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Die Stadt des Amun (Gelesen: 567784 mal)
Tawabet
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1350 - 12/31/06 um 16:16:36
 
"Ich hab dir gesagt, du sollst auf ihn aufpassen!" Die Stimme ihres Schwiegervaters war so deutlich zu hören, dass Nefertari zusammenzuckte. "Ich wußte, dass er Unsinn machen wird! DU bist dafür verantwortlich! Du hast mir gelobt, ihn vor sich selbst zu beschützen... Liebe! Was ist das, was zählt das? Liebe ist eine Krankheit, unter der Menschen leider leiden... Nun ist es geschehen... Alles ist dahin, alles! Hätte ich mein Erbe doch einem Würdigeren hinterlassen!"
Nefertari konnte ihn jetzt sogar erkennen. Sethos tobte, wie er es zu Lebzeiten immer getan hatte, wenn sein Sohn einen Fehler begangen hatte.. Dass sein Sohn offenbar entkräftet und im Sterben lag, schien den Ach nicht zu kümmern. Wahrscheinlich fander das nur gerecht.
"Das Königtum steht über allem, aber der Unwürdige hat es leichtfertig geopfert, damit eine Frau am Leben bleibt. Das ist doch lächerlich! Damit hat er große Schande über unsere Familie gebracht..." Der Geist kam Nefertari und dem halbtoten Ramses immer näher. "So ein schlimmes Verbrechen hat noch nicht einmal der Ketzer auf sich geladen!"
 
Nefertari ließ den Totengeist schimpfen und schreien, hörte ihm aber mit wachsender Unruhe zu. Offensichtlich hatte Ramses, wenn sie es recht verstanden hatte, seinen Ka hingegeben, um Isisnofret zu retten. Das war vielleicht dumm und voreilig gewesen, aber typisch für ihren Mann...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1351 - 12/31/06 um 16:25:34
 
Isisnofret hingegen war so munter wie an dem Morgen vor dem Brand.
Das einzige Symptom, unter dem sie litt, war, daß ihre Stimme noch angegriffen war, ansonsten fühlte sie sich kräftig und gesund und sie freute sich darüber, daß auch ihrer kleinen Ta-ini und auch keinem anderen ihrer Kinder nicht ein einziges Haar gekrümmt worden war.  
Nachdem sie sich von Panewi hatte frischmachen lassen, nahm sie ihr Baby auf den Arm und ließ sich bei ihrem Gemahl melden...
 
********
 
Iryiry räusperte sich.
Wahrscheinlich waren hier böse Mächte am Werk...
Ob es sicherer wäre, den König in ein anderes Gemach bringen zu lassen?
 
"Herrin?" sprach Iryiry Nefertari fragend an. "Was sollen wir nun tun?"
Da klopfte es an der Tür...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1352 - 12/31/06 um 16:31:24
 
Nefertari überlegte fieberhaft.
Als Isisnofret hereinkam, nahm sie kaum Notiz von dieser Frau. Es war ja schön, dass sie wieder wohlauf war, aber
dass Ramses nun so geschwächt war und seinen Ka verloren hatte, war eine schreckliche Niederlage. Trotzdem wußte Nefertari, dass sie Isisnofret daraus keinen Vorwurf machen durfte.
"Er hat sich geopfert, damit du lebst", erklärte sie kurz die Situation. Dann wandte sie sich an Iryiry: "Hol meinen ältesten Sohn und Chaj. Wir müssen beratschlagen, was zu tun ist!"
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1353 - 12/31/06 um 16:42:44
 
Bei Nefertaris Worten war Isisnofret blaß geworden und mit wackeligen Knien hatte sie sich mit Ta-ini an Ramses' Bett niedergelassen.
Sie erwiderte nichts auf Nefertaris Behauptung, betrachtete nur nachdenklich seine verbundenen Hände und schob schließlich ihre schmalen, kleinen Finger zwischen seine, die aus den Binden herausguckten.
Ramses sah Isisnofret an und ein Lächeln huschte über sein Gesicht.
Den fluchenden Ach in der Ecke ignorierte er...das Beste war immer gewesen, seinen Vater mit Nichtachtung zu strafen...
 
