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Die Stadt des Amun (Gelesen: 624172 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1170 - 12/17/06 um 10:23:52
 
Harchuf erkundigte sich unterdessen am Tor nach Paraherwenemef.
Da er ein Empfehlungsschreiben des Kommandanten von Sile dabei hatte, ließ man ihn passieren.
Einer der Wachen brachte ihn zum Haupteingang des Palastes, wo er von einem Hausdiener in eines der Empfangszimmer gebracht wurde.
 
Da der Prinz schlief, fragte der Diener bei der Zofe der GKG nach, was er nun dem Besucher ausrichten sollte.
Die Zofe wiederum bat ihn zu warten und fragte bei ihrer Herrin, die gerade mit ihrer Freundin in ihrem Wohnzimmer saß, nach.
Sie wartete, bis Tawabet zu Ende gesprochen hatte, dann entschuldigte sie sich: "Verzeiht, daß ich euch störe, Herrin, es ist ein Gast angekommen, der den Prinzen Paraherwenemef zu sprechen wünscht. Was soll man ihm sagen?"
 
********
 
Ramses war tatsächlich eingeschlafen, wurde aber etwa zu der Stunde, in der Harchuf im Palast ankam, von Iryiry geweckt, der ihm eine heiße Rinderbrühe mit Lauch und Graupen servierte.
 
Nach Iryiry, der die Tür zu den Wohnung des Königs offenstehen gelassen hatte, kam Nubherhesbed hineingetappt. Sie hielt sich mit beiden Händchen am Türrahmen fest und setzte vorsichtig ein Füßchen vor das andere...hier war sie ja noch nie gewesen...
Staunend legte sie den Kopf in den Nacken und sah sich um.
Da nirgendswo irgendein Möbel zum Festhalten in ihrer Reichweite stand, ließ sie sich auf alle Viere hinab und krabbelte geschwind auf die nächste Tür zu, wo sie sich wieder hochzog und um die Ecke lugte.
Da, da hinten, da sprach jemand.
 
Neugierig wackelte Nubherhesbed weiter...grapschte, als ihre Füßchen nicht so schnell wollten wie sie und sie das Gleichgewicht verlor, nach einem hohen Vasenständer, der prompt ins Wanken geriet...
Die Vase fiel herunter, zischte haarscharf an ihr vorbei und zerbrach auf dem Boden.
Verängstigt ließ sich das kleine Mädchen fallen und fing an zu weinen, als plötzlich ein Riese auftauchte und sie vom Boden aufklaubte...
"Psst," flüsterte der Riese mit heiserer Stimme und nahm sie auf den Arm, hieß den anderen, kleineren Riesen, die Scherben wegzuräumen und brachte sie in ein helleres Zimmer, wo er sich mit ihr auf ein Bett setzte.
Nubherhesbed war die ganze Situation nicht geheuer.  
Zwar hatte sie schon gesehen, daß ihre Mutter mit dem Mann, auf dessen Schoß sie nun hockte, gesprochen hatte und daß ihr Bruder, Meri-Atum, auf dessen Schultern durch den Palast getrabt war, aber allein war sie mit dem noch nie gewesen und deshalb fing sie nun nur noch schlimmer an zu heulen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1171 - 12/17/06 um 10:49:29
 
Nefertari zögerte, weil sie nicht gewohnt war, Freunde ihrer Söhne in ihren Privatgemächern zu empfangen, aber wenn Harchuf schon solche Mühen auf sich nahm, dann hatte das sicher etwas zu bedeuten. Ein einfacher Krankenbesuch schien der Königin das nicht zu sein.
"Bitte ihn herein!" sagte sie daher zu Ka-nefer-nefer, die heute bei ihr Dienst tat. "Er soll seine Sachen ablegen und hier bei uns warten, bis der Prinz erwacht ist."
 
Die Abwesenheit von Nubherchesbed hatte sie noch gar nicht bemerkt...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1172 - 12/17/06 um 11:05:50
 
Harchuf war sehr überrascht, in die Privatgemächer der Königin geführt zu werden.
Er warf sich vor Nefertari zu Boden -Ka-nefer-nefer hatte ihn instruiert, wie er sich zu verhalten habe- und wartete, bis man das Wort an ihn richtete...
 
