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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten (Gelesen: 9881 mal)
Aigyptos
Horusgeleit
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
08/29/06 um 15:00:43
 
Wichtige Meldung

 
Am heutigen Tag beginnt Frau Tawabet mit einer Gruppe wissbegieriger Studenten eine ca. 4 wöchige Studienreise durch das schwarze Land (Kemet), heute besser bekannt als Ägypten.
Unter zuhilfenahme modernster Kommunikationstechniken wird die Verbindung zu Außenwelt gewahrt bleiben.
An dieser Stelle werden wir in unregelmäßigen Abständen ein Tagebuch schreiben, zumindest ab dem 9.Sept., wenn ich zu der Gruppe stoße. Ein paar Bilder wirds auch zu sehen geben.
 
Also immer mal wieder reinschauen und staunen...
Cool
 
Aigyptos
 
Die tagesaktuellen Bilder sind über den link unter den jeweiligen Berichten zu sehen.

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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #1 - 08/31/06 um 16:35:49
 
Update...
29.+30.+31. August 2006
 
Nach monatelanger Vorbereitung traf die Gruppe am 29.8. gesund und munter in Sharm el-Sheikh ein, der Pilot landete einwandfrei und wurde mit tosendem Ablaus belohnt.
Der Rest des Tages wurde dazu genutzt sich an das ungewohnt heiße Klima zu gewöhnen und das beschauliche Örtchen und seine eingeborenen Einwohner genauer unter die Lupe zu nehmen.
Gestern, am 30.8. stand der erste Programmpunkt, der übliche Besuch des Katherinenklosters auf der Tagesordnung, der späte Nachmittag wurde zum gemeinsamen baden in Sharm el-Sheikh genutzt.
Heute, 31.8., gegen 2°°uhr in der Nacht brach die Gruppe zum Aufstieg auf den Mosesberg auf. Der gefährliche und nur unter größten Entbehrungen (700 Höhenmeter) absolvierte Aufstieg wurde mit einem grandiosen Sonnenaufgang belohnt, den die Gruppe gemeinsam mit etwa 150 Pauschaltouristen aller Nationen erleben durfte.
Danach ging es zurück zum Kloster das am Fuße des Mosesberg gelegen ist. Dort wird heute auch das Nachtlager bezogen. Da das Kloster um Punkt 12°°uhr mittags schließt sind unsere mutigen Entdecker seitdem dort eingeschlossen. Der Abend wird mit Rommé- und Pokerspielchen aufgelockert, das dient auch dem besseren kennenlernen aller Teilnehmer.
Die Temperaturen sind brutal aber "...wir haben ja einen Hut" sagte Frau Tawabet. (Ob einer für 20 Leute reicht?!)
Morgen früh gegen 5°°uhr bricht die Gruppe nach Serabit el Khadim auf, gegen Abend erreicht sie Port Said.
 
*Gedächtnisprotokoll eines Telefonats über Satellit mit der Expeditionsleiterin*
 
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Re: Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #2 - 09/01/06 um 18:56:28
 
Update...
01. September 2006
 
Original Wortlaut einer digitalen Textmitteilung der Expeditionsleiterin:
empfangen 01.09.2006 20.29uhr Kairo Ortszeit
 
Waren heute in Serabit el Khadim stop Schlechte Straße stop Herrliche Landschaft, 3km Aufweg (zu Fuß) stop Dann Jeepfahrt zu Schlackehalden von Bir Nesim stop Jetzt Fahrt nach Port Said stop
 
...
Ergänzung:
Die Schlackehalden sind Überreste pharaonischer Kupferverhüttung, heute zu finden im ansehnlich angelegten archäologischen Park von Bir Nesim.
Im Augenblick (23.35uhr Ortszeit) geht es mit zünftiger Polizeieskorte samt Blaulicht ins Nachtlager nach Port Said.
 
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #3 - 09/02/06 um 17:50:14
 
Update...
02. September 2006
 
Am heutigen Tag wurde "ausgeschlafen", die Entbehrungen der letzten Tage haben ihren ersten Tribut eingefordert, trotzdem war die Nacht kurz.
Voller Tatendrang wurde um ca. 11°°uhr Tanis erreicht, die Hauptstadt des ägyptischen Reiches in der 21. und 22. Dynastie. Die im wesentlichen zerstörte aber in ihrem ursprünglichen Glanz erkennbare Stadt bildete den Auftakt des heutigen Tages. Danach war geplant nach Quantir/Pi-Ramesse vorzustoßen. Die anfängliche Zuversicht wurde allerdings durch ein Bollwerk ägyptischer Bürokratie zunichte gemacht. Eigentlich war geplant die alte Hauptstadt Ramses II. ohne Tasria zu besuchen. Ein ängstlicher Anruf eines örtlichen Inspektors bei der lokalen Antikenverwaltung hat aber den anwesenden ägyptischen Beamten jeden Mut genommen die Gruppe dennoch in das Gelände zu lassen. Somit ist Pi-Ramesse leider ausgefallen!
Nach einem kurzen Zwischenstop in Tell Basta, wo es im wesentlichen nichts aufregendes zu entdecken gab, wurde die Fahrt unter Begleitung motorisierter Schutzmänner nach Zagazig fortgesetzt.
Zagazig, ca. 2 Tagesmärsche nord-östlich von Kairo gelegen, ist mit seinen heute ca. 300.000 Einwohnern ein Zentrum der ägyptischen Baumwollproduktion.
Dort gelang es am frühen Abend einigen Expeditionsteilnehmern das gut gesicherte Camp durch ein Schlupfloch zu verlassen und sich, allerdings in Begleitung eines Sicherheitsbeamten, unter die Menschen der Stadt zu mischen.
Im örtlichen Basar sind die mitreisenden Damen dabei Einkäufe zu tätigen. Der Autor wurde live Zeuge wie der Sicherheitsbeamte seiner Pflicht nachkam um für Frau "Voni" {Name von der Redaktion geändert} den Preis für eine Galabia zu verhandeln.
Der Abend wird mit Sicherheit im gewohnten Maße ausklingen, d.h. es wird irgendwann geschlafen.
 
