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05/26/18 um 23:26:13 News: Visit YaBB today Zwinkernd
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Die Stadt des Amun (Gelesen: 608359 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1515 - 01/05/07 um 19:43:52
 
Hinterher beschwerte sich Seth bei dem Allherrn über Horus.
"Du ahnst ja gar nicht, wo der mir überall hingepackt hat, das Ferkel," schimpfte er. "Was ist das nur für eine verkommene Sippe!"
Dabei machte er ein ganz unschuldiges Unschuldsgesicht und zwinkerte Isis, die sich wieder zu ihrem Sohn gestellt hatte, verheißungsvoll zu.
 
*******
 
Paser jedoch nickte energisch.
Sicher war es das! Die Leute brauchten eine harte Hand und falls noch jemand übrig sein sollte, der irgendwelche rebellischen Anwandlungen hatte, sollte der am besten gleich davon kuriert werden!
Ramses stieß einen Seufzer aus und schob die Protokolle von sich.
In seinem Kopf war nur ein heilloses Durcheinander, er wusste überhaupt nicht mehr, was richtig oder falsch war.
"Dann entscheide du das doch," bat er Nefertari. "Ich weiß wirklich nicht, was ich in dieser Sache tun könnte!"
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1516 - 01/05/07 um 19:44:13
 
Isisnofret hatte sich in der Zwischenzeit von ihren Zofen pflegen lassen und das überschäumende Temperament Ta-inis beim Baden richtig aufgebauscht, um sie müde zu machen, damit sie ein schönes Vormittagsschläfchen halten würde.  
Nach dem Baden hatte Panewi sich ihrer Haut gewidmet und sie mit duftendem Öl gesalbt, das ausgesprochen harmonisch zu ihrem Parfüm paßte. Nachdem ihre Leibzofe ihr zuletzt noch einen einfachen und doch kunstvollen Zopf geflochten hatte, den die zweite GKG schlicht auf ihren Po herabfallen ließ, schritt sie zum geöffneten Fenster und runzelte über die Stürme die Stirn. Sie schüttelte sich, als eine kalte Brise hereinwehte, momentan war es nicht mehr kühl in Theben, sondern schon richtiggehend kalt! Selbst wenn es nicht stürmte, war der Himmel von Dunst und Schleierwolken bedeckt und wenn man sich aufwärmen wollte, mußte man sich entweder an ein Kohlebecken setzen, oder in die Sonne gehen, die sich aber reichlich oft der Tage versteckte... zwar waren sie nun in der kältesten Jahreszeit angelangt, aber solch Kälte hatte sie zuletzt vor vielen Jahren erlebt.
Sie schloß lieber die Fensterläden, als der peitschende Regen begann, sich einen Weg durch die Fentseröffnung zu bahnen und gähnte.
Seltsam war auch, daß sie erschöpft war, obwohl sie im Augenblick mehr schlief, als für sie üblich... besonders müde war sie, wenn sie bei Ramses gelegen hatte. Sein fragiler Herzenszustand hatte sicher auch einen Einfluß auf den ihren. Sie spürte jedesmal, wenn sie sich an ihn schmiegte, oder ihn küßte, wie ihr Körper unruhig zu kribbeln begann und dann etwas Unbekanntes an ihrem Inneren zog, danach war sie stets völlig augelaugt und ihr Unterleib begann zu schmerzen...
Aber da ihre Gegenwart ihrem Mann anscheinend gut tat, überging sie die Signale ihres Körpers. Er hatte seine Gesundheit für ihre riskiert und eingebüßt ohne zu zögern, jetzt täte sie das selbe für ihn und wollte gar nicht wissen, welchen Einfluß genau sein Zustand auf ihren hatte.
 
Als sie das Fenster geschlossen hatte, legte sie sich noch einen kunstvoll verzierte Überwurf um die Schultern, damit sie nach dem heißen Bad nicht gleich wieder abkühlte, küßte die auf ihrem Arm eingeschlummerte Ta-ini, die sie darauf Baret übergab und kehrte schließlich zu dem Zimmer zurück, in dem ihr Mann schlief... da vernahm sie Stimmen.
Nefertari und... Paser?  
PASER?
 
