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Die Stadt des Amun (Gelesen: 607156 mal)
Seleuce
Horusgeleit
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1575 - 01/07/07 um 19:33:56
 
Im Tempel der Hathor starrte Isisnofret während dessen schon seit endlosen Augenblicken, wie es schien, auf das Wunder, das sich vor ihren Augen abgespielt hatte... und auf die Frau, die sie nicht kannte, die ihr aber trotzdem seltsam vertraut und doch wieder fremd vorkam.  
Aber das war doch ihr Haar gewesen, wie konnten es jetzt nur Blüten sein... ?
Ihre Tränen versiegten, die lange still geflossen waren und ihre Augen waren noch glasig und geweitet, die sich von der Gestalt der Frau nicht abwenden konnten.
Sollte sie etwas sagen? Nein, der Augenblick war von übermächtiger Magie erfüllt, sie wagte lange nicht ein mal zu zwinkern.  
Wer war diese Frau? Eine Priesterin? Nein... niemand war hereingekommen, das hätte sie bemerkt... war sie etwa...
"H... Herrin..." flüsterte sie jetzt fleicht fragend, ihrer Stimme nicht mächtig und eher gehaucht, als überhaupt gesprochen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1576 - 01/07/07 um 19:42:49
 
Die Gestalt der Frau erschien plötzlich leicht verschwommen: sie schien sich zu teilen und während die rechte Hälfte plötzlich einen Thronsitz auf dem Haupt trug, wuchs der linken plötzlich ein Kuhgehörn aus dem Kopf. Da schoben sich die beiden durchsichtigen Figuren wieder zu einer zusammen und die Frau stand wieder klar und deutlich vor Isisnofret.
"Was wünschst du, meine Tochter?" fragte sie mit einer lieblichen, aber doch leicht dunklen Stimme, die der Isisnofrets glich...
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1577 - 01/07/07 um 20:09:54
 
Isisnofret fiel bei diesen Worten für einen Augenblick nach vorn auf ihren Bauch und küßte devot und mit langsamer, anbetender Geste den polierten Boden, bevor sie es wagte, sich wieder in ihre knieende Position zu erheben. Ihren Kopf jedoch hielt sie jetzt gesenkt, den Blick auf den Boden gerichtet und ihre Hände scheu im Schoß gefaltet.
Einen Moment wußte sie nicht mehr, was sie sagen sollte... Hathor... Isis... sie sprachen zu ihr durch diese eine, so schlichte und anmutige Gestalt, unfassbar erschien es ihr...
"Herrinnen..." hob sie schließlich wieder an und biß sich auf die Unterlippe, es fiel ihr schwer, weiterzusprechen.  
"Ich bin gekommen um Gnade für Ramses Meri-Amun zu erbitten, meinen Gemahl und lebenden Horus wie ihr ihn kennt... ich erflehe nichts für mich, nur Erbarmen für ihn. Die Tat, die er beging, verdient eigentlich kein Verzeihen. Doch sein Handeln war ohne Arg und geschah in edler Absicht und einfacher Selbstvergessenheit. Ich bin die, die an seiner statt darnieder liegen sollte, denn ich bin die, die ihn zu seinem Handeln bewegte! Verlangt nur und ich bin bereit, alles herzugeben was an mir und in mir ist, wenn er nur leben und wieder gesunden kann!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1578 - 01/07/07 um 20:23:33
 
Die kuhohrige Hathor -denn die war es nun, die zu Isisnofret sprach- seufzte und sah die Königin für einen Augenblick kummervoll an.
"Es herrscht große Bestürzung unter den Göttern deswegen und Uneinigkeit," erwiderte sie leise. "Wir können nichts für deinen Gemahl tun, selbst uns sind die Hände gebunden!"
Hinter ihr erschien nun wie ein Schatten Isis, die Hathor eine Hand auf die Schulter legte.
"Wenn er seinen Ka nicht zurückerhält, wird er nicht leben," sagte sie traurig. "Mein Kind, mein Sohn...er wird noch nicht einmal zu Osiris werden..."
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1579 - 01/07/07 um 20:56:49
 