Iryiry sauste davon und kam bald darauf mit Chaj wieder, der seine Mutter fröhlich angrinste und dann Nefertari als erste Gemahlin seines Vaters formvollendet ansprach, um doch verwundert nach dem Befinden seines Vaters zu erkundigen.
Der Diener hatte ihm zwar eine Menge verworrener Erklärungen geliefert, aber aus denen war er nicht recht schlau geworden...
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« Zuletzt geändert: 12/31/06 um 18:33:17 von Meritenramses »  


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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1354 - 12/31/06 um 17:04:52
 
Nefertari beachtete die zweite Gemahlin ihres Mannes kaum. Isisnofret konnte ja nichts für den Leichtsinn ihres Mannes. Stattdessen sah sie Chaj an. "Chaemwaset, du bist der Klügste von Ramses' Söhnen. Dein Vater hat eine klitzekleine Dummheit begangen. Aus Liebe zu deiner Mutter ging er des Königlichen Kas verlustig. Keiner weiß, wie es geschehen konnte, doch scheint der gesamte Schutz, der über ihm und uns lag, zu schwinden. Wir müssen ihm irgendwie helfen, sonst wird er sterben!"  
Sie schielte zu dem tobenden Ach hinüber, der wutschnaubend mit seinem Chepesch drohte. "Weißt du, was man tun kann?"
Chaj hörte sich Nefertaris Ausführungen an und zuschte an seinem Finger. Das war eine sehr schwierige Aufgabe, die ihm die 1.GKG da stellte.
"Als erstes sollte man unseren Vater irgendwo hinbringen, wo er nicht von königlichen Insignien umgeben ist", überlegte er laut. "In irgendeine einfache Behausung, wo ihn niemand kennt..."
"Aber", wandte Nefertari ein, "das könnte gefährlich sein. Er hat hier nach wie vor viele Feinde! Wenn jemand mitbekommt, was passiert ist..."
"Dann darf es eben niemand erfahren. Erkläre den Leuten, dass der König nach der Genesung seiner Frau sich der Armee angeschlossen habe, die nach Libyen gezogen ist", überlegte Chaj laut. "Das würde seinen Aufbruch erklären."
Nefertari sah hilfesuchend zu ihrem ältesten Sohn hinüber, der mit entsetzten Blick auf den wütenden Ach starrte, der in der Ecke auf und ab wallte. Er hatte Sethos als liebenswürdigen alten Mann in Erinnerung, nicht als wutschnaubende Bestie.
Da er nicht antwortete, sprach Nefertari Isisnofret an: "Was denkst du über Chajs Vorschlag?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1355 - 12/31/06 um 17:21:10
 
Isisnofret löste ihren Blick von Ramses, der seine Augen wieder geschlossen hatte.
"Chaj weiß schon, was er sagte," bemerkte sie leise und lächelte ihren mittleren Sohn vertrauensvoll an. "Ich denke, das ist ein vernünftiger Vorschlag."
Wie hatte Sesu nur so etwas tun können?  
Sie war verwirrt, aber auch entsetzt und geschockt.
Chaj kratzte sich am kahlen Kopf.
"Hmmm," machte er. Das, was er sich schon immer gefragt hatte, fiel ihm plötzlich wieder ein:
Jeder Mensch besaß doch von Geburt an einen Ka, aber der Pharao bekam den königlichen Ka erst bei der Krönung verliehen...was passierte dann mit seinem eigenen, seinem ersten Ka?  
Wurde der von dem königlichen verdrängt? Und wenn ja, wo ging er dann hin?
 
