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Die Stadt des Amun (Gelesen: 613081 mal)
Amunherchepeschef
Horusgeleit
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Die Stadt des Amun
10/03/06 um 13:18:57
 
Schon einige Tage verweilten Amunherchepeschef und seine Familie nun in Theben.
Seine Mutter hatte den trauernden Kronprinzen, der sich auf seiner Fahrt in den Süden den Bart wieder stehen hatte lassen, im Hafen empfangen.
Obwohl der Anlaß alles andere als schön war, freute sich Nefertari, ihren ältesten Sohn wieder bei sich zu haben.
Wenn sie es recht bedachte, vermißte sie ihre älteren Kinder ja doch sehr, auch wenn das nie eingestehen würde.
Jetzt aber war Amunherchepeschef bei ihr und mit ihm waren ihre beiden Enkelkinder gekommen.
Auch ihre gute Freundin Tawabet war da, die ihr brühwarm erzählte, wie sehr Amuneminet sie verletzt hatte.
"Zeig ihm die kalte Schulter!" riet Nefertari der Rechet. "So braucht sich keine Ehefrau und Mutter behandeln zu lassen! Hat er sich nicht wenigstens entschuldigt?"
"Nein!" erzählte Tawabet niedergeschlagen, denn der Brief, den Ameni per Eilboten nachgeschickt hatte, war nicht angekommen, da der Bote einem räuberischen Überfall zum Opfer gefallen war.
"Dann würde ich mich an deiner Stelle auch nicht melden. Wenn er was will, dann soll er doch kommen..." Genau das war es ja, was sie selbst, die GKG, in ihrer eigenen, freiwilligen Verbannung in Bezug auf Ramses dachte. Offensichtlich fehlte sie ihm nicht, also konnte auch er ihr gestohlen bleiben. Jedenfalls war die Ablehnung, die er ihr stets entgegengebracht hatte, durch sein Verhalten offenkundig.  
Die wenigen Briefe, die sie von ihm erhalten hatte, waren so nichtssagend, dass sie sie schon gar nicht mehr richtig las.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #1 - 10/03/06 um 14:26:27
 
Als Bakenchons an diesem Tag früh am Morgen die Wohnung des ersten Gottesdieners des Amun betrat, war der Arzt schon da.
Drei, vier andere Priester standen um Nebwenenefs Bett und blickten Bakenchons mit ernster Miene an.
"Es geht dem Ende zu," sagte der swnw leise und fühlte Nebwenenefs immer langsamer werdenden Puls.
Die Priester standen nur da und beteten, während Bakenchons am Bett des Sterbenden niederkniete und dessen kalte Hand in seine nahm.
Irgendwann tat der alte Mann einen Seufzer, ein abgehacktes letztes Ringen nach Luft...sein Körper erschlaffte...
 
Gegen Mittag, nachdem der Leichnam Nebwenenefs von den Utpriestern abgeholt worden war, machte sich Bakenchons in den Königspalast auf, um die GKG und den Kronprinzen von dem Tod des Hohepriesters von Karnak zu informieren...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #2 - 10/03/06 um 14:34:42
 
Nefertari und Amunherchepeschef empfingen Bekenchons fast schon privat in der Empfangshalle des Palastes.
Die Königin sah es dem Priester an der Nasenspitze an, dass etwas vorgefallen war.
"Sagt, ist es etwas Schlimmes, das euch zu mir führt?" sprach Nefertari und sah Bakenchons milde lächelnd an. Der junge Mann schien außergewöhnlich nervös zu sein, wesentlich nervöser, als sie es von ihm kannte.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #3 - 10/03/06 um 14:40:37
 
"Meine Herrin, mein Prinz..." Der Gottesdiener verneigte sich tief vor Nefertari und Amunherchepeschef. "Ich bin gekommen, eine traurige Pflicht zu erfüllen," erklärte er dann förmlich. "Heute morgen hat der Hohepriester des Amun, Nebwenenef, den Gang nach Westen angetreten!"
Ihm standen die Tränen in den Augen, hatte er doch einen väterlichen Freund und Mentor verloren...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #4 - 10/03/06 um 14:49:19
 