Isisnofret schloß die Augen, ohne den Kopf zu heben und erneut rann ihr das Nass des Kummers leise unter ihren langen, pechschwarzen Wimpern hervor, ließ ihre Augenschminke verschwimmen. Wenn selbst die Götter, Horus' Mutter... seine Gemahlin... nichts tun konnten... nun ja, er hatte eben Horus verstoßen, als er den königlichen Ka aufgab, es war ein Fußtritt an die Götter, sah man es aus diesem Blickwinkel, er hatte der Göttlichkeit mit seiner Entscheidung den Rücken gekehrt.  
Sie wünschte in diesem Moment, sie wäre an der Rauchvergiftung gestorben, bevor die elende Alte aufgetaucht war und ihre verführerische Bedingung hatte stellen können.  
Es war verkehrt, völlig verkehrt herum!
"Wie soll er denn seinen Ka halten, er weiß ja nicht einmal, wo dieser ist..." flüsterte sie, ohne einwedend zu klingen, nur hoffnungslos, ihre Stimme erstarb fast, weil ihre Kehle sich zuschnürte. Wenn es nun Amuni und Chaj doch nicht gelang, ihn zu finden, den flüchtigen Ka, oder es zu lange dauerte... sie fühlte nur, daß Ramses' Lebenskraft um jeden Tag etwas mehr schwand, daß ihnen die Zeit davonlief...
"Andere haben Horus sogar geraubt und sich selbst gekrönt... falsche Könige, sie durften leben, ein Verbrechen aus Machtbesessenheit und Selbstsucht! Das ist nicht gerecht..." klagte sie leise weiter und wischte sich nun die nassen Wangen mit den Händen trocken. "Hat er nicht sonst alles zu eurer Zufriedenheit erfüllt? Das Land befriedet, war es entzweit, euch besänftigt und euch gehuldigt? Wie können die Allmächtigen nur uneins sein..." Auf diese Aussage hin schlug sie die Hände vor die Lippen und kniff die Augen nun fest zu. Wie konnte sie es wagen, im Angesicht der Göttinen so zu sprechen?
"Verzeiht..." flüsterte sie nun wieder tonlos.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1580 - 01/07/07 um 21:11:31
 
Hathor und Isis blickten sich an und nickten verständnisvoll.
 
Isis näherte sich Isisnofret und lächelte gütig auf sie herab: "Wir können dir nur in einer einzigen Art und Weise beistehen, solange der Rat der Götter zerstritten ist..."
Und als Isisnofret zu ihrer Namenspatronin aufsah, vertiefte die ihr Lächeln: "Ja, Kind, weißt du denn nicht, daß die Macht über das Leben deines Gemahls in deinen Händen liegt? Wir werden dir die Kraft geben, die du benötigst, den Lebensfunken in ihm am Glimmen zu erhalten..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1581 - 01/07/07 um 21:28:46
 
Isisnofret begriff nicht... Sie? Sie selbst? Ungläubig, aber nicht wagend, etwas dagegen einzuwenden runzelte sie die Stirn. Hathor schien mit Isis einig zu sein, bemerkte Isisnofret, als sie auch zur Goldenen aufsah. Wenn die Göttinnen es denn sagten...
"Aber wie denn," begehrte sie nun zu wissen und ein klein wenig Hoffnung und Glaube an Rettung keimte wieder in ihr. "Was muß ich tun!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1582 - 01/07/07 um 21:37:28
 
"Ein Teil seiner Lebenskraft steckt in dir," erklärte Hathor sanft. "Und das, was er dir gab, gibst du nun zurück..."
"Das kostet dich jedoch auch einen Teil deiner Kraft," bemerkte Isis. "Du merkst es doch schon..."
"Deine Kräfte sind auch nicht unendlich," fuhr Hathor dann wieder fort und Isis seufzte: "Je länger es dauert, desto mehr gehen deine eigenen Reserven auch zu Neige, aber..."
Im schönsten Einvernehmen sahen sich die beiden Göttinnen an: "Wir werden dir helfen..."
Und Hathor reichte Isisnofret den Strauß Lotosblüten, deren Duft nun immer stärker und stärker wurde, sie benebelte, ja sie sogar in einen bläulichen Schleier hüllte....
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Baket
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1583 - 01/07/07 um 22:19:58
 
Baket war schon auf dem Weg zurück zu Tawabets Haus, es gab noch Arbeit zu erledigen. Paschedu hatte währenddessen begonnen, ein wenig sein Lager im Hof zu sortieren und die wichtigsten Scahen mit ins ibw zu nehmen, als es an der Türe klopfte.
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Seleuce
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1584 - 01/07/07 um 22:24:55
 