 
*Gedächtnisprotokoll eines Telefonats über Satellit mit der Expeditionsleiterin*
 
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #4 - 09/03/06 um 17:59:58
 
Update...
Sonntag 03. September 2006
 
 
Der heutige Tag war von langen Etappen aber auch interessanten Entdeckungen gekennzeichnet.
Um 8.30uhr Ortszeit ging es mit Begleitung durch die örtlichen Sicherheitskräfte nach Atribis. Die Polizeieskorte bevorzugte den längeren Weg, ca. 120km, da ihnen das ländliche Terrain zu unsicher erschien. Die verspätete Ankunft in Atribis war zu verschmerzen, gab es doch in der alten griechischen Söldnersiedlung (existent seit dem Alten Reich) viele spektakuläre Dinge zu sehen. Der örtliche, für die Bewachung der Anlage zuständige Soldat, ließ es sich nicht nehmen unsere Entdecker durch das Gelände zu führen. Dabei wurden wunderschöne griechische und korinthische Säulen festgestellt, ein altes Badehaus sowie gut erhaltene Mosaike die sich unter Gestrüpp geschickt vor dem Zahn der Zeit versteckt hatten.
Nach weiteren 2 Stunden entbehrungsreicher Fahrt wurde Behbeit el Hagar erreicht. Das dorte gelegene Iseum, ein Isis Tempel aus der Zeit von Nektanebos II. wurde gründlichst studiert. Der Tempel ist zwar in römischer Zeit einem Erdbeben zum Opfer gefallen, bezeugt aber dennoch in seiner heutigen Form den einstigen Glanz dieser Anlage. Obwohl auch für den Besuch dieser Anlage keine Tasria vorlag gestaltete sich der Zugang problemlos, dies gilt übrigens für alle Sites des heutigen Tages.
Als nächstes Etappenziel stand Sais auf dem Programm wo es außer einer Horde lieblicher Kinderlein allerdings nichts zu sehen gab. Der Dorfchef der die Kinder zuerst vertreiben wollte hatte dann doch ein einsehen und verstand sich darin die Kinder gekonnt aufzustellen, sodaß mit den mitgebrachten Photographischen-Apparaten einige Aufnahmen zur Dokumentation gelangen.
Nach dieser kleinen Auflockerung wurde die Fahrt ins altägyptische Buto fortgesetzt. Diese zu pharaonischen Zeiten eine der größten Städte des Reiches war die "Residenzstadt" der Kronengöttin "Wadjet".
Die heute nahezu komplett zerstörte und nur als Ruine zu besichtigende Stadt bot gerade den Keramikexperten/-innen hervorragende Abwechslung. Außerdem waren einige Statuen der Rammessiden sowie ein Sphingen-Paar des relativ unbekannten Pharaos Arkoris zu besichtigen.
Im Anschluß wurde die Fahrt nach Alexandria fortgesetzt wo heute das Nachtlager bezogen werden soll.
...
Am Rande:
Im Laufe des Tages wuchs die anfänglich kleine Eskorte unserer Expedition zu einer durchaus schlagkräftigen Armee heran! Ein kurzes durchzählen ergab: 2 Generäle, 10 Soldaten mit kugelsicheren Westen und Stahlhelmen, ca. 10 einfache Soldaten, 5 in zivil gekleidete Beamte des Innenministeriums und der seit Reisebeginn mitfahrende Agent des Secret Service.
...
 
Während des Telefonats mit dem Basiscamp riß die Verbindung plötzlich ab, deswegen erfolgt die Beschreibung des Abends in Alexandria am morgigen Tag.
 
 
*Gedächtnisprotokoll eines Telefonats über Satellit mit der Expeditionsleiterin*
 
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Hm.t kA n pA kA aA n
pA ra-Hr-Ax.tj

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Re: Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #5 - 09/03/06 um 18:16:41
 
Zitat:
Im Laufe des Tages wuchs die anfänglich kleine Eskorte unserer Expedition zu einer durchaus schlagkräftigen Armee heran! Ein kurzes durchzählen ergab: 2 Generäle, 10 Soldaten mit kugelsicheren Westen und Stahlhelmen, ca. 10 einfache Soldaten, 5 in zivil gekleidete Beamte des Innenministeriums und der seit Reisebeginn mitfahrende Agent des Secret Service.

 
DAS ist ja wirklich sehr unauffällig....  
Damit die Terroristen auch gleich wissen, daß da ein paar lohnende Ziele kommen und auch darauf aufmerksam gemacht werden...
 
Weia, hab' ich mich vor ein paar Tagen noch geärgert, daß ich bei dieser Reise nicht dabei sein konnte, bin ich heute richtiggehend erleichtert, daß ich diesen Mist nicht mitmachen muß!
Dann hätte ich wirklich und wahrscheinlich das erste Mal in Ägypten Angst, daß mir etwas passiert!
 
Es lebe der Individualturismus!!!!  
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http://www.ramses.info - nicht umzubringen...
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #6 - 09/04/06 um 20:07:27
 