Energisch nickte er.
"So wird es gemacht," bestimmte er, wenn sich schon sein ältester Bruder nicht dazu äußern wollte.
"Am besten gleich...nur wohin sollen wir Vater bringen lassen?"
Nefertari kannte sich doch in Theben aus...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1356 - 12/31/06 um 17:25:04
 
"In Hetemet-scheris Elternhaus!" schlug Amunherchepeschef vor. "Tawabets Pächter sind vor kurzem ausgezogen."
"Na, wenn das mal gut ist, da liegt doch der Tempel seines Vaters daneben!" wandte Nefertari ein. "Könnt ihr ihn nicht auch sehen und hören? Oder bin ich verrückt?" Sie war ziemlich verängstigt...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1357 - 12/31/06 um 17:51:05
 
Amunherchepeschef nickte langsam.
Jetzt begann er zu begreifen, warum sein Vater zu dem seinen kein besonders gutes Verhältnis gehabt hatte.
 
Da mischte sich Isisnofret ein:
"Nein," widersprach sie. "Der Weg dahin ist viel zu lang und ein Bauernhof auf dem Land...nein..." Sie schüttelte bestimmend den Kopf. "Weder kann dort Ramses' Versorgung noch für seine Sicherheit garantiert werden. Shejerades alte Villa in Ascheru ist ideal...sie bietet allen Komfort und ist von einer großen Umfassungsmauer umgeben!"
Und vom Palast aus war dieses Haus schnell zu erreichen und man brauchte nicht über den Nil zu fahren...
 
Dem Ach ihres Schwiegervaters einen verängstigten Blick zuwerfend fragte sie schließlich -und ein eiskalter Schauer überlief sie dabei: "Er wird doch nicht sterben, oder?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1358 - 12/31/06 um 18:18:20
 
"Ja, das ist wahr!" stimmte Nefertari zu, auch wenn ihr die bloße Erwähnung Shejerades einen Stich im Herzen gab.
"Das alte Haus von Tawabet ist ganz und gar nicht geeignet!"  
Sie sah ihren Mann unglücklich an. "Bringt ihn in Sicherheit!" befahl sie.  
Der Totengeist Sethos' sah Amunherchepeschef böse an. "Du!" fauchte er seinen Enkel an. "Du wirst seinen Fehler wieder gut machen! Du wirst den königlichen Ka zu unserer Familie zurückholen. Sonst wird dein Vater sterben!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1359 - 12/31/06 um 18:28:22
 
"Ich?" Amuni legte die Hand auf seine Brust und blickte zwischen seiner Mutter, Isisnofret und dem wütenden Ach hin und her. "Wie soll ich denn das bewerkstelligen? Wir wissen doch noch nicht einmal genau, was geschehen ist!"
Besorgt sah er nun zu, wie Iryiry alle Vorkehrungen für den Umzug des Königs -ja, war er das denn überhaupt noch?- traf.
Der Diener packte jedoch nur wenig ein, denn auf vielen Wäschestücken und Gewändern befanden sich Stickereien, die u.a. auch Kartuschen zeigten...diese Kleidungsstücke waren bestimmt gefährlich für seinen Herrn!  
 
"Vielleicht wird es Vater ja in der Villa bessergehen und er wird uns sagen können, was vorgefallen ist," hoffte Amuni und rollte die Augen, als der Ach weitertobte.
Isisnofret hatte bei Sethos' Worten Ramses' Hand gedrückt und zu Boden geblickt.
Sethos' Geist ständig ansehen und auch noch hören zu müssen, war einfach zuviel für sie...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1360 - 12/31/06 um 18:44:31
 
"Du kümmerst dich um Ramses!" sagte Nefertari zu Isisnofret. "Da er aus Liebe zu dir gehandelt hat, wird es dir am ehesten gelingen, ihn am Leben zu erhalten und vor seinem rachsüchtigen Vater zu schützen."
Sie hatte nämlich beobachtet, dass sich Sethos Ramses nicht näherte, seit Isisnofret neben ihm saß.
"Und du, Amuni, du wirst mit Chaj herausfinden, wie du den königlichen Ka zurückholen kannst. Allen anderen verratet ihr nichts von diesem Malheur. Das könnte sonst üble Folgen haben."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1361 - 12/31/06 um 18:53:06
 
Ausnahmsweise stimmte Isisnofret der ersten Gemahlin ihres Mannes zu.
Sie befahl Iryiry, Panewi und Baret Bescheid zu sagen, damit die beiden die Truhen für Ta-ini und sie packen konnten.
Nun musste sie schon wieder in dieses Haus ziehen...
 
