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Die Stadt des Amun (Gelesen: 656773 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1650 - 01/12/07 um 22:55:40
 
Seth, der Horus eben noch ein wenig rupfen wollte, hörte schlagartig damit auf, seinen Neffen zu triezen.
Er ließ die Hände sinken und stieß einen anerkennenden Pfiff aus, begann, im Takt mitzuklatschen und grinste begeistert...
Sogar der ewig miesepetrige Baba machte große Augen und leckte sich über die Lippen...
 
Isis beobachtete die Götter, die mit einem Schlag aufgehört hatten zu keifen.
Ihre Eltern schien Isisnofrets Tanz noch zu animieren: sie warfen einander tiefe Blicke zu und Geb sagte irgendetwas zu Nut, worauf sie in ein gurrendes Gelächter ausbrach...aber da fuhr Schu dazwischen und schob die beiden Turteltauben auseinander: "Nein, es wird KEINEN sechsten Epagomenentag geben, das ist Isfet!"
Ach, guter Opa Schu...das war eben eine andere Generation....
 
Fast schon ängstlich blickte sie nun zum Allherrn hin: würde der sich einlullen lassen?
 
**********
 
Hathor tat unterdessen ihr Bestes, um den flatterhaften Ba des Königs, der anscheinend die ganze Situation für hoffnungslos hielt und das Weite suchen wollte, festzuhalten.
Ja, sie schickte ihm sogar ihren hinterher, damit er wieder zurückkam und verwickelte ihn in lange Gespräche...
 
Unsichtbar für Iryiry, der hin und wieder nach dem Rechten schaute, saßen die beiden Vögel auf dem Fußende des Bettes, bis der mürrische Ba des Königs schließlich den Kopf unter den Flügel steckte, weil er genug von dem Gerede des anderen hatte.
"Der Tod steht heute vor mir wie die Klarheit des Himmels, wie wenn ein Mensch die Lösung eines Rätsels findet..." deklamierte er.
"Hey! Das ist nicht dein Part!" protestierte Hathors Ba, der eigentlich ein recht sonniger und fröhlicher Charakter war.  
"Weiß ich," ertönte es dumpf unter der Flügel hervor und mit dem anderen zeigte Ramses' Ba auf Ramses, der reglos auf seinem Bett lag. "ER hat den Lebensmüden auch gelesen!"
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« Zuletzt geändert: 01/13/07 um 07:58:06 von Meritenramses »  


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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1651 - 01/13/07 um 13:29:30
 
Schweißgebadet wachte Paschedu an diesem Morgen auf.
Noch einmal ließ er seinen Traum in Gedanken an ihm vorüberziehen:
 
Er sah Hui, wie er gefressen wurde von einem großen Untier, halb Löwe, halb Krokodil. Die Ammit! Die große Fresserin verschlang ihn in einem Stück und man konnte Hui noch schreien hören "Ich räche mich an Dir, Paschedu! Denn Baket wird mir folgen!". Als nächstes verschlang die Ammit die junge Frau von Hui, Maakare, nur um sich als nächstes auf Paschedus Balsamierungstisch zuzubewegen. Darauf lag die Mumie Nebwennenefs. Der Tote erhob sich ruckartig und klagte mit tränenden Augen "Mein Herz, wo ist nur mein Herz...?"
 
Danach wachte Paschedu auch schon auf.
 
Du meine Güte, was mag das bedeuten? Er musste das irgendjemandem erzählen.
Zur dritten Stunde sollte er wieder vor dem Wesir erscheinen. Vielleicht...
 
*****
 
Baket beobachtete den Aufgang Atons. Ihre ganze Sorge galt ihrem Ziehvater. Da kam ihr ein absurder Gedanke. Ob sie aufs andere Ufer in die Stadt des verhassten Gottes gehen sollte, des Gottes, der ihr einst das ganze Leben zerstörte? Und für ihren Vater aussagen sollte, damit ihm nichts passiert?
Sie schüttelte den Kopf. Nein, wer ist sie denn schon, daß sie etwas bewirken könne. Außerdem, vielleicht errege sie damit erst recht Verdacht und lenke diesen ungerechtfertigt auf Paschedu. Und sowieso,... hatte sie Angst, noch einmal einem Amun-Priester zu begegnen.
Aber vielleicht könne sie ihren Vater ja begleiten und ihn im Geiste unterstützen. Wenn sie nur wüsste, wann er zum Gerichte muss...
Sie wendete sich um, ging ins Haus zurück, um Frühstück zu bereiten. 'Ich werde Tawabet fragen, vielleicht kann sie mir helfen und ich darf mit meinem Vater in die Stadt zum Gericht. Mögicherweise gibt es ja noch etwas zu erledigen.' dachte sich Baket und machte sich ans Essen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1652 - 01/13/07 um 18:28:26
 
