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Die Stadt des Amun (Gelesen: 567364 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #270 - 11/06/06 um 14:21:10
 
Ramses hatte den glühendheißen Becher Karkadeh zwischen Zeigefinger und Daumen genommen, den Iryiry ihm eben serviert hatte, und schlürfte vorsichtig den Tee, um sich nur ja nicht zu verbrennen.
"Hmm," machte er unschlüssig, als er die Liste der Amunspriester durchging.  
Fünf mögliche Kandidten hatten die tatsächlich aufgestellt, darunter war auch der Name seines Schwiegervaters Chonsemwia.
Moment, hatte Nefertari nicht gesagt, daß auch ihre Mutter in die Verschwörung verwickelt war?
Ach, er fühlte sich fast wieder so wie damals in Kadesch, als er von den Feinden umzingelt ganz allein von seinen Truppen abgeschnitten sich auf dem Schlachtfeld wiedergefunden hatte...
Was wird man sagen, wenn dem Unglück widerfährt, der sich Deinem Willen beugt?
Tue Gutes dem, der Dir vertraut, dann wird man für dich mit liebendem Herzen handeln!
Ich rufe zu Dir, mein Vater Amun, da ich inmitten von feindlichen Scharen bin, die ich nicht kenne!

Würde Amun ihm auch dieses Mal beistehen, obwohl es gegen seine eigenen Diener ging, die in seinem Haus und seiner Stadt lebten, ihren Dienst verrichteten, ihm huldigten, ihm, dem König der Götter?
 
Ramses nippte wieder von seinem Tee und seufzte.
"Lassen wir sie antreten!" erklärte er Tjay. "Am Ende wird doch Wennefer gewinnen...was das angeht, so will ich morgen gleich mit Bakenchons sprechen!"  
Tjay nickte und machte sich Notizen.  
"Und die Bücher des Schatzhauses von Ipet-sut!"
Tjay sah verwundert auf.
"Nicht für mich," grinste sein Herr. "Die überbringst du Wennefer, damit der sich schon einmal ein Bild von der Lage dort machen kann..."
 
Einer der Schreiber Tjays klopfte an die Tür.
Vollkommen hofprotokollgemäß verkündete er, daß die GKG Isisnofret, sie lebe ewig, vor der Tür stünde.
"Ja, nun!" rief Ramses ungeduldig, dem diese lange Anmelderei furchtbar auf die Nerven ging. "Dann laß sie nicht warten!"
Genervt schüttelte er den Kopf und begann damit, eine Akte nach der anderen zusammenzurollen, die Tjay im Akkord wegräumte...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #271 - 11/06/06 um 15:21:38
 
"Stör ich dich," fragte Isisnofret vorsichtig, den Kopf zur Tür hereingestreckt.  
Sie fühlte sich schrecklich faul und nutzlos, obwohl sie gerade mal einen Tag hier waren und sie auch in Pi immer mal einen Tag Pause eingelegt hatte. Aber da hatte sie eben eine große Aufgabe gehabt, der sie hatte nachgehen müssen und sich eigentlich auch ziemlich gern um die hausinternen Angelegenheiten kümmerte, sie war für diesen riesigen Organismus von Angestellten, Verwaltern, Dienstboten und was sonst noch dazu gehörte verantwortlich gewesen, das hatte ihr eine Daseinsberechtigung verschafft, die sie brauchte, um sich nützlich zu fühlen. Früher war sie auch nur Ehefrau und Mutter gewesen, war damit zurecht gekommen, wenn sie auch im Stillen wehmütig auf einer Aufgabe gehofft hatte, jetzt aber hatte sie sich inzwischen zu sehr daran gewöhnt, mehr als das zu sein!
 