Ramses schien alles zu verschlafen.
Er hatte sich kein bißchen gerührt, seitdem er eben eingeschlummert war.
Jedoch öffnete er die Augen, als Iryiry und Amuni ihn aufrichteten.
Widerstandslos ließ er sich in eine Sänfte verfrachten, als würde er gar nicht verstehen, was man mit ihm anstellte...
 
"Kommst du mit?" fragte Amunherchepeschef seine Mutter, als Ramses, Isisnofret und Ta-ini hinausgebracht wurden. "Vielleicht ist Vater in der Lage, eine Erklärung abzugeben, wenn er sich außerhalb des magischen Schutzwalles befindet!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1362 - 12/31/06 um 19:17:51
 
Nefertari nickte. "Ja, freilich komm ich mit!" sagte sie. "Hoffentlich geht es ihm draußen besser."
Sie machte sich ernsthafte Sorgen um Ramses. Nicht, weil sie fürchtete, dass seine Macht mit dem königlichen Ka verschwunden war, sondern, weil sie wirklich fürchtete, dass ihr Mann stürbe.
"Vielleicht muß man ihn noch mal krönen?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1363 - 12/31/06 um 19:32:02
 
"Möglicherweise..." Chaj lief neben seinem ältesten Bruder und der ersten GKG her. "Aber wenn der kgl. Ka nicht noch einmal in ein und denselben Leib fahren will?"
Amuni und Chaj fuhren mit dem Streitwagen schon einmal vor, während Nefertari den kurzen Weg mit ihrer Sänfte zurücklegte.
 
Die Diener hatten Ramses in das Schlafzimmer im zweiten Stock gebracht, wo Isisnofret während der Quarantäne geschlafen hatte, vor wenigen Dekaden, als man befürchtet hatte, sie wäre von einem Dämon besessen gewesen.
Isisnofret hatte mit Argusaugen darüber gewacht, was Iryiry mit ihrem Mann anstellte...
Freundlicherweise hatte sich Amunhotep bereit erklärt, ebenfalls in die Villa überzusiedeln, um den kranken König medizinisch betreuen zu können...
 
Ta-ini quietschte und bog sich auf dem Arm ihrer Mutter, die ihr endlich den Gefallen tat und einfach zu ihrem Vater auf's Bett setzte, wo das kleine Mädchen, das die Lage selbstverständlich noch gar nicht erfassen konnte, auf Ramses' Brust robbte und ihm die Fingerchen in den Mund steckte.
 
Isisnofret empfing Nefertari, Amuni und Chaj mit gemischten Gefühlen.
Sie hatte ein schlechtes Gewissen, hatte Ramses sich doch ihretwegen zu diesem Schritt entschieden...und sie machte sich -wie Nefertari anscheinend auch- furchtbare Sorgen um ihren Gemahl...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1364 - 12/31/06 um 20:02:40
 
"Du brauchst dich nicht zu grämen, weil er so gehandelt hat!" sprach Amunherchepeschef die Worte aus, die Nefertari schon lange auf der Zunge lagen. "Es war ganz und gar seine Entscheidung. Ich werde schon einen Weg finden, Opas Forderungen nachzukommen..."
Er deutete auf den Schemen, der an der Decke zu sehen war. Offensichtlich hatte Ramses' Handlung Sethos' Ach auf den Plan gerufen, der sich nicht so einfach wieder vertreiben ließ.  
"Vielleicht sollte man ihn fragen, was du tun mußt, mein Sohn?" fragte Nefertari hoffnungsvoll.
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