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Die Stadt des Amun (Gelesen: 669466 mal)
Seleuce
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2070 - 01/30/07 um 14:02:50
 
Die Kunde, daß der Stallmeister von Theben seines Postens enthoben worden war, verbreitete sich schnell unter den Pflegern und Stallburschen. Und kaum einer war traurig darum, denn der Mann, der ihrer aller Weiser gewesen war, hatte ohnehin wenig Liebe für Pferde übrig gehabt, war eher an dem hohen, gut entlohnten Posten interessiert gewesen. Zudem hatte seine unangebrachte Übervorsicht dazu geführt, daß viele der Pferde der königlichen Ställe aus übertriebener Schonung heraus eher unter- als überfordert gewesen waren, was sie gelangweilt, bockig und schwer umgänglich hatte werden lassen, weil ihnen Bewegung und Abwechslung gefehlt hatte...
Aber zum Glück war der Mann nun nicht mehr da, jetzt würde alles besser...
 
************
 
Während dessen man auf Chnumemhab wartete, lief Amuneminet auf seinen Stock gestützt -denn sein Bein schmerzte nach knapp zwei Monaten, die der Unfall her war, noch immer beim Auftreten und die Muskulatur war schlaff- im Salon auf und ab und machte sich Gedanken. Wer würde es wagen, den König ausgerechnet an dieser Stelle so infam zu bestehlen?  
Das war ein Sakrileg, das stand fest und dementsprechend ernst nahm er den Fall auch!  
Unablässig drehte er eine Runde nach der anderen und grübelte! Sollte er sich bei den Arbeitern, die die ehrenhafte Aufgabe hatten, das Millionenjahrehaus des Herrschers erstehen zu lassen, so getäuscht haben? Er hatte doch jeden Mann selbst ausgewählt und jeden Hintergrund einzeln beleuchtet... war doch ein gottloser Dieb unter ihnen?
 
************
 
"Daß du aber, wo du noch nicht wieder ganz der Alte bist, auch ausgerechnet dieses Pferd nehmen mu... ach, lassen wir das lieber," winkte Isisnofret schließlich ab, nachdem sie eine Weile einfach schweigend neben ihrem Mann gesessen hatte. Es war ja ohne Verletzungen ausgegangen, so war sie es zufrieden. Kapriolen dieser Art war sie von ihrem Mann reichlich gewohnt...
"Sag mir lieber, wie es dir geht!" Dabei drückte sie Ramses' Hand ein wenig fester und küßte ihm schließlich auf den Handrücken. "Siehst du ein wenig klarer?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2071 - 01/30/07 um 16:52:02
 
In dem Moment klopfte es auch an der Tür und Iryiry, der von Sunensu begleitet wurde, brachten das Mittagessen herein.  
Während Sunensu das Tablett hielt, stellte Iryiry -sorgsam darauf bedacht, daß das Geschirr nicht klirrte- die Schalen auf den Tisch. Heute gab es zarten Lammbraten, Kichererbsenbrei, Sellerie- und Lattichsalat.
Dazu reichte Iryiry dem König ein Körbchen mit Weißbrot, damit er sich bediente.
Ramses nahm von dem Brot, kostete ein Stück von dem Braten, aber das Fleisch, obwohl es auf der Zunge zerfiel, lag ihm wie ein Stein im Magen. Er war feste Nahrung einfach nicht mehr gewöhnt und so hielt er sich lieber an das cremige Hommus und den frischen Lattich.
 
