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Die Stadt des Amun (Gelesen: 656681 mal)
Meritenramses
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1035 - 12/10/06 um 19:36:05
 
"Vielleicht vertreibt ihre Anwesenheit ja den Dämon," erwiderte Ramses trocken. "Wenn dieser erkennt, das wir hier noch viel schlimmere haben..."
Er nickte Nefertari freundlich zu, als Iryiry sie hinausbegleitete und widmete sich weiter seinen Briefen, machte sich ein paar Notizen und legte den ganzen Stoß beiseite, als sein Diener ihm verkündete, das Bad wäre bereit.
 
Nach dem Baden wurde er von Iryiry mit einem wohlduftenden Balsam eingerieben, bekam frische Unterwäsche und ein warmes, dickes Wintergewand aus weichem Leinen, in das verschiedene Muster eingewebt waren und ließ sich bei Isisnofret melden...
 
 
*********
 
Baketmut wartete unterdessen auf ihre Tochter.
Sie war bester Laune, denn der Tag des Triumphes war nah!
Heute hatte sie deshalb den Koch angewiesen, ein richtiges Festtagsmenu zuzubereiten.
UND einen Überraschungsgast hatte sie auch...
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Tawabet
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1036 - 12/10/06 um 19:47:10
 
Nefertari ließ sich in einer Sänfte zu ihrer Mutter bringen.
Dort wurde die Königin von der gesamten Dienerschaft freudig begrüßt.
Nefertari ließ entstieg der Sänfte mit einem freundlichen Lächeln. "Mutter!" rief sie und streckte die Arme aus. "Wie geht es dir?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1037 - 12/10/06 um 19:52:09
 
"Mein liebes Kind!" Überschwenglich erwiderte Baketmut Nefertaris Gruß das ist ja wie in einer amerikanischen Soap und umarmte ihre Tochter.
"Es könnte besser nicht sein! Bald wendet sich alles zum Guten...und wie geht es dir? Hast sicher wieder viel zu tun gehabt? Komm' erst mal rein!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1038 - 12/10/06 um 19:55:03
 
"Paraherwenemef ist schrecklich krank, Mutter! Außerdem waren die Libyer da, du weißt ja, da konnte ich nicht fehlen. Es ist alles wunderbar aufgegangen, es wird einen Krieg im Norden geben! Sicher wird alles bald gut werden - wenn Wenemi doch wieder gesund würde! Bestimmt hat ihn ein böser unterägyptischer Magier verflucht!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1039 - 12/10/06 um 19:57:51
 
"Jaja, sicher, sicher..."
Baketmut geleitete ihre Tochter in die Mittelhalle, wo Chonsemwia schon auf einem bequemen Sessel saß und seinen gichtigen Fuß hochgelegt hatte.
Sie bat Nefertari, sich zu setzen und befahl dem Diener, einen Aperitif zu reichen.
"Was sagst du?" erkundigte sie sich. "Was ist mit Wenemi los?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1040 - 12/10/06 um 20:02:23
 
"Er ist krank. Ein böser Zauber scheint ihn zu quälen! Bisher konnte ihm keiner helfen!" klagte Nefertari ihrer Mutter ihr Leid. "Bestimmt irgendein Hyksosfluch!"  
Dann ging sie erst einmal zu ihrem Vater hinüber. "Vater, geht es dir gut?" fragte sie. Sie wußte, dass er nichts mit der Rebellion zu tun hatte, auch wenn ihre Mutter heute offensichtlich wieder einmal versuchte, ihn mit in das Schlamassel hineinzuziehen.
Erst dann setzte sie sich anmutig auf ihren Stuhl und nahm von dem süßen Dattelwein, den der Diener jetzt servierte.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1041 - 12/10/06 um 20:05:37
 
"Ach, Kind, die alten Knochen, du weißt doch!" antwortete Baketmut für ihren Mann und tätschelte ihm beschwichtigend über die Hand.
"Nein, für meinen Mann keinen Wein, lieber einen Kräutertee," wies sie den Diener an und übersah geflissentlich Chonsemwias genervtes Augenrollen.
"Was für ein böser Fluch denn?" hakte sie dann nach und nickte mitfühlend. "Der arme, arme Junge, ich fand es ja nie richtig, daß er im Norden bei dem ganzen Fremdländergesocks dienen musste!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1042 - 12/10/06 um 20:10:13
 
Isisnofret erstaunte es, daß Ramses sich wieder bei ihr anmeldete, sie war gerade beim Abendessen. Sie hatte erwartet, daß die wichtigen Gespäche, die er hatte führen müssen, länger dauern würden.
Schmunzelnd reckte sie sich hin und her, weil sie lange nicht mer mit dem Bogen geübt hatte, hatte sich wieder ein leichter Muskelkater eingestellt.
Daß er nur noch solch knappe Besuche bei Nefertari abhielt, etging ihr keinesfalls und es war ihr unbehaglich dabei zumute...
"Na, was läßt du ihn denn vor der Tür stehen, laß ihn ein, deinen König," forderte sie Panewi auf, daraufhin, als ob sie das gerade erst begriff, zurück zur Tür eilte und sie weit öffnete, sich daneben stehend tief verbeugend.
"Wie geht es deinem Sohn," wollte sie gleich wissen, als Ramses eintrat.
 