*****
 
Nubherhesbed wollte sich gar nicht beruhigen...
Da Ramses das Sprechen ohnehin schwerfiel, unterließ er es gleich: gegen das Geplärre des Kindes kam er sowieso nicht an.
Stattdessen klopfte er seinem Töchterchen, das so gar nichts von dem fremden Vater wissen wollte, auf den Rücken und gab ihm ein Stück Brot, das die Kleine zwar festkrallte, aber nicht aß...
Sie weinte weiter, untröstlich und mit dicken Kullertränen, enttäuscht von dem unerwarteten Ausgang ihres ersten Abenteuers -noch nie hatte sie sich so weit von ihrer Mama weg gewagt und dann war sie gleich in so eine Bredouille geraten!
 
Als sie für einen kurzen Moment ihr Geschrei unterbrach, um nach Luft zu holen, wagte Ramses einen erneuten Versuch.
"Ach, Nubi," seufzte er und strich dem kleinen Mädchen über dessen schon ganz feucht geschwitzten Korkenzieherlöckchen. Sie stutzte. Woher kannte der Riese ihren Namen?
Unwillig bog sie den Kopf weg, als er eine ihrer Locken in die Länge zog und sie wieder zurückspringen ließ, und begann, nach ihrer Mama zu heulen...
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1173 - 12/17/06 um 11:21:44
 
Nefertari lächelte und bat Harchuf, der ein wenig verunsichert wirkte, sich auf eines der Sitzkissen zu setzen.
"Du bist also ein Kommilitone meines Sohnes?" fragte sie. "Und hast diese weite Reise nur gemacht, um ihn zu besuchen? Das ist aber rührend!"
 
Irgendwo hörte sie Kindergeschrei. Tawabet merkte auf. War das Sethi? Nein, dessen Stimme klang anders...
Auch Nefertari schien das Gebrüll zu hören...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1174 - 12/17/06 um 11:32:15
 
Harchuf nickte stumm.
"Wir dienen zusammen in Sile, meine Königin," erwiderte er schüchtern und zeigte Nefertari das Schreiben des Festungskommandaten. "Mein Herr wünscht auch zu erfahren, wie es Wenemi...äh, dem Prinzen ergeht!"
 
*****
 
Erstaunlicherweise machte Nubherhesbed aber keine Anstalten zu flüchten.
Sie wusste nicht so recht, was sie von dem Typen da halten sollte, der so ganz anders aussah als die Leute, die sie sonst in ihrem kurzen Leben kennengelernt hatte.
Er war ja ganz lieb zu ihr, aber schien auch nicht so recht zu wissen, was er mit ihr anstellen sollte.
"Mamamamama," schniefte sie und drehte suchend das Köpfchen hin und her.
"Na, komm," flüsterte der heisere Riese endlich und streichelte ihr die Tränchen von den Wangen. "Dann gehen wir die Mama mal suchen..."
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1175 - 12/17/06 um 12:37:03
 
"Berichte, was in der Festung passiert ist!", begehrte Nefertari zu wissen.
"Hat der Prinz Paraherwenemef dort auch solche Erscheinungen gehabt?"
 
Schritte näherten sich, Geschrei war zu hören. "Das ist doch Nubi!" wandte sich Nefertari an Tawabet. "Ich dachte, sie ist bei Amunherchepeschefs Kindern!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1176 - 12/17/06 um 12:46:10
 
Harchuf nickte.
"Deshalb ist er ja beurlaubt worden, Gebieterin," antwortete er. "Er war nicht mehr in der Lage, den Wachdienst in der Nacht zu übernehmen. Er hat mehrmals Alarm geschlagen, weil er etwas gesehen haben wollte, das aber überhaupt nicht da war!"
 
*******
 
Ramses gab die unglückliche Nubherhesbed bei der alten Baket ab, die gerade Meri-Atum, Tachat und Sethi beaufsichtigte, die ausnahmsweise einmal ohne sich zu zanken und ganz friedlich miteinander spielten.
Er war etwas betrübt, daß die Kleine sich gar nicht an ihn gewöhnte, da er sich noch gut daran erinnerte, wie süß und brav sie als Neugeborenes in seinem Arm gelegen und geschlafen hatte, aber anscheinend hatte die lange Trennung von diesem Teil der Familie dazu geführt, daß Nubi nun gar nichts mehr von ihm wissen wollte.
 
Da Ramses sich überhaupt nicht krank fühlte -er hatte lediglich Halsweh und seine Stimme war etwas angegriffen-, behagte ihm die auferzwungene Ruhe nicht sonderlich.
Es war so ein schöner, sonniger Tag, den er eigentlich nicht verschlafen wollte und ein wenig frische Luft würde ihm bestimmt gut tun...
 