Isisnofret atmete den Duft tief ein und nachdem der erste Schwindel nachgelassen hatte, fühlte sie sich mit einem Mal so gestärkt, wie noch nie zuvor, fast, als hätte sie tagelangen, erholsamen Schlaf erfahren. Ihre Glieder begannen zu kribbeln, es begann in ihrer Brust und breitete sich dann auf ihren ganzen Leib bis hin zu den Fingerspitzen und den Zehen hin aus. Das Gefühl war fast wie jenes, das sie verspürte, wenn sie bei Ramses lag, aber dieses hier machte sie nicht müde, sondern bewirkte das Gegenteil: Sie fühlte sich wie neugeboren, das Ziepen in ihrem Unterleib verschwand, ihre Augen, die eben vom vielen Weinen noch gebrannt hatten, wurden klar und die Schwere aus ihren geschwollenen Lidern verflüchtigte sich. Als sie die Augen nun öffnete und in den Strauß Lotus blickte, hatte sie den Eindruck, so klar zu sehen, wie in ihrer Kindheit, die leichte Sehschäche, die sie zwar nicht behinderte, die ihr beim Bogenschießen aber aufgefallen war, schien verschwunden... ob das nur für den Augenblick so war...?
Allmählich nur fand sie aus diesm Rausch in die Wirklichkeit zurück, hatte zunächst fast den Eindruck, als hätte sie nur geträumt oder eine Vision erlebt... aber als sie aufstand und nach ihrem verbliebenen Haar griff, stellte sie fest, daß all das wirklich geschehen sein mußte, denn den Strauß voll Lotus hielt sie noch immer im Arm und der Zopf, den sie niedergelegt hatte, blieb verschwunden...
 
Und so waren es auch die Göttinnen... sie waren nicht mehr da...  
Voll der Dankbarkeit für die Gunst kniete sie erneut nieder und rief ihre Preisung hinauf durch die sternenverzierte Decke des Tempels hindurch in den Himmel, dann eilte sie -den kostbaren Strauß hütend- hinaus.
Im Innehof traf sie auf die Priester, die eben ihr Mittagsmahl beendet hatten... halt, nein, war es schon Nachmittag? Sie hatte das Gefühl für Zeit völlig verloren...
Sie kündigte an, eine Statue der Hathor an den kleinen Tempel zu spenden und das gleiche täte sei auch für Isis. Da sie nun aber so schnell wie möglich zu ihrem Mann zurückkehren wollte -Ein Teil seiner Lebenskraft steckt in dir.... Und das, was er dir gab, gibst du nun zurück... hatten sie gesagt, das hieß, sie mußte bei ihm sein- verabschiedete sie sich bald von den heiligen Männern und Frauen der Göttin und ließ sich so schnell es möglich war wieder zurück nach Ascheru bringen...
 
Erst, als sie nach viel zu langer Zeit, wie es ihr schien, endlich das Zimmer betrat, in dem Ramses ruhte und sich an seinem Bett sitzend überzeugen konnte, daß er noch am Leben war, wurde sie wieder ruhiger und ihre Getriebenheit verschwand.
Aber er war schwach, schwächer als sie erwartet hatte und das mache ihr Angst! Sein Puls war kaum noch fühlbar, sein Atem nur mehr ein Hauch und er war erschreckend kalt, rührte sich nicht... nach einem kurzen Blick hinaus aus dem Fenster, sich vergewissernd, daß Baret sich um Ta-ini kümmerte, zog sie sich bis auf ihr weißes Unterkleid aus, ließ den Strauß Lotus von Iryiry in einer Vase neben das Bett stellen, schlüpfte dann unter die Decke und schmiegte sich fest an Ramses. Ihn streichelnd und ihn anrufend hoffte sie, daß das, was die  Göttinnen ihr gesagt hatte, auch eintreffen würde...
 
"Bitte bleib bei mir, Liebster, verlass mich nicht..." wisperte sie und nahm seine eiskalte Hand in ihre, die sie unter ihr Kleid schob und auf ihre blanke Haut zwischen ihre Brüste drückte, dort, wo ihr Herz lag und kräftig schlug. Die Kälte auf ihrer Haut liess sie unvermittelt wieder frösteln, aber das war ihr gleich, nur, dass er sich erwärmte war von Bedeutung für sie... und dieses Mal blieb das Ziehen und Pieken in ihrem Leib aus, nur der liebliche Duft des Lotus schien sich zu verstärken und der Lapislazuliring an seinem kleinen Finger wurde seltsam warm...
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« Zuletzt geändert: 01/08/07 um 12:46:46 von Seleuce »  

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1585 - 01/07/07 um 22:25:24
 
"Paschedu!" rief Djedher. "Komm, spute dich! Wasch dich und zieh dir einen sauberen Schurz an! Du sollst sofort vor dem edlen Paser, dem Wesir, meinem Herrn erscheinen, um eine Aussage zu machen!"
 
