossen.
Und dann legte sie den Jungen einfach in ihre Arme.
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Liebe einen Menschen dann am stärksten, wenn er es am wenigsten verdient hat. Dann braucht er dich am meisten!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #536 - 11/19/06 um 13:26:11
 
Ramses ließ Nefertari los.
Es hatte keinen Sinn.  
"Verdreh' nicht die Tatsachen," entgegnete er bedauernd und seufzte resigniert. "DU willst es so!"
"Viel Glück heute abend," sagte er dann wieder in einem geschäftsmäßigen Ton und wandte sich zum Gehen...
 
********
 
Iynofret betastete das Baby vorsichtig, von dem sie nur die Umrisse und das weiße Hemdchen wahrnahm.
"Das ist ja noch ein ganz Kleines!" rief sie erschrocken aus und lächelte traurig. Ihr Kind war schon größer gewesen, als die Dämonen es vor wenigen Tagen geholt hatten und so ging sie nun ganz vorsichtig und zärtlich mit dem kleinen Kerl um. Als der mit einem Male zarte Hungerlaute ausstieß, merkte sie, wie ihre Brüste zu schmerzen begannen und so legte sie das Baby schnell an.
Dadurch, daß sie jetzt schon ein paar Tage nicht gestillt hatte, war der Milchfluß zurückgegangen, so daß jetzt genau die richtige Menge für das Neugeborene da war, das gleich schnaufend zu trinken anfing.
Mit ihren fast blinden Augen versuchte Iynofret trotzdem ihre Umgebung wahrzunehmen.
Sie bemerkte einige Gestalten, die ihr gegenübersaßen und -standen, sich bewegten.
Sollte sie jetzt hier wohnen? Oder dürfte sie abends nach Hause gehen? Sie musste sich doch noch um ihre anderen Kinder kümmern!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #537 - 11/19/06 um 13:34:09
 
"Was heißt hier ich will es so?" widersprach Nefertari ihm leise. "Ich habe es jahrelang versucht, Sesu! Aber du hast dein Herz eben einer anderen geschenkt!"
Sie seufzte jetzt genauso wie er. Sie und er, sie waren Gefangene des Schicksals, Leidensgenossen, aber eben keine Kameraden. Zumindest schien er das so sehen zu wollen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #538 - 11/19/06 um 13:43:29
 
"Wenn dir diese Sichtweise das Leben erträglicher macht," erwiderte Ramses ohne sich umzudrehen. "Dann glaub' doch, was du willst..."
Er öffnete die Türe und ging hinaus.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #539 - 11/19/06 um 13:57:36
 
Ja, diese Sichtweise machte ihr Leben erträglicher! Hatte er in Pi-Ramesse nicht bewiesen, dass er sie nicht liebte? Bewies er das nicht jettzt eben wieder? Er bemühte sich doch noch nicht einmal um sie!
Er schien sogar froh darüber zu sein, dass sie keine ehelichen Ansprüche mehr an sie stellte. Also wollte er es offensichtlich so!  
Sprechen konnte sie mit ihm aber auch nicht über ihre Gefühle, denn da er ihr diese ja offensichtlich absprach, machte ihn alles, was sie äußerte, wütend. Typisch! hatte er gesagt, und genau das war es, wogegen sie nicht mehr ankämpfen konnte: dass er in ihr ganzes Verhalten eine Stereotype hineininterpretierte!
Er hätte mit Sicherheit genauso reagiert, wenn sie gesagt hätte, dass sie sich ihm verweigern würde... es war doch egal, was sie tat und unternahm, er wollte sie so sehen, wie er sie eben sah.
 
Selbst enttäuscht über diese Erkenntnis wandte sie sich wieder der Arbeit zu.
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