Update...
Montag 04. September 2006
 
Nachtrag:
Am gestrigen Abend wurde das erste große Etappenziel der Expedition, Alexandria, erreicht.
Nach den Entbehrungen der letzten Tage ist dies besonders erfreulich, da die von den Mühen gezeichneten Teilnehmer die frivolen Offenbarungen der Mittelmeermetropole mit Sicherheit zu schätzen wissen.
Auf den reinigenden Gebrauch einer Dusche mußte allerdings verzichtet werden. Hatten doch einige schlaue Bauern der Region das örtliche Wassersystem über Jahre illegal angebohrt um ihre Felder besser befruchten zu können. Dadurch war die Wasserversorgung in Alexandria am gestrigen Tag schlußendlich völlig zum erliegen gekommen.
Zu allem Überfluß finden in Alexandria im Moment die ägyptischen Militärsportspiele statt was zur Folge hat das das Stadtgebiet von zehntausenden Soldaten und ihren Fans überrant wurde. Nach den einsamen Tagen in der Wildnis eine Umstellung mit der einige Mitreisende offenbar ihre Schwierigkeiten hatten.
Am Abend kam es zu einer kleinen Meuterei als einige Teilnehmer feststellten das sie ihr Nachtlager mit sechsbeinigen Zeitgenossen der Art >Blatta orientalis< teilen sollten. Die Separatisten konnten aber von der Expeditionsleitung beruhigt werden! Es ist kein Blut geflossen, und die Nacht verlief ohne weitere Zwischenfälle.
...
Obwohl die schöne Stadt am Mittelmeer zum Müßiggang einlädt standen auch am heutigen Tag einige Exkursionen zu wichtigen historischen Stätten auf der Tagesordnung.
Als erstes wurden frisch gestärkt die Alexandrinischen Katakomben erkundet. Der aus greaco-römischer Zeit stammende unterirdische Grabkomplex indem ursprünglich 300 Mumien von vermutlicherweise Anhängern des Isis-Kultes entdeckt wurden.
Von dort aus ging es auf direktem Wege zur berühmten Pompeius-Säule, dem deneben gelegenen Serapis Tempel und den unterirdischen Galerien in denen die dort verehrten Apis-Stiere bestattet wurden.
Ohne Verschnaufpause wurde daraufhin das römische Theater angesteuert, das selbst weniger spektakulär ist, eingedenk der dort ausgestellten Fundstücke der Unterwassergrabungen im alten Hafenbecken. Neben einigen bedeutenden Objekten der Grabungen wurde auch noch eine Stele Sethos I. dokumentiert.
Der nächste Programmpunkt war das örtliche Nationalmuseum, ein museologisches Glanzstück in dem schöne und wichtige Objekte aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte zu besichtigen waren.
Das im 15. Jahrhundert von Sultan Ashraf Qait Bay erbaute Hafenfort wurde im Anschluß besichtigt. Es steht an der Stelle an der ursprünglich der berühmte Leuchtturm von Alexandria, eines der sieben Weltwunder, gestanden hatte.
Die moderne Bibliothek von Alexandria bildete den Abschluß der heutigen Exkursionen. Die atemberaubende Architektur sowie die gelungene Sortierung der vorhandenen Schriftstücke beeindruckten die Teilnehmer.
 
Den Abend ließ die Expeditionsleitung im berühmten "Shaban Fischrestaurant" ausklingen. Es wurden frische Scampis, Nilbarsche und Seefisch vom offenen Feuer gereicht. Eine willkommene Stärkung eingedenk der schweren Verantwortung die es zu tragen gilt.
Die anderen Teilnehmer haben sich ohne Eskorte unter die Menschen der Stadt gemischt und werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Verlockungen gekühlten Gerstensaftes erlegen sein.
...
Am Rande:
Besonders erfreulich ist das bis jetzt keine Verluste zu beklagen sind!
 
 
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #7 - 09/05/06 um 18:11:05
 
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Dienstag 05. September 2006
 
Nachtrag:
Ein Ereignis das sich in der letzten Nacht zugetragen hat verdient noch besondere Erwähnung.
Einige Teilnehmer, darunter die Expeditionsleiterin, entschlossen sich kurzerhand einige Kleidungsstücke den örtlichen Alchimisten zur Reinigung zu übergeben. Welches mysteriöse Zeremoniell sich in den folgenden Stunden zugetragen hat entzieht sich unserer Kenntnis. Bei der Rückgabe fiel allerdings sofort auf das die einzelnen Teile leicht bis extrem gebleicht waren was bei einigen Kleidungsstücken einen enormen Schaden bedeutete. Die sich daran anschließenden Diskussionen zogen zich über mehrere Stunden bis in den frühen Morgen hin. Schlußendlich wurde eine Lösung in einer teilweisen Entschädigung in Form lokaler Landeswährung gefunden. Erfreulich allerdings ist das einige alte Kleidungsstücke, darunter ein ergrautes Handtuch der Expeditionsleiterin sowie "meine alten Unterhosen" (Zitat) durch den wundersamen Bleichprozess zu neuem Leben erweckt wurden.
...
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Erkundung der Umgebung der Küstenstadt Marsa Matruh.
Das erste Tagesziel bestand aus der alten griechischen Stadt Abu Sir, oder auch Taposiris Magna.
Besonders beeindruckend ist ein alter pharaonischer Tempel dessen Umfassungsmauer von einer ungarischen Mission restauriert wurde. Der alte Osiristempel ist umgeben von alten Siedlungszeugnissen und bot gerade im Bezug auf die oben genannte Umfassungsmauer interessanten Anschauungsunterricht. Desweiteren ist dort ein alter Leuchtturm aus römischer Zeit zu finden der dem Pharos von Alexandria nachempfunden wurde.
Als nächstes wurde das koptische Kloster von Abu Mina besichtigt. Dort bestand bei Fuhl und Tee die Möglichkeit des Gedankenaustausches mit den örtlichen Mönchen sowie der Bevölkerung.
Auf dem Weg nach El Alamein wurde noch der britische Soldatenfriedhof aus dem zweiten Weltkrieg besichtigt. Die Teilnehmer der Expedition nahmen die Möglichkeit war den ehemaligen Kontrahenten im Kampf um die Welt ihren aufrichtigen Respekt zu zollen.
Der Abend klingt heute in einem netten, direkt am Strand gelegenen Hotel aus. Einige Expeditionsmitglieder nahmen die Möglichkeit war vor dem Dinner noch die warmen Fluten des Mittelmeeres zu genießen.
Alles in allem ein ruhiger Tag ohne besondere Vorkommnisse und damit eine willkommene Abwechslung gegenüber den turbulenten Ereignissen von denen der gestrige Tag in Alexandria gekennzeichnet war.
 
