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Die Stadt des Amun (Gelesen: 607055 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1965 - 01/27/07 um 16:23:18
 
Bint-Anat verdrehte die Augen und machte ihrer Schwester Zeichen, damit die sich ein wenig mehr in Zurückhaltung übte.
Ramessu schien sogar etwas bemerkt zu haben...und wenn DER schon etwas merkte, dann...dann übertrieb es Merit-Amun aber wirklich!
 
Ramessu hatte sich an den Tisch Paraherwenemefs gesetzt, der ganz schamlos mit einer jungen Konkubine seines Vaters herumtändelte.
Er zog jedoch gleich wieder ein finsteres Gesicht, als Ramessu ihn begrüßte.
DER hatte ihm noch gefehlt, der stand ihm doch auch nur im Weg!
"Hi Sesu junior," erwiderte er den Gruß seines Bruders. "Lässt du dich auch mal wieder blicken? Ich hab' schon gedacht, ein Berg Papyrus hätte dich unter sich begraben!"
 
*******
 
Die Stute schlug einen gemäßigten Schritt ein, als wollte sie nicht schneller laufen, um ihren Herrn zu schonen.
Den jedoch ließ die frische, laue Abendluft immer mehr zur Ruhe kommen, je länger er durch den weitläufigen Park ritt und seine Kopfschmerzen ließen -wohlmöglich lag das auch an der endlich einsetzenden Wirkung des Mohnpulvers- ein wenig nach...
War das nicht früher schon so gewesen, daß es ihm nach einem kleinen Ausritt immer besser gegangen war?
Mutig geworden verließ Ramses schließlich den Palastbezirk und ritt zum Nil.
Die Sonne versank gerade hinter den Westbergen...der starke Nordwind zauste seine Locken...ob er außerhalb der Stadt die Sykomore fand, wo er immer Isisnofret getroffen hatte?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1966 - 01/27/07 um 16:55:30
 
Bäh, wie haßte er diesen Spitznamen, daß sich das keiner merken konnte!
Ramessu zog eine Schnute und griente dann wieder.
"Das war auch der Fall, Bruderherz, sonst wäre ich ja nicht abgehauen," entgegnete er Wenemi und machte eine wegwerfende Handbewegung.
"So ein bissel Schreibkram könnte dir auch mal nicht schaden, dann würden die Akten Amuni und mich auch nicht mehr erschlagen," zog er ihn nun auf.  
"Ich hab gehört, du gehörst zu den drei großen Helden, die Vater und das Reich gerettet haben, gut gemacht, Stohkopf," meinte er dann anerkennend und wuselte Paraherwenemef über dessen schnike Frisur. Mit dem anderen Arm reckte er sich nach dem schon köstlich in Scheiben geschnittenen Rinderbraten und zog die Platte heran, um sich bedienen zu können.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1967 - 01/27/07 um 17:04:09
 
"Merit-amun, setz dich doch mal zu mir!" rief Amuni seiner Schwester zu. Auch ihm war der ungebührliche Flirt mit Nianchmin nicht entgangen. Was war da nur los? Hatte seine Mutter so viel um die Ohren, dass sie sich nicht mehr um Merit-amun kümmern konnte?
"Trink einen Becher Wein mit mir und erzähl mir, was hier so alles passiert ist. Sind meine Kinder noch bei Tawabet? Ist Udja wieder aufgetaucht?" wollte er wissen.
 
Zur gleichen Zeit öffneten sich die Flügeltüren des Palastes und Nefertari betrat den Saal.
"Bleibt ruhig sitzen!" rief sie den Gästen zu, die sich gerade erheben wollten, um ihr ihre Ehrerbietung zu erweisen. "Ich werde nicht lange bleiben."
Sie setzte sich zu ihrem Zweitältesten Sohn. "Na, Wenemi, ich habe schon gehört, dass wir dir zu verdanken haben, dass das Land von diesem schrecklichen Magier befreit wurde!" sagte sie lobend.
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1968 - 01/27/07 um 17:22:42
 
Merit-Amun machte eine Schnute.
"Nichts Besonderes," beantwortete sie Amunis Fragen der Reihe nach. "Glaube schon! Nein, ist sie nicht!"
Sie grinste frech, als sie ihren Bruder mit den Augen rollen sah.  
"Hier war wirklich nichts los, soll ich dir von dem neuen Webmuster berichten, daß ich ausprobiert habe? Also, im Grunde genommen handelt es sich dabei um ein Rautenmuster. Die äußere Raute ist blau und in der befindet sich eine grüne, abgesetzt mit hellem Garn und darin wiederum eine rote...wie findest du das?"
 
