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Die Stadt des Amun (Gelesen: 598205 mal)
Seleuce
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #195 - 10/30/06 um 22:17:25
 
Pure Erleichterung über diese Erklärung seiner Tochter machte sich auf Chonsemwias Gesicht breit und er lächelte das Lächeln eines alten Mannes, der hin und hergerissen war. Sich Merit anzuvertrauen, war schließlich keine alltägliche Sache für ihn.
"Sie wird aber natürlich nicht nachgeben, wie du und ich uns denken können! Und sie versteht es so wunderbar, daß das dann alles letzten Endes auf mich zurück fällt, weißt du... ich weiß manchmal einfach nicht mehr weiter mit ihr, sie ist so... wie soll ich nur sagen? Zerfressen von dem Gedanken, Macht zu haben. Besitz und Reichtum sind ihr gar nicht so wichtig -ohnehin hält sie das für selbstverständlich- SIE strebt nach Herrschaft!"  
Geknickt ließ der alte Mann den Kopf hängen und sah auf die Tischplatte. Es tat ihm gut, endlich mal ein offenes Wort mit seiner Tochter sprechen zu können, irgendwie war das bei ihr ja doch noch möglich, wo bei Nodjmet, seiner älteren Tochter schon das meiste verloren war, die war von Baketmut schon vergiftet.  
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #196 - 10/30/06 um 22:21:57
 
Die GKG sah ihren Vater betroffen an. Ob er es schon wußte? Sie mußte es ihm sagen, bevor er auch noch da hineingezogen würde!
"Ja, sie strebt nach Macht! Weißt du, was sie am allerliebsten hätte? Sie und einige andere?"
Sie stockte in ihrer Rede und sah verlegen zu Boden, weil sie fürchtete, ihr Vater würde ihr nicht glauben.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #197 - 10/30/06 um 22:26:32
 
Chonsemwia sah auf und faltete die Hände vor sich auf dem Tisch.
"Ja, was denn, Kind?"
Es war gut, zu hören, daß auch Merit die Züge ihrer Mutter erkannt hatte und er nich ganz alleine dastand, aber er hatte natürlich keine Ahnung davon, was sie ihm gleich sagen würde.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #198 - 10/30/06 um 22:29:14
 
Nefertaris Nasenspitze wurde ganz bleich, als sie zum wiederholten Male aussprach, was Baketmut und die anderen Frauen heute geklatscht hatten und besonders, was Baektmut im Suff zu ihr gesagt hatte.
"Sie will, dass ich Regentin eines unabhängigen Oberägyptens werde und mich gegen meinen Mann stelle! Stell dir vor... offensichtlich gibt es eine Verschwörung... sie bringt uns alle mit ihrem unsäglichen Machtstreben in Gefahr!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #199 - 10/30/06 um 22:36:10
 
Chonsemwia wußte gar nicht, was er antworten sollte, ihm stand von einem Moment zum anderen Schweiß auf der Oberlippe.
"Ja, ist sie denn jetzt von allen guten Achu verlassen, Mädchen, ist das dein Ernst? Das hat sie gesagt? Aber, aber das ist ja Verschwörerei höchster Stufe gegen den König, er lebe, sei heil und gesund, das allein ist ein todeswürdiges Verbrechen! Sie, oh bei Amun..."
Das war schwer zu verkraften für ihn, aber seltsam, daß ihn zwar der Umstand schockierte, aber nicht so sehr, DASS sie solche Ambitionen entwickelt hatte.
"Sie will eben mit aller Macht, was ihr verwehrt geblieben ist!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #200 - 10/30/06 um 22:43:10
 