"Möge er Rechtfertigung beim großen Gott erlangen!" antworteten die Königin und der Prinz fast gleichzeitig ebenso förmlich.
Nefertari schluckte, denn der Tod Nebwenenefs war zwar vorauzusehen gewesen, bedeutete aber dennoch, dass vorerst ein Machtvakuum entstand, das sicher  einige Leute ausnützen wollten.
Dem mußte ein Riegel vorgeschoben werden. Zum Glück waren sie und der Kronprinz anwesend, um die Vorgänge zu überwachen.
"Ich werde sofort seine Majestät, den König benachrichtigen!" versprach Nefertari. Sie schenkte Bakenchons einen mitfühlenden Blick. Man konnte es diesem Mann ansehen, dass er dem Verstorbenen sehr nahe gestanden hatte. Außerdem wußte Nefertari von der engen persönlichen Bindung der beiden Männer aneinander.
 
 
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #5 - 10/03/06 um 15:01:36
 
Bakenchons neigte den Kopf.
"In der Zwischenzeit muß ein Vertreter für den vakanten Posten bestellt werden," sagte er.  
Die Priesterschaft des Amun war gespalten und der Tod Nebwenenefs würde mit Sicherheit einen Streit um dessen Nachfolge auslösen, der bislang unterschwellig geherrscht hatte, aber nun, vermutete Bakenchons, offen zu Tage treten würde.  
Ob der zweite Gottesdiener -wie es üblich war- das Amt und die Aufgaben des Hohepriesters bis zur Bestimmung eines neuen ungestört wahrnehmen konnte, war ungewiss und was geschah, wenn die Rituale nicht ordnungsgemäß begangen wurden...diese Auswirkungen wollte sich Bakenchons lieber nicht vorstellen!
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #6 - 10/03/06 um 15:08:41
 
Nefertari beugte sich leicht zu Bakenchons vor. "Den Traditionen gemäß sollte der zweite Gottestdiener diese Pflicht übernehmen. Aber er ist, wie ich mir sagen habe lassen, eine eher schwache Persönlichkeit. Unter uns: haltet ihr ihn für standhaft genug, eventuellen Anfechtungen zu widerstehen?"
Sie spielte mit dem Gedanken, Bakenchons selbst mit dieser Aufgabe zu betrauen. Er würde im Sinne des Königshauses handeln, dessen war sich Nefertari sicher.  
 
Das Gespräch zwischen Königin und Gottesmann wurde von Amunherchepeschef gespannt beobachtet. Der Kronprinz merkte, dass zwischen den beiden ein generelles Einvernehmen bestand. Beide lagen wohl auf einer Wellenlänge, was ihre Einstellungen zum Verhältnis von Amunskult und Königtum anging.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #7 - 10/03/06 um 15:18:42
 
"Es wäre Maat, ihn damit zu betrauen," entgegnete Bakenchons und gestattete sich, den Mund kurz zu verziehen.
In diesem Punkt konnte er nicht objektiv urteilen, da es sich bei dem zweiten Propheten um seinen Vater Rama handelte.
"Wenn ich offen sprechen darf, meine Königin," sagte er und tat es auch sogleich. "Viele der Priester sind korrupt und begierig, den Posten zu übernehmen und die Ankündigung seiner Majestät, er lebe, sei heil und gesund, einen ganz anderen zu favorisieren und zum Hohepriester ernennen zu wollen, hat für große Aufregung gesorgt!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #8 - 10/03/06 um 16:04:48
 
"Das glaube ich!" murmelte Amunherchepeschef leise vor sich hin und verfolgte weiterhin das Zwiegespräch zwischen seiner Mutter und Bakenchons.
"Ja, das mag sein, aber der König, er lebe ewig, hat seine guten Grüde dafür. eben weil so viele euerer Kollegen korrupt sind. Sprecht frei heraus, Bakenchons, was ihr denkt. Meint ihr, dass euer Vater Rama der schweren Aufgabe gewachsen ist, oder haltet ihr es für angebracht, einen anderen zum Vertreter zu bestellen?"
 
