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Die Stadt des Amun (Gelesen: 636582 mal)
Baket
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1785 - 01/18/07 um 07:45:46
 
Maakare ging schnellen Schrittes zu dem kleinen Hathortempel bei der 'Stätte der Wahrheit' hinauf, um ihr ihr Leid zu klagen. Sollte sie je Vergebung erfahren? Vor dem Tempel allerdings blieb sie stehen und sah sich um. In einiger Entfernung  sah sie zwei Soldaten, wahrscheinlich auf Patroullie. Warum aber fühlte sie sich dennoch so beobachtet?
Sie seufzte leise. 'Sie haben mich im Visier, der Offizier und seine Bande. Und die denken auch noch, ich hab gestohlen. War doch klar, daß sowas nur von Hui kommen konnte.' dachte sie und spuckte bei dem letzten Gedanken auf dem Boden aus.
Wut stieg in ihr hoch. 'Die können mich überhaupt nicht... Ich habe nicht gestohlen. Na warte.' Sie war sich nun ziemlich sicher, daß sie verfolgt wurde. Wenn sie jetzt umdrehte und in Richtung der Soldaten liefe, werde sie ja ihre Reaktion sehen. Und vielleicht waren es ja die selben von heute früh.
Energisch, viel zu energisch für so ein kleines zerbrechliches Persönchen, drehte sie sich um und schritt auf die beiden Soldaten zu.
"Kenn ich euch nicht?" warf sie den Soldaten frech entgegen, als sie ihre Gesichter genau erkennen und auch einordnen konnte.
Da durchzuckte es sie wie ein Schock. Moment! Den einen erkannte sie wirklich wieder. Aber nicht nur von der Hausdurchsuchung, nein, es war etwas anders, oder? War das wirklich er gewesen, der sie vor mehreren Tagen in der dunklen Spelunke "Zum Seth" angegrinst und einen zweideutigen Spruch losgelassen hatte oder spielt ihre Wahrnehmung ihr einen Streich?
Wenn er es wirklich war...? Hoffentlich erinnerte er sich nicht an sie...! Vielleicht war es ein Fehler, umzukehren und ihnen entgegenzutreten. Vielleicht hätte sie bei der Hausdurchsuchung weinend zusamenbrechen sollen. Vielleicht war überhaupt alles ein Fehler...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1786 - 01/18/07 um 14:52:58
 
"Wir kommen hier öfters lang," sagte der eine Soldat und guckte Maakare ebenso frech an wie sie ihn.
"Du schielst wohl gerne nach anderen Kerlen," wieherte der andere. "Daß wir dir schon aufgefallen sind!"
Beide stießen sich an und grinsten dreckig.
Die Kleine war doch jetzt Witwe, oder? Da konnte sie doch bestimmt zwei neue Stecher gebrauchen!
"Was ist jetzt?" fragten sie. "Dürfen wir unseren Rundgang nun fortsetzen und sollen wir dich gleich nach Hause begleiten?"
 
******
 
Als der Offizier, der die Hausdurchsuchung bei Maakare geleitet hatte, umständlich seinen Bericht einem Schreiber diktiert hatte, ließ er ihn seinem Vorgesetzten überbringen, der wiederum damit zum Sekretär des Wesirs ging, der dann schließlich seinem Herrn das Schriftstück überreichte.
"Hmhm," machte Paser unzufrieden, als er den Schrieb überflogen hatte. "Ein berauschendes Ergebnis ist das ja nicht gerade...Indizien, aber keine stichhaltigen Beweise, damit lässt sich kein Prozess führen!"
 
Ein anderer Richter hätte das vielleicht anders gesehen, aber Paser war eben sehr der Maat verpflichtet...
 
"Was ist eigentlich mit der Leiche von diesem Hui geschehen?" wollte der Wesir wissen und sein Sekretär versicherte ihm, sich sofort danach zu erkundigen.
Eigentlich, so war Pasers Meinung, hatte dieser Totenschänder ja gar kein ordentliches Begräbnis verdient.
Wer wusste denn schon, wieviele Verstorbene er durch seine Diebstähle um notwendigen Amulette und damit um die Rechtfertigung vor Osiris und dem Totengericht gebracht hatte?
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Baket
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1787 - 01/18/07 um 18:06:53
 