"Ich gehe auch wieder, wenn du noch zu beschäftigt bist," sagte sie leise und preßte einen kleinen Moment die Lippen aufeinander.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #272 - 11/06/06 um 15:32:58
 
"Wir räumen nur auf, Liebste," sagte Ramses und winkte Isisnofret mit einer Papyrusrolle herein, reichte diese dann an Tjay weiter, der immer zwischen dem Schreibtisch und dem Regal mit den Akten hin- und hersprang.
"Es ist gut, daß du kommst," sagte er dann ernst, entließ seinen Sekretär endlich in den Feierabend und ging auf Isisnofret zu. "Ich wollte dich heute sowieso noch sprechen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #273 - 11/06/06 um 16:04:23
 
Isisnofret erkannte an Ramses' Tonfall und der Art, wie er das sagte, daß irgend etwas vorgefallen sein mußte. Dementsprechend besorgt sah sie drein und trat nun völlig ein, um Tiay durchzulassen und ihrem Mann ebenfalls entgegenzugehen.
"Ist irgendetwas? Hat es mit deinen besonderen Freunden zu tun?" Sie dachte sofort an die Geschichte um die Dienstähle in Pi-Ramesse! Ramses hatte diesbezüglich ja Kontakt zu seinen Brüdern im Sethorden aufnehmen wollen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #274 - 11/06/06 um 16:14:02
 
"Nein!" Ramses schüttelte den Kopf. Da hatte ihn Isisnofret auf eine Idee gebracht: die Sethbrüder konnte er kontaktieren!
Er nahm ihre Hände in seine großen Pranken und zog sie an seine Brust.
"Hier ist es nicht so friedlich wie es scheint," begann er ohne Umschweife und erklärte ihr in wenigen Worten, was er von Nefertari gehört hatte. "Es kann sein, daß irgendwann die Stunde kommt, wo ich dir sage, daß du und die Kinder Theben auf der Stelle verlassen müsst und ich will mich darauf verlassen können, daß du dann auch auf direktem Wege nach Hause zurückkehrst...vielleicht kommt es aber auch gar nicht so weit, vielleicht lässt sich die Situation auch ohen irgendwelche Kriegshandlungen bereinigen..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #275 - 11/06/06 um 16:27:15
 
Isisnofret sah vollkommen entsetzt aus! Nahm dieses Hin und Her zwischen den beiden Ländern denn kein Ende?? Einmal brodelte es hier, dann wieder dort!
Allein schon, daß Ramses ansprach, daß sie unter Umständen flüchten sollte und das Wort "Kriegshandlungen" verschafften ihr eine unangenehme Gänsehaut.
"Aber ich will nicht weg von dir, wenn... aber Sesu," widersprach sie aufbegehrend, doch in wenigen Gedankengängen erkannte sie, daß bei irgend einer Gefahr die Kinder auf keinen Fall hier bleiben konnten und sie konnte zumindest Nubemiunu nicht allein lassen und Issi, Mere und Chaj nur äußerst ungern! Dann müßte sie mitgehen! Unwillig und mit knirschenden Zähnen nickte sie.  
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #276 - 11/06/06 um 19:45:14
 
"Gut," sagte Ramses und hob zärtlich Isisnofrets Kinn an, um sie zu küssen. "Hab' keine Angst, Geliebte, die Situation muß ja nicht eskalieren. Ich möchte nur, falls es brenzlig wird, dich in Sicherheit wissen, ja? Das Alltagsleben wird bis dahin davon unberührt bleiben, du solltest auch niemandem davon berichten, damit sich keiner umsonst ängstigt. Zur Zeit gibt es nicht, wovor man sich fürchten braucht!"
Er versuchte, vertrauenserweckend und zuversichtlich zu klingen.
Bis zur Wahl des ersten Gottesdieners war noch Zeit und vorher würden die Thebaner bestimmt nicht zuschlagen, wenn sie überhaupt zuschlügen...
 
"Laß uns einen schönen Abend feiern," schlug er vor.
Es war wirklich schon spät geworden und die Kinder lagen schon längst im tiefsten Schlummer...
Es herrschte eine wohlige Wärme in des Königs Gemächern und Iryiry hatte wieder ein paar Kyphi in die Feuerschalen gelegt, die ihren Wohlgeruch verströmten.
Er kredenzte einen schweren, süßen Wein und kleine, mit Gemüse und Fleisch gefüllte Teigtaschen, fragte, ob sein Herr noch etwas benötigte und erhielt die Erlaubnis, sich zurückziehen zu dürfen.
Der Wein stieg schnell zu Kopf und seine berauschende Wirkung entfaltete sich so rasch aufgrund der Wärme in den Zimmern, daß Ramses und Isisnofret bald die Sorgen des fast schon hinter ihnen liegenden Tages vergessen hatten. Sie liebten sich unbeschwert und schliefen sich aneinander festhaltend unmittelbar danach ein...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #277 - 11/06/06 um 20:30:07
 