Innerlich war Nefertari erleichtert, dass ihr Vater bislang offenbar nichts von der ganzen Angelegenheit gewußt hatte. Dann war wenigstens er nicht involviert!  
"Sie spinnt total! Sie und etliche andere... wenn Sesu zurückkehrt, werden hier die Köpfe rollen, und wir beide werden froh sein dürfen, wenn wir nicht auch daran glauben müssen!"  
Nefertari war nicht besonders wohl in ihrer Haut, seit sie Wind von der Verschwörung bekommen hatte. Sie wußte einfach noch nicht, wie sie sich verhalten sollte! Sollte sie die Geschichte laufen lassen und abwarten, was geschehen würde? Sollte sie den Ermittlern des Sicherheitsdienstes das Feld überlassen? Oder besser die Sache selbst in die Hand nehmen? Um von ihrer Unsicherheit abzulenken, fragte sie ihren Vater:
"Was ist ihr denn verwehrt geblieben?" Sie hatte nie viel aus der Vergangenheit ihrer Eltern erfahren... ihr Vater war in der Regel wortkarg und ihre Mutter... naja, die war eben ihre Mutter!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #201 - 10/30/06 um 22:57:27
 
"Ach, das sind alles so alte Geschichten, Ewigkeiten ist das her, ach ja," winkte Chonsemwia ab und schüttelte über die furchtbaren Neuigkeiten noch immer entsetzt den Kopf ununterbrochen.
"Deine Mutter war schon als ganz junges Mädchen durchtrieben und machtbesessen," erzählte er plötzlich, sah sich wieder nervös um, ob sie vielleicht in der Nähe sein könnte und machte ein Gesicht, als hätte ihm jemand ins Bein gezwickt.
Sollte er das so frei heraus erzählen? Ja, er mußt wohl sogar, denn nur so kam Licht in die Sache und sie würde sie nicht in ihre wirren Komplotte mit hineinziehen!
"Da waren im Grunde ein paar sehr hochrangige, noch dazu galante Anwärter für sie bereit damals, aber sie hat vom Osiris Djeserkheperure, gerechtfertigt, nicht lassen können, sich ihm wo sie nur konnte, angeboten, hatte sicher seine Gemahlin werden wollen, das war in Adelskreisen hinreichend bekannt, doch er hat sie verschmäht und das hat sie nie losgelassen. Damit er sie endlich los wurde, hat er just einen jungen Adligen gesucht, der ihm das Problem vom Hals schaffte und sie mit ihm vermählt und der war ich... Und dann ging es erst los. Seit Anbeginn unserer Ehe höre ich mir an, wie wunderbar es wäre, am Königtum teilzuhaben, nun haben wir eine Tochter auf dem Thron, nachdem sie mich damals so fürchterlich angespitzt hat, daß ich nicht mehr anders konnte, als den Osiris Menmaatre, gerechtfertigt, für seine Sohn deine Hand zu bieten," dabei sah er Merit allerdings sehr lieb und fast entschuldigend an, gar nicht so fordernd und schroff, wie sonst so oft. "Und sie ist es noch nicht zufrieden!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #202 - 10/30/06 um 23:16:35
 
Seine Tochter lächelte Chonsemwia fdankbar an wegen dieser "Lebensbeichte".  
Sie hatte immer gespürt, all die Jahre lang hatte sie im Innersten ihres Herzens gewußt, dass ihre Mutter die treibende Kraft hinter all dem gewesen war. Dass sie war, was sie war hatte sie also auch dem Machtstreben ihrer Mutter zu verdanken und nicht der Initiative ihres Vaters. Ihre Mutter hatte sie zur Königin erzogen, seit sie klein war hatte sie immer hören müssen, wie man sich richtig, anständig, ordentlich benahm... und würdevoll! Würdevoll war auch sehr wichtig!
Nefertari streckte die Hand nach der ihres alten Vaters aus und drückte sie leicht. "Armer Papa! Das war bestimmt auch nicht leicht... aber schau, es ist ja alles gut geworden! Und ihre seltsamen Träume werden sich sicher nicht erfüllen, dafür wird deine Tochter auf dem Thron schon sorgen. Sie wird ihre Strafe bekommen..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #203 - 10/30/06 um 23:29:53
 
