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Die Stadt des Amun (Gelesen: 598091 mal)
Tawabet
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #135 - 10/28/06 um 21:49:40
 
"Ja, ja, wir gehen dann gleich!" Tawabet setzte Tachat wieder sanft auf den Boden und rief nach ihren Söhnen, die beide mit ihren alten Kameraden durch ihre alten Verstecke krochen.
"Wir kommen sicher einmal wieder!" versprach Tawabet zum Abschied. Djedhor brachte sie ans Ufer.  
Noch lange winkte sie den Leuten am Ufer zu.  
Wieviel besser als der letzte war dieser Besuch doch gelaufen!
 
********
 
"Wenn wir heimkommen, mußt du sofort baden! Oma Baki darf dich so auf keinen Fall sehen!" sagte Tawabet auf der Heimfahrt zu Tachat. "Das gilt auch für euch, Hori und Padi!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #136 - 10/28/06 um 22:07:16
 
"Warum nich'?" wollte Tachat wissen und hob den Saum ihres ehemals weißen Kleidchens, dann besah sie sich ihre Hände. "Das war aber lustig da! Wenn Oma Baki da ist, dann schimpft sie immer...die schimpft sogar, wenn ich in meinem Zimmer auf'm Boden sitze und spiele, dabei macht das sogar der Opa mit mir und der Meti!"
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Tawabet
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #137 - 10/29/06 um 06:45:45
 
"Oma Baki ist eine unglückliche Frau!" murmelte Tawabet vor sich hin. Das Schlimme daran war, dass diese Frau allen anderen das Leben schwer zu machen verstand, besonders aber der eigenene Tochter.
"Du darfst freilich auf dem Boden spielen! Nur mußt du auf deine Sachen achtgeben - und dein Spielkleidchen anziehen!"  
Endlich erreichten sie den Palast. Tawabet schrubbte ihre Enkelin heute selbst.
Dann brachte sie sie zu Bett und zog sich selbst zurück.
 
"Mama?" Hori und Padi hatten noch eine Frage auf dem Herzen. "Ja, was gibt es denn?"
"Hmm, meinst du, wir können in Theben bleiben?"
Tawabet lächelte: "Mal sehen, was euer Stiefvater dazu sagt. Vielleicht kommt er ja zum Begräbnis von Nebwenenef?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #138 - 10/29/06 um 07:45:47
 
Oma Baki war aber an jenem Tage glücklicherweise früh nach Hause gebracht worden und hatte während des Heimweges ihrem Mann mit ihrem Gequengel in den Ohren gelegen: einerseits hatte sie mal wieder über die unmöööööööögliche Schwiegermutter des Kronprinzen abgelästert, andererseits Chonsemwia mindestens 1.000.000 x versichert, daß es sich jetzt endlich auszahlen würde, daß er seine Tochter mit dem Kronprinzen vermählt hatte. Nun würde ihn der König, er lebe, sei heil und gesund, bestimmt zum ersten Gottesdiener des Amun berufen und er bekäme endlich die Macht und den Einfluß, den er sich immer erhofft hätte.
Chonsemwia ließ seine Gattin schwafeln. Er fühlte sich dafür viel zu alt und hatte sich mit dem Gedanken abgefunden, daß seine Träume von einst nur Illusionen gewesen waren, daß Ramses ihn nie in ein wirklich wichtiges Amt erheben würde und er vom Herrscher am Hof nur geduldet wurde, weil er zufällig der Vater der ersten GKG war...aber selbst das war ihm mittlerweile gleichgültig geworden.
Er war mit seinem Leben recht zufrieden, nur Baketmut schien es immer noch zu wurmen, daß die Verbindung mit dem Königshaus ihnen keinerlei Vorteile gebracht hatte...
 