Sie öffnete ohne anzuklopfen und schritt auf das Bett zu.
"Guten Morgen," wünschte sie nüchterner als gewöhnlich. Der leicht mißbilligende Tonfall galt aber zunächst nicht Nefertari, sondern dem Wesir. War er hier aus persönlicher Sorge? Das würde sie nie beanstanden, aber er sollte ihn nicht mit Arbeit belasten, dazu war Ramses zu schwach!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1517 - 01/05/07 um 19:57:42
 
Isis stellte sich schützend vor Horus, der jetzt wieder den Unschuldigen mimte, und dabei heimlich Tabetjet streichelte. "Das ist sicher nicht wahr! Das war nur der notwendige manuelle Ritus. Wir alle kennen das..."
"Jaja", machte der Allherr und sah Neith an. "Also, treffen wir nun endlich eine Entscheidung?"
 
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Natürlich mußte Isisnofret auftauchen. Nefertari zog ihre Mitfrau beiseite und flüsterte: "Er wollte es mir nicht glauben..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1518 - 01/05/07 um 20:09:30
 
Neith aber entgegnete, sie müsste noch dringend einen Brief an alle Mitglieder der Götterneunheit schicken, die in ihrer Datscha am Dekadenende wieder Party machen wollte, und erbat sich eine kurze Verhandlungspause
Neith schrieb also einen Brief an die Gang mit folgendem Inhalt: "Schafft keine solche schweren Fälle von Unrecht, die nicht in Ordnung sind, oder ich werde zornig, und der Himmel wird euch auf den Kopf fallen, beim Belenus!"
 
Der Brief der Neith, der Großen, der Göttermutter, erreichte die Gang der Neun, als sie in der Hütte 'Horus vor den Hörnern' saß und ordentlich zechte...
 
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"Sesu, es ist aber wirklich wichtig," drängte Paser. "Das kann die GKG, sie lebe, nicht entscheiden!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1519 - 01/05/07 um 20:27:11
 
Weil zu diesem Zeitpunkt niemand wußte, wer oder was "Belenus" war, bekamen die Götter ziemlich große Angst.
"Ja, wir werden uns darum kümmern!" schrieben sie zurück. "Hör bitte auf, uns zu bedrohen..."
Sachmet fand es ziemlich beschissen, dass die Party gestört worden war. Wütend warf sie ihren Bierkrug an die Wand : "Ich wander nach Nubien aus! Mir reicht dieser Sauhaufen von Verwandtschaft!"
 
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"Du hast gehört, dass der König mir die Entscheidungsgewalt übertragen hat!" wandte Nefertari ein. "Also, laß uns jetzt wieder gehen. Ramses braucht seine Ruhe..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1520 - 01/05/07 um 20:34:43
 
Isisnofret sah Nefertari schräg an und blickte dann genauso schief und mit verzogenem Gesicht wieder zu Paser herüber.
"Er ist bei weitem nicht in der Lage für die Amtsaufnahme," erklärte sie flüsternd und an Nefertari gewandt aber mit dem Kopf zu Paser und Ramses gedreht. Sie wollte durchaus, daß der Wesir sie hörte und ging sicher, daß das auch der Fall war.
"Paser, was ist so dringend? Kann das nicht auch ihre Majestät, die erste GKG Nefertari, sie lebe entscheiden? Ich habe gedacht, du wolltest dich nach dem Zustand unseres Gatten erkundigen und nicht Arbeit bringen, die seiner Gesundheit nicht zuträglich ist!" Die Falten auf Ramses' Stirn waren nämlich eindeutig und bedeuteten Kopfschmerz.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1521 - 01/05/07 um 20:39:59
 
Da ergrimmte Isis gegen Sachmet und sie tat einen Eid bei Gott vor der Neunheit mit den Worten: »So wahr meine Mutter, die Göttin Neith, lebe, so wahr Ptah-Tatenen lebe: Man wird diese Worte der Sachmet dem Atum, dem mächtigen Fürsten in Heliopolis, vortragen und auch Chepri in seiner Barke und man wird ihr keine Ausreisegenehmigung geben, diesem versoffenen Weibsstück!"  
Darauf sprach die Neunheit zu ihr: "Bleib cool, Mutti! Man wird der Mietze eine ganze Amphore Wein geben und dann wird sie sich wieder einkriegen! Man wird dem Gerechtigkeit widerfahren lassen, der im Recht ist, und man wird alles tun, was du sagst!"
 
**********
 
Paser schilderte der zweiten GKG kurz, worum es ging.
"Es geht hier schließlich um eine Staatsaffäre," betonte er. "Und diese Urteile kann nur der König selbst fällen!"
Aber der war dazu überhaupt nicht in der Lage...dieser ganze Diskussion konnte er schon nicht folgen....
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1522 - 01/05/07 um 21:06:53
 
"Ich will aber auch eine gute Geschichte hören!" schrie Sachmet und stampfte mit dem Fuß auf. "Sonst zieh ich doch aus!"  
Da kamen schon Thot und Schu an. "Wir haben ein kleines Theater vorbereitet!" verkündete der Ibisschnabelige. "Damit die Party besser abgeht!"
 