**************
 
Die Schmerzen in Amuneminets Bein waren auf dem Weg zurück zum Palast immer verherender geworden. Er fühlte seinen Fuß kaum noch und konnte ihn ebenso wenig bewegen, ohne gleich aufbrüllen zu müssen.
Mit Sicherheit war das Bein gebrochen!  
Kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn, als die Wachposten am Palasttor übernahmen, die den Vorsteher des Baues des Millionenjahrehauses des Königs und Vertrauten des Königs sofort erkannten.  
Sie brachten ihn in das Gästequartier, in dem er hin und wieder übernachtete. So ein dummes Mißgeschick aber auch, Ameni ärgerte sich über sich selbst.
Jemand schickte sofort nach einem Arzt und Amenis Diener, der ihm im Palast zur Verfügung stand.  
Sicher würde ihn das um Dekaden ans Bett fesseln, das ahnte er schon jetzt voller Groll auf sich selbst!
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Liebe einen Menschen dann am stärksten, wenn er es am wenigsten verdient hat. Dann braucht er dich am meisten!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1043 - 12/10/06 um 20:11:48
 
"Ja, und da hat ihn wohl eine Hexe mit ihrem bösen Blick getroffen! Jetzt liegt er krank darnieder und phantasiert. Mutter, wenn morgen abend die Versammlung ist und ich nicht im Palast sein kann, da wäre es mir am liebsten, den Jungen in guten Händen zu wissen. Kannst du dich bitte um ihn kümmern?"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1044 - 12/10/06 um 20:26:21
 
"Nicht gut," antwortete Ramses kurz und zog ein besorgtes Gesicht, mopste Isisnofret ein Stück Gurke -schließlich hatte er noch nichts gegessen- und berichtete ihr, daß er mit Nefertari zusammengetroffen war. "Morgen wird sie mich den Aufständischen als den lang angekündigten libyschen Heerführer vorstellen," sagte er und zog die Nase kraus. "Hoffen wir, daß alles so klappt, wie wir uns das vorstellen!"
 
*********
 
Amenhotep kam mit seinen Gehilfen in Amenis Zimmer gehumpelt.
Er sah sofort, was los war und blickte seinen Patienten mitfühlend an.
"Ich muß das Bein richten," sagte er. "Das wird sehr wehtun!"
 
*********
 
Baketmut ließ sich ihre Enttäuschung nicht anmerken: jetzt würde sie das wunderbare Fest versäumen!
"Natürlich," antwortete sie mit unbewegter Miene. "Natürlich werde ich achtgeben, daß keiner der unterägyptischen Quacksalber ihm zu nahe kommt...bestimmt steckt dieser Sohn der auarischen Hexe dahinter, dieser Chaemwaset! Welch ein Frevel, daß DIESER Junge diesen Namen trägt...das besudelt ja den Namen UNSERER heiligen Stadt!"
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1045 - 12/10/06 um 20:33:37
 
"Ja, eine echte Schande!" stimmte Nefertari ihr zu. dabei mochte sie den ruhigen, gelehrsamen Chaj herzensgerne. Wie tapfer er sich heute Nachmittag dem Dämon in den Weg gestellt hatte! Dass Baket ausgerechnet ihn verdächtigte, sprach Bände! Irgendwie schien bei ihrer Mutter ein Stück der Teilungsisfet hängen geblieben zu sein.
 