 
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #8 - 09/06/06 um 18:35:45
 
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Mittwoch 06. September 2006
 
 
Der heutige Tag begann früh, gegen 8°°uhr wurde gesammelt und aufgebrochen.  
Gleich zu Beginn des Tages wurde der deutsche Soldatenfriedhof aus dem zweiten Weltkrieg besucht. An dieser Stelle gedachte man den verblichenen Volksgenossen die in Nordafrika für einen schlechten Postkartenmaler gekämpft hatten, und einen unsinnigen Tod gestorben waren.
Danach ging es sofort zum Highlight des Tages, der alten Festung Ramses II. in Umm el-Rakham. Diese Festung bildete den letzten Außenposten in der Lybischen Wüste und diente der Abwehr Lybischer Stämme die zu dieser Zeit immer wieder versuchten in das Nildelta vorzustoßen. Die von einem englischen Grabungsteam bearbeitete Festung wurde ausführlich studiert. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache das die ehemaligen Festungsmauern "offen" gelassen wurden und so einen sehr guten Eindruck von der ursprünglichen Bautechnik vermittelten. Es wurden einige Photographische Aufnahmen zur Dokumentation angefertigt.
Im Anschluß konnte es sich die Gruppe nicht verkneifen noch einmal an das Mittelmeer zu fahren und an einem einsamen Strand die müden Knochen in azurblauem Wasser zu kühlen. Etwa zwei Stunden dauerte der Aufenthalt.
Auf dem Weg zurück nach Marsa Matruh wurde von einigen Entdeckern kurz der ehemalige "Rommelbunker" besucht, ein einfacher Unterstand der ein eher klägliches Museum beherbergt.
Die Expeditionsleitung ließ es sich nicht nehmen dieses Programmpunkt flöten zu lassen und entspannte sich nach dem anstrengenden Kampf gegen die tosenden Wellen des Mittelmeeres bei Wasserpfeife und Tee in einem Kaffeehaus in Marsa Matruh.
Nach der Rückkehr der anderen Teilnehmer wurde sofort die Fahrt durch die Wüste zur Oase von Siwa aufgenommen. Allerdings nicht ohne vorher noch die Vorräte aufzufüllen, ist die Fahrt durch die unendliche Weite der Wüste doch eine gefährliche Herausforderung der seltenen Art.
Die neu erworbenen Biervorräte, einer übrigens hervorragenden lokalen Marke, werden aber gerade bei bester Laune dem Verdauungsprozeß zugeführt, dies konnte der Autor während des Gesprächs mit der Expeditionsleiterin live miterleben. ("Es wird gebechert..." Zitat Frau Tawabet)
Nach der Ankunft in der Oase wird das Nachtlager bezogen und nach einem stärkendem Mahl der Tag zu einem hoffentlich friedlichen Ende kommen.
...
Am Rande:
Der Eindruck das der heutige Tag einen urlaubsähnlichen Charakter hat täuscht, stehen doch in den nächsten zwei Wochen harte und lange Etappen bevor. Heute bestand die letzte Gelegenheit reines und ungechlortes Wasser auf der Haut zu spüren. Dies soll unseren Entdeckern gegönnt sein.
 
 
*Gedächtnisprotokoll eines Telefonats über Satellit mit der Expeditionsleiterin*
 
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #9 - 09/07/06 um 17:16:55
 
Update...
Donnerstag 07. September 2006
 
 
Nachdem die Oase Siwa am gestrigen Abend sicher erreicht wurde konnten die Expeditionsteilnehmer am heutigen Tag die lokalen Sehenswürdigkeiten unbeschwert entdecken.
Wieder war die Nacht kurz und gegen 8.30uhr wurde zum ersten Tagesziel aufgebrochen.
Der Djebel Muta, von Fachleuten auch gerne als Gräberberg bezeichnet, stand als erstes auf der Tagesordnung. Dort wurden vier Gräber aus verschiedenen Epochen besichtigt. Als erstes das erst 1940 entdeckte Grab des „Si Amon“, als zweites das aus ptolemäischen Zeiten stammende Grab des „Mesu Ises“, das sich vor allem durch seine in römischen Zeiten hinzugefügten Grabnischen für mehrere Grablegen auszeichnete. Das dritte Grab des „Ni pa ter pot“ aus der 26. Dynastie bot interessanten Anschauungsunterricht im Bezug auf die heute noch gut zu erkennenden Skizzen in der typischen roten Farbe mit denen die Handwerker die beabsichtigten Malereien vorgezeichnet hatten. Das vierte und letzte Grab war ein vermutlich aus römischer Zeit stammendes, unbedeutendes Grab, das die örtliche Bevölkerung Krokodilsgrab getauft hat.
Im Anschluß daran wurde unter zuhilfename der letzten Kraftreserven der Djebel Muta bis zur Gipfelkrone bestiegen. Angesichts der unmenschlichen Hitze eine herausragende Leistung.
Nachdem alle Mitglieder der Gruppe wieder heil den Berg verlassen hatten wurde „Kleopatras Badewanne“ besichtigt. Ein aufgrund seiner Ausgasungen als natürlicher Whirpool bekanntes Quellenbecken. Auf ein Bad mußte allerdings aus Rücksicht auf die empfindsamen Gemüter der lokalen Bevölkerung verzichtet werden.
Das Highlight des Tages, der dem Gott Amun gewidmete Tempel, war das nächste Ziel. Der Grundriss war für die geschulten Augen der Mitgereisten gut zu ergründen.
Besonders interessant war das ebenso dort zu findende Amun-Orakel oder auch griech. Ammonion genannt. Eines der wichtigsten Orakel der griechischen Kultur und gleichsam das selbige bei dem sich Alexander der Große seinen Anspruch auf den ägyptischen Thron bestätigen lies.
Einige Expeditionsteilnehmer namen die Möglichkeit war den höchsten Gott persöhnlich zu ihrem Schicksal zu befragen. Es wurde allerdings vermißt, sich nach einer Einkaufsmöglichkeit für Badebekleidung zu erkundigen, dazu später mehr.
Danach wurde im Camp das Mittagessen eingenommen und aufgrund der Temperaturen von fast 40°C im Schatten der Rest des Tages zur Ruhe und Pflege freigegeben.
Einige Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen auf dem örtlichen Basar mit der hilfsbereiten und grundehrlichen lokalen Bevölkerung in Kontakt zu treten.
Die Expeditionsleitung, verstärkt durch Frau Marie-Kristin.S. und Frau Karina.S., bestiegen am frühen Abend kurzerhand einen bereitstehenden Jeep und wagten sich abermals in die unendlichen Weiten der Wüste. Durch „Zufall“ entdeckte man nach kurzer Fahrt einen auf wundersame Weise enstandenen Pool der ohne Übertreibung als Geschenk der Götter bezeichnet werden kann. Allerdings hatte man leider keine Badebekleidung zur Hand, sodaß es sich als „schwierig“ erwies den kühlenden Quell zu genießen.
Der Autor wurde während des Telefonats mit der Expeditionsleiterin live Zeuge, wie Frau S.K-M. (Name von der Redaktion geändert) ein glorreicher Einfall überkam und sie sich eine bodenlose Shorts des lybischen Fahrers auslieh. Entsprechend unzüchtig wurde das kühlende Bad genossen.
Von diesem Ereignis wurden vom Gemahl der Expeditionsleiterin photographische Aufnahmen angefertigt, diese werden allerdings zur allgemeinen Enttäuschung der Leser an dieser Stelle nicht zu sehen sein.
 