**********
 
"Dann warten wir eben, bis der König entscheiden kann und v.a. wieder einen Siegelring anfassen kann", seufzte Nefertari. "Laß uns jetzt wieder gehen, es gibt sicher noch andere Regierungsgeschäfte und Ramses braucht jetzt seinen Schlaf!"
Auch, wenn Isisnofret das vielleicht etwas grob von ihr fand: es war ihre Art, ihre Zuneigung zu dem schwachen Ramses zu zeigen, dass sie ihm den Rücken freihielt udn dafür Sorge trug, dass das Land nicht im totalen Chaos versank.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1523 - 01/05/07 um 21:13:18
 
"Der König ist im Augenblick nicht hier," erklärte Isisnofret ziemlich kompromißlos und schien selten übereinstimmend mit Nefertari. In Zeiten von Not hatten sie noch immer zusammengehalten, dann waren ihre menschlichen Diskrepanzen ausgesetzt.
Die Worte an Paser würde sie natürlich nicht in der Öffentlichkeit sagen, um der Götter Willen nicht, doch sie waren ja unter sich und es war die Wahrheit.
"Die Wesire sind im Falle von Krankheit oder Abwesenheit seiner Königlichkeit nahezu einhundert prozentig weisungsbefugt und das hat auch seine Gründe, schließlich ist der irdische Hort des Horus nicht vor allem Übel gefeiht! Nun solltest du, edler Paser auch deines Amtes und deiner temporären Allmacht walten, die notwendigen Entscheidungen fällen und deinem Herrn die Möglichkeit geben, Gesundung zu erfahren, anstatt ihn mit deinen dringlich erforderlichen Entscheidungen noch weiter zu schwächen!"
Es durfte ja nicht wahr sein, daß Paser sich scheinbar weigerte, die Autorität auf sich zu nehmen, die ihm Amt und Würden eigentlich zugestanden, wenn der König selbst nicht in der Lage zum Regieren war.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1524 - 01/05/07 um 21:29:45
 
"NEIN!" Isis raufte sich die Haare. "Keine Zeit für Party! Wir müssen endlich entscheiden, wie wir nun vorgehen sollen!"
Und als Baba sich wieder zu Wort melden wollte, fuhr die sonst so freundliche Isis ihm zornig über den Mund: "Halt endlich die Klappe, du Untergott!"
"Meine Zeit," muckte Baba dennoch auf. "Hast du etwa von deinem mißratenen Bruder Lehre angenommen, oder was? Du olle Zippe!"
 
*********
 
"Schlaf?" murmelte Ramses. "Davon bekomme ich noch genug, wenn ich erst mal..."
Er schnaufte und sah verwirrt zwischen den 3en hin und her.
 
Paser senkte betreten den Blick, als urplötzlich ein unangenehmes Schweigen entstand.
"Ist das auch eure Meinung, eure Majestät, mein Herr?" fragte er schließlich förmlich und Ramses, dem nichts besseres einfiel, nickte zögernd.
 
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1525 - 01/05/07 um 21:42:10
 
"Ach Baba, was hast du denn jetzt nur gegen mich!" sagte Seth. "Ich hab gehört, dass du dich manchmal für mich ausgibst und jetzt nennst du mich mißraten! Das heißt, du bist es dann wohl selbst auch... also, anstatt hier so einen Aufstand zu machen, geh mit deinen 77 Hunden spazieren!"
 
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"Das wirst du nicht, denn dein Sohn wird ..." seufzte Nefertari, hielt aber den Mund, als Isisnofrets strafender Blick sie traf.
"Komm, wir lassen ihn jetzt in Ruhe, Paser! Die Arbeit wartet..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1526 - 01/05/07 um 21:55:03
 
"Jajajaja," grummelte Baba. "Im Notfall hält diese Sippe, so zerstritten sie auch sind, doch immer zusammen...furchtbar ist das, ganz furchtbar...und im nächsten Moment kloppen sie sich wieder!"
 
Isis stimmte ihren Bruder/Schwager zu und Osiris lief noch grüner an und zwar vor Neid, weil er befürchtete, daß da wieder etwas lief zwischen Isis und Seth...
Zwar hatte Isis ihm erzählt, daß sie nur mit Seth geflirtet habe, um ihn letztendlich hereinzulegen, aber so richtig kaufte er ihr die Geschichte nicht ab...
 