"Ich weiß nicht," antwortete er schließlich auf Isisnofrets Frage. "Es fällt mir schwer, meine Erinnerungen..." Er zauderte kurz und fügte dann hinzu: "Oder das, was ich für meine Erinnerungen halte, mit dem, was Amuni und du mir erzählt habt, in Einklang zu bringen. Amuni sagt, er hätte den Kastier (Kaka? *GG*) in den Sümpfen gefangen und ich war..." Wieder korrigierte er sich. "Ich glaube, daß ich in den Sümpfen war...nein, eigentlich bin ich der festen Überzeugung, daß ich es war...die Erinnerung daran ist so deutlich und ich...ach...," winkte er ab und machte ein verbittertes Gesicht. "Das ist alles andere als klar, weißt du..."
Geistesabwesend starrte er schließlich in die Schüssel mit dem Hommus und schwieg einen Moment, bevor er Isisnofret ansah: "Warum bist du nicht mehr zur Sykomore gekommen?"
 
*********
 
Unter den ganzen Knechten und Burschen gab es natürlich schon die wildesten Spekulationen, wer der nächste Stallmeister werden würde. Oft wurde so ein hohes Amt ja vom Vater auf den Sohn vererbt und so war auch der letzte Stallmeister an seinen Posten gekommen, obwohl er mehr als ungeeignet dafür gewesen war.
Da bekannt war, daß seine Majestät, der König mit Vorliebe Männer seines Vertrauens -d.h. persönliche Freunde und langjährige Bekannte- mit wichtigen Aufgaben betraute und beförderte, war man sicher, daß der nächste Stallmeister aus der näheren Entourage des Pharaos stammen müsste.
 
"Wer sollte das denn sein?" wieherte einer der älteren Knechte. "Das oberste Kammerherrlein etwa, dieser Iryiry? Der geht doch nur stiften, wenn man ihm einen Pferdeapfel unter die Nase hält!"
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2072 - 01/30/07 um 17:46:51
 
Isisnofret verschluckte sich bei dieser Frage und ließ das Stück Fladenbrot sinken, das sie gerade mit etwas Kichererbsenbrei in den Mund schieben wollte.
Keuchend drückte sie sich ihre Serviette vor den Mund und trank, als der Husten nachließ, einen ganzen Becher Wasser leer, um den unangenehmen Reiz in der Kehle loszuwerden.
Mit rotem Gesicht sah sie Ramses an... grübelnd und verunsichert, fast ein wenig beängstigt.  
War das ein Zufall? Sie hatte ein paar seichte, schwer zu fassende Erinnerungen... eher Trugbilder, nichts, was sie klar benennen könnte... aber ein Baum kam darin auch vor... eine Sykomore vielleicht... glaubte sie...  
"Wie bitte," entfuhr ihr flüsternd. "Was meinst du damit, erklär es mir! Welche Sykomore? Ich war nirgendwo, Sesu!" Diese Frage war so... so... direkt gewesen, als ob es um ein verpaßtes Essen ginge...
 
*************
 
"Ach, der steht ja gar nicht zur Debatte, das Bürschchen kann doch ein Maultier nicht von einem Elefanten unterscheiden! Ich denke, das wird wohl jemand aus dem Kreise vom königlichen Kedjen Menena werden," vermutete einer der anderen Pfleger über seinem gefüllten Mittagsfladen. Obwohl, der Kedjen des Königs war ja vor einiger Zeit in Ungnade gefallen, wie man so hörte...
"DER? Der ist in Pi-Ramesse, neenee, mein Lieber, das wird ein Hiesiger werden! Vielleicht aus der Familie des Amuneminet, oder so! Oder aus den Offiziersfamilien der Streitwagentruppen!"
Ein paar nickten, andere schüttelten die Köpfe, es war wirklich schwierig, zu raten.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2073 - 01/30/07 um 19:05:13
 
Da diese Sykomore zu den wenigen Bilder gehörte, die Ramses fassen konnte, so daß er sie für eine seiner realen Erinnerungen hielt, nickte er bestätigend.
"Doch!" beharrte er. "Die Sykomore auf der Wiese...in der Nähe floß ein kleiner Bach vorbei...wir beide waren DORT!"
Er stieß ein leises, verzweifeltes Stöhnen aus.  
"Ich war so allein," murmelte er nachdenklich. "Es war so dunkel..." Vage konnte er sich daran...nun ja...erinnern, was er gefühlt hatte, ein schwaches Echo seiner Empfindungen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2074 - 01/30/07 um 19:18:48
 