***********
 
Tawabet war durch einen Diener von Amenis Unfall erfahren und sich sofort zum Palast aufgemacht. Ihr armer Mann! Hoffentlich wuchs das bein wieder gut zusammen... Sie hatte ja schon so schlimme Sachen gesehen!
Aber vielleicht würde sie ihn ja aufbauen können? Sie war sich ja lange nicht sicher gewesen, aber nach den Andeutungen, die Nefra in einer ihrer Visionen gemacht hatte, war sie es...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1046 - 12/10/06 um 20:39:52
 
"Aber bald wird die oberägyptische Erde von diesem Gesocks ja befreit werden," rief Baketmut pathetisch aus. "Und du wirst an der Spitze des neu entstehenden thebanischen Gottesstaates stehen!"
"Jaja, ist ja gut, Weib, reg dich nicht wieder so auf," mischte sich Chonsemwia ein und brummte. Seine Frau und ihre wirren Ideen...
Da aber erklang ein leiser Applaus aus einem der hinteren, dunklen Ecken und ein Mann trat ins Licht...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1047 - 12/10/06 um 20:49:17
 
Nefertari wurde für einen fast unmerklichen Moment blaß, als sie Ankhmahor erkannte. Sie faßte sich aber schnell wieder. "Stell mit deinen Gast doch vor, Mutter!" forderte sie Baketmut auf, wobei sie so tat, als ob sie den hochgewachsenen Mann mit den stechenden Augen nicht kannte. Sie versuchte, seinen Blick zu vermeiden und flehte inständig um den Schutz der Götter. Dieser Mann war ihr einfach nicht geheuer... schon fühlte sie seinen Blick auf ihr liegen, schon begann ihr Herz fast zu rasen! Das durfte nicht sein... hoffentlich durchschaute der Magier ihre Pläne nicht sogleich, hoffentlich erkannte er ihr falsches Spiel nicht!  
Zu ihrer Erleichterung stellte sie fest, dass sie heute eine Perücke aufgesetzt hatte - der Mann hate so gut wie keine Chance, eines ihrer Haare in seine Gewalt zu bekommen!
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1048 - 12/10/06 um 20:56:43
 
Aber Baketmut stellte den Halbhethiter als "Ninemti" vor.
"Er ist Arzt," sagte sie. "Einer unserer Freunde, er hat deinem Vater schon eine hervorragende Kräuterpackung gegen seine Gicht verordnet!"
 
Ankhmahor verzog keine Miene.
Nichts ließ erkennen, daß Nefertari und er sich schon einmal begegnet waren.
Stattdessen verbeugte er sich höflich und begrüßte die Königin so, wie es sich gehörte.
"Es ist eine große Ehre für mich, die bald mächtigste Frau in diesem Reiche kennenzulernen," lächelte er und fixierte Nefertari mit seinem bohrenden Blick und als Baketmut sich mit Chonsemwia beschäftigte, setzte er flüsternd hinzu: "Ihr seid noch genauso schön wie in meiner Erinnerung!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1049 - 12/10/06 um 20:56:59
 
Isisnofret sah ihren Mann bei diesen Neuigkeiten düster an. Sie hatte kein Ahnung, was da alles im Verborgenen vor sich ging und Ungewißheit mit Handlungsunfähigkeit gepaart war stets eine schlimme Mischung!
"Ja, hoffen wir es!" Es war so viel, was sie momentan erhofften, das war gar nicht gut, selten entschieden die Götter ALLE Dinge zu den Gunsten der Menschen, wenn alles zusammentraf!
Da sie aber nicht schon wieder als Sentimentale enttarnt werden wollte, baute sie ein starkes Bild von sich auf und schob die Sorgen weg. Nüchtern betrachtet konnte es klappen, was sie vor hatten, oder nicht, mehr war da nicht dran...!
"Ausgerechnet ein Libyer... Verkleidungen sind der Tage in Mode am Hof," murmelte sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge, während sie sich die Finger an einer feuchten Serviette abwischte. Mit ihren Kindern müßte sie auch noch ein ernstes Wörtchen sprechen!
 
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Amunminet hatte natürlich nicht sonderlich glücklich auf die Bestätigung seiner Vermutung reagiert. Zum Glück war der Bruch wenigstens nicht offen und scheinbar auch keine schwereren inneren Blutungen aufgetreten, wie die Heiler bei ihrer Diagnose äußerten.
Als Amenhotep mit gekonntem Griff sein Bein rechts und links von der Bruchstelle umfaßte, traten zwei der Gehilfen zu beiden Seiten seines Kopfendes neben ihn und bedauerten es, ihn für einen Moment festhalten zu müssen.  
Ameni kniff die AUgen zusammen, ihm war entsetzlich schlecht und immer neuer Schweiß brach ihm aus, die Schmerzen waren ja jetzt schon kaum auszuhalten...
Als Amenhotep mit einem Ruck und noch einem darauf folgenden versuchte, die Knochen wieder in die richtige Lage zu bringen, schwanden Amuneminet endgültig die Sinne und so bemerkte er nicht, daß auch Tawabet eben den Raum betreten hatte.
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Liebe einen Menschen dann am stärksten, wenn er es am wenigsten verdient hat. Dann braucht er dich am meisten!
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