*********
 
Paser verneigte sich seufzend vor Nefertari und Isisnofret und beugte sich zu Ramses hinunter, um die Akten wieder einzusammeln, die der König auf der ganzen Bettdecke verstreut hatte.
Dabei berührte sein Pektoral mit den Kartuschen des Herrschers Ramses' Hand...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1527 - 01/05/07 um 22:03:23
 
Nefertari sah, wie Ramses vor Schmerz zusammenzuckte und zog Paser sofort vom Bett weg.
"Sei unversehrt!" rief sie laut und deutlich.
"Er hat eine Allergie gegen seinen Königsnamen!" erklärte sie dem alten Wesir.
"Isis, tu doch etwas!" Es war Nefertari nämlich nicht entgangen, dass Isisnofrets Anwesenheit Ramses Lebenswille erhöhte.
 
**********
 
"Also, sind wir uns einig?" fragte der Allherr, der schon ganz müde war. Speichel rann ihm aus dem Mund, weil er sich schon kaum mehr halten konnte.
Doch bevor Isis oder eine andere Gottheit sich das zu nutze machen konnte, wischte er ihn mit der Hand fort.
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1528 - 01/05/07 um 22:03:35
 
Paschedu stierte vor sich hin ins Leere, sein Körper wirkte erschlafft, als er mit herunterhängenden Schultern dasaß. "Mein Ruf..." murmelte er, "mein Ruf ist ruiniert." Er schüttelte langsam den Kopf und Tränen füllten seine Augen. "Ich bin zu alt, nicht wahr?" nuschelte er und sah auf zu den beide Polizisten, die etwas ratlos ob seiner Reaktion vor ihm standen. "Ich bin einfach zu alt. Es ist vor meiner Nase passiert und ich habe es nicht bemerkt. All die Zeit... Oh, meine Berufsehre ist ruiniert..." jammerte er und wirkte sichtlich gebrochen.
Baket hatte sich soweit von ihm entfernt, er hatte keinen Gehilfen mehr und musste auch noch erfahren, daß dieser Mistkerl, mit dem er seine Tochter sogar erst vermählen wollte, nicht nur die Toten unter seiner Obhut schändete, sondern auch Diebstahl der übelsten Sorte begang und seinen Ehre damit ruinierte. Wahrscheinlich denken sie jetzt, wo er ihnen die Entdeckung des Pektorals eröffnete, daß auch er damit etwas zu tun hätte. 'Oh, Osiris! Osiris, hilf!' flehte er in Gedanken.
Ein Schrecken durchzuckte ihn und er richtete sich schlagartig auf. Mein Gott, Nebwennenef!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1529 - 01/05/07 um 22:11:43
 
Isisnofret holte tief Luft und drehte sich wieder dem Bett zu von den Verzierungen in den Fensterläden weg, durch die diffus das Licht von draußen Muster auf den Boden und das Bett streute.
Mit großen Schritten lief sie zum Bett und griff nach Ramses' Hand. Die Sorge um Chaj kam erschwerend zur Sorge um ihren Mann hinzu und daran erinnert zu werden, daß der Junge trotz seiner intelektuellen Reife noch viel zu jung für all die Abenteuer war, die er des öfteren bestand, halfen ihr nicht, die Situation besser zu meistern. Sie würde so gern mehr tun, als nur wartend herumzusitzen, denn sie wußte nichts von einer größeren Wirkung ihrer Anwesenheit als die der Beruhigung und Aufmunterung ihres Gatten.  
Außerdem war sie ärgerlicherweise müde und hatte wieder dieses leichte Ziehen im Leib, daß hin und wieder heftig aufflammte und sie ihre freie Hand auf ihren Unterbauch drücken ließ. Wenn sie nur etwas rauer und weniger empfindlich geraten wäre, dann würde ihr der Galgenhumor ihres Mannes und die unangenehmen Situationen wohl nicht so viel ausmachen!
"Paser bitte, es reicht jetzt," sagte sie tonlos und erschlaffend. "Sollte dich auch einmal die reine Sorge um deinen König hier her zurück führen, dann lass das Zeug draußen." Dabei wies sie mit einer laschen Handbewegung auf seinen Schmuck und insbesondere das Pektoral und schloß mit einem letzten, bittenden Blick an Nefertari, sich der Sache anzunehmen, stöhnend die Augen.
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