Isisnofret runzelte mehr und mehr die Stirn und näherte sich mit dem Oberkörper langsam ihrem Mann, ohne zu merken, daß sie sich weiter und weiter nach vorn lehnte.
Dann wühlte sie in ihren schleierhaften Visionen umher und legte Zeige- und Mittelfinger an die rechte Schläfe, rieb dort entlang.
"Aber Sesu, ich habe Ascheru nicht verlassen... das heißt, einmal, doch, da war ich im Hathortempel, um für dich zu beten. Aber..." sie brach ab und sah ihn wieder an, überlegte wieder. Sie schüttelte den Kopf, es war unmöglich, worauf das hinwies...
"Es gibt da einen Zeitraum, der liegt schon ein wenig zurück, 2-3 Dekaden etwa. An den kann ich mich aus irgendwelchen Gründen auch nicht mehr erinnern... nur ein paar wirre Bilder sehe ich und..."
Aber Ramses hatte doch bewußtlos darnieder gelegen, sie konnte sich mit ihm nicht an irgend einem Baum getroffen haben. Und wieso sollten sie sich überhaupt auswärts treffen, wenn sie doch beide im selben Haus gewesen waren?  
Es war denn, daß sich nur ihre... Herzen... ihre Bas...
"Ich bin durcheinander," gestand sie und senkte den Kopf.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2075 - 01/30/07 um 19:27:30
 
Ramses lachte kurz auf.
So seltsam das auch war, irgendwie hatte das Alles ja auch eine komische Seite!
"Dann sind wir ja schon zwei," stellte er amüsiert fest und für einen Moment  erschien das altbekannte schelmische Funkeln in seinen Augen.
"Ich sollte wirklich nicht mehr darüber nachdenken," meinte er. "Damit stifte ich nur noch mehr Verwirrung...vielleicht war es ja nur ein Traum!"
Aber für einen Traum war dieses Erlebnis viel zu klar, zu eindeutig, als hätte es wirklich stattgefunden!
"Ein schöner Traum," setzte er hinzu und legte seine Fingerspitzen unter Isisnofrets Kinn. "Vielleicht wollte ich deshalb nicht aufwachen?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2076 - 01/30/07 um 19:51:14
 
Na sowas? Isisnofret runzelte wieder die Stirn und schmunzelte.
Ihr Mann war noch ein Stück entfernt davon, wieder der Mann zu sein, wie sie ihn kannte. Sein rotes Auge, auch wenn sie jenes an ihm nicht zum ersten Mal gesehen hatte, gab seinem ganzen Zustand symbolisch etwas Zerbrechliches, das irritierend an ihm wirkte, weil er normalerweise der Große, Starke, Unzerstörbare war, nicht unverletzbar aber unvernichtbar, so schien er zumeist.  
Nur im Moment vermittelte er einen gegenteiligen Eindruck...
Aber sein Charme, der war schon wieder aufgetaucht... und seltsam: Wenn sie jenen für eine Weile entbehrt hatte, reagierte sie jedes Mal wieder ein wenig verlegen, kam er ihr unter.
Sie schlug die Wimpern nieder und dann wieder auf.
"Das kann schon sein... ohne Ka ist man ja außer Kontrolle und das Herz ohne vernünftige Führung. Der Ba ist bekanntlich allgemein sehr eigensinnig und DEINER wahrscheinlich UNMÖGLICH," kicherte sie.  
Sie schwieg einen Augenblick und sah ihn nur an. Ihr Lächeln schwand von Wimpernschlag zu Wimpernschlag mehr und wich einem fast träumerischen Ausdruck.
"Eine Sykomore und ein Bächlein, das hört sich schön an," sagte sie schlicht und fast flüsternd. "Dann gibt es wenigstens ein paar schöne Erinnerungen in all dem Chaos der Bilder und Geschehnisse. Lass uns doch einfach träumen, daß wir uns getroffen haben, das ist romantisch..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2077 - 01/30/07 um 19:59:53
 