"Meritenmut wird das schon richten, sie wird ihn schon herumkriegen," krähte Baketmut da wieder und da wurde es Chonsemwia zuviel: "Halt endlich den Mund, Weib!" fuhr er sie an und klopfte mit seinem Gehstock energisch auf den Boden der Sänfte.
Wenn der Einfluß seiner Tochter auf den König so groß war, warum war sie dann ohne ihn nach Theben gekommen, warum ließ er sie so lange alleine hier und weilte lieber in seiner türkisfarbenen Stadt im Norden?
Bestimmt würde der Pharao jedoch zu Nebwenenefs Beerdigung in Theben erscheinen und vielleicht ergäbe sich ja dann die Gelegenheit, mit seinem Schwiegersohn ein Gespräch unter vier Augen zu führen und ihm den Unsinn auszureden, den Baketmut unbedingt erreichen wollte...
 
*******
 
Meri-Atum war wieder aus seinem Bett geklettert, in das ihn sein Erzieher pünktlich zur Schlafenszeit verfrachtet hatte.  
Er war noch gar nicht müde, sondern stromerte lieber noch etwas im Palast umher, nachdem besagter Erzieher, der eigentlich in dieser Nacht auf den kleinen Prinzen achtgeben sollte, auf seinem Stuhl eingenickt war...
In der Wohnung seiner Mutter war noch Licht, die Tür war nur leicht angelehnt und er hörte Stimmen...
Auf Zehenspitzen schlich er sich näher und lauschte...
 
Bakenchons hatte Nefertari noch an diesem Abend aufgesucht, da er ein Gespäch einiger Amtskollegen mitangehört hatte, in dem es anscheinend darum ging, das Gottesorakel, das den Hohepriester des Amun bestimmen sollte, zu manipulieren.
Natürlich hatte seine Majestät, er lebe ewig, eben das auch im Sinn, damit die Wahl des Königs der Götter auf seinen Kandidaten fiel, aber das, was die Priester da planten, grenzte ja fast schon an einer Revolte gegen den Willen des Herrn der beiden Länder!
"Ich befürchte, dabei wird es nicht bleiben, Gebieterin," schloß Bakenchons seinen Bericht. "Man munkelt, daß es Bestrebungen geben würde, Theben vom Norden zu separieren. Es soll eine unabhängige Regierung gebildet werden..." Er schluckte: "Mit euch als Regentin an der Spitze der Südprovinzen..."
 
Lasst uns "Vom Wüstenwinde verweht" spielen...  Lächelnd
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #139 - 10/29/06 um 07:56:12
 
"Niemals!" antwortete Nefertari. "Das ist die pure Isfet! Bakenchons, wir müssen alles tun, um das zu verhindern!" Nefertari war entsetzt. Solche Bestrebungen könnten nicht nur ihr, sondern auch Bakenchons und zahlreiche andere ins tiefste Unglück stürzen.
"Hatten wir nicht vor ein paar Monaten aufgrund solcher separatisctischen Bestrebungen die höchste Not im Lande? Nein, Bakenchons, nur über meine Mumie!"  
Nefertari schnaubte. "Weißt du, wer dahintersteckt?"
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #140 - 10/29/06 um 08:09:16
 
"Es scheint so, als wäre die Isfet nicht nur an einigen Leute vorbei gegangen, sondern hätte sie noch in ihrem Glauben bestärkt, daß eine Zweiteilung der Länder das Richtige und Beste für die Thebais und den Süden wäre," bemerkte Bakenchons. "Ihr wisst, daß diese Meinung immer von vielen Adligen vertreten wurde und immer noch wird."
 
Die Königin kannte doch die verschiedenen Adelshäuser hier und müsste wissen, wer gemeint war...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #141 - 10/29/06 um 08:19:10
 
"Solche Leute mißachten die Traditionen", flüsterte Nefertari. "Ägypten ging es nie gut, wenn es geteilt war.  Wir müssen dafür sorgen, dass diese Verschwörung endet, bevor sie richtig begonnen hat. Vielleicht sollte ich einen Empfang geben, auf dem alle Adeligen versammelt sind?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #142 - 10/29/06 um 08:52:01
 