P.S. Ich geh' jetzt aber auch und zwar schlafen! Gute Nacht!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1586 - 01/07/07 um 22:35:50
 
Pflichtbewusst, doch klopfenden Herzens, bereitete sich Paschedu darauf vor, vor den Wesir zu treten. Er wusch sich, legte seinen besten sauberen Schurz an, reinigte seinen Atem mit einem Kügelchen Natron und folgte Djedher auf dem Weg zu Paser. Würde er die Maat wiederherstellen? Seine Berufsehre? Und was war nun mit Nebwennenef, er sei gerechtfertigt?
 
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Baket betrat das Haus Tawabets und fand es leer vor. Nanu? wunderte sie sich. 'Sind die immer noch unterwegs?' "Tawabet?" rief sie und ihre Stimme hallte durch das große Haus.
 
Gute Nacht, Merit!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1587 - 01/08/07 um 18:39:55
 
Djedher und Paschedu wurden im Palast in einen Nebenraum geführt und bekamen erklärt, daß sie hier warten sollten.
Der Wesir war noch nicht abkömmlich, sie sollten sich gedulden, bis man sie rief.
Der Dorfschulze musterte den Ut, der sich auf einen Hocker gesetzt hatte, verstohlen von der Seite: der Mann war ebenso nervös wie er.
Den Tadel Pasers hatte er noch gut im Ohr...um sich abzulenken, begann Djedher nun, seine Finger knacken zu lassen...
 
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Ramses tat einen tiefen Atemzug, der fast so abgehackt klang, als hätte ihm jemand die Brust abgeschnürt und er könnte jetzt erst wieder richtig Luftholen.
Ein leises Brummen ertönte tief unten in seiner Kehle, ein für Isisnofrets Ohren vertrautes Geräusch, das Ramses meistens von sich gab, wenn Iryiry ihn frühmorgens weckte und er keine Lust hatte, aufzustehen.
Jedoch sank sein Kopf nur schwer an ihre Schulter, ansonsten rührte er sich nicht, sondern blieb reglos in diesem Dämmerzustand, bis seine Temperatur gestiegen war und sein Körper sich wieder erwärmt hatte.
Dann schlug er mit einem Male die Augen auf, just in dem Moment, als Isisnofret ihn sacht auf die Lippen küsste...
"Wo bist du denn gewesen?" fragte er und seine Stimme klang heiser und rauh wie immer, wenn er aus einem langen, tiefen Schlaf erwachte.  
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1588 - 01/09/07 um 16:52:07
 
Isisnofret seufzte glücklich auf, erleichtert über das Erwachen ihres Mannes, der eben noch eher tot als lebendig gewirkt hatte... sie durfte ihn nicht mehr so lang alleine lassen!
Sanft lächelte sie ihn an und streichelte ihm über den Kopf, während sie ihm ab und an weitere Küsschen auf die Lippen drückte.
"Im Hathortempel war ich, das hab ich dir doch vorhin gesagt," antwortete sie ihm lieb. "Und ich hatte dort ein unglaubliches Erlebnis..."
In diesem Momend robbte Ta-ini, die Baret wegen der Kälte in ein dickes Überkleidchen gesteckt hatte, in dem sie sich nur schwerlich bewegen konnte, in das Schlafzimmer, ächzte und mühte sich redlich nach ihren Kräften, sich am Bett hochzuziehen, aber es gelang ihr nicht. Der Geist des kleinen Mädchens war schon unabhängiger und weiterentwickelter, als ihr kleiner Körper, der einfach noch nicht so wollte, wie sie. Nachdem sie ein paar mal verzweifelt versucht hatte, zu Mama und Papa hinaufzukommen, hob sie ganz plötzlich zu einem lauten Wutkiekser an, der Isisnofret endlich dazu bewegte, der Prinzessin zu helfen und sie auf das Bett zu setzen. Zufrieden hockte Ta-ini nun dort und gurgelte vor sich hin, während ihre Mutter sich wieder an Ramses' Seite legte.  
"Ich glaube, die Götter sind ratlos, wie sie in deinem Fall verfahren sollen..." flüsterte sie und begann Ramses' Nackenhaar um ihren Zeigefinger zu drehen.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1589 - 01/09/07 um 17:09:30
 
Ramses zog die Augenbrauen leicht zusammen, als ob er nicht verstünde, was Isisnofret sagte.
"Ja?" fragte er verwundert nach. "Aber warum....woher weißt du das?"
Er streckte eine Hand nach Ta-ini aus, die gleich nach seinen Fingern angelte, um auszuprobieren, wie weit sie sie auseinanderreißen konnte...
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