Der Allherr wiegte sich im Takt der Musik. Ach, dieses Menschlein konnte wirklich gut tanzen, das mußte er zugeben.
"Also, gut, wenn ihr Party machen wollt, bleib ich noch ein wenig."
Er lächelte Isisnofret charmant an. "Deine Fähigkeiten sind wirklich umwerfend", sagte er.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1653 - 01/13/07 um 19:39:41
 
Isisnofret fiel es schwer, entspannt und natürlich zu wirken, die anmutige Gelassenheit auszustrahlen, die ihre Mutter sie im Tanz gelehrt hatte. Sie hatte nie zuvor in der Öffentlichkeit solch aufreizende Bewegungen vollführt in einem Kostüm, das mehr entblößte, als es verbarg. Sicher, das Tanzen vor Zuschauern war leicht, sie hatte ja oft zu Ehren der Götter -welche Ironie- oder im Familienkreis ihre Hüften geschwungen, aber entweder keusch und huldigend oder nur für bestimmte Augen gedacht.
Und der Viperntanz war nur für Ramses bestimmt...
 
Doch lächelte sie dennoch kokett und lieblich auf das Kompliment des Allherrn und tanzte ihm weiter lockend entgegen. Daß es ihr widerstrebte sah man nicht. Doch auch billig wirkte sie nicht, die Würde und Ehre, die eine echte, wahrhaftige Tänzerin ausstrahlen sollte, sandte sie mit jeder Bewegung in den Raum. Schaue mich immer, berühre mich nimmer! ein Grundprinzip ihrer Mutter, das sie ihr schon in ganz jungen Jahren beigebracht hatte. Nie sollte eine Tänzerin den Eindruck vermitteln, jederzeit für jedermann zu haben zu sein... das hatte vielleicht oberflächlich Effekt aber kaum ein Mann hatte vor solch einer Frau Respekt. Jedoch die, die er nur immer FAST sein nennen konnte, der würde ein jeder zu Füßen liegen... Genau das versuchte sie jetzt besonders in ihren Schwingungen auszuleben. So Neckte und scherzte sie mit ihren ausladenden Hüftschwüngen, ihren wogenden Armen und grazil schwebenden Füßen, doch im richtigen Moment vermittelte sie stets jedem und vor allem dem Allherrn, daß es ganz so leicht nicht war mit ihr... eher unmöglich!
 
Was in ihr selbst vorging, widersprach ihren Bewegungen dagegen vollkommen. Sie würde am liebsten "rein zufällig" mit ihrem Haar ihre blanken Brüste bedecken, dieses war aber nun nicht mehr lang genug dazu. Hoffentlich brachte ihr Opfer auch den Effekt, den es haben sollte...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1654 - 01/13/07 um 19:46:32
 
Seth zog eine Augenbraue hoch und rempelte Baba an.
'Die ist nichts für dich,' besagte sein Blick und der Widerling verzog sich schmollend auf die hinteren Plätze, wo er -Seths Meinung nach- auch hingehörte.
Aber IHM gefiel die tanzende Königin ungemein...er setzte ein charmantes Grinsen auf, das unglaublich dem Ramses' ähnelte und versuchte, Isisnofrets Blicke auf sich zu ziehen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1655 - 01/13/07 um 19:47:27
 
Der Allherr fand den Tanz allzu köstlich. Am liebsten hätte er gleich eine ganze neue Welt erschaffen, aber Welten machten immer so viel Ärger. Also blieb er brav sitzen und brach stattdessen in ein freudiges Gelächter aus. Tränen standen ihm in den Augen. "Sehr schön, mein Kind!" sagte er und klatschte dabei vor Freude. "Dein Tanz ist einer Tempeltänzerin würdig!"  
Überhaupt mußte er feststellen dass die Tänze in den Tempeln seit dem letzten Jahrhundert an Anmut eingebüßt hatten, seit die Tänzerinnen sich mehr und mehr bedeckten. Dabei hatte er die Menschen und v.a. die Frauen  doch nicht umsonst mit anmutigen Körpern erschaffen. Warum verweigerten ihm seine Geschöpfe nur so oft diesen Anblick?
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1656 - 01/13/07 um 20:18:02
 