Sie nahm einen Schluck vom "Geliebten von Theben" und schenkte Amuni einen treuherzigen Blick.  
"Daraus wollte ich ein schickes Meseshemd machen mit blauen und grünen Fransen zum Abschluß, klingt doch richtig gut, nicht wahr?"
 
*****
 
Paraherwenemef hob auf Ramessus Bemerkung hin nur kurz die Augenbrauen.
"Ich bin eben nicht zum Beamten geboren," brummte er. "Deshalb habe ich ja auch das Kriegshandwerk gelernt und führe im Gegensatz zu dir nicht nur einen Titularrang!"
Als seine Mutter sich zu den beiden Prinzen setzte, winkte Wenemi nur großspurig ab.
"Gegen eine scharfe Klinge hilft auch das beste Heka nichts," sagte er und grinste frech, aber ärgerte sich im gleichen Moment darüber, daß ihm das verpatzte Attentat auf Amuni gerade jetzt wieder in den Sinn kommen musste.
 
"War nicht so wild," knurrte er dann wieder einsilbig und stürzte einen weiteren Becher Wein hinunter. "Amuni ist der eigentliche Held, er hat den Stier gefangen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1969 - 01/27/07 um 17:49:59
 
"Großmaul," ranzte Ramessu seinen Halbbruder an, ob Nefertari das nun hörte, war ihm egal, war ja die Wahrheit. Paraherwenemef war vollkommen ungenießbar geworden, am besten war es, er verschwand wieder nach Sile, irgendwie kam kaum noch einer mit ihm zurecht!  
Aber Ramessu ließ sich nicht so leicht provozieren, er hatte ja ein dickes Fell und zudem ein wenig Langmut von seiner Mutter geerbt und stand über der überheblichen, selbstherrlichen Art, die sein Halbbruder an den Tag legte. Dabei erstaunte es ihn gerade, daß er so ehrlich sagte, daß er den Stier nicht gefangen hatte... Stierjagd... ach, das war wahrscheinlich nur ein Korn im Gemäuer dessen, was hier alles abgegangen sein mußte.
Bevor er sich also von dem Blödmann die Stimmung verderben ließ, schnappte er sich lieber Tawai und  
Henut zugleich, die erschrocken auffipten und zog sie auf die Tanzfläche...
Apropos seine Mutter, wieso war die denn nicht da?
 
**************
 
Weil diese immer noch im Park spazieren ging und ihren Gedanken nachhing, versuchte, das Geschehene zu verarbeiten und sich verzweifelt an ein paar Tage zu erinnern, die irgendwie wie ausgelöscht waren aus ihrem Herzen. Ein paar Tage, die schon zwei-drei Dekaden zurück lagen...  
Ihr Haar war kürzer, aus diesem Grunde hatte sie sich wieder an ihr Opfer im Hahtortempel erinnert und aus dem selben Grund war ihr aufgefallen, daß sie nicht mehr wußte, was sie die Zeit unmittelbar danach getan hatte... seltsam...
Und dann waren da diese komischen Träume von Ba-Vögeln und einer blattlosen Sykomore und Ramses.  
Offenbar, weil sie sich so sehr gewünscht hatte, mit ihrem Mann sprechen zu können, hatten sie diese Träume aufgesucht...
Wie dem auch war, sie hatten ihr über eine schwere Zeit hinweggeholfen.
 
Der Abend war noch immer frisch um diese Jahreszeit und allmählich, da die Sonne nun verschwunden war, begann sie zu frösteln. Ta-ini hatte sich nach ihrer wilden Verfolgungsjagd mit einem dreisten Wiedehopf, der sie gar schrecklich gefoppt hatte, weil der Vogel sich nicht hatte fangen lassen, Trost suchend zu ihrer Mama verkrümelt und sich satt getrunken. Nun schlief sie, erschöpft von ihren Abenteuern, tief und friedlich an Isisnofrets Schulter.
Von weitem hörte Isisnofret den Lärm der feiernden Gesellschaft, die ausgelassen die Rückkehr des Königs bejubelten und begossen. Das sollten sie nur, die schlimmste Zeit war nun ja hoffentlich überstanden. Sie fühlte sich nur nicht nach Feiern und Gesellschaft zu Mute, würde ihren geliebten Sohn Ramessu morgen in privaterem Rahmen erst einmal richtig begrüßen und ließ den jungen Leuten jetzt lieber ihren Spaß, der, wenn die Eltern anwesend waren, das wußte sie genau, immer ein wenig überschattet wurde. Das ging ihr ja auch nicht anders...
 