Maakare sah die beiden kalt an, war aber innerlich entsetzt. Gut, er hatte sie wohl nicht erkannt. Oder er war es nicht. Das hätte ihr jetzt noch gefehlt, peinliche Fragen beantworten zu müssen.
Aber diese Art, wie sie redeten. Sie verzog den Mund und zischte "Ihr Männer seid allesamt widerliches Dreckspack!" und kehrte auf dem Absatz um nur um sich dann wieder an die beiden zu wenden und sie plötzlich mit einem hysterischen Unterton anzuschnauzen "Wagt es nicht, mir hinterherzuspionieren! Ich habe nichts gestohlen, klar?!" Darauf rannte sie davon.
Es war noch nicht zu spät, Hathor anzuflehen und auf irgendeine Vergebung zu hoffen. Im Geiste sah sie sich schon, wie sie von der Ammit verschlungen wurde...
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Tawabet
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1788 - 01/18/07 um 18:26:34
 
"Baket! Bitte richte die Tische in der Halle her! Heute kommt mein Schwiegervater auf Besuch, der neue erste Prophet des Amun, Wennefer! Schmücke die Halle mit ein paar hübschn Blumen aus dem Garten, das kannst du doch!" rief Tawabet. Den ganzen Tag schon wuselte die Herrin des Hauses zwischen Küche und Haus herum.  
"Mann, das ist immer so anstrengend, wenn Amenis Familie kommt! stöhnte sie. Sie hatte immer ein wenig Bedenken, dass sie Amenis Leuten nicht gut genug war. schleißlich stammte sie aus einfachen Verhältnissen.
 
Die Tatsache, dass er ihr frmdgegangen war, noch dazu mit der Schwester der zweiten Königin, nagte immer noch an ihrem Selbstvertrauen. Er hatte das sicher gemacht, weil sie ihm nicht genug zu bieten hatte! Aber warum hatte er sie dann geheiratet? Sie verstand ihn nicht mehr richtig...
Aber sie pflegte ihn natürlich. Jede Stunde sah sie nach ihm und versicherte sich, dass er alles hatte, was er brauchte.
Heute war sie schon bei ihm gewesen. Er hatte eine sehr ernste Miene gemacht und ihr eröffnet, dass Wennefer heute abend käme - und seither machte sie sich unheimlichen Streß!
 
************
 
"Das war doch schon fast ein Geständnis!" sagte der zweite Soldat zu seinem Kameraden. "Los, ihr nach!"
Die beiden Männer verfolgten Maakare. "Bleib stehen, Weib!" riefen sie. "Im Namen des Königs!"
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Baket
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1789 - 01/18/07 um 18:41:39
 
Bakets Magen drehte sich um. Das wusste sie ja gar nicht! Der Vater von dem Hausherrn ist der oberste Amun-Priester?
Und dann sollte sie auch noch für ihn schmücken? Gerade sie? Am liebsten würde sie ihm ein Messer in die Kehle stechen, wie einst bei ... Ach, diese Amun-Priester bringen nur Unglück. Unglück und Tod! Verflucht seien sie. sie stand da, unbeobachtet zum Glück und musste ihre Tränen zurückhalten.
Was solls. Sie war damit durchgekommen, im stillen ihren Gott zu verehren, den einzigen und der Welt zu zeigen, was sie sehen wollte. Es war wohl ihr Los zu leiden. Sie schluckte ihre Tränen und ihren Kloß im Hals runter und begab sich in den Garten.
Eigentlich könnte sie ihn ja vergiften. Haß und Grund genug wären da. Aber nein, das könnte sie nicht fertigbringen. Und das könnte sie Tawabet nicht antun.
Welch eine Ironie. Die Frau, die sie so an ihre Mutter erinnert hat einen Amun-Priester zum Schwiegervater.
Ob sie ihr die ganze Geschichte je erzählen wird...?
 
*****
 
Maakare drehte sich um und als sie die beiden Soldaten auf sich zustürmen sah, entgleisten ihr zum ersten mal vor ihnen die Gesichtszüge und blanke Panik stieg sichtbar in ihr auf. Sie stolperte rückwärts und brüllte "Nein, rührt mich nicht an!" als sie auch schon nach hinten fiel und anfing mit den Armen zu rudern und hysterisch zu schreien.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1790 - 01/18/07 um 18:55:28
 
Vom Thema abweichende Antworten wurden in dieses Thema verschoben.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1791 - 01/19/07 um 23:58:17
 
von mir
 
"Wir sollten sie zu einer Rechet bringen!" sagte der eine Soldat zum anderen, als sie bei der wild um sich schlagenden Frau angekommen waren. "Vielleicht ist sie ja besessen?"  
"Ja, wer weiß! Aber in dem Dorf hier gibt es doch keine Rechet, oder?"  
"Hej, sag uns, wo hier eine Rechet lebt!" riefen sie einer Passantin zu. "Oder ein Arzt oder Priester!"  
 
********  
 
Tawabet kam in den Garten. "He, was hast du denn?" fragte sie, als sie die Tränen von Baket bemerkte.  
 