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #9 - 10/03/06 um 16:13:36
 
"Selbstverständlich wird mein Vater das tun, was man von ihm verlangt, mein Prinz," antwortete Bakenchons, der seinem Vater nicht in den Rücken fallen und ihn verleugnen wollte. "Er hat ja die Verantwortlichkeiten bereits während Nebwenenefs Krankheit übernommen, aber nun...die anderen Priester werden bestimmt aufbegehren!"
 
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Am selben Tag trafen einige Briefe aus Pi-Ramesse ein, u.a. ein ganz privater von Merit-Amun an ihre Mutter, der den Anschein machte, als würde das Mädchen irgendetwas bedrücken, aber nicht mit der Sprache herausrücken wollen.
Es ging im Großen und Ganzen darum, daß sich Merit-Amun fragte, was sie mit ihrem Leben anstellen sollte.
Der markanteste Satz aber war, daß sie von ihrer Mutter wissen wollte, ob diese schon einmal von dem Fall gehört hätte, daß eine leibliche Königstochter einen Bürgerlichen zum Mann genommen hätte oder ob es ihr Schicksal wäre, ihr Leben in Einsamkeit und als Dienerin der Götter zu fristen...
 
Auch ein Schrieb von Paser war dabei, der von der schnellen Genesung des Königs berichtete und von der zunehmenden libyschen Bedrohung der Karawanenwege zu den Oasen in der westlichen Wüste.
Er riet daher zur besonderen Sicherung der Reiserouten, die von Süden aus nach Nordwesten führten.
 
*******
 
Baketmut hatte sich den Bericht Amunis über das Attentat auf Ramses recht gleichmütig angehört. Es war ja nichts passiert und ihr unkaputtbarer Schwiegersohn war mit dem Leben davongekommen.
"Wer die Gefahr sucht, kommt darin um," hatte ihr Kommentar gelautet. Mißbilligend blickte sie dabei ihre Tochter an, sprach aber nicht aus, was sie dachte: nämlich, daß die auarische Gattin des Gemahls ihrer Tochter diesen jetzt bestimmt noch mehr an sich ketten würde.
Man sagte ja schon, daß der König von Ägypten viele Frauen besäße, aber in Wirklichkeit nur mit einer verheiratet wäre...
Aber Nefertari schien sich gar nichts mehr daraus zu machen: sie hielt Hof wie eine wahre Königin und es zeigte sich endlich, daß sich Baketmuts und Chonsemwias Opfer und Mühen doch gelohnt hatten.
Niemals zuvor waren sie stolzer auf ihre Tochter gewesen.
 
Baketmut hielt sich häufig, so auch jetzt, im Palast auf.  
Sie hielt es für ihre Pflicht und außerdem betonte das ja auch noch ihre Nähe und ihr gutes Verhältnis zum Königshaus.
Und dann waren ja da auch noch ihre Enkelkinder: Meri-Atum, der so überdeutlich die Erbteile seines Vaters zeigte, die es ihm auszutreiben galt und die kleine Nubherhesbed, zu der man noch nichts Besonderes sagen konnte.
Sie war eben noch ein Baby, das gerade anfing, sich vorsichtig an den Möbeln hochzuziehen...ein süßes Mädchen mit blauschwarzen Schillerlöckchen und einer goldenen Haut, immer fröhlich und durch eine laute Stimme leicht zu beeindrucken: es würde keine Mühe machen, sie zu einem folgsamen und artigen Kind zu erziehen...
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #10 - 10/03/06 um 18:00:37
 
"Dann soll Rama seine Aufgabe weiterhin wahrnehmen", bestimmte Nefertari. "Und du wirst ihm dabei zur Seite stehen. Achte Darauf, dass er sich nicht von anderen, weniger loyalen Priestern einlullen läßt!" setzte sie leise, aber mit Nachdruck in der Stimme hinzu.
 