Als sie nun begann, zu zittern, weil mit einem Mal die Bodennebel aufstiegen und es rasch noch weiter abkühlte, entschied sie sich letztlich, zurück zum demolierten Palast zu gehen...
 
Ihr Baby, das ganz weich und biegsam wie ein Stoffpüppchen alles mit sich geschehen ließ, wusch sie sacht, um es nicht wieder gar zu sehr aus dem Schlaf zu rütteln, dann bettete sie es liebevoll, sang noch ein Liedchen, damit es wieder fest einschlummerte und begab sich zu Iryiry, um nachzufragen, wie es dem König jetzt ging.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1970 - 01/27/07 um 18:01:36
 
"Sag mal!" schimpfte Henut lachend und schob ihren Gatten von sich. "Du willst unser Kind wohl aus mir herausschütteln...nene, mein Lieber, zwei, drei Monate musst du dich ungefähr noch gedulden!"
Glücklicherweise spielten die xnryt nun eine langsamere Weise, so daß Henut sich sacht im Takt der Musik zu wiegen begann...
"Was muffelt dein Bruder eigentlich so herum?" wollte sie wissen und zeigte auf Wenemi. "Alle sind lustig und machen fröhliche Gesichter, nur er guckt, als stünde der Weltuntergang bevor. Was ist hier eigentlich los?"
 
********
 
"Ich wollte seiner Majestät gerade das Abendessen bringen," sagte Iryiry beflissen, nachdem er Isisnofret mit einer Hand die Türe geöffnet hatte; mit der anderen balancierte er das Tablett.
Er ging voraus -in den Gemächern des Königs brannten unzählige Öllichter- und öffnete leise die Tür zu dessen Schlafzimmer.
Das nächste, was Isisnofret hörte, war das Klirren des Tabletts, das zu Boden fiel und der entsetzte Ruf Iryirys, der wieder hinausgestürzt kam.
"Die Götter stehen uns bei!" rief er. "Der König ist nicht da!"
 
********
 
Wie lange er Mut-ist-zufrieden dem Lauf des Nils hatte folgen lassen, vermochte Ramses nicht zu sagen.
Er war durch endlos erscheinende Felder geritten, an kleinen Palmhainen vorbei, nur die Sykomore, die er suchte, die hatte er nicht gefunden.
Irgendwann wendete er das Pferd...Mut-ist-zufrieden kannte den Rückweg glücklicherweise ganz genau: Ramses hätte ihn wohl nicht gefunden...
Die Stute, die nun jedoch merkte, daß es heimwärts ging, beschleunigte immer mehr und schließlich jagte sie im wilden Galopp dahin...
Ramses reagierte ganz automatisch, ohne nachzudenken.
Schließlich schmiegte er sich an den Hals des Pferdes, mit ihm fast zu einer Einheit verschmelzend, und schloß die Augen, weil ihm wieder schwindelig wurde, aber in dem festen Vertrauen, daß das treue Tier ihn wieder dahinbringen würde, wo er hingehörte.
Er blinzelte nur und konnte sich im letzten Moment noch gerade so halten, als Mut-ist-zufrieden über einen schmalen Kanal setzte und weiterpreschte...
 
Kaum war sie durch das Eingangstor des Palastes getrabt, blieb Mut-ist-zufrieden stehen wie ein Reiterdenkmal...
Sie wartete, bis Ramses von ihrem Rücken gerutscht war und wandte brummelnd den Kopf, als der sich an den Riemen, die die Satteldecke hielten, festklammerte, weil ihm die Knie versagten.
Er legte den Kopf, in dem es immer noch pochte und stach, auf dem Rücken des Pferdes ab und blieb erst einmal so stehen ohne sich zu rühren...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1971 - 01/27/07 um 18:30:52
 
"Aha!" kommentierte Amuni die Ausführungen seiner Schwester. Dann lachte er. "Weiberkram eben!" neckte er sie. "Wem willst du denn damit gefallen?" meinte er schmunzelnd.  
 