"Wenn das aber noch nur wieder ein Trugbild...ach was... ich wollte doch nicht mehr deswegen grübeln!"
Ramses lächelte leicht und verzog gleich darauf schmerzhaft den Mund. "Ich sollte wirklich damit aufhören..."
Da nahm er seine Finger von Isisnofrets Kinn und strich ihr sacht über's Haar.
"Vielleicht finden wir diese Sykomore ja irgendwann," wisperte er im selben Tonfall wie sie zurück und lehnte seinen Kopf an ihren.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2078 - 01/30/07 um 20:17:18
 
Isisnofret nickte mit einem entrückten Lächeln, wobei sie ihren Blick nicht von Ramses' trennte.
Unvermittelt schoß plötzlich die unendliche Freude darüber, daß sie alle ihn mehr oder weniger wieder hatten, durch ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt zugleich und ihre Augen wurden darüber gläsern, aber zu weinen begann sie nicht. Ihm zu sagen, wie glücklich sie war, wieder mit ihm sprechen zu können, war wahrscheinlich überflüssig, das wußte er auch so. Und bevor sie jetzt ZU sentimental wurde, bremste sie die Empfindungen, die sie bestürmten, hauchte ihm aus dem nichts heraus einen unendlich langen Kuß auf die Lippen und schnappte sich ihr Fladenbrot, um zu Ende zu essen.
"Wieso haben wir nur keinen Steinmetz beauftragt, ein Ebenbild von dir anzufertigen und genauere Maße von deinen Zügen zu nehmen, während du geschlummert hast? Sowas dummes, da hast du wenigstens lange genug still gehalten," scherzte sie, um wieder eine heiterere Stimmung zu erzeugen.  
"Jetzt ist es zu spät!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2079 - 01/30/07 um 20:33:41
 
"Aber nicht doch!" gab Ramses scherzend zurück. "Das passt doch gar nicht in das Dekorationsprogramm eines Gotteshauses...und ein so schlafmützger Herrscher stört bestimmt nur das ägyptische Weltbild!"
Er probierte noch ein Stück von dem Fleisch, ließ es aber dann doch liegen.
 
Die Wirkung des Mohnsaftes hielt glücklicherweise immer noch an, allerdings betäubte er den Kopfschmerz nur...das seltsam wolkige Gefühl in Ramses' Kopf blieb, ein dumpfes Bohren, das zusätzlich zu dem durch das lange Liegen instabilen Kreislauf dazu führte, daß er sich müde und schlapp fühlte.
Also schlug er Isisnofret vor, sich zusammen ein Ründchen hinzulegen.
 
Allerdings knurrte Ramses ungehalten, als er sich auf dem Bett ausstreckte: es war der Körpergröße eines Durchschnittsägypters angepasst und mindestens zwei Handbreit zu kurz für ihn!
Als er sich lang machte, stieß er deshalb krachend gegen das Fußteil...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2080 - 01/30/07 um 20:49:30
 
Isisnofret kicherte bedauernd und trotzdem von der Situation belustigt.
"Mein armer Liebling," nuschelte sie und bot ihm an, sich doch diagonal hinzulegen, sie war klein genug, immer noch Platz zu finden.
"Oder wir müssen das Projekt doch einmal angehen, dich zu schrumpfen, wie ich es schon vor Jahren vorgeschlagen hatte. Dann müßte ich mich auch nicht mehr so strecken, wenn ich dir die Ohren langziehe und du müßtest dich nicht dauernd bücken, um mir rechtmäßig Anbetung entgegenzubringen," begann sie nun zu albern.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2081 - 01/30/07 um 21:01:08
 