Der Abend wird nach kräftigem Essen ruhig und früh ausklingen, steht doch morgen die über 700km lange Wüstenpassage nach Al-Qahirah bevor. Es ist geplant bei Sonnenaufgang aufzusatteln und ohne große Unterbrechungen die harte Etappe zu absolvieren.
An dieser Stelle wollen wir unseren tapferen Helden Glück und Zuversicht wünschen, und das sie die Metropole am Nil ohne größere Verluste erreichen werden. In Gedanken sind wir bei euch!
 
 
*Gedächtnisprotokoll eines Telefonats über Satellit mit der Expeditionsleiterin*
 
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #10 - 09/08/06 um 15:25:16
 
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Freitag 08. September 2006
 
Am heutigen Tag, um 15.19uhr Kairo Ortszeit versuchte die Expedition von unterwegs Kontakt mit dem Basislager herzustellen. Um 16.04uhr Kairo Ortszeit gelang es für einige Minuten eine stabile Verbindung aufzubauen.
 
Es folgt ein kurzer Zwischenbericht:
Die Gruppe kommt gut voran, wurden seit Sonnenaufgang doch schon annähernd 530km zurückgelegt. An einer Verpflegungsstation kam es zu einem kleinen Zwischenfall als ein morisierter Lastesel mit dem Fahrzeug der Expeditionsleitung zusammenstieß. Der Schaden war aber gering und konnte unter aufbieten grobmechanischer Kenntnisse an Ort und Stelle behoben werden. Seitdem gibts es keine besonderen Vorkommnisse. Wir erwarten das Eintreffen in Al-Qahirah gegen 20.00uhr Ortszeit, also kurz nach Sonnenuntergang.
...
 
Gegen 22.00uhr Ortszeit traf die Gruppe gesund in Kairo ein. Die 17 stündige Reise wurde bei bester Gesundheit überstanden. Nach der Ankunft wurde die Möglichkeit wahrgenomen die letzten Tage bei einem kühlen Biergebräu revue passieren zu lassen. Der Autor stieß schlußendlich zu der Expedition und wurde herzlichst empfangen. In der späten Nacht wurden vier neue Expeditionsmitglieder am örtlichen Luftlandeplatz in Empfang genommen die als Verstärkung extra aus der Heimat eingeflogen waren. Werden doch die nächsten zwei Wochen eine harte Prüfung für alle Teilnehmer werden.
Schlaf gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt, 9.59uhr Ortszeit keinen, wurde doch die letzte Nacvht dazu genutzt den Ablauf der nächsten Etappen genauestens zu planen.
Alles in allem sind wir froh das bis jetzt keine besonderen Zwischenfälle zu verzeichnen sind und das wir uns nun auf den Vorstoß nach Nubien konzentrieren können.
 
 
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« Zuletzt geändert: 09/09/06 um 21:52:28 von Aigyptos »  
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Aktuelles von der Studienreise durch Ägypten
Antworten #11 - 09/09/06 um 22:10:56
 
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Samstag 09. September 2006
 
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen für die lange Reise in den Süden des Landes.
Am Morgen wurde das Basislager abgebrochen aus dem der Autor bis jetzt berichtet hat. Nachdem der Autor zu diesem Zeitpunkt, um Kairo Ortszeit 0.55uhr, seit über 45 Stunden quasi keinen Schlaf bekommen hat ist davon auszugehen das auch diese Nacht kurz wird, und somit einen guten Eindruck davon abgibt was uns alle in den nächsten 2 Wochen erwarten wird.
Die Teilnehmer nahmen die Möglichkeit war die Metropole am Nil auf eigene Faust zu erkunden, darunter war für die meisten auch ein ausführlicher Besuch des lokalen Museum ein wichtiger Programmpunkt. Ist die hiesige Sammlung mit Objekten aus der pharaonischen Zeit zwar aufgrund ihrer archaischen Unübersichtlichkeit eine große Herausforderung, dennoch aber eine einmalige Gelegenheit die nicht gekannte Fülle von Objekten aus allen Epochen in Augenschein zu nehmen.
Am Abend kam es erneut zu einem Zusammentreffen der meisten Teilnehmer im Camp, wo bei gekühltem Gerstensaft, zünftiger Shisha und frischen Obstsäften in lockerer Runde der Abend ausklang. Eine ebenso anwesende Redaktionsassistentin des örtlichen Deutschen Archäologischen Instituts komplettierte die Runde und erfreute die Anwesenden durch ihren nicht von der Hand zu weisenden Charme.
Der morgige Tag soll vor allem dazu dienen die in der näheren Umgebung von al-Qahirah zu findenden Pyramidenbauwerke in Giza, Dashur und Meidum zu besichtigen.
...
Am Rande:
Der stellvertretende Expeditionsleiter und Gatte von Frau Tawabet, Herr Helmar W., mußte am heutigen Tag mit leichter Malaise das Bett hüten und wird auch am morgigen Tag einen Ruhetag zur Pflege und Erholung einlegen. Hatten doch die Anstrengungen der letzten Tage schlußendlich ihren Tribut eingefordert. Wir wünschen auf diesem Wege in aller Aufrichtigkeit gute Besserung und hoffen das er unser Team am Montag wieder in alter Frische verstärken kann.
 