Als sie am nächsten Morgen aufwachte, machte sich Tawabet wirklich große Sorgen. War ihr letzter Brief wirklich so harsch gewesen? Freilich, sie war etwas sauer gewesen, aber sie hatte geglaubt, dass sie sich doch zurückgehalten hatte!
Widerwillig richtete sie das Frühstück an. Als Hori und Padi erschienen und vorsichtig nach ihrem Stiefvater fragten, wich sie der Frage aus. Was sollte sie auch sagen? Dass Ameni sie offensichtlich verlassen hatte?
 
**********
 
Nefertaris Morgen begann wie jeden Tag sehr früh. Die Königin ließ sich wecken, baden und ankleiden und begab sich dann zum Frühstück.  
Währenddessen ließ sie sich von Ka-nefer-nefer die heutige Tagesordung vortragen.
Danach sah sie als erstes nach ihren Kindern.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #278 - 11/06/06 um 20:38:40
 
Meri-Atum saß auf einem Teppich in mitten seiner Soldatenfiguren.
Ein Ägypter und ein Nubier lieferten sich gerade einen erbitterten Zweikampf, wobei der Nubier unzählig viele Pfeile auf den Ägypter abschoss.
 "Pschschssssssss," machte Meri-Atum, um das Sirren der Bogensehne zu imitieren, aber der Ägypter konnte einiges wegstecken...
 
Nubherhesbed stand mit wackeligen Füßchen auf dem Boden vor der vor ihr knienden Naunachte und klammerte sich an deren Schultern fest.
Sie ging ein wenig in die Knie und federte leicht.
"Mama!" rief sie begeistert, als sie Nefertaris ansichtig wurde und gleich ergoß sich ein Schwall unverständliches, aber fröhliches Geplapper über die Mutter des kleinen Mädchens, das sich energisch den Ankleideversuchen der Kinderfrau widersetzte: "Neineineinein!"
Der kleine Nacktfrosch hopste nur mit Windel und Söckchen durch die Gegend und bog immer den Kopf weg, wenn Naunachte ihr ein warmes Hemdchen überziehen wollte...die Arme war schon ganz verzweifelt!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #279 - 11/06/06 um 20:47:23
 
"Du wirst das jetzt anziehen, Prinzesschen!" sagte Nefertari streng zu ihrer jüngsten Tochter. "Es ist kalt, du wirst dir noch den Tod holen!" Mochten die Götter solches verhindern!
Sie nahm Naunachte das Hemdchen aus der Hand."Komm, wenn du das anziehst, gehen wir zu deinem Papa!"
 
*********
 
Zu seinem Papa, das wollte auch Amunherchepeschef, der einiges über den Empfang der Meschwesch wissen wollte. Schließlich war Außenpolitik ja in gewissem Sinne sein Lieblingsmetier.
Außerdem war da noch die Sache mit seiner neuen Eheschließung, die es zu planen und zu erledigen galt. Amuni wollte lieber in die Initiative gehen als abzuwarten, bis Ramses ihn wieder vor vollendete Tatsachen stellte.
 
*******
 
"Mama, wenn du nicht gehst, gehen wir zu ihm!" drohten Hori und Padi gemeinsam. "So geht das nämlich nicht! Er hat uns adoptiert, er muß sich um uns kümmern!"  
Mit diesen Worten zogen sich die beiden Kinder ihren Überwurf über und machten sich auf den Weg zum Palast. Irgendwo mußte Ameni ja sein!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #280 - 11/06/06 um 20:55:20
 
Nubherhesbed sah ihre Mutter mit großen Augen an.
"Papapapapap?" wiederholte sie fragend.  
Darunter konnte sie sich überhaupt nichts vorstellen...
 