*********
 
"Aber Wenemi, was guckst du denn so verbittert. Euer Vater wird euch sicher alle reich belohnen, wenn er erst einmal begriffen hat, was ihr für Gefahren ihm zuliebe auf euch genommen habt!" versuchte Nefertari ihren Sohn aufzuheitern. "Du Ramessu hättest das ja bestimmt auch getan, aber du wars ja nicht da. Und wir haben dich nicht verständigt, weil wir dich nicht beunruhigen wollten. Vielleicht war das ein Fehler..."
 
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1972 - 01/27/07 um 18:50:43
 
"Oooh, ich fürchte jede Menge WAR hier los, aber ich weiß selbst nur Fetzen davon, Henutilein, ich muß mir das mal in Ruhe morgen alles ausführlich erklären lassen. Wir setzen uns Mit meiner Mutter und Vater zusammen und dann werden wir es schon erfahren!"
Ramessu hatte ehrlich gesagt auch gar keine Lust, sich heute irgendwelche Geschehnisse erleutern zu lassen, denn es schien ja JETZT alles in Ordnung zu sein, das zeigte die ausgelassene Stimmung unter den Feiernden. Dann war es auch nicht so eilig, zu erfahren, was da im genauen seine Familie und den Hof bedroht hatte...
"Lass uns feiern, morgen ist auch noch ein Tag," rief er daher vergnügt, küßte Henut schmatzend auf die Wange und schnappte sich Tawai an der Taille...
 
************
 
Isisnofret lief Iryiry entgegen und überzeugte sich selbst davon, sah in Ramses’ Schlafzimmer und schkug die Hände vor den Mund.
Moment, nun nur nicht panisch werden... vielleicht war er spazieren gegangen, um frische Luft zu schnappen?  
„Wann hast du ihn denn das letzte mal gesehen,“ fragte sie den Leibdiener ihres Mannes, sich selbst zur Ruhe zwingend.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1973 - 01/27/07 um 18:52:21
 
Merit-Amun schnaubte nur und wies auf die Tanzfläche, wo Ramessu gerade Tawai herumwirbelte.
"Tja, wenn du dir nicht dummerweise das Bein verletzt hättest, dann würde ich dich jetzt glatt zum Tanzen auffordern, Brüderlein," meinte sie, um Amuni vom Thema abzulenken. "Wie hast du das nur gemacht? Hat der Stier dich getreten?"
Sie warf einen verstohlenen Blick in die Ecke, wo Nianchmin stand...
 
"Das hat er gar nicht mehr mitbekommen, Mutter," grinste Paraherwenemef und zeigte nun auch auf die Tanzenden. Er kehrte auf einmal den von seinem Vater ererbten Charme heraus und stand auf, um seine Mutter formvollendet um diesen Tanz zu bitten...
 
********
 
"Äh...äh...," stammelte Iryiry. "Als die Ärzte gegangen waren, da war ich das letzte Mal bei seiner Majestät, da lag er noch auf seinem Bett und starrte die Wand an!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1974 - 01/27/07 um 19:01:36
 
Nefertari reichte ihrem Sohn den Arm und ließ sich auf die Fläche führen.
Dort legte sie mit ihm gleich einen der neumodischen Tänze aus Babylon hin, die derzeit in allen Clubs im Land gespielt wurden. Tanzen, das hatte sie trotz der Sorgen, die auf ihr in den letzten Dekaden lasteten, nicht verlernt.
 
******
 
"Ach, das ist bei einem Übungskampf mit Wenemi passiert. Nichts weiter schlimmes, nur dass die Wunde sich am Anfang entzündet hatte. Er hat deshalb ein paar Schuldkomplexe mir gegenüber, deshalb ist er wohl so wortkarg!" antwortete Amuni seiner Schwester. "Das nächste Mal werde ich wieder mit dir tanzen, versprochen."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1975 - 01/27/07 um 19:01:58
 
Isisnofret runzelte überlegend die Stirn, die Hände immer noch an den Lippen liegend.  
Daß Ramses nach irritierenden Situationen manchmal Erholung in der Einsamkeit suchte, war nichts unbekanntes für sie, wie für die meisten engen Familienmitglieder. Vielleicht war hatte er sich irgendwo verkrochen?  
"Laß ihn uns suchen, bevor wir Alarm schlagen, Iryiry. Sag nur Nefertari bescheid... Wir beginnen im Garten," erklärte sie gefaßt und schnappte sich just die Zierdecke, die das Bett bedeckte, wenn es ungenutzt war und nun ordentlich zusammengelegt auf einem Hockerchen hockte.
Die warf sie sich um, weil es ja frisch war und lief hinaus, Ramses Namen rufend, allerdings nicht sehr laut, um vorerst kein Aufsehen zu erregen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1976 - 01/27/07 um 19:21:05
 