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Antworten #12 - 09/10/06 um 22:12:47
 
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Sonntag 10. September 2006
 
Der heutige Tag diente voll und ganz der Erkundung des bei Al-Qahirah gelegenen Pyramidengürtels. Der achäologischen Stätten von Giza, Memphis und Dashur.
Der besonderen Faszination der alten Bauwerke können sich gerade Fachleute nicht entziehen, und so wurde der Ausflug sehnlich erwartet.
 
Gegen 7.30uhr Ortszeit wurde das Camp verlassen. Der beschwerliche Weg zum Pyramidenplateau von Gizah, das als erstes auf der Tagesordnung stand, wurde mit einem Kraftwagen zurückgelegt.
Auf dem Weg wurde das Kaironer Wildgehege angesteuert wo einige Expeditionsteilnehmer den Tag verbrachten.
Gegen 8.00uhr Ortszeit traf die Expedition an den Pyramiden ein. Unter großen Mühen konnten die örtlichen Sicherheitskräfte überredet werden eine ausreichend große Zahl von Billets zum betreten der Pyramide des Cheops bereitzustellen. Sofort im Anschluß wurde das grandiose Bauwerk ausführlich besichtigt.
Als nächstes wurde das Sonnenboot des Cheops in Augenschein genommen das sich in einem speziell dafür errichteten Gebäude neben der Pyramide befindet. Dabei wurde das fehlen eines Teilnehmers festgestellt. In der Sorge er könne unfreiwillig eine unentdeckte Kammer in der Pyramide entdeckt haben und dort gefangen sein, wurde zur Such- und Rettungsaktion ausgeschwärmt. Unser ägyptischer Begleiter fand in schlußendlich unversehrt im Schatten eines Kalksteinblockes und brachte in zurück in den warmen Schoß der Gruppe.
Auf dem Weg zurück zu unserem Kraftwagen bestand noch die Möglichkeit einige importierte osteuropäische Damen zu besichtigen die sich als Touristinnen verkleidet in derAnlage aufhielten. Es wurden abermals einige photographische Aufnahmen zur Dokumentation angefertigt.
Als nächstes ging es über Memphis, wo außer dem ollen Ramses nix zu sehen war, nach Dashur.
Dort wurden die Rote Pyramide sowie die Knickpyramide besichtigt. Das Umfeld beider Grablegen wurde eingehend studiert. Die Rote Pyramide konnte gegen eine kleine monetäre Aufmerksamkeit auch nach Torschluß noch besichtigt werden.
In der selben Zeit nahm Frau "Voni" die Gelegenheit war den örtlichen Sicherheitsbeamten etwas näher zu kommen.
Nach der Rückkehr nach Kairo mußte zur Bedauerung aller Teilnehmer festgestellt werden das sich der Gesundheitszustand von Herrn Helmar W. verschlechtert hatte, war er doch schon im Camp zurückgeblieben. Der Einsatz einer neuen Tinktur namens "Antibiotika" versprach aber gute Heilungschancen.
 
Alles in allem ein ruhiger Tag, den die Teilnehmer angesichts der großartigen Bauwerke sichtlich genossen haben.
 
 
Aigyptos
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Antworten #13 - 09/30/06 um 20:07:57
 
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Montag 11. September 2006
 
Am heutigen Tag stieß der Autor endlich zur Gruppe. Ein großer Tag der in der Geschichte der Ägyptenexpeditionen nicht unbemerkt bleiben wird, vor allem eingedenk der (positiven) Dinge die folgen sollten.
 
Der Besuch der Anlage in Sakkara, ca. 30km südlich von Kairo, stand heute auf dem Programm der Teilnehmer.
Kurz nach Sonnenaufgang wurde der beschwerliche Weg nach Sakkara in Angriff genommen.
Die Teilnehmer, noch ohne Aigyptos, besichtigten zuerst das Grab des Ti. Dieser Programmpunkt war schon von derart großen Mühen gekenneichnet das einige Teilnehmer den Weg zurück zum bereitstehenden Kraftwagen mit Kamelen zurücklegen mußten.
Als nächstes wurde die Mastabe des Mereruka sowie die Tetipyramide besichtigt.
Das Highlight des Tages war aber der Besuch der Stufenpyramide des Djoser. Der Autor traf nun endlich ein und der Besuch des ersten monumentalen Steinbauwerkes der Menschheitsgeshcichte wurde nun gemeinsam absolviert.
Frau Mariana J. gab den Teilnehmern eine brilliante Einführung in die Architektur, Baugeschichte und theologische Bedeutung der Anlage, sodaß der Autor zu keinerlei Ergänzung angehalten war.
Ein Rundgang während dem die einzelnen Bestandteile besichtig wurden folgte. Leider war es aus logistischen Gründen nicht möglich die unterirdischen Kammer- und Gangsysteme in Augenschein zu nehmen.
Im Anschluß ging es über den Aufweg der Pepipyramide zurück zum Fahrzeug. Hier konnte ein rekonstruierter Teil der Überdachung des Aufweges besichtigt werden.
Den Abschluß der heutigen Exkursion bildete ein Besuch des neu erbauten Imhotepmuseums das durch seine gelungene Auswahl der Objekte sowie sein museologisches Konzept überzeugen konnte.
Danach wurde der Rückweg ins Camp nach Al-Qahirah in Angriff genommen.
 