*********
 
von Baket
 
Baket erschrak. Das hatte sie nicht bemerkt, daß Tawabet sie beobachtete. Wenn sie nur nicht stets in einem so freundlich liebenswürdigem und vor allem mütterlichen Ton reden würde. Dann hätte sie ihr wahrscheinlich eine Beleidigung in Gesicht geworfen, sie solle sie in Ruhe lassen, oder so.  
Stattdessen flossen neue Tränen. Nein alles konnte sie ihr hier und jetzt nicht sagen.  
"Ich musste an meine Mutter denken." entfuhr es ihr da ohne eigenes Zutun.
 
***********
 
von mir
 
"Du hast bislang nie von ihr gesprochen, Baket!" fuhr Tawabet in ihrem ruhigen und sanften Ton fort. "Erzähl ruhig von ihr. Mir kannst du sagen, ws dir Kummer bereitet."  
 
**********  
 
"Die alte Dorfrechet wohnt jetzt im Hause des Herrn Amuneminet!" gab die Passantin den beiden Soldaten zur Auskunft.  
Die zoge Maakare hoch und schleppten sie mit Gewalt die lange Strecke bis zu dem Anwesen des Genannten.  
 
***********
 
von Baket
 
"Sie war wie du" rutschte es ihr heraus. Da wurde sie rot. "Ich meine,... du... erinnerst mich an sie..." stammelte Baket. "Sie war... Ich habe sie so geliebt... all das Unrecht... Oh, das ist so gemein" schluchzte sie und brach auch schon in Tränen aus. Warum musste ihr Herz auch vor Tawabet so offen sein...  
 
*****  
 
Maakare wurde einfach wie ein alter Sack gepackt und übergeworfen, strampelte dabei wild mit den Beinen und schlug mit den Fäusten auf den Rücken des Soldaten.Das war aber keine große Sache, bei einem so federleichten zarten Mädchen, die Fäuste hatten kaum Schlagkraft.
 
 
*********
 
"Sie war wie du" rutschte es ihr heraus. Da wurde sie rot. "Ich meine,... du... erinnerst mich an sie..." stammelte Baket. "Sie war... Ich habe sie so geliebt... all das Unrecht... Oh, das ist so gemein" schluchzte sie und brach auch schon in Tränen aus. Warum musste ihr Herz auch vor Tawabet so offen sein...  
 
*****  
 
von mir
 
"Sie ist gestorben, als du klein warst, oder?" fragte Tawabet nach. "Weißt du, der Tod ist rücksichtslos. Er reißt das Kind aus den Armen der Mutter und verschon den Greis, der in seiner Nähe herumwandelt. Auch mir hat er viele liebe Menschen genommen - drei Kinder, meinen ersten Mann, meine Mutter, die ich kaum gekannt habe, meine geliebte Großmutter... aber ich weiß, dass sie jetzt in einer anderen Daseinsform sind, dass sie immer bei mir sind, alle, auch meine Tochter, an die du mich im übrigen auch ein wenig erinnerst."  
 
Da klopfte es. Der blinde Türsteher öffnete und fragte nach dem Begehr der Leute.  
 
**********
 
von Baket
 
 
"Nein, der Tod hat sie mir nicht genommen." presste Baket mit rauher, fast tonloser und erstickter Stimme, beinah eher zu sich selbst, heraus. "Der Tod hatte zwei Hände und ein heuchlerisches Herz.- Verdammt seien sie alle!"
 
***********
 
von mir
 
"Es war trotzdem der Tod, in welcher Form er auch kommen mag!" antwortete Tawabet, wischte sich aber eine Träne aus den Augen. Bakets Mutter war also auch ermordet worden - genau wie ihre Tochter.  
 
"Herrin", unterbrach sie da der Türsteher. "Da sind zwei Soldaten mit einer Verrückten. Sie wollen, dass ihr euch um sie annehmt!"  
"Bringt sie herein!" sagte Tawabet.  
 
********
 
 
von Baket
 
 Baket fand sehr schnell Ablenkung durch den unerwarteten Besuch und nutzte die Gelegenheit sich über die Blumen im Garten zu stürzen und der Arbeit zu widmen. Sie hatte noch nie darüber geredet und irgendwie war es... nun ja, vieleicht befreiend. Aber vor allen dingen auch sehr schwer.  
 