*****
 
Der Herr Papa der ganzen Kinderschar war widerwillig aus den Armen der noch selig schlummernden Isisnofret gekrochen, der wohl der Wein sehr zugesetzt hatte, da sie heute sogar Iryirys Morgengesang nicht zu stören schien...
Die üblichen Reinigungsriten rauschten an ihm vorbei -auch er litt noch ein wenig unter den Nachwirkungen des süffigen Tröpfchens von gestern abend- und setzte sich, nachdem er fertig angekleidet war, an den Frühstückstisch, hieß Iryiry, die Türe zu seinem Schlafzimmer zu schließen, damit Isisnofret noch ungestört ausschlafen konnte und tunkte eine Feige in den Emmerbrei...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #281 - 11/06/06 um 21:00:29
 
"Das wirst du dann schon sehen!" antwortet Nefertari ihrer Tochter und zog der widerspenstigen Kleinen schnell das Hemdchen über den Kopf. "Mal sehen, ob der schon wach ist."
Das ganze dauerte natürlich eine ganze Weile, so dass Nefertari es vorzog, Ramses gleich in seinem Arbeitszimmer aufzusuchen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #282 - 11/06/06 um 21:26:44
 
"Verfluch noch eins," ärgerte sich Amuneminet in seinem thebanischen, kleinen Büro über die Unmöglichkeit, die Delegation der Meschwesch sicher in Theben unterzubringen. Was war hier schon sicher?? Er erinnerte sich da an so einige Vorfälle, bei denen sogar die Medjai, die ihm einst unterstanden hatten, fatale Fehler und Unachtsamkeiten an den Tag gelegt hatten, so daß am thebanischen Hof der ein oder andere Verbrecher ein und ausgegangen war. Mit Ramses hatte Ameni damals nicht nur einen Aufeinanderpraller deswegen gehabt!
 
Wenn er die vermaledeiten libyschen Buschräuber irgendwo am Stadtrand in der Wüste ihre Lager aufschlagen ließ, würden die Einwohner doch protestieren. Klar, da gab es auch noch so etwas wie den "Willen des guten Gottes" und die absolute Autoritätshörigkeit diesem gegenüber, das hieß, würde man den Thebanern erklären, daß der Herr der Herrn selbst es so angeordnet hatte, würden sie kaum dagegen widersprechen können. Aber Ameni ging es auch darum, daß man die Kerle in ihrem Element schlecht kontrollieren konnte, sie kannten die Wüste wie kaum ein anderer und auch wenn sie angeblich so eine Art Diplomaten sein sollten: Strauchdiebe waren sie für ihn trotzdem!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #283 - 11/06/06 um 21:34:03
 
Während ihr Stiefvater über die Umstände der Sicherheit nachdachte, schlichen Hori und Padi an den pennenden Wachen vorbei in den Palast. Es war zwar nicht so, dass sie dort keinen Zugang gehabt hätten, aber so war es doch gleich viel lustiger!
"Psst, sei leise, Hori!" flüsterte Padi seinem Bruder zu. "Nicht, dass die noch aufwachen!"  
Er zog seinen Bruder am Ärmel um die Ecke zu den Arbeitsräumen. Sie konnten sich doch noch gut erinnern, wo Amenis Büro war.  
Dort saß - o Wunder - nicht mal ein Schreiber im Vorzimmer. Hori und Padi schlichen auf leisen Sohlen bis zur Eingangstür und öffneten sie knarzend.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #284 - 11/06/06 um 22:07:36
 
Da hob Amuneminet den Kopf, der angestrengt und mit zusammengezogenen Augenbrauen auf die Karte von Theben starrte und überlegte.
Er hatte wohl gehört, daß die Tür sich gelöffnete hatte, sah es jetzt auch, aber konnte keine Person entdecken.
"Was gibt es denn," fragte er etwas unwirsch den Unbekannten, der ihn, ohne zu klopfen, störte.
 
*************
 
Isisnofret schlief tatsächlich immer noch tief und fest, offenbar endlich einmal erschöpft genug, länger als bis zum Sonnenaufgang die Augen geschlossen zu halten und den Ka ruhen zu lassen! Ob es am Wein lag, oder an etwas anderes, war nicht ganz klar, aber vielleicht war dem ja so! Sie war den Wein des Nordens gewohnt, der spritzig und leicht war und nicht sehr stark. Der oberägyptische war ganz anders, schwerer und -wie sagten die Winzer?- temperamentvoll! So war auch die Nacht von statten gegangen und alles zusammen hatte sie wohl der Länge nach gefällt wie eine Weide...
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« Zuletzt geändert: 11/07/06 um 14:29:05 von Seleuce »  

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