"Euch werden sie gehorchen, Herrin," überlegte Bakenchons. "Aber es ist so, auch wenn sie es vortäuschen zu sein, daß sie keine Gefolgsleute des Königs sind."
Er senkte den Kopf.
"Ich befürchte, daß wieder die Familie Montemhebs, des Schwiegervaters des zweitältesten Königssohnes, involviert ist. Djedhoriuefanch opponiert, wenn er getrunken hat, ganz offen gegen die Politik seiner Majestät und befürwortet einen Hohepriester aus den Reihen des thebanischen Klerus. Da aber der Klüngel zusammenhält wie Pech und Schwefel werdet ihr niemanden finden, der meine Aussage bestätigt und Djedhoriuefanch anzeigen wird, ganz im Gegenteil: die meisten stimmen ihm sogar zu!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #143 - 10/29/06 um 09:21:09
 
"Solange sie mir gehorchen, werden sie sich nicht offen gegen den König, er lebe, sei heil und gesund, stellen, Bakenchons", meinte Nefertari. "Und gibt es denn eine Ehefrau, die sich ihrem Gatten widersetzt?" Sie grinste süffisant. "Wir werden schon einen Weg finden - Verwandtschaft hin, Verwandtschaft her, die Familie Montemhebs muß, wenn sie sich nicht am Riemen reißt, endlich spüren, wer hier die Macht im Lande hat! Noch ist der König, er sei mit Leben begabt wir Re, nicht zurück - vielleicht sollten wir das Spiel bis zu einem gewissen Grade zum Schein mitspielen? Bis sich die verraten haben, die wir fassen wollen?"  
Sie hierlt kurz inne und machte eine beschwichtigende Handbewegung, als sie sah, dass Bakenchons ihr widersprechen wollte. "Ich weiß, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist. Aber es gilt, die Verräter dingfest zu machen und das bis zur Ankunft meines Gatten, er lebe! Wir werden ihm seine Gegener auf dem Silbertablett servieren und den aufständigen Klerus ein für allemal in Griff bekommen."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #144 - 10/29/06 um 09:32:53
 
Bakenchons stutzte, weil die Königin bei den Worten "Und gibt es denn eine Ehefrau, die sich ihrem Gatten widersetzt?" so seltsam geklungen und so seltsam gelächelt hatte, aber er hatte sich bestimmt nur getäuscht, obwohl die Gerüchte, die von einem Zerwürfnis zwischen dem guten Gott und seiner Gemahlin sprachen, nicht verstummten, sondern -ganz im Gegenteil- immer lauter wurden...nein, er würde nichts darum geben! Seine Ohren hatten ihn bestimmt getrogen und seine ganze Loyalität galt dem Herrscherhaus! Er würde nicht zweifeln!
 
Demütig verneigte er sich vor der Königin und bat sie darum, eine persönliche Bitte an sie richten zu dürfen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #145 - 10/29/06 um 09:43:43
 
Sie hat das aber ernst gemeint, die Nefi! Dass du mir auch immer das Wort im Mund herumdrehen mußt! Es ist ein Zitat aus einem Zauberspruch Zwinkernd
 
"Dieser Wunsch sei dir gewährt!" sprach Nefertari. Auch ihre Loyalität galt dem Herrscherhaus, ihrem König   und ihrem Sohn - sie hatte längst gelernt, ihre persönlichen Gefühle hinten an zu stellen! Niemals würde sie Ramses wirklich verraten, auch wenn sie versuchte, nichts mehr für den Mann selbst zu empfinden, um ihre eigenen Wunden nicht immer wieder aufs Neue aufzureißen. Er vertraute ihr eben nicht so sehr wie Isisnofret, sie hatte es nie gekonnt, sein Herz für sich zu gewinnen. Um so mehr mußte sie jetzt dafür sorgen, dass der Süden nicht nur ihr, sondern auch dem König zu Füßen lag, damit er lernte, dass die Verbindung zu ihr mehr als eine lästige Pflicht war.
Ihr Ergeiz, als Politikerin tätig zu sein, war erwacht...
 
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #146 - 10/29/06 um 09:49:02
 
Baki ist eben durch das ganze Gefasel sensibilisiert...
 