Als die Besen zu einem Trommelsolo ansetzten, das seines Gleichen suchte, gingen sie alle, den Kreis allmählich verdichtend, in die Hocke und schlugen zuerst einen Tusch, der um Ruhe ersuchte und höchste Spannung aufbaute...
Isisnofret stand mit einem Mal ganz still und wartete auf den ersten, für sie bestimmten Schlag, der ihr Finale beginnen lassen würde...
Es wurde plötzlich dunkel und nur noch die Mitte, in der sie stand war mild beleuchtet... Götterwerk ohne Zweifel...
Und da erklang sie, die ersehnte Doppelflöte... rauchig und mystisch, langsam, pulsierend und wehmütig süß erhob sie sich über die Trommel, als wände sich eine Viper leise aus ihrem Versteck im Sand... und wie der Zweig einer Weide im Südwind begann Isisnofrets Körper sich zu winden, weich und gemächlich, jedes Körperglied einzeln und nacheinander... oje, hatte sie das lange nicht mehr gemacht, wenn ihr jetzt nur keinen Patzer unterlief...
Die Langflöte, lieblich und zart stimmte ein, göttlicher, als Isisnofret es je zuvor gehört hatte und zuletzt waren es jetzt die virtuosen Klänge, die sie sich in ihrem eigenen Tanz verlieren ließen und sie ihre Umgebung vergessen machten... War das Seth, der sie von dort drüben aus so auffällig fixierte? Sie war nicht sicher, aber irgendwie... erinnerte er sie an jemanden... und allmählich stieg der Rhythmus und das Tempo begann sich zu steigern...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1657 - 01/13/07 um 20:29:34
 
Seth zog die Tütenohren ein und seine lange, spitze Schnauze hatte sich schon längst in eine menschliche Nase verwandelt...in eine ganz bestimmte und ziemlich markante Nase...sein rotes Fell begann, sich leicht zu krausen und fiel ihm nun in leichten Wellen in die Stirn...
Hach, diese Menschenfrau...sie bewegte sich wie eine Göttin...sollte er versuchen, ihre Gunst zu erringen?
Blieb ja quasi in der Familie...
 
Er trat noch einen Schritt vor und lächelte ihr zu, als sie zu ihm hinsah...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1658 - 01/13/07 um 20:34:08
 
Astarte beobachtete mit Mißmut, wie ihr Gatte Seth der Menschenfrau hinterhergeiferte... und natürlich entging ihr nicht, dass er die Gestalt jenes Nichts angenommen hatten, dessentwegen sie hier versammelt waren.
Sie schmollte und begab sich zu Baba, der ihr heute mal wieder äußerst sympathisch war.
"Ich muß mit dir reden!" flüsterte sie ihm leise in sein Hundeohr.
 
Der Allherr war hingegen nun wieder bester Laune. "Also, Kinders, was ist jetzt?! Wollen wir endlich mal wieder ein bisschen Schifferl fahren? Schließlich haben wir noch ein paar Dinge zu erledigen, insbesondere du, mein Sohn Seth! Du mußt mich ja verteidigen gegen diese widerliche Schlange!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1659 - 01/13/07 um 20:38:54
 
Seth hatte die Worte des Allherrn gar nicht gehört, zu sehr war er von Isisnofrets Vorstellung beeindruckt.
Er konnte gar nicht die Augen von ihr nehmen und strahlte sie mit einem gewinnenden und immer breiter werdenden Lächeln an...
 
"Was ist denn?" wisperte Baba unzufrieden zurück und warf Isis einen giftigen Blick zu, den sie mit einem triumphierenden Ich-wusste-es-doch-Grinsen quittierte.
Was diese Weiber immer für hinterhältige Tricks benutzten! Und der Allherr merkte es noch nicht einmal!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1660 - 01/13/07 um 20:46:19
 
