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Tujas Garten... (Gelesen: 11052 mal)
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Tujas Garten...
07/31/06 um 10:12:46
 
Blumen und Zierpflanzen
 
Viel liest man in der Literatur über die verschiedenen Pflanzen, die in den Gärten Altägyptens wuchsen, angebaut oder sogar gezüchtet wurden.
Da mir viele botanische Namen überhaupt nichts oder wenig sagten, habe ich mir mal die Mühe gemacht, nach einigen von den in der Literatur genannten Zier- und Nutzpflanzen zu googlen und Nachforschungen anzustellen, die allerdings dadurch erschwert wurden, daß häufig die Untergattung der betreffenden Pflanze nicht genannt wurden.
Ein paar Blumen jedoch kann ich heute vorstellen. Weitere Pflanzenportraits sollen folgen!
 
Hakenlilie
Amaryllis/Crinum

Die Hakenlilien (Crinum) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Amaryllisgewächse mit circa 130 Arten weltweit.  
Die bis zu 100 cm hohen Pflanzen haben lilienartige große Blüten in einer mehrblütigen Dolde.
Siehe auch: http://www.crinum.org/
 
Bitterkraut/Habichtskraut-Bitterkraut
Picris

Bitterkraut gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse.
Picris kommt vom griechischen pikros = bitter (Geschmack der Pflanze/Wurzel)
 
Feigenblättrige Stockrose
Alcea ficifolia

Die Stockrose ist durch ihre Größe von bis zu zwei Metern eine recht imposante Pflanze.  
Sie wird zweijährig kultiviert und stirbt nach der Blüte im zweiten Standjahr ab; kann aber auch bei günstigen Bedingungen ausdauernd und mehrjährig gezogen werden.
Bevorzugt einen schwach sauer bis neutral, durchlässig, sandig-lehmigen Boden.
Kam während der 18. Dynastie nach Ägypten.
 
Klatschmohn
Papaver rhoeas  

Der Klatschmohn ist eine an Weg- und Feldrändern häufig anzutreffende, bis zu 90 cm hoch wachsende, einjährige Pflanze mit leuchtend roten Blüten und wurde im alten Ägypten als Beetpflanze kultiviert.
 
Kornblume
Centaurea cyanus

Die Kornblume stammt aus dem Mittelmeerraum und scheint erst während der 18.Dyn. Ägypten heimisch geworden zu sein.
Obwohl ihr keine direkte Heilung nachgewiesen werden kann, benutzt man sie oft gegen Entzündungen, Hautrötungen und Bindehautreizungen, manchmal auch in Kosmetika. Sie ist nicht giftig.
 
Morgenländischer Feldrittersporn
Delphinium orientale/Consolida orientalis  

Der Feldrittersporn ist eine heutzutage eher selten anzutreffende, einjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse mit stark gefiederten Blättern und dunkelblau bis violetten Blüten (Habe aus Samen selbst welche gezogen!)  
Er wird bis zu 70 cm hoch, bevorzugt lehmig-tonige Böden und stammt aus dem Mittelmeerraum/kam während der 18. Dynastie nach Ägypten.
 
Saflor/Färberdistel
Carthamus tinctorius  

Saflor kommt ursprünglich aus Ägypten und Vorderasien, kann bis zu 130 cm hoch werden, blüht Juli-August und gilt als sehr trockenheitsverträglich.
Das rot färbende Carthamin der Färberdistel war bis zu Erfindung der synthetischen Farbstoffe einer der wichtigsten natürlichen. Carthamin oder Saflorrot kommt in den gelborange-farbenen Röhrenblüten der Färberdistel vor. Diese enthalten zwei Farbstoffe: das wasserlösliche Saflorgelb und das wasserfeste, nur mit alkalischen Lösungen lösliche Saflorrot.
 
Sesbania sesban
syn. Sesbania aegyptiaca  
 
Sesbania gehört zu der Familie der Leguminosen (also der Erbsengewächse!), ist ein vielstämmger Baum, der zwischen 5 und 8m hoch wird.
Die Blüten sind gelb oder rot.
Blätter (Heu) und Schoten werden als Viehfutter verwendet, das Holz als Feuerholz, auch als Stützgewächs für schwarzen Pfeffer und Gurkengemüse/Rankengewächse, Schattenspender
 
Tazette/Bukett-Narzisse
Narcissus tazetta  

Die Tazette gehört zu den Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse, ist im gesamten Mittelmeergebiet und auf den Kanaren verbreitet und gilt als eine der ältesten Kultur-Narzissen.
Schalen ihrer Zwiebel fanden sich auf der Mumie Ramses II.
 
Schlafbeere/Withania
Withania somnifera

Withania zählt zur Pflanzen-Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae)
In der ayurvedischen Heilkunde wird Withania auf die gleiche Weise verwendet wie der Ginseng in der chinesischen Medizin und fördert die Vitalität und die Genesungszeit nach chronischen Krankheiten.
Withania verlangsamt angeblich das Ergrauen der Haare und steigert auch die sexuelle Leistungsfähigkeit. Zurückzuführen ist diese Wirkung auf die Fähigkeit der Pflanze, den Hämoglobinspiegel zu erhöhen.
Siehe auch:giftpflanzen.com
 
Überreste all dieser Pflanzen fanden sich z.B. als Schmuck (Girlanden, Halskrägen) auf Mumien.
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Re: Tujas Garten...
Antworten #1 - 09/02/06 um 17:40:28
 
Kron-Wucherblume
In der Sekundärliteratur oft erwähnt, findet man bei Google unter diesem Stichwort rein gar nichts.
Sucht man jedoch nach "Kronblume" trifft man auf Calotropis procera, die in Nordafrika heimisch ist:
 

 

 
Quelle: http://www.biologie.uni-hamburg.de

 
Der Strauch gehört zu den Seidenpflanzengewächsen (Asclepiadoideae).
Ihre Frucht wird als Sodomapfel bezeichnet.
Aus ihr kann pflanzliches Lab zur Frischkäsezubereitung gewonnen werden, wie in Westafrika heute noch üblich ist.
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Re: Tujas Garten...
Antworten #2 - 09/02/06 um 17:56:21
 
Henna
Lawsonia inermis
 

 
Quelle: http://botany.cs.tamu.edu

 
Der u.a. in Nordafrika heimische, reich verzweigte Busch wird im allgemeinen zwischen einem halben und zwei Meter hoch. Er kann aber auch bis zu fünf Meter groß und sehr ausladend werden. Die leuchtend grünen Blätter sind klein und an den Rändern gekerbt. Sie enthalten den roten Farbstoff, der hauptsächlich zu kosmetischen Zwecken gebraucht wird. Geerntet werden sie, indem sie von den Zweigen abgestreift werden.
Hennasträucher findet man außerhalb von Plantagen und Gärten in vielen Innenhöfen, wo sie vor allem wegen der Blüten, die einen betörenden Duft verströmen, gehalten werden. Aus den vierblättrigen weißen Blüten werden Parfumessenzen gewonnen.
Die Pflanze gehört zu den Rosenähnlichen und kann auch rote Blüten haben:
 

 

 
Quelle: http://www.agri.gov.il
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