"Jaja," erwiderte Merit-Amun zerstreut und zwinkerte Nianchmin zu. "Du entschuldigst mich?" bat sie Amuni. "Ich bin schon ziemlich müde. Soviel Wein bin ich gar nicht mehr gewöhnt, ich muß dringend ins Bett!"
Sie tätschelte ihrem Bruder lächelnd über den Arm und schritt halbwegs elegant davon.
 
Seltsam war nur, daß wenigen Augenblicke später der Wachwechsel stattfand und auch Nianchmin abgezogen wurde...Zufall?
Der junge Soldat verschwand nämlich nicht, wie alle dachten, in der Kaserne, sondern im Schlafzimmer der ältesten Tochter der ersten GKG...
 
*******
 
Iryiry tat wie ihm geheißen und marschierte schnurstracks in den Festsaal, um nach Nefertari Ausschau zu halten.
Sie tanzte...hmm...da war guter Rat teuer!
Dürfte er sie stören?
 
**********
 
Ramses, der immer noch neben Mut-ist-zufrieden stand und sie umarmte, hob den Kopf, als er jemanden seinen Namen rufen hörte.  
Er nahm die Stute bei den Zügeln und ging der Stimme nach, die er bald als Isisnofrets identifizierte.
Bei allen Göttern, seine Knie waren immer noch so weich wie Emmerbrei!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1977 - 01/27/07 um 19:51:19
 
‚Vielleicht ist er im Stall,’ schoß es Isisnofret da durch den Kopf. Von Ferne hörte sie das das Klacken sich langsam bewegender Hufe und unbewußt hatte sie daher an den Stall gedacht, bevor sie dann das Geräusch erst richtig vernahm. Das war nur ein Pferd, kein Streitwagen also... aber auch nicht ungewöhnlich, auch Boten ritten und wenn die Gespanne entschirrt wurden, wurden die Pferde ja automatisch in die Ställe geführt...
Dennoch hoffnungsvoll ging sie dem Geräusch nach und rief erneut nach ihrem Mann.
„Sesu? Wo bist du nur?“
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1978 - 01/27/07 um 19:57:25
 
"Hier," antwortete Ramses und blieb stehen, um sich erneut an Mut-ist-zufrieden zu lehnen, die laut anfing zu schnauben, als wolle sie Isisnofret auf sich aufmerksam machen.
Im Schein der Fackeln, die um den Palast aufgestellt waren, konnte er nun Isisnofrets Silhouette ausmachen, die sich ihm nun rasch näherte.
Einer der Wachen sprang herbei und bot sich an, das Pferd zum Stall zurückzubringen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1979 - 01/27/07 um 20:19:30
 
VON SELEUCE
Isisnofret war sichtlich erleichtert, als sie Ramses endlich hörte, lief eilig auf ihn zu und stoppte ihre zügigen Schritte erst, als sie schon fast vor ihm stand. Lieb legte sie eine Hand an seinen Arm, schnaufte beruhigt und freudig erstaunt lächelte sie ihn an.
„Du hast wohl ein wenig Wind um die Nase gebraucht?“  
Daß er geritten war, war im Schein der Wegleuchten deutlich erkennbar an dem Schweiß des Pferdes, der an seinem Schurz klebte.  
„Geht es dir denn schon so viel besser?“

 
********
 
Ramses schüttelte den Kopf und strich Mut-ist-zufrieden zärtlich über das Maul "Sei schön lieb, mein Mädchen," flüsterte er der Stute zu, als er sie dem Wachmann übergab. Er sah dem Pferd lange nach, als der Soldat es davonführte und drehte sich dann zu Isisnofret um.  
"Ich wollte nicht mehr soviel denken," erklärte er und lachte kurz, aber verzweifelt auf.  
Mit zittrigen Knien machte er einige unsichere Schritte und fasste sich erneut an den Kopf. "War ich krank?" wollte er wissen.
Anders konnte er sich seine plötzliche Schwäche nicht erklären...aber er konnte sich gar nicht daran erinnern, krank gewesen zu sein und um so mehr verwirrte ihn sein jetziger Zustand...
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