Chonsemwia zog fast leidend die Augenbrauen hoch und preßte seine ohnehin über die Jahre schmal gewordenen Lippen aufeinander, daß sie völlig verschwanden.
"Gib nur acht, daß du dich nicht zu sehr in ihren Fäden verhedderst, mein Kind, das passiert so leicht bei ihr, ich weiß, wovon ich rede! Ein wenig Familienfrieden, das wäre so wunderbar!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #204 - 10/30/06 um 23:50:12
 
"Ich weiß, Papa!" seufzte Nefertari. "Sie ist glatt wie eine Schlange - es sei denn, sie ist besoffen!"
Sie sah ihn tröstend an. "Du wirst deinen Frieden schon finden - und ich den meinen!"
 
Die Sonne stand nun schon ziemlich tief. "Ich glaube, wir sollten Essen und die Kinder zu Bett schicken!" sprach die Königin deshalb und klatschte in die Hände. Sofort erschienen ein paar dienstbare Geister, die nach ihrem Begehr fragten.
"Möchtest du noch mitessen?" lud die GKG ihren alten Vater ein.  Der tat ihr wirklich leid. Sie hatte es noch nie so gesehen, aber Chonsemwia litt wohl wirklich unter Beketmuts Machtgier!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #205 - 10/31/06 um 00:01:04
 
"Das nehme ich gern an, mein Kind," erklärte Chonsemwia erleichtert und väterlich wie lange nicht. War er doch recht froh, etwas, das ihm lange auf der Brust gebrannt hatte, einmal erzählen zu können, er fühlte sich gleich viel freier und nicht mehr so allein gelassen mit seiner Heimviper! Wenn sie nur nichts von diesen Gesprächen erführ, sie würde die Dämonen der Unterwelt für ihn heraufbeschwören...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #206 - 10/31/06 um 09:22:06
 
Nach dem Essen ließ Nefertari ihren Vater heimgeleiten und zog sich selbst in ihre Gemächer zurück.
Dort lag sie noch lange grübelnd in ihrem Bett. ein wenig Angst hatte sie schon, Angst davor, dass sie in das Schlamassel, das ein Teil des Thebanischen Adels angerichtet hatte, hineingezogen würde.
Aber dank ihre Selbstbeherrschung gelang es ihr bald, diese Ängste zu verdrängen.
Morgen würde Bakenchons mit neuen, besseren Nachrichten kommen...
 
************
 
Drei Dekaden später stand die Ankunft des Königs und seiner zweiten Gemahlin dirket bevor. Die Zeit war natürlich schneller vergangen, als Nefertari gehofft hatte. Und so hatten sie und Bakenchons inzwischen zwar die wirklich Königstreuen von den Rebellen und den Schwankenden, die ihr Fähnchen nach jedem noch so leichten Lüftchen hängten, zu unterscheiden gelernt, aber sehr viel weiter waren sie noch nicht gekommen. Die Verschwörer gingen geschickter ans Werk, als sich die Königin nach ihren anfänglichen Erfolgen hatte träumen lassen.
Tanodjmet mußte wohl nach dem ersten Treffen mit der GKG aufgegangen sein, dass sie sich mit ihren Aussagen auf dem "Teekränzchen" - welches in Wirklichkeit eine feucht-fröhliche Damenrunde war - fast um Kopf und Kragen geredet hatte und hatte sich bislang nicht mehr bei der Königin blicken lassen.
Freilich hätte Nefertari die Dame auch herbeordern können.
Aber der Alltag, die Geschäfte und die Vorbereitungen für die Ankunft ihres Mannes nahmen sie nun  wieder voll in Beschlag...
 
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« Zuletzt geändert: 11/01/06 um 07:00:33 von Tawabet »  

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #207 - 11/04/06 um 20:59:23
 
Einer der Diener, der vom Hafenbecken der thebanischen Residenz hinaufgelaufen kam, vermeldete die Sichtung der Königsbarke...
Es würde nicht lange dauern und die Schiffe würden anlegen...
 