Fast wäre Isisnofret jetzt ihr Tanz entglitten, als sie... bei allen Göttern des Himmels... Ramses erblickte... oder viel mehr Seth, den sie als ihren Gatten mißverstand...
Wie konnte das sein? Machte ihr Wunsch, ihren Mann lebend, heil und gesund zu sehen, ihr Trugbilder oder war es dieser heilige und magische Ort der Götterwelt, der ihr vorgaukelte, Ramses wäre ebenfalls hier und hätte schon Gnade erfahren?
Als die beiden Flöten sie allmählich in sinnlich-erotische Schwünge schaukelten und ihr Bauch zu vibrieren begann, setzte sie wiederum dazu an, sich allmählich auf ihn zuzubewegen. Nicht wirklich weit oder schnell, nur um ein winziges Stück, sie konnte es jedoch kaum selbst steuern... es schien, als zöge er sie unmerklich an unsichtbaren Fäden...
Daß der Allherr ihn jetzt ansprach, war ihre Rettung, denn das riß sie aus dem Bann und sie konnte sich wieder auf ihren Tanz konzentrieren... jedoch kam sie nicht umhin, ihre Blicke immer wieder zu ihm schweifen zu lassen... und dann um Hilfe hoffend nach Isis zu suchen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1661 - 01/13/07 um 21:07:55
 
Aber an Isis Statt trat Astarte vor. "Sie kann gut tanzen, die Frau des Etwas ohne Geist!" stellte sie anerkennend fest. "Aber weiß sie auch mit anderen Waffen als denen der Frau umzugehen?"  
Herausfordernd blickte die Göttin, die wie ihre Zwillingsschwester Anat in einen Männerschurz gekleidet war, sich die Brust aber mit einem Frauenschal bedeckte, in die Menge. "Sie soll im Bogenschießen gegen mich antreten - wenn sie gewinnt, dann darf ihr Dingsda ohne Namen noch ein bisserl vor sich hinvegitieren!"
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1662 - 01/13/07 um 21:18:48
 
Böse starrte Seth Astarte an...diese fremdländische Gewitterhexe!
Seit die ins Haus, äh die Götterwelt gekommen war, gab's nur noch Ärger!  
DAS würde die süße, kleine Menschenfrau doch garantiert nicht überstehen!
 
Babas Ohren hingegen zuckten vor Begeisterung.
Er fand die Idee einfach sagenhaft und der Allherr, der sich nun nachdenklich über das Kinn strich, offensichtlich auch: seine Gesichtszüge, die bei Anats Worten mißbilligend verrutscht waren, hellten sich wieder auf.
"Ja," bestimmt er. "Nimmt Isisnofret, die Tochter Nuhetemwias, diese Herausforderung an und besiegt die Göttin im Duell, dann wird ihr Mann noch länger leben. Tut sie es nicht, wird er vergehen!"
 
Isis seufzte.
Der Alte war wirklich zu unbeständig und so unzuverlässig...hätte sie doch nur noch etwas von seinem Speichel übrig!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1663 - 01/13/07 um 21:27:29
 
Isisnofret hatte in ihrem Tanz eingehalten auf diese Herausforderung hin. Plötzlich schämte sie sich wieder abgrundtief für ihr Erscheinungsbild und versuchte paradoxerweise nun ihre Blöße mit fahrigen Bewegungen ihrer Hände zu verbergen, die sie eben noch großzügig zur Schau gestellt hatte. Ihr Herz klopfte schnell vor Anstrengung und Aufregung... wie sollte sie das alles nur überstehen, wurde das hier eine Art Wettstreit gegen die Götter? Gegen die überirdischen Kräfte hätte sie niemals eine Chance...
Die Besen hatten unterdessen auch abrupt die Musik abgebrochen und ergingen sich in empörtem Gemurmel und Gebrabbel, das an das Blubbern und Platschen der Sümpfe im Delta erinnerte. Sie fanden es eine Unerhörtheit, daß man ihr himmlisches Spiel im spannensten Moment unterbrach. Wie aufgebrachte Wüstenmäuse hüpften sie auf der Stelle und schmolzen schließlich wieder zu einem einzigen Bes zusammen, der nur noch wilder gestikulierte und dabei motzte, was das Zeug hielt, weil dieses zugewanderte Waffenweib nicht die blasseste Ahnung von Kultur und Anstand hatte...  
 
Am Bogen war sie auch nicht mehr so geübt, wie sie es vor ein paar Dekaden noch gewesen war, aber immerin wußte Isisnofret, wie man die Waffe überhaupt führte.  
Auch wenn sie sicher verlor, so mußte sie es zumindest versuchen!  
Also nickte sie einverstanden und wünschte sich im Stillen sehnlichst ihre Kleid zurück.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1664 - 01/13/07 um 21:32:30
 
"So sei es!" donnerte der Allherr, der wie Bes selbst von der Unterbrechung des Tanzes nicht besonders begeistert war, aber wenn Baba sich damit zufrieden gab, war wenigstens die Entscheidng nicht mehr so zweifelhaft.
"Seid ihr alle mit den Bedingungen einverstanden?"
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