Wenig später verließen Isisnofret und er mit Descheret und Meri-Amun den Palast.
Sie ritten -ganz im Gegensatz zu Ramses' sonstigen Gewohnheiten- nach Süden, an Ipet-resit vorbei und  am Nil entlang, stiegen ab, als sie die Stadt hinter sich gelassen hatten und wanderten Hand in Hand durch die grünen Felder und Palmenhaine...
Sie kamen durch einen kleinen Weiler, wo sie die Einladung einer alten, fast zahnlosen Fellachin zum Tee gerne annahmen.
Die Frau, die gar nicht ahnte, wen der Nordwind ihr da ins Haus geweht hatte, freute sich über den unverhofften Besuch und bewirtete das Paar nach allen Regeln der Gastfreundschaft, wie es sich geziemte, bis Ramses und Isisnofret ihre übereifrige Gastgeberin schließlich davon abhalten mussten, noch mehr Tee zu kochen.
Der Kräutersud, den ihnen die Alte kredenzt hatte, half auf wunderbare Weise gegen Ramses' Heiserkeit und Halsweh...
 
"Verrate das aber nur nicht Ramessu-nacht," raunte Isisnofret und zwinkerte ihrem Gatten schelmisch zu. "Der Arme fürchtet sich sonst nur wieder, sein prachtvolles Grabmal und all seine Privilegien zu verlieren, wenn er erfährt, daß dir die Teemischung einer einfachen Bäuerin besser geholfen hat als seine Tränke und Sprüche!"
"Vielleicht sollte ich die Alte mal fragen, ob sie auch ein Mittel gegen die Krankheit der Hälfte des Kopfes kennt," flüsterte Ramses zurück und als die Frau, die gerade weggegangen war, um neuen Tee zu holen, wiederkam, tat er das auch.
Sie bat ihn, ihr zu zeigen, wo der Dämon saß, der ihn quälte und bat ihn um die Erlaubnis, ihn dort berühren zu dürfen.
Ramses gestattete es ihr, jedoch, als die Alte die Hand ausstreckte, zuckte sie zurück, bevor ihre Fingerspitzen seine Schläfe erreichten.
 
Sie erstarrte mitten in der Bewegung, nur ihre Unterlippe fing an zu zittern.
"Ich kenne diesen Dämon," sagte sie leise und senkte ihren Blick. "Ich habe seine Gegenwart schon einmal gefühlt..."
Dann lächelte sie milde und zog einen kleinen Beutel hervor.
"Das ist die Kräutermischung für den Hustentee," erklärte sie. Sie wagte es jedoch nicht, das Leinenpäckchen Ramses selbst in die Hand zu geben, sondern legte es vor seine Füße auf die Matte...
 
Isisnofret und Ramses schenkten ihr einen Kupferring zum Abschied, den sie dankbar küsste, bevor sie ihre Gäste hinausbegleitete.
Sie sah zu, wie die beiden sich auf ihre Pferde schwangen und nach Norden davongaloppierten, und sie sah ihnen noch lange nach, selbst als sie schon hinter den Palmen an der Wegbiegung verschwunden waren.
Welch seltsame Fügung, daß die Götter den König gerade jetzt in ihr Haus geführt hatten...
 
*******
 
"Eine komische Alte," meinte Ramses und räusperte sich, zügelte seinen Rappen etwas, weil sie den Stadtrand erreichten und der Verkehr auf den Straßen zunahm. Einige Leute strebten dem Nilufer zu, um sich mit den Fähren übersetzen zu lassen, ein paar Eselskarren verstopften die Wege...
"Das muß an deiner ganz besonderen Ausstrahlung liegen," neckte Isisnofret ihren Mann. "Die du ja nachweislich auf das weibliche Geschlecht hast..."
"Ach?" Ramses grinste und Isisnofret schüttelte den Kopf. "Du Unhold! Du tust es schon wieder!" schimpfte sie lachend. "Hör sofort auf damit, ich guck gar nicht hin!"  
Sie entdeckte eine freie Seitenstraße, wendete Descheret und stob davon.
Bis ihr Mann ihr allerdings folgen konnte -so schnell hatte er nicht reagiert-, dauerte es eine Zeitlang, aber schließlich hatte Ramses sie eingeholt...
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« Zuletzt geändert: 12/17/06 um 16:13:19 von Meritenramses »  