"Ich danke euch, Herrin!" Bakenchons räusperte sich bedeutsam. "Meine Gemahlin Meretseger erwartet in wenigen Dekaden unser drittes Kind, eine Tochter, die wir, eure gütige Erlaubnis vorausgesetzt, gerne nach euch benennen würden."
Er machte ein feierliches Gesicht und verbeugte sich abermals, um zu unterstreichen, wie überaus wichtig dieses Anliegen für ihn war.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #147 - 10/29/06 um 10:03:43
 
Nefertari fühlte sich sehr geehrt durch dieses Anliegen. "Freilich, wenn das euer Wunsch ist!" Sie lächelte erfreut. Sie würde sicher ein passendes geschenk für die Kleine finden...
 
*******
 
In dieser Nacht lag Amunherchepeschef lange wach. Seine Kinder schliefen friedlich - besonders Tachat war ziemlich erschöpft gewesen. Amuni war sich bewußt, dass die Trauerzeit nun vorbei war. Auch wenn er kaum daran denken wollte, so wußte er doch auch, dass es nicht anginge, dass er lange ledig bliebe - freilich, da war noch die verbliebene Babylonierin, deren Name er sich nie merken konnte, aber von ihr hatte er nichts mehr gehört, obwohl er sie ein paar Mal versucht hatte zu kontaktieren. Er selbst war darum auch gar nicht böse, denn er konnte sich nicht vorstellen, mit dieser Hexe näheren Kontakt zu haben. Es mußte genügen, dass sie offiziell als seine Gemahlin galt.
 
Was er brauchte, war eine neue Hauptgemahlin - eine junge Frau, die eingeweiht war in die ägyptischen Kulte und ihm einst eine gute GKG werden würde. Amuni schluckte. Er hatte immer gehofft, dass Hetemet-scheri diese Aufgaben erlernen würde! Aber das war nun eine leere Hoffnung aus der Vergangenheit, die sich nicht erfüllt hatte.
Was der Kronprinz auch wußte, war, dass er dieses Mal nicht sein Herz entscheiden lassen würde. Sowieso dachte er: "Die Liebe berührt unser Herz nur ein einziges Mal" - so war es schon egal, wen er zu seiner Frau machte, hauptsächlich mußte sie in das politische Kalkül des Reiches passen.
Er faßte also den bitteren Entschluß, schon bald nach der ankunft seines Vaters eine neue Braut zu wählen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #148 - 10/29/06 um 10:20:43
 
Als Bakenchons gegangen war -nicht ohne zu versprechen, morgen wiederzukommen, damit man besprechen könnte, wie man gegen die Verräter vorgehen würde-, krabbelte Meri-Atum auf allen Vieren leise wie ein kleiner roter Kater in die Gemächer seiner Mutter, während diese sich noch wusch und umkleidete, und ebenso vorsichtig in ihr Bett, zog sich da die Decke über den Kopf und schlief ein...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #149 - 10/29/06 um 10:36:11
 
Nefertari erschrak schon ein wenig, als sie Meti in ihrem Bett schlafend fand. Hatte der Kleine etwas gehört? Na, wenn schon! Bis Sesu ankam, hatte sie noch jede Menge Zeit, die Thebaner auf Linie zu bekommen.
 
*******
 
Am nächsten Morgen frühstückte die Königin im Kreise ihrer Familie.
Baketmut quengelte wieder einmal, weil sie ihre Träume, dass Chonsemwia Hoherpriester werden würde, einfach nicht aufgeben wollte. Nefertari nickte nur immer zu Baketmuts Ausführungen. Sie hörte gar nicht mehr richtig hin, galt es jetzt doch, die Verräter zu fassen - aber da fiel ihr ein, dass sie dazu ihre Mutter ja vielleicht in Dienst nehmen könnte!
"Frau Mutter, wenn ihr unbedingt wollt, dass Chonsemwia dieses Amt erlangt, dann solltet ihr Unterstützer im thebanischen Adel für dieses Vorhaben finden und benennen, damit ich dem König, er lebe, sei heil und gesund, gegenüber ein paar schlagkräftige Argumente habe!"
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