******
 
Ramses stand vorne an der Reling und sah zum Ostufer hin.
Man konnte schon deutlich die Spitzen der Obelisken von Karnak erkennen, die in der bald untergehenden Sonne erglänzten.
Die nördlichen Ausläufer des Westgebirges färbten sich schon leicht rosa, eigentlich fand er diesen Anblick wunderschön, aber heute fröstelte es ihn.
Da Isisnofret neben ihm stand, nahm er sie in die Arme und sie merkte deutlich, daß er zitterte.
"Es ist so kalt hier," bibberte er und legte sein Kinn auf ihrer Schulter ab. "Wollen wir nicht wieder umdrehen?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #208 - 11/04/06 um 21:14:28
 
Nefertari schnippte nur kurz mit den Fingern, und schon eilten ihre zofen los und mobilisierten das Empfangskommitee für den König.
Die 1. GKG ließ sich von Ka-nefer-nefer herrichten und schmücken. Die Zofe wählte ein elegantes Gewand aus weißem Leinen mit einer zart gestickten Borte am Saum, das mit langen roten Bändern unter der Brust verknotet wurde, dazu einen fein gearbeiteten Halskragen aus blütenförmigen Glasperlen...
 
Einige Zeit später ließ sich die Königin in einem Tragstuhl zum Hafen bringen, natürlich nicht ohne die obligatorischen Standartenträger, die ihr vorausliefen und ihre Entourage, die auch ihre beiden jüngsten Kinder - beide ebenso herausgeputzt wie die Königin selbst - dabeihatte.
Prinz Amunherchepeschef zog den Streitwagen vor und fuhr im Schritttempo vor seinem eigenen Gefolge her.  
 
Am Qai warteten schon die Chöre der Sänger und Sängerinnen und je ein leerer Tragstuhl für den König und die zweite Königin, sowie der Bürgermeister und einige andere Würdenträger der Stadt.  
Zu Nefertaris Freude war auch Bakenchons gekommen.
Als das Schiff in Sichtweite kam, stimmten die Sänger das "Lob der Stadt" an und als das Schiff schließlich anlegte, sangen sie eine lange Eulogie auf den König.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #209 - 11/04/06 um 21:22:13
 
Isisnofret schnaufte kichernd auf, runzelte dann aber die Stirn. Kalt? Sie staunte nicht schlecht, denn zum ersten Mal, seit sie von Pi aufgebrochen waren, war ihr an der Reling gerade einmal nicht kalt, der Wind war ganz trocken und mild, es schien in Theben, wie meist, deutlich wärmer zu sein, was sie ein wenig tröstete!
Wurde Ramses etwa krank? Aber das hätte sie sicher am Mittag schon bemerkt, er wirkte gar nicht fiebrig.
"Ich will aber endlich von diesem schwankenden Ding herunter, ich halte es hier nicht noch 2 Dekaden drauf aus," erklärte sie zurückhaltend nörgelnd -sie sah Amenis Vater und dessen Frau gerade eben aus dem Augenwinkel heraus, wie sie ebenfalls die Anfahrt auf Thebens Hafen und den Ausblick betrachteten-, schlang einen Arm noch fester um die seinen, die er auf ihrer Brut gekreuzt hatte. Ihm war sicher mulmig, das konnte sie sich denken, aber irgendwie würde es schon alles, es mußte ja!
 
Schon von weitem hörte man die Musik des Willkommenszuges, das Gewimmel gab fast den Anschein eines Volksfestes!  
Nun waren sie unwideruflich angekommen...
 
"Jetzt gibt's kein zurück mehr, stell dir die Gesichter vor, wenn die Barke plötzlich wenden würde..." Ein erneutes Kichern konnte sich Isisnofret nicht verkneifen, gleich mußte sie ernst und feierlich sein und etwas mulmig wurde ihr nun auch wieder...
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