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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1177 - 12/17/06 um 20:45:33
 
"Er wird von enem Totengeist verfolgt", warf Tawabet ein. "Ein sehr mächtiger Totengeist. Wie es aussieht, hat er etwas angestellt..."
Nefertari nickte. "Hat er dir vielleicht etwas erzählt?" wollte sie von Herchuf wissen. "Denn im Moment ist er nicht mehr in der Lage, unsere Fragen zu beantworten!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1178 - 12/17/06 um 20:50:58
 
Harchuf blinzelte nervös.
"Herrn, es wäre besser, wenn der Prinz euch selbst berichtet," sagte er und setzte fast flehend hinzu: "Bitte, fragt mich doch nicht weiter!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1179 - 12/17/06 um 20:57:14
 
Das klang doch fast so, als ob der junge Mann etwas wußte! Daher ließen die beiden Frauen nicht locker.
"Es wäre tatsächlich besser, aber es hilft nichts. Wenn wir eine Heilungschance haben wollen, müssen wir wissen, ob er etwas verschuldet hat. Also, falls er dir etwas gesagt hat, mußt du es verraten!" sagte tawabet und Nefertari setzte mit hochgezogenen Augenbrauen hinzu: "Oder muß ich es dir befehlen?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1180 - 12/17/06 um 21:00:13
 
Harchuf seufzte und ließ den Kopf hängen.
Nun saß er wirklich in der Klemme.
"Aber ich habe Wenemi doch mein Versprechen gegeben," zierte er sich.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1181 - 12/17/06 um 21:13:37
 
"Es ist ein Notfall", versuchte Tawabet es noch einmal auf die gute Tour. "Er würde dich sicher von seinem Versprechen entbinden, wenn er dazu noch in der Lage wäre!"
Nefertari aber sah den Soldaten nur streng an. Ihr Gesicht strahlte Autorität aus, als sie sprach: "Ich entbinde dich von diesem Schwur. Dir wird nichts geschehen! Sage uns, was vorgefallen ist!"
 
***********
 
Padi und Hori drehten sich nach der gestürzten jungen Frau um. Die mochte im Alter ihrer verstorbenen Schwester sein. Sie schien eine niedrige Tätigkeit auszuüben, was man an ihrer abgerissenen Kleidung sofort erkennen konnte.
Die beiden Jungs, die von ihrer Mutter oft genug zu hören bekamen, dass sie nur durch einen glücklichen Zufall so gut dastenden, reichten Baket je eine Hand: Hori nahm sie bei der rechten, Padi bei der linken. "Sollen wir einen Arzt holen?" fragte Hori.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1182 - 12/17/06 um 21:17:20
 
Harchuf seufzte und dann erzählte er langsam und stockend von dem Mädchen, das Paraherwenemef nach Pi-Ramesse gebracht hatte, von dem schmutzigen Zimmer am Hafen, von der Abtreibung, daß Wenemi Mohnpulver aus den Beständen eines Palastarztes (er wusste aber nicht, von wem) entwendet hatte...davon, daß die Hure verblutet war und sie gemeinsam -ihm graute es noch jetzt bei dem Gedanken daran und er erschauderte- die Leiche in einem Kanal versenkt hätten....
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1183 - 12/17/06 um 21:37:26
 
Nefertari wurde ob des Geständnisses abwechselnd weiß und rot im Gesicht. Sie schnappte förmlich nach Luft. Ihr Sohn, ein Mörder! Nein, von ihr hatte er diese katblütige Art nicht! "Ihr habt sie in den Kanal geworfen? Dann muß man den armen Bauern, der für ihren Tod verantwortlich gemacht wird, sofort laufen lassen!"
Sie winkte Ka-nefer-nefer und befahl ihr, den Wesir herbeizuholen.
 
Tawabet fixierte Harchuf mit ihrem Blick. "Weißt du den Namen der toten Hure? Bitte, versuche dich zu erinnern, denn das ist verdammt wichtig!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1184 - 12/17/06 um 21:41:53
 
Harchuf schluckte und stotterte nur noch.
"Ich...äh...ich, ich weiß nicht..."
Je krampfhafter er versuchte, sich daran zu erinnern, desto weniger fiel ihm der ein.
"Die Weiber da hatten alle irgendwelche Künstlernamen..."
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