Maakare wurde von dem Soldaten recht unsanft auf eine Liege, die die Hausherrin ihr zuwies, abgelegt.  
Inzwischen war sie nicht mehr am Toben, das hysterische Schreien hat sich in ein euphorisches Schluchzen verwandelt. sie schien zu zittern un nicht wirklich ansprechbar zu sein, beruhigte sich aber etwas nachdem der Soldat sie losgelassen hat. Den mitleidigen Blick der Hausherrin, überhaupt alles um sie herum nahm sie nicht mehr wirklich war. Alles brach über sie herein.  
Der Soldat blickte Tawabet an. Ob die Rechet ihr helfen könnte. Oder zumindest etwas aus ihr herausbekäme?
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1792 - 01/20/07 um 08:05:51
 
Zum ersten Mal fuehlte sich Amuneminet heute nicht mehr wie ein aufgeweichtes Suessbrot. Die Dosis seiner Schmerzmittel war seit ein paar Tagen von Amenhotep kontinuierlich herabgesetzt worden, weil seine Beschwerden endlich allmaehlich kleiner wurden. Heute war der erste Tag, an dem er sich erholt und voller Elan fuehlte. Natuerlich war sein Bein immer noch kaum belastbar, aber er machte jetzt grosse Fortschritte in der Genesung und wollte endlich auch wieder am oeffentlichen Leben teilhaben.
Als sein Diener ihm beim Waschen und ankleiden geholfen hatte, liess er sich von jenem in den Salon bringen. Erwartete seine Gemahlin Besuch, weil es eben energisch geklopft hatte?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1793 - 01/20/07 um 08:10:35
 
"Was ist mit ihr?" fragte Tawabet die Soldaten. "Wo habt ihr sie gefunden? Warum schreit sie so?"
Ihr war zwar klar, dass die Männer genau das von ihr wissen wollten - sie sollte bestimmt herausfinden, welcher Ba vom Körper der jungen Frau Besitz ergriffen hatte. "Wir können sie erst mal nur ruhigstellen!"
"Hori!" rief sie ihrem Sohn zu. "Bring mir doch meine Kiste!"
 
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Padiaset hatte mitbekommen, dass sein Ziehvater in den Salon gekommen war.
"Hallo Ameni!" sagte er freudig. "Kannst du jetzt wieder laufen?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1794 - 01/20/07 um 12:57:07
 
Amuneminet, der sich mit dem einen Arm schwer auf einen Stock stützte und mit dem anderen auf seinen Diener, stutzte und sah demonstrativ an sich herab. "Wenn du es so nennen willst..." sagte er mit verzeifelt-komischem Tonfall und ließ pustend sich in einen Sessel helfen. Schon das kurze Stück hatte ihn ziemlich angestrengt!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1795 - 01/20/07 um 13:42:06
 
"Na, das wird schon wieder!" war sich Padiaset sicher. "Soll ich dir was zu trinken bringen?"
Ohne auf eine Antwort zu warten, zischte der Bengel los und schleppte einen Krug Bier mit einem Strohhalm an.
"Heute abend kommt dein Vater auf Besuch! Mama ist deshalb schon ganz aufgeregt... und jetzt sind auch noch zwei Soldaten gekommen und haben eine schreiende Frau mitgebracht. Sie ist bestimmt besessen!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1796 - 01/20/07 um 17:58:23
 
Selbst als die Soldaten sich distanziert hatten, wimmerte Maakare noch und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Sie zog die Beine an und kauerte sich zusammen, was bei ihrem kindlichen Aussehen wie ein hilfloses Neugeborenes wirkte.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1797 - 01/20/07 um 18:08:59
 
Tawabet ließ den Soldaten einen kleinen Sack Getreide aushändigen und schickte sie hinaus. Hori hatte inzwischen den Koffer seiner Mutter gebracht. "Danke", sagte Tawabet zu ihrem Sohn. "Wenn du der Frau etwas zu trinken brinegn könntest? Vielleicht einen Schluck Wein?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1798 - 01/20/07 um 18:13:53
 
Als die Männer gingen und Hori die Schale mit dem Wein brachte beruhigte sich Maakare etwas. Sie schlang die Arme um ihren Unterleib und ihr Blick bekam etwas apathisches, obwohl noch Tränen über ihre Wange liefen. Zögerlich streckte sie eine Hand aus, um die mit Inbrunst dargebotene Weinschale entgegenzunehmen, ohne den Jungen auch nur anzusehen. Langsam trank sie und ihre Gesichtszüge wurden nachdenklich. Wie konnte sie nur so entgleisen?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1799 - 01/20/07 um 18:23:13
 
"Beruhige dich!" beschwor Tawabet die junge Frau. "Und dann sag mir, wer du bist und wie es zu diesem Zwischenfall gekommen ist!"
Aber Maakare saß immer noch stumm da. Die Augen geweitet, die Miene starr, als ob sie vor irgendetwas Angst hätte.
"Komm, antworte mir. Ich will dir doch nur helfen!" versuchte es die Rechet noch einmal von Neuem. "Bitte!"
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