Dann verabschiedete sie sich von Bakenchons, der sicher das, was sie von ihm verlangte,
umzusetzen wußte und zog sich in ihre Privatgemächer zurück, wo ihr der Brief Merit-Amuns in die Hände fiel, oderbesser gesagt, natürlich von einer ihrer zahlreichen Zofen überreicht wurde.
Das arme Kind! Welche Gedanken sie sich doch machte. So schnell konnte Nefertari darauf keine Antwort finden, denn die Geschichte des Pharaonenreichs war lang und auch wenn die Traditionen alt waren, so gab es keine Regel ohne Ausnahme.
Eine Ausnahme gab es sogar in der eigenen Verwandtschaft: Tante Tia war verheiratet, auch wenn das nicht ganz zählte, denn als sie Herrin des Hauses wurde, war sie noch nicht Königstochter gewesen.
Aber Nefertari war sich sicher, dass es auch andere Ausnahmen geben mußte. Sie erinnerte sich, einmal ein Grab aus der Zeit des Teti besucht zu haben, das dem Ehemann einer Prinzessin gehörte. Aber diese Zeit lag schon so unglaublich lange zurück, dass man es sich kaum vorstellen konnte.
 
*******
 
Tawabet stand den Erziehungsmaßnahmen, die Baketmut an den Tag legte, sehr skeptisch gegenüber. Durch ihren nun wieder sehr engen Kontakt mit der Königin kam die rechet in den Genuß, nicht nur als Kinderfrau für ihre eigenen Enkel zu sorgen, sondern auch häufiger mal auf deren kleine Onkels und Tanten aufzupassen. Baketmuts übertriebene Strenge den Kindern gegenüber fand die Bürgerin, die der Meinung war, dass Kinder sich durchaus ausprobieren sollten, um ihre Grenzen selbst zu finden, gar nicht in Ordnung.
"Laß Meri-Atum doch herumtollen, wenn er es will. Wir passen doch auf, ihm kann im Park doch gar nichts passieren!" wagte sie deshalb zu sagen, als Baketmut den Jungen  wieder einmal ein wenig zu scharf zurechtgewiesen hatte.
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #11 - 10/03/06 um 18:16:30
 
"Er soll sich nicht an dieses ungebührliche Verhalten gewöhnen, darum geht es," sagte Baketmut tadelnd. Was mischte sich diese Bürgerliche überhaupt ein? Meinte sie, nur weil sie einen Adligen geheiratet hatte, würde sie jetzt automatisch von IHR und ihresgleichen akzeptiert werden?
Nein, wahrer Adel, den hatte man im Blut!
Und was Meri-Atum anging, der hatte offentlich das verunreinigte Blut der väterlichen Linie geerbt!
"Die Kinder brauchen Zucht und Ordnung!" dozierte sie. "Ganz besonders diese Sethköpfe!"
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Amunherchepeschef
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #12 - 10/03/06 um 18:26:34
 
Tawabet schüttelte nun ihrerseits mißbilligend den Kopf. "Das ist ein alter Aberglaube. Die Sethköpfe sind auch nicht anderes als die Schwarzhaaigen. Du wirst doch wohl nichts auf dieses Gerede geben!"
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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #13 - 10/03/06 um 18:36:53
 
"Ich habe einschlägige Erfahrungen, die bestätigen, daß diese Gerüchte und Vorurteile keine sind," bemerkte Baketmut hochnäsig. "Sieh dir nur Meri-Atum an! Er ist das beste Beispiel dafür!"
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Tawabet
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Wer lesen kann, ist
klar im Vorteil.

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Re: Die Stadt des Amun
Antworten #14 - 10/03/06 um 18:45:04
 
"Meri-Atum ist ein kleines Kind!" sprach Tawabet kopfschüttelnd. "Kleine Kinder in seinem Alter sind so. Tachat ist doch genauso, und die hat keine roten Haare! Und wenn ich mich da an meine beiden Buben erinnere! Hori und Padi waren in diesem Alter kaum zu bremsen. Sie liefen jeden Tag über die Felder,tollten umher und kamen kaum  den Aufgaben nach, die man ihnen  auferlegte. Einmal sollten sie ein paar Schweine vom Nachbardorf hertreiben, aber sie kamen und kamen nicht heim. Ich hab mir schreckliche Sorgen gemach, das kann ich dir sagen. Schließlich bin ich selbst los, nachsehen, was Sache ist. Ich hab sie bald gefunden. Sie waren am kanal und spielten ausgelassen Räuber und Gendarm und hatten die Zeit total vergessen.  
Naja, das gab schon Anschiß! Aber die Schweine haben sie dann am nächsten Tag geholt..."
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