"Dann müssten wir aber meine ganze Kleidung kürzen," gab Ramses mit ernsthafter Miene zu bedenken. "Ich weiß nicht, ob ich es verantworten kann, das Schatzhaus so zu belasten! Und...," sagte er und hob den Zeigefinger. "In Anbetung beugt man sowieso die Knie!"
Nun lag sie aber auf derselben Höhe wie er und von daher brauchte er sich überhaupt nicht anzustrengen, um an Isisnofret heranzukommen.
Er zog sie dichter an sich und küsste sie sanft auf ihre warmen, weichen Lippen; bald schon wurden seine Küsse wurden hingebungsvoller und zärtlicher...und das Bohren in seiner Schläfe ließ langsam nach...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2082 - 01/30/07 um 21:10:11
 
Endlich war Chnumemheb da.
Der blinde Türsteher führte ihn herein. Der Mann begrüßte den Kronprinzen, seinen Vorgesetzten und dessen Frau gebührend und wollte dann wissen, was es so dringendes gäbe, dass man ihn herbestellt hatte.
Amuni sah Ameni erwartungsvoll an: würde er selbst erklären, um was es ging?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2083 - 01/30/07 um 21:19:33
 
Isisnofret wurde es ganz flau zu Mute... das hatte sie lange nicht mehr gespürt, dieses Kribbeln im ganzen Körper, wenn Ramses sie so küßte!
Und es wurde mehr und mehr und sie hatte immer mehr Mühe, genüend Luft zu bekommen, wenn sie nicht bald anfangen würde, ihre Atemfrequenz etwas zu steigern!
Aufseufzend und fast überrascht dabei dreinschauend setzte sie nach einem besonders aufreibenden Kuss ab.
"Wir sollten vernünftig sein, du hast dich schon sehr angestrengt heute," sagte sie, sich ein paar mal räuspernd und ihre Beherrschung suchend. Und das stimmte! Der wilde Ausritt, das Bad im See, dann seine Wut vorhin... sie wollte nicht, daß er sich überanstrengte!
"Ich hab dich so vermißt, obwohl du die ganze Zeit um mich warst, das hier ist viel zu verführerisch!"
 
***************
 
Das tat Amuneminet in der Tat und zwar reichlich entrüstet und verblüfft, denn mit seinen Autoritätsgebieten pflegte er ausgesprochen korrekt und ernsthaft umzugehen.
Er erklärte Chnumemhab, was er eben von Amunherchepechef erfahren hatte und fragte ihn, ob er von diesen Vorfällen bereits auf irgend eine Art Kenntnis hätte. Die Menge an Wein, die fehlte, was zudem nicht als gering zu erachten, das ganze war keine Lapalie... zumindest nicht für ihn, der die Oberaufsicht führte!
"Es gibt nur drei Personen, die zu den Lagern ungehindert und weisungsfrei Zugang haben: Sas bist du, der Aufseher des Schatzhauses des Millionenjahrehauses unseres Königs, er lebe, sei heil und gesund, dein direkter Untergebener und ich..." erklärte er mit offenem Ende und sah grübelnd und mit hochgezogenen Augenbrauen zu. "Wie kann sich jemand also Zugang verschaffen und stehlen? Das ist mir ein Rätsel!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2084 - 01/30/07 um 21:31:57
 
"Das ist ganz harmlos!" behauptete Ramses und wühlte sich mit seinem Kopf an Isisnofrets Schulter zurecht. "Und gegen die Krankheit der Hälfte des Kopfes hilft's auch!"
Und schwupps, schnappte er nach ihrem Hals, der genau und sehr verführerisch vor seiner Nase lag, und liebkoste ihn mit seinen Lippen.
Hatten sie das nicht auch getan, als sie in der Sykomore gesessen hatten?
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