...
Bemerkung am Rande: Nach dem Eintreffen im Camp kam es zu einem ungebührlichen Zwischenfall. Zur Erschütterung der Expeditionsleitung mußte festgestellt werden das einige Teilnehmer nicht rechtzeitig zum abbrechen der Zelte erschienen waren. Die Ereignisse der folgenden Stunden sollen an dieser Stelle nur Stichpunktartig wiedergegeben werden.  
Der Expeditionsteilnehmer C.R., der schon in den ersten zwei Wochen durch ungebührliches Verhalten aufgefallen und für einige Unruhe verantwortlich war, sah sich am späten Abend schlußendlich genötigt die Expeditionsleiterin beleidigend zu attackieren worauf hin es zu einem kleinem Handgemenge und dem Austausch weiterer Freundlichkeiten kam. Zur Beruhigung aller verbleibenden Teilnehmer reiste der C.R. noch am selben Abend in die Heimat ab. Somit stand einem reibungslosen Ablauf der restlichen Expedition nichts mehr im Wege.
 
 
Aigyptos
 
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Einige wenige Bilder aus Sakkara...
http://www.silicondude.net/reisebilder/slidesA/11092006.html

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Antworten #14 - 10/02/06 um 09:52:23
 
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Dienstag 12. September 2006
 
Am heutigen Tag wurde die Metropole Al-Qahirah verlassen und der beschwerliche Weg in die Oase Fayum in Angriff genommen. Damit wurde die Zivilisation endgültig verlassen und der eigentlich spannende und gefährliche Teil der Reise begann.
Schon im Vorfeld war leider klar das die, in unbewohntem Wüstengebiet nördlich des Qarunsees gelegenen Sites, mangels geländegängiger Fahrzeuge nicht besichtigt werden könnten. Ein weiterer Versuch in Medinet el-Fayum neuartige Kraftwagen zu organisieren scheiterte kläglich, dazu später mehr.
Auf der Fahrt ins Fayum wurde die Gelegenheit war genommen die alten Tempel (Nord- und Südtempel) in Karanis zu besuchen. Eine einmalige Gelegenheit da diese Stätten doch nur schwer zu erreichen sind.
Daraufhin wurde sofort das vorbereitete Camp am Ufer des Qarunsees angesteuert indem die Expedition das Mittagessen einnahm um sich für den Rest des Tages zu stärken.
Sofort im Anschluß wurde der Tempel von Qasr Qahun besucht. Der wunderbar restaurierte und fast komplett erhaltene Tempel war durchaus das Highlight der besuchten historischen Stätten im Fayum. Auf Initiative des Autors und Susanne wurden auch noch die Barkenstation des Tempels sowie eine alte Kirchenkapelle besichtigt die nur nach absolvieren eines anstregenden Fußmarsches zu erreichen waren.
(Das Team, bestehend aus Susanne und dem Autor sollte während des weiteren Verlaufs der Expedition noch für manche Entdeckungen sorgen, auch einige Gipfel wurden gemeinsam in neuer Rekordzeit bestiegen. Dazu mehr im Verlauf der folgenden Berichte..)
Nach der Rückkehr ins Camp versuchte die Expeditionsleitung, verstärkt durch den Autor, in Medinet e-Fayum geländegängige Fahrzeuge zu organisieren. Trotz der aufopfernden Hilfe unseres ägyptischen Sicherheitsmannes, der sich nicht zu schade war vorbeifahrende Privatiers auf offener Straße anzuhalten und sie um ihr Fahrzeug zu bitten, war die Suche leider erfolglos.
Besonders bewährt hat sich unser Mr.Bond aber auf dem Rückweg ins Camp als Fr. Tawabet beim Versuch neues Guthaben für ihr kommunikationsgerät zu erwerben nach Strich und Faden betrogen wurde. Die Situation konnte trotz einer sich bildenden Menschentraube zur Zufriedenheit von Frau Tawabet gelöst werden.
Der Abend klang bei guter lokaler Küche aus. Nicht unerwähnt sollte bleiben das der Gatte der Expeditionsleiterin, der Autor sowie, last but not least, Susanne eine mitgebrachte Wasserpfeife auf dem Balkon des Autors genossen. Ohne die Fähigkeiten von Susanne als feuerspuckender Glücksdrache zu fungieren wäre der Abend schon im Ansatz verglüht. Eine detaillierte Beschreibung der Vorgänge wird an dieser Stelle, mit Rücksicht auf das Nervenkostüm der lokalen Angestellten, ausbleiben. Photographien des Ereignisses werden nachgereicht.
 
Aigyptos
 
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Einige Bilder vom heutigen Tag...  
http://www.silicondude.net/reisebilder/slidesB/12092006.html
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Antworten #15 - 10/07/06 um 17:07:04
 
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Mittwoch 13. September 2006
 
 
Nachdem das ausbrechen eines Feuers am vorigen Abend auf elegante Art und Weise verhindert werden konnte stand einem weiteren entdeckungsreichen Tag nichts im Wege.
 
Es war ursprünglich geplant das Camp früh zu verlassen. Die örtlichen Sicherheitskräfte verhinderten dies aber auf ihre typische und unnachahmliche Weise.
Erst gegen 9.30uhr Ortszeit wurde aufgebrochen.
Als erstes standen die Statuensockel die in Biahmu gelegen sind auf dem Programm. In urtümlicher Landschaft gelegen sind sie nür für den geübten Betrachter im Gelände auszumachen. Es wurden abermals photographische Aufnahmen zur Dokumentation angefertigt.
Als nächstes war geplant Medinet Maadi und Tebtynis zu besuchen. Die dafür erforderlichen Genehmigungen mußten aber erst in Medinet el-Fayum eingeholt werden. Dafür nahmen die Expeditionsleiterin und unser ägyptischer Begleiter extra das Wagnis auf sich die örtliche Polizei in ihrem Stützpunkt zu besuchen. Nach einem kurzen Gespräch war der zuständige Polizeigeneral bereit für beide Orte eine Eskorte bereitzustellen. Er mahnte aber die vorgerückte Zeit an... (woran das wohl gelegen hat?).
Nach dem für das mittägliche Festmahl alle nötigen Zutaten eingekauft waren und der zuständige Inspektor auch den Bus bestiegen hat begann die beschwerliche, zweistündige Fahrt nach Medinet Maadi. Dort wurde in der kühlen Hütte des örtlichen Wachmannes das Mittagessen eingenommen. Es gab warmen Streichkäse, ebenso gut temperierten Dosenfisch und sandiges Brot, ein Genuß der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.  
Im Anschluß stand nun endlich der Besuch des dort gelegenen Tempels aus der 12.Dyn. der Renetutet, aber auch Horus und Sobek geweiht war an. Der Tempel der von Anememhet III begonnen und bis in die griechisch-römische Zeit erweitert wurde, ist auch heute noch jährliche „Baustelle“. Ist es doch nötig den Tempel jedes Jahr von ca. 7-9m Sand zu befreien der unabläßlich von der Wüste aus in die Anlage gelangt. Der für die arbeiten zuständige Inspektor war während unseres Besuches vor Ort. Der besondere Dank für die mühsame Arbeit gilt ihm und seinen Arbeitern!
Der nächste Programmpunkt sollte nun eigentlich Tebtynis sein, allerdings war ein Anruf des belgeitenden Inspektors beim vor Ort befindlichen (italienischen!) Ausgräber erfolglos. Selbst die guten italienischen Sprachkenntnisse unseres ägyptischen Begleiters konnten einen Besuch nicht ermöglichen. Ein weiteres Zeichen dafür wie sehr dem zuständigen italienischen Professor die Weiterbildung der nächsten Fachgeneration am Herzen liegt!
Als Ersatz wurde noch kurz Hawara besichtigt, allerdings nicht ohne einen bitteren Beigeschmack.
Nach der Ankunft im Hotel wurde sogleich das Abendessen gemeinsam eingenommen. Die Küche bot eine großartige Auswahl und so war es für die Teilnehmer kein leichtes sich zwischen „Chicken, Fish and Meat...“ zu entscheiden.
Der Abend klang erneut bei zünftiger Shisha aus. Diesmal aber auf dem Balkon des extra eingerichteten „Vier-Damen-Zimmers“.
Die Angestellten des Hotels, die schon am Vorabend von den pyrotechnischen Fähigkeiten einiger Expeditionsteilnehmer überrascht wurden, erklärten sich kommentarlos bereit die benötigte Holzkohle in rauhen Mengen bereitzustellen. Ein weiteres gefährliches Zündeln erübrigte sich, allerdings wurde zur allgemeinen Erheiterung in einer kurzen Demonstration das vorabendliche Prozedere vorgeführt (...es wäre fast schief gegangen☺).
 
Aigyptos
 
 
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Einige Bilder vom heutigen Tag...  
http://www.silicondude.net/reisebilder/slidesC/13092006.html

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Antworten #16 - 10/07/06 um 17:10:13
 
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Donnerstag 14. September 2006
 
 
Am heutigen Tag standen gleich zwei monumentale Pyramidenbauwerke auf dem Programm.
Nachdem es gelang das Camp frühzeitig, gegen 8.00uhr Ortszeit zu verlassen, wurde als erstes El-Lahun und die dort befindliche Pyramide des Senusrest II besichtigt. Die auf einem Felskern aus Ziegeln errichtete Pyramide gab einen guten Eindruck von der Bauchtechnik. Das Innere der Pyramide konnte leider nicht besichtigt werden.
Im Anschluß ging es aber sofort zur Pyramide von Meidum. Die vermutlich von Pharao Snofru in der 4.Dyn. errichtete Pyramide konnte in Ruhe besichtig, erklommen und auch im Inneren studiert werden. Susanne und der Autor waren sich nicht zu schade den beschwerlichen Weg in die Pyramide aus eigener Kraft zu bewältigen um auch von der Grabkammer sowie den verschiedenen Stiegen dokumentarische Aufnahmen anzufertigen.  
Dies gilt vor allem auch für die im Anschluß besichtigte Mastaba Nr.17. Der Abstieg in die Grabkammer gelang teilweise nur bäuchlings durch beängstigend enge Grabräuberschächte. Die Tatsache das die meisten Expeditionsteilnehmer den Abstieg in den Fels scheuten soll den Respekt vor ihren anderen Heldentaten nicht schmälern.
Von den gewonnenen Eindrücken geplättet wurde nun der gefährliche Weg in die Provinzstadt Minia angetreten.
Auf dem Weg dorthin war geplant Dishasha zu besuchen. Da sich die örtlichen Schutzmänner aufgrund von technischen Schwierigkeiten nicht entscheiden konnten, verzögerte sich die Ankunft. Gegen einen kleinen Obulus war es schließlich möglich den Gräberberg doch noch zu besteigen. Dort wurden zu großer Verwunderung und Verärgerung frische Grabräuberschächte sowie ein vermutlich nicht sehr altes menschliches Skelett in der Wüste abseits der Schächte festegestellt. Eine kriminalwissenschaftliche Untersuchung war aus Zeitgründen leider nicht möglich, allerdings wurden photographische Aufnahmen angefertigt und die genauen Koordinaten an Amelia Peabody weitergeleitet.
Nach einem kurzen Mittagessen in einer Raststätte, in der das begehrte Käse-Fisch-Sandbrot Menu eingenommen wurde, ging es als Entschädigung für das am Vortag ausgefallene Tebtynis nach Bahnasia (Oxyrynchos).
Eine Besichtigung war mit Genehmigung des örtlichen Ausgräbers möglich. Photographieren war leider nicht möglich, zu allgemeinem Verdruß mußte festgestellt werden das keine Zeichner die Expedition begleiteten.
Als nächstes wurde die Fahrt nach Minia fortgesetzt das am frühen Abend ohne Verluste erreicht wurde. Dort wurde sogleich das Camp aufgeschlagen um für das Abendessen bereit zu sein. Stand doch heute ein großes Ereignis an, der Geburtstag der Expeditionsteilnehmerin Sylvie F. Mit zünftiger Schokoladentorte und einer Kerze wurde der Ehrentag bei bester Stimmung befeiert.
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Am Rande: In der Nacht wurde die Expedition noch durch Herrn Alex R. verstärkt der extra aus der Heimat